Besucht am 16.03.2018Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 113 EUR
Vor mittlerweile eineinhalb Jahren waren wir hier und berichteten von dem Phänomen, dass dieses Restaurant immer ausgebucht sei und dies mit Recht. Auch heute komplett ausgebucht. Wir hatten rechtzeitig reserviert ;-)
Durch den Umbau der Mettmanner Innenstadt war es ein großes Problem einen Parkplatz zu finden. In einem Wohnbereich ca. 600 m entfernt wurde ich fündig. Aber dies ist ja nur vorübergehend, schätze mal bis nach den Sommerferien.
Wir bekamen unseren Vierer-Tisch, erneut am Fenster, was nicht schlecht ist um mal "kurz frische Luft" hineinzulassen, denn bei vollem Haus ist das schon gut. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es früher einmal war, als noch in Lokalen geraucht wurde. Irgendwie unvorstellbar.
Nun, die nette, freundliche Bedienung brachte uns die gerösteten dünnen Brotscheiben mit dem hausgemachten Aioli und fragte und nach den Getränkewünschen. Ich armer Fahrzeugführer begnügte mich mit einem Krombacher alkoholfrei (0,33 l zu fairen 2,60), meine Frau wählte den Hauswein Añoranza Cabernet & Shiraz Bodegas Lozano zu EUR 4,70 für 0,25 l. Ein guter, trockener, durchschnittlicher spanischer Rotwein - passte!
Da wir ja beim letzten Mal den Fehler mit der Vorspeise gemacht hatten, war uns klar, dass wir zu erst nur eine Hauptspeise bestellen werden und, falls noch Platz sein sollte, offen für etwas Süßes sind.
Als Tagesangebot gab es ein 300 gr. Hüftsteak mit Pommes und einem Salat zu EUR 18,90 - bingo! Das Fleisch perfekt gebraten, natürlich medium, super gut gewürzt und alles ohne "besondere Verzierungen" ;-)
Beim letzten Besuch wurde u. a. von Lesern der Bewertung bemängelt, dass die Sauce direkt über dem Fleisch war und es komplett "abdeckte". Ich fragte ob es möglich sei, die zusätzlich bestellte Pfeffersauce separat zu bekommen, was kein Problem war. Diese war übrigens auch hausgemacht und hatte den Namen verdient
Meine bessere Hälfte wählte erneut ein Schnitzel und erst als es serviert wurde fiel Ihr ein, wie groß die Portion ist. Joh, kein Vorspeise, das war richtig! Schnitzel "Tiroler Art" mit kross gebratenen Zwiebel und Speck, dazu noch Bratkartoffeln. Das Fleisch sehr schön dünn geklopft, alles in sich passend und rustikal lecker! (EUR 12,90).
Ach, ich habe bei meinem Gericht vergessen, dass es zu dem Steak noch einen Salat gab und zwar - saisonbedingt - einen Endivien-Kartoffelsalat, leicht warm mal was anderes...klasse!
Vor diesem Saisonsalat schwärmte unser begleitendes Pärchen und so war es schon vorher beschlossene Sache, diesen Salat als Hauptspeise mit Rinderfiletstreifen zu bestellen. Ebenfalls ein sehr große Portion.
Zum Abschluss des Abends durften wir und einen Absacker aussuchen, Grappa, Sherry und einen Licor de bellota (Haselnusslikör) auf Kosten des Hauses.
Unser Fazit: erneut nicht enttäuscht worden und perfekt für einen netten Abend mit guten Speisen und sehr vernünftigen Preisen. Aber, bitte nicht das Reservieren vergessen. Ohne geht hier nichts!
Vor mittlerweile eineinhalb Jahren waren wir hier und berichteten von dem Phänomen, dass dieses Restaurant immer ausgebucht sei und dies mit Recht. Auch heute komplett ausgebucht. Wir hatten rechtzeitig reserviert ;-)
Durch den Umbau der Mettmanner Innenstadt war es ein großes Problem einen Parkplatz zu finden. In einem Wohnbereich ca. 600 m entfernt wurde ich fündig. Aber dies ist ja nur vorübergehend, schätze mal bis nach den Sommerferien.
Wir bekamen unseren Vierer-Tisch, erneut am Fenster, was nicht schlecht ist um mal "kurz... mehr lesen
Restaurant Postillon - Der Spanier
Restaurant Postillon - Der Spanier€-€€€Restaurant, Gaststätte02104176025Postraße 21, 40822 Mettmann
4.0 stars -
"Bodenständig, lecker und ein super PLV!" Ehemalige UserVor mittlerweile eineinhalb Jahren waren wir hier und berichteten von dem Phänomen, dass dieses Restaurant immer ausgebucht sei und dies mit Recht. Auch heute komplett ausgebucht. Wir hatten rechtzeitig reserviert ;-)
Durch den Umbau der Mettmanner Innenstadt war es ein großes Problem einen Parkplatz zu finden. In einem Wohnbereich ca. 600 m entfernt wurde ich fündig. Aber dies ist ja nur vorübergehend, schätze mal bis nach den Sommerferien.
Wir bekamen unseren Vierer-Tisch, erneut am Fenster, was nicht schlecht ist um mal "kurz
Der beliebte Bürgershof an der Glienicker Lake gegenüber dem Park Babelsberg bleibt geschlossen. Das teilte der Eigentümer am Montag mit. Vorausgegangen war offenbar ein längerer Streit zwischen ihm und der Stadt Potsdam. Künftig sollen auf dem Filetgrundstück mindestens zwei Stadtvillen entstehen.
Der beliebte Bürgershof an der Glienicker Lake gegenüber dem Park Babelsberg bleibt geschlossen. Das teilte der Eigentümer am Montag mit. Vorausgegangen war offenbar ein längerer Streit zwischen ihm und der Stadt Potsdam. Künftig sollen auf dem Filetgrundstück mindestens zwei Stadtvillen entstehen.
Quelle: http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Kein-Pils-mehr-im-Buergershof
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"Kein Pils mehr im Bürgershof" Ehemalige UserDer beliebte Bürgershof an der Glienicker Lake gegenüber dem Park Babelsberg bleibt geschlossen. Das teilte der Eigentümer am Montag mit. Vorausgegangen war offenbar ein längerer Streit zwischen ihm und der Stadt Potsdam. Künftig sollen auf dem Filetgrundstück mindestens zwei Stadtvillen entstehen.
Quelle: http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Kein-Pils-mehr-im-Buergershof
Geschrieben am 14.03.2018 2018-03-14| Aktualisiert am
14.03.2018
Besucht am 13.03.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Ein ganz gewöhnlicher Dienstag Abend und der Parkplatz voll. Ein gutes Zeichen? Nun, auch das Restaurant komplett ausgebucht und Glück, dass wir reserviert haben. Vor einigen Jahren war ich mal hier, genauso wie mein geschäftlicher Gegenüber und wir beide erinnerten uns nur positiv an das Restaurant. Ob es heute genauso ist? Um es vorweg zu nehmen, ja!
Das Innere, d. h. das Mobiliar, das Erscheinungsbild hat sich nicht geändert. Gemütlich rustikal, viel Holz, kleinere Nischen und nett dekoriert, kein Schnick-Schnack. Irgendwie habe ich den Eindruck eines bayrischen Einflusses, vielleicht auch durch die Kleidung der Bedienung, dirndl-ähnlich.
Zur Vergrößerung bitte auf das Foto klicken!!
Die Begrüßung war außerordentlich freundlich und ich wurde zu dem Tisch, an dem mein Geschäftspartner schon saß, hingeführt. Es dauerte nur eine kurze Zeit bis ich nach einem Aperitif gefragt wurde. Ich erwähnte ja den gut gefüllten Parkplatz und so entschied ich mich für ein alkoholfreies Flensburger Pils, in einer Bügelflasche, schön kalt, serviert.
Die Speisekarte weißt ein Menu des Hauses auf und eine gut überschaubare Anzahl ala-Carte-Gerichte. Keinerlei Hektik herrscht hier vor. "Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Auswählen!" Frisch zubereitete Speisen und eine sehr angenehme Zeit zwischen den Gängen.
Nach dem Gruß aus der Küche entschied ich mich für das Süßkartoffel-Limettensüppchen mit Kokosmilch (EUR 9,00), die mich überzeugte. Ich befürchtete, dass die Kokosmilch sehr dominant sein wird, aber dies war nicht der Fall, leicht süßlich, in sich sehr stimmig abgeschmeckt, leicht asiatisch und absolut mein Geschmack. Übrigens eine gute Portion!
Dann als Hauptgang ein 250 g Rumpsteak mit Pommes Frites (EUR 28,50), sehr hoch geschnitten und super gut medium gebraten sowie einwandfrei gewürzt. Es waren keinerlei Saucen in der Speisekarte zu finden und so fragte ich nach einer Pfeffersauce, die mit serviert wurde.
Es war ein Geschäftsessen und ich hatte nicht die Möglichkeit Fotos der Speisen zu machen. Möchte aber unbedingt darauf hinweisen, dass die Speisen ohne jegliche Verzierung wie Balsamico-Saucenspritzer oder kleingeschnittenes Grünzeug, serviert wurden. Perfekt.
Während der Zeit, als das Restaurant voll besetzt war, gab es genügend Personal. Allerdings mit der Zeit reduzierte sich nicht nur die Anzahl der Gäste, sondern auch die Anzahl der Servicekräfte. So war es zum Ende hin leider erforderlich für einen Espresso oder für die Rechnung zu winken. Das passt nicht zu dem Sonst perfekten Service.
Es wird nicht mehr Jahre bis zum erneuten Besuch dauern!
Ein ganz gewöhnlicher Dienstag Abend und der Parkplatz voll. Ein gutes Zeichen? Nun, auch das Restaurant komplett ausgebucht und Glück, dass wir reserviert haben. Vor einigen Jahren war ich mal hier, genauso wie mein geschäftlicher Gegenüber und wir beide erinnerten uns nur positiv an das Restaurant. Ob es heute genauso ist? Um es vorweg zu nehmen, ja!
Das Innere, d. h. das Mobiliar, das Erscheinungsbild hat sich nicht geändert. Gemütlich rustikal, viel Holz, kleinere Nischen und nett dekoriert, kein Schnick-Schnack. Irgendwie... mehr lesen
Lohmanns Romantik Hotel Gravenberg
Lohmanns Romantik Hotel Gravenberg€-€€€Restaurant, Hotel0217392200Elberfelder Str. 45, 40764 Langenfeld
4.0 stars -
"Ein Ort mit guter Küche - ohne Hektik in gemütlicher Atmosphäre" Ehemalige UserEin ganz gewöhnlicher Dienstag Abend und der Parkplatz voll. Ein gutes Zeichen? Nun, auch das Restaurant komplett ausgebucht und Glück, dass wir reserviert haben. Vor einigen Jahren war ich mal hier, genauso wie mein geschäftlicher Gegenüber und wir beide erinnerten uns nur positiv an das Restaurant. Ob es heute genauso ist? Um es vorweg zu nehmen, ja!
Das Innere, d. h. das Mobiliar, das Erscheinungsbild hat sich nicht geändert. Gemütlich rustikal, viel Holz, kleinere Nischen und nett dekoriert, kein Schnick-Schnack. Irgendwie
Am Freitag, 2. März 2018, 17.30 Uhr erweckte ein Inder den Stehkragen zu neuem Leben. Die Gäste sollen mit italienischer und indischer Küche verwöhnt werden. Es werden auch Gerichte zum Mitnehmen angeboten.
Unter der Woche wird es einen Mittagstisch mit preiswertem Menü zwischen 6,90 und 7,90 € geben.
Das Lokal bietet einen Gastraum für ca. 50 Personen an. Auch ein Veranstaltungsraum kann für ca. 55 Personen zur Verfügung gestellt werden.
Der neue Inhaber soll ein Bruder des Wirtes von der Eller-Gaststätte in Mainaschaff sein.
Ich bin jetzt schon gespannt, wie das Restaurant von dein Einheimischen, dazu zähle ich ja auch, angenommen wird.
Am Freitag, 2. März 2018, 17.30 Uhr erweckte ein Inder den Stehkragen zu neuem Leben. Die Gäste sollen mit italienischer und indischer Küche verwöhnt werden. Es werden auch Gerichte zum Mitnehmen angeboten.
Unter der Woche wird es einen Mittagstisch mit preiswertem Menü zwischen 6,90 und 7,90 € geben.
Das Lokal bietet einen Gastraum für ca. 50 Personen an. Auch ein Veranstaltungsraum kann für ca. 55 Personen zur Verfügung gestellt werden.
Der neue Inhaber soll ein Bruder des Wirtes von der Eller-Gaststätte in Mainaschaff sein.
Ich bin jetzt schon gespannt, wie das Restaurant von dein Einheimischen, dazu zähle ich ja auch, angenommen wird.
Wirtshaus Stehkragen
Wirtshaus Stehkragen€-€€€Restaurant, Biergarten061889951280Friedensstraße 7, 63791 Karlstein am Main
stars -
"Neueröffnung nach längerem Leerstand!" Ehemalige UserAm Freitag, 2. März 2018, 17.30 Uhr erweckte ein Inder den Stehkragen zu neuem Leben. Die Gäste sollen mit italienischer und indischer Küche verwöhnt werden. Es werden auch Gerichte zum Mitnehmen angeboten.
Unter der Woche wird es einen Mittagstisch mit preiswertem Menü zwischen 6,90 und 7,90 € geben.
Das Lokal bietet einen Gastraum für ca. 50 Personen an. Auch ein Veranstaltungsraum kann für ca. 55 Personen zur Verfügung gestellt werden.
Der neue Inhaber soll ein Bruder des Wirtes von der Eller-Gaststätte in
Besucht am 04.03.2018Besuchszeit: Mittagessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 49 EUR
Restaurant ist sehr gemütlich auch das Personal ist sehr freundlich. Buffet ist reichlich gedeckt für jeden Geschmack was dabei.. Sehr gutes Essen! Einzige was ich auszusetzten habe ist der Grill... " Versalzen bis zum geht nicht mehr" auch nach mehrmals sagen, dass man kein Salz haben will bekommt man extrem viel Salz drauf gemacht dadurch schmeckt es leider nicht mehr so toll. Aber sonst super! Waren schon sehr oft dort!
Restaurant ist sehr gemütlich auch das Personal ist sehr freundlich. Buffet ist reichlich gedeckt für jeden Geschmack was dabei.. Sehr gutes Essen! Einzige was ich auszusetzten habe ist der Grill... " Versalzen bis zum geht nicht mehr" auch nach mehrmals sagen, dass man kein Salz haben will bekommt man extrem viel Salz drauf gemacht dadurch schmeckt es leider nicht mehr so toll. Aber sonst super! Waren schon sehr oft dort!
China Restaurant
China Restaurant€-€€€Restaurant068519374577Balduinstraße 78, 66606 Sankt Wendel
4.0 stars -
"Restaurant gemütlich Buffet ist gut leider der Grill sehr versalzen" Ehemalige UserRestaurant ist sehr gemütlich auch das Personal ist sehr freundlich. Buffet ist reichlich gedeckt für jeden Geschmack was dabei.. Sehr gutes Essen! Einzige was ich auszusetzten habe ist der Grill... " Versalzen bis zum geht nicht mehr" auch nach mehrmals sagen, dass man kein Salz haben will bekommt man extrem viel Salz drauf gemacht dadurch schmeckt es leider nicht mehr so toll. Aber sonst super! Waren schon sehr oft dort!
Besucht am 23.01.2018Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 12 EUR
Als vor etwa fünf Jahren das Restaurant „Mediterran“ im neugebauten, graugetünchten Clubhaus des VFB 05 Knielingen sein deutsch-kroatisches Angebot unterbreitete, statteten wir den Betreibern des vorher in der Karlsruher Oststadt ansässigen „Georg-Friedrich“ (so hieß die Balkan-Gastro früher) öfter mal einen Besuch ab. Damals zog es uns sogar im Rahmen eines Kollegium-Essens in das großräumige Innere der Vereinsgaststätte. Täglich wechselnder Mittagstisch und ein ausreichendes Parkplatzangebot ließen uns den kurzen Weg über den Rhein regelmäßig zurücklegen. Von der stets sehr umsichtig agierenden Servicechefin Anna – wie könnte sie auch anders heißen? – wurden wir immer einwandfrei bedient.
Vielleicht besuchte ich die im Sportpark Knielingen beheimatete Clubhaus-Gastro anfangs etwas zu häufig. Jedenfalls hatte ich die fleischlastigen Grillteller recht schnell über und ließ mich dort ein paar Jahre lang nicht mehr blicken. Auch die leicht schwächelnde Qualität schien meinen anfänglichen Enthusiasmus nicht gerade zu befeuern und so kam es, dass mich erst der Ruhetag des lediglich 600 Meter entfernten Knielinger Fischerhauses zu einem kulinarischen Comeback zwang. Dort angekommen, war es fast schon beruhigend festzustellen, dass sich am Interieur der Gastwirtschaft kaum etwas geändert hatte.
Das Lokal befindet sich in der ersten Etage des großangelegten Clubhauses. Schon beim Erklimmen der wenigen Treppenstufen kündet ein penetranter Grilldunst von rustikaler Brutzelpräsenz. Durch eine Glastür geht es auf dunklen Fliesen in den großzügig eingeteilten Gastraum, dessen nüchterne Ausstattung schon damals keine besonders gemütliche Atmosphäre erzeugte. Einfache, teilweise in grau gehaltene Holzstühle mit Polsterunterlage standen um sauber eingedeckte Tische, deren weißes Leinen zusätzlich von grauen Tischläufern überzogen war. Eine steife, geradezu förmliche Szenerie, die eine völlig unsinnige Distanz zur mediterranen Geselligkeit kreierte. Da war der Name definitiv kein Programm.
Aufgestellte Papierservietten, sparsame Blumendeko, kleine Salz- und Pfeffergefäße, die der allgemeinen Zerstreuung dienten, sowie unscheinbar wirkende, silberne Kerzenständer mit weißem Wachslicht beherrschten die Tischlandschaft. Der weitläufige Speisesaal wurde von ein paar raumteilenden Elementen (Olivenbäume in großen Kübeln, hölzerne Sichtschutz-Aufsteller) durchzogen, die für etwas mehr Wohnlichkeit sorgen sollten. Leider erhellte der eher spärliche Lichteinfall von draußen das Innere des Lokals nicht ausreichend, was die zylinderförmigen Deckenleuchten selbst zur Mittagszeit brennen ließ.
Ein Makel, der zur warmen Jahreszeit nicht besonders ins Gewicht fiel. Da lockte nämlich die gemütliche Sommerterrasse mit Blick auf das gepflegte Grün des Fußballrasens. Besonders die Weizenbierfraktion mit Freiluftambition tat sich hier gütlich an Schnitzel, Burger und Co. Auch wir saßen hier im Sommer 2013 ab und an, genossen die bierselige Ausflugsidylle und füllten unsere Mägen mit deftiger Balkankost ohne größeres Lamento.
Auf Nachfrage bei der männlichen Bedienung, wo denn Serviceleiterin Anna abgeblieben sei, wurde ein kurzes „schon seit zwei Jahren nicht mehr da“ sehr zeiteffizient übermittelt. Der junge Mann wurde von einer noch jüngeren, weiblichen Servicekraft unterstützt, was in Anbetracht der großen Zahl an Mittagsgästen auch notwendig war. Der Patrone stand als graue Ausschankeminenz hinter dem Tresen und befüllte die Gläser.
Zwischen Handwerkern im Montage-Outfit tummelten sich auch ein paar Jackett-Träger mittleren Alters. Der hohe Anteil an männlichen Gästen war wohl der kulinarischen Ausrichtung der Lokalität geschuldet. Die Fleischküche Südosteuropas ist wohl eine der letzten gastronomischen Männerbastionen. Neben der ausgehungerten, auf ein schnelles Mittagessen vorbeieilenden Arbeiterschicht waren es vor allem Pensionäre, die den Gastraum bevölkerten.
Die umfangreich angelegte Speisenkarte zum Aufklappen listet sage und schreibe 115 (!!!) verschiedene Gerichte deutscher bzw. süd(ost)europäischer Provenienz. Da locken mediterrane Antipasti, panierte Calamaretti und gefüllte Champignons im Vorspeisenprogramm. Eine knappe Handvoll Suppen und ein Dutzend Salate stehen zusätzlich bereit, ehe der Grill über die Hauptspeisen gebietet. Die rustikalisierte Auswahl für Chefcarnivoren reicht von Pola-Pola über Hacksteak bis hin zum Pfefferrahm-Gyros. Lamm, Schwein, Rind, Pute - alles wird über glühenden Kohlen zubereitet. Keine Fleischfantasie soll hier unbefriedigt bleiben. Und wem selbst das nicht reicht, der greift alternativ zu Altbewährtem. Diverse Schnitzel- und Rumpsteakvariationen, Pfannengerichte und Riesenburger klingen dabei genauso so „mediterran“ wie Markklößchensuppe oder Maultaschen. Keine Ahnung, wer so eine Speiseauswahl braucht. Bei mir löst solch ein diffuses Überangebot immer eine gesunde Portion Skepsis aus.
Gut, dass da wenigstens die Mittagskarte den kulinarischen Wildwuchs etwas eindämmt. Von Dienstag bis Freitag werden drei täglich wechselnde Gerichte besonders günstig angeboten. Von Straßburger Wurstsalat (dafür ist der Kroate ja bekannt) über Jägerschnitzel mit Nudeln (eine absolute Balkandelikatesse) bis hin zu Gyros in Metaxasauce reicht das uninspirierte „Köchelverzeichnis“ am Mittag. Üppige Fantasielosigkeit statt ambitionierter Tagesangebote. Der günstige Preis entscheidet, nicht das verlockende Speisesortiment.
Bei meinen beiden Besuchen im Januar bzw. Februar dieses Jahres wählte ich einmal das Hirtensteak von der Pute (8,90 Euro) sowie das mit Schafskäse gefüllte Hacksteak (8,70 Euro). Bei beiden Gerichten wurden vorweg eine Suppe sowie ein gemischter Beilagensalat serviert. Diese waren im günstigen Menüpreis inbegriffen. Dagegen schlug der halbe Liter Mineralwasser – genau wie das Glas Spezi (0,4 l) – mit recht sportlichen 2,90 Euro zu Buche. Aber warum sollte es in einer Vereinsgaststätte nicht sportlich zugehen und von irgendwas müssen die Gastronomen ja leben.
Zurück zum Essen. Bei der zu Beginn gereichten Suppe aus der Tasse hat sich scheinbar in all den Jahren nichts zum Besseren verändert. Wie ich schon früher bemängelte, fehlte es der heißen Brühe an Kraft und Würze. Vereinzelte Karottenstücke bzw. Nudeln als Einlage konnten diese schwachbrüstige Bouillon auch nicht retten. Der Salat folgte nahezu zeitgleich. Als Hauptbestandteil stach der zu Krautsalat verhäckselte Weißkohl hervor. Ein wenig Rohkost von der Möhre und der unvermeidliche Eisbergsalat wurden vom rahmigen Joghurtfertigdressing regelrecht ertränkt. Als wäre das nicht genug, lauerte am Tellerboden noch eine fiese Essigsäure, die den übrigen Zutaten geschmacklich den Garaus machte. Warum hier überhaupt Grünzeug in die Schale geschmissen wurde, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Gegen die dominierende, saure Plempe hatte es jedenfalls keine Chance.
War die Suppe von erschreckend fadem Gusto, wurde beim Grillgut umso deftiger gewürzt. Das Putensteak war mit Schafskäse gefüllt und wurde von einer Greek-Style-Marinade geschmacklich aufgepeppt. Das Bifteki fiel dagegen aufgrund zu viel Salzwürze eher unangenehm auf und sorgte damit später für gehörigen Nachdurst. Die Pommes habe ich schon schlechter frittiert auf dem Teller liegen sehen. Flankiert wurde das Hacksteak von einem zusätzlichen Ballen Djuvec-Reis, der im kulinarischen Niemandsland beheimatet, das rustikal gesalzene Grillfleisch etwas ausglich. Gut, dass wenigstens die Schafskäsefüllung für etwas Saftigkeit sorgte. Ansonsten wäre das eine recht staubige Angelegenheit geworden. Der Kleks Ajvar aus dem Eimer (oder Glas) war grundsolide. Wirklich gebraucht hätte ich das leicht bittere Paprikamus jedoch nicht. Zumal es aromatisch recht überschaubar war und keinen großen Geschmacksgewinn darstellte.
Resümierend lassen sich die Besuche im Mediterran als extrem „beutelschonend“, aber auch kulinarisch sehr überschaubar bezeichnen. Für um die 12 Euro ist man mit Suppe, Salat, Hauptgang und einem Getränk gut dabei. Zum Sattwerden reicht das, aber das Bauchgefühl ist hier längst nicht dasselbe wie nach dem Besuch des in der Nähe befindlichen Fischerhauses. Außerdem lagen hier die Schwaden des Deftigen nur allzu schwer in der Luft und steckten danach noch zäh in den Kleidern. Doch die schweigende Mehrheit der Schnitzelvertilger und Gyroskomplizen semmelt das recht ambitionslos aufgetischte Mittagsmahl in sich hinein und scheint zufrieden. Ich war es nicht und werde mich nach weiteren Alternativen im Karlsruher Mittagsmilieu umsehen. Dann hoffentlich in einem Lokal mit leistungsfähigerem Dunstabzug!
Als vor etwa fünf Jahren das Restaurant „Mediterran“ im neugebauten, graugetünchten Clubhaus des VFB 05 Knielingen sein deutsch-kroatisches Angebot unterbreitete, statteten wir den Betreibern des vorher in der Karlsruher Oststadt ansässigen „Georg-Friedrich“ (so hieß die Balkan-Gastro früher) öfter mal einen Besuch ab. Damals zog es uns sogar im Rahmen eines Kollegium-Essens in das großräumige Innere der Vereinsgaststätte. Täglich wechselnder Mittagstisch und ein ausreichendes Parkplatzangebot ließen uns den kurzen Weg über den Rhein regelmäßig zurücklegen. Von der stets sehr umsichtig agierenden... mehr lesen
2.5 stars -
"Karlsruher Mittagstisch – Teil 3: Ambitionslos aufgetischte Fleischkost im Dunst der Mittagsstunde" Ehemalige UserAls vor etwa fünf Jahren das Restaurant „Mediterran“ im neugebauten, graugetünchten Clubhaus des VFB 05 Knielingen sein deutsch-kroatisches Angebot unterbreitete, statteten wir den Betreibern des vorher in der Karlsruher Oststadt ansässigen „Georg-Friedrich“ (so hieß die Balkan-Gastro früher) öfter mal einen Besuch ab. Damals zog es uns sogar im Rahmen eines Kollegium-Essens in das großräumige Innere der Vereinsgaststätte. Täglich wechselnder Mittagstisch und ein ausreichendes Parkplatzangebot ließen uns den kurzen Weg über den Rhein regelmäßig zurücklegen. Von der stets sehr umsichtig agierenden
Besucht am 26.02.2018Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 27 EUR
Allgemein
Heute war ein herrlicher Sonnentag. Leider 4 Grad minus, aber gefühlt durch starken Wind -10 Grad. Nichtsdestotrotz muss man als Rentner seine täglichen Kilometer zur Ertüchtigung der Fitness, wenn man denn alt werden will, zu Fuß, ab Frühjahr dann mit dem Rad, abspulen. Also entschieden sich meine Gattin und ich, dass wir unser Mittagessen heute wieder einmal in der Pizzeria Sole in Hörstein einnehmen. Von uns aus zu Fuß, der Weg immer ansteigend, ca. 35 Minuten bis zum Ziel. Mit Rückweg ungefähr sieben Kilometer. So ca. zehn Mal im Jahr machen wir das. Ich denke, dass nach ca. drei Jahren wieder mal ein Update erfolgen kann.
Der Service
Gegen dreiviertel eins betraten wir die Pizzeria und setzten uns an einen freien Tisch. Zu diesem Zeitpunkt waren etliche Gäste anwesend und schon mit ihrem Essen beschäftigt. Hauptsächlich Rentnerpaare, aber auch Arbeiter in ihrer Mittagspause. Heute wurden wir von der Seniorchefin freundlichst begrüßt. Bei der Gelegenheit brachte sie uns die Speisekarten gleich mit an den Tisch. Danach war die Tochter des Hauses für uns zuständig. Auch sie begrüßte uns freundlich wie gewohnt, man kennt sich ja von vielen Besuchen her recht gut.
Getränke-Bestellung aufnehmen, servieren, Essen-Bestellung aufnehmen, servieren. Alles ohne Hektik, professionell. Ein angenehmer Smalltalk mit ihr ist dabei jederzeit fällig. Vor allem, wenn sie nachfragt, ob alles in Ordnung sei bzw. ob es denn geschmeckt hat. Wenn man das bejaht, freut sie sich aufrichtig. Alle diese kleinen Selbstverständlichkeiten sorgen zusammengenommen für einen angenehmen Aufenthalt.
Der Bezahl-Wunsch wird schnellstens erledigt und mit der Rechnung obligatorisch für uns zwei je ein Amaretto aufs Haus mitgebracht.
In der Kategorie Pizzeria sind dies für mich ganz klar 4 GG-Sterne!
Das Essen
Von Montag bis Donnerstag gibt es in der Pizzeria Sole ein Mittagsangebot, das sich sehen lassen kann. Jedes Schnitzel mit Pommes und Salat nur 7,- €, große Pizza mit 4 Zutaten nach Wahl 6,- €, italienischer Salat 5,- €. Selbstverständlich kann man auch Gerichte aus der normalen Karte bestellen.
Schnitzel Bolognese Für uns war von vornherein klar, dass wir das Mittagsangebot nutzen und so entschied sich meine Begleiterin für das Bolognese-Schnitzel, paniert, mit Pommes und Salat. Für meine Wenigkeit durfte es das Schnitzel Milanese mit Pommes und Salat sein. Unpaniert mit Hinterschinken drauf und mit Käse überbacken, Weißwein-Sahne-Sauce. Schnitzel Milanese
Bruschetta und Beilagensalat
Für die Preiswert-Variante bekommt man genauso eine ordentliche Portion wie z. B. am Abend als Vollzahler. Dazu gibt es vorab als Gruß aus der Küche je zwei erstklassige Bruschetta auf einem Teller sowie den Beilagensalat, der heute mit einem erstklassigen Dressing versehen war.
Beide Schnitzel sehr zart. Die jeweiligen Saucen super im Geschmack. Die Pommes ordentlich. Ein Mittagessen, bei dem es nichts zu meckern gab.
Tisch-Deko
Getrunken haben wir je einen Montepulciano (0,25 l, 3,50 €), gut eingeschenkt, wohl temperiert.
Espresso
Der abschließende Espresso, genauso wie wir ihn gerne trinken, für mittlerweile 2,-€, rundete unsere angenehme Einkehr ab. Zufrieden, wie eigentlich immer, machten wir uns auf den Heimweg.
Auch hier vergebe ich gerne 4 GG-Sterne!
Das Ambiente
Mobiliar dunkle Holztische, teils in Nischen, mit Eckbänken und Stühlen, teils freistehend mit Stühlen eingerichtet. Meistens 6er- oder 8er-Ensembles, aber auch 4er-Tische. Die Bänke und Stühle mit Leder bezogen, schön aussehend und sehr gut drauf sitzend. Die Wände in mediterranem, warmem Gelb, Bilder mit italienischen Motiven an der Wand. Das Highlight ist das große Ölgemälde vom Petersplatz in Rom an der Wand. Die Beleuchtung ist nicht zu hell, von den Decken aus indirektes Licht. Alles in allem eine heimelige Wohlfühlatmosphäre.
Sauberkeit
Sauberkeit in der Pizzeria top. Das gilt auch für die sanitären Anlagen.
Mein Fazit:
Auf dem Nachhauseweg war für mich und Schätzchen klar, dass wir weiterhin mindestens einmal im Monat den Mittagstisch dort einnehmen sollten. Was will man schließlich mehr als für 25,- € plus Trinkgeld äußerst zufrieden zu sein.
Gesamteindruck:
4 – gerne wieder
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
Allgemein
Heute war ein herrlicher Sonnentag. Leider 4 Grad minus, aber gefühlt durch starken Wind -10 Grad. Nichtsdestotrotz muss man als Rentner seine täglichen Kilometer zur Ertüchtigung der Fitness, wenn man denn alt werden will, zu Fuß, ab Frühjahr dann mit dem Rad, abspulen. Also entschieden sich meine Gattin und ich, dass wir unser Mittagessen heute wieder einmal in der Pizzeria Sole in Hörstein einnehmen. Von uns aus zu Fuß, der Weg immer ansteigend, ca. 35 Minuten bis zum Ziel. Mit... mehr lesen
Pizzeria Sole
Pizzeria Sole€-€€€Restaurant, Pizzeria060232658Aschaffenburger Weg 4, 63755 Alzenau in Unterfranken
4.0 stars -
"Weiterhin sehr gutes PLV zum Mittagstisch und deshalb klare Empfehlung!" Ehemalige User
Allgemein
Heute war ein herrlicher Sonnentag. Leider 4 Grad minus, aber gefühlt durch starken Wind -10 Grad. Nichtsdestotrotz muss man als Rentner seine täglichen Kilometer zur Ertüchtigung der Fitness, wenn man denn alt werden will, zu Fuß, ab Frühjahr dann mit dem Rad, abspulen. Also entschieden sich meine Gattin und ich, dass wir unser Mittagessen heute wieder einmal in der Pizzeria Sole in Hörstein einnehmen. Von uns aus zu Fuß, der Weg immer ansteigend, ca. 35 Minuten bis zum Ziel. Mit
Pächter Jakob Neeff will eine in der Region verankerte Küche anbieten. Er freut sich auf die Ausflügler und die Düsseler Bürger. Denn: " Das Lokal ist vor allem auch etwas für diesen Ort." Jakob Neeff eröffnet das "Café Pützer" in dieser Woche wieder.
https://taeglich.me/wuelfrath/das-cafe-puetzer-wird-am-1-maerz-wieder-eroeffnet/
Quelle: Taeglich.ME
Pächter Jakob Neeff will eine in der Region verankerte Küche anbieten. Er freut sich auf die Ausflügler und die Düsseler Bürger. Denn: " Das Lokal ist vor allem auch etwas für diesen Ort." Jakob Neeff eröffnet das "Café Pützer" in dieser Woche wieder.... mehr lesen
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"Cafe Puetzer wird am 1. März wieder eröffnet" Ehemalige Userhttps://taeglich.me/wuelfrath/das-cafe-puetzer-wird-am-1-maerz-wieder-eroeffnet/
Quelle: Taeglich.ME
Pächter Jakob Neeff will eine in der Region verankerte Küche anbieten. Er freut sich auf die Ausflügler und die Düsseler Bürger. Denn: " Das Lokal ist vor allem auch etwas für diesen Ort." Jakob Neeff eröffnet das "Café Pützer" in dieser Woche wieder.
Besucht am 24.10.2017Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 22 EUR
Der zweite Teil meiner Reise durch die kulinarische „Lunch“schaft der badischen Fächerstadt führt ebenfalls in den Ortsteil Knielingen. Dort betreibt seit April 2013 Alexander Schuh zusammen mit seiner Frau Sarah „Schuhs Hotel & Restaurant“ in der Neufeldstraße. Nach Stationen in Weingarten (Walk’sches Haus), Naurath bei Trier (Rüssels Landhaus St. Urban), Ehningen (Landhaus Feckel) und Durbach (Linde) machte sich das Gastronomenpaar 2009 in Büchig, einem zu Stutensee-Blankenloch zählenden Stadtteil, selbständig. Vier Jahre später dann die neue Herausforderung am nordwestlichen Stadtrand von Karlsruhe. Dort kocht Alexander Schuh seine Version einer regionalen Frischeküche, welche die Herren Inspektoren von Michelin auch in diesem Jahr mit einem Teller für ihre gute Qualität honorierten.
Auch von einem Karlsruher Feinschmeckerkollegen wurde mir das Restaurant von Alexander Schuh wärmstens empfohlen. Gerade das Angebot am Mittag schien wie gemacht für einen hungrigen „Wörther Grenzgänger“ wie mich, nicht zuletzt auch wegen des schnellen Anreiseweges. Letztlich erinnerte ich mich an die im März letzten Jahres ausgestrahlte Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“, an der die Schuhs teilnahmen und dort eine passable Figur abgaben. Besonders die akribische Herangehensweise des Chefs bei der Herstellung seiner Jus blieb bei mir haften. Die Basics schien der Mann am Herd zu beherrschen. Ich war gespannt, was mich dort erwarten würde.
Mit dem Slogan „Frische Zutaten sind unser Rezept!“ wird auf der Homepage des Familienbetriebes geworben. Das angeblich vom „englischen Landhausstil“ inspirierte Innere des Lokals wirkte auf mich dagegen etwas bieder – alles andere als frische Kost! Sowohl der vordere Gast- als auch der hintere Nebenraum waren mir zu altbacken eingerichtet. Da hätte ich mir von dem jungen Gastropärchen mehr Mut zu zeitgemäßer Innenausstattung gewünscht. Beim seriös dekorierten „Hinterzimmer“, in dem die Hotelgäste ihr Frühstück einnehmen, kann ich das noch halbwegs nachvollziehen. Aber der eigentliche Gastraum müsste nicht den piefigen Charme rustikaler Eichentrends aus den 70er bzw. 80er Jahren aufrecht erhalten. Da gäbe es sicherlich andere, wesentlich freundlichere Lösungen der Raumgestaltung.
Gegen das viele dunkle Holz (Decke, Thekenbereich und Mobiliar) hatte das Tageslicht schwer anzukämpfen, was eine etwas gedämpfte Atmosphäre erzeugte. Auch der dunkle Fliesenboden bewies sich da nicht unbedingt als Stimmungsaufheller. Nun, es herrschte dadurch keine Tristesse, aber eine heimelige Gemütlichkeit wollte sich auch nicht so recht einstellen. Stattdessen regierte im Inneren ein angestaubter Provinz-Look in Form altmodischer Sitzbezüge, antiquierter Hängeleuchten und obsoleter Deko. Die große Digestif-Sammlung des Hausherrn verbaute zudem den Blick hinter den Tresen. Dort empfing mich Sarah Schuh bei beiden Besuchen auf sehr freundliche Art und Weise. Sowieso muss ich den Service der jungen Chefin explizit loben. Sie wirkte auf mich sehr souverän, gab gerne Auskunft und trug mit ihrer gut aufgelegten, aufmerksamen Art maßgeblich zum Wohlbefinden bei.
Behagen bereitete mir übrigens auch die Lektüre des Wochenmenüs, über dessen Komponenten eine aufklappbare DIN-A5-Karte informierte. Beim dreigängigen Mittagsmenü darf man sich zwischen einer saisonal wechselnden Suppe und einem bunten Blattsalat entscheiden. Den Hauptgang wählt man aus fünf verschiedenen Gerichten aus. Das reduzierte Lunch-Angebot versucht dabei ein möglichst breites Spektrum abzudecken und ist im 3-1-1-System aufgebaut. Dreimal Fleisch und jeweils einmal Fisch bzw. Vegetarisches ergeben eine klug zusammengestellte Auswahl, bei der eigentlich jeder etwas finden sollte.
Bei meiner ersten Einkehr vor ein paar Monaten hatten die Pfifferlinge noch Saison und die ersten Kürbisse waren Ende September auch schon reif. Kein Wunder also, dass bei zwei Gerichten aus der Mittagskarte das orangefarbene Herbstgewächs vertreten war. Mir sagten die Pfifferlinge im Hauptgang mehr zu, weshalb ich mich für die gebratene Perlhuhnbrust mit eben diesen und hausgemachten Spätzle als Beilage entschied. Als Vorspeise wählte ich die Cremesuppe vom Hokkaido. Im Menüpreis von 18,90 Euro war sogar noch ein Sorbet (irgendwas Beeriges) inklusive. Klar hätten mir auch die marinierten Scheiben vom sous-vide gegarten Flanksteak an Pfefferrahmsoße (im Menü für 19,90 Euro) zugesagt. Zumal ein Kartoffelgratin als Beilage lockte. Oder das panierte Schnitzel vom schwäbisch-hällischen Landschwein, das mit Fritten für gerade einmal 14,50 Euro (im Menü) zu erstehen war. Letzteres scheint ein regelrechter Schuh-Klassiker zu sein, den der Patron zur Mittagszeit kontinuierlich anbietet. Am Nebentisch sah ich einen jungen Mann das stattliche Teil gierig verzehren. Es schien ein nach allen Regeln der Panierkunst gefertigtes, nach Butterschmalz duftendes, anscheinend direkt aus der Pfanne gekommenes Schweinebratwerk zu sein. Ein Feiertags-Schnitzel, das man sich bei Alexander Schuh auch mal unter der Woche gönnen könnte, so mein Gedanke.
Das Auftragen der Speisen erfolgte recht zügig, was sicherlich dem für gewöhnlich knapperen zeitlichen Budget der Mittagsgäste geschuldet war. Die Kürbissuppe war tadellos abgestimmt und ließ die kraftvolle Gemüsebasis erahnen, die ihr geschmackliches Rückgrat bildete. Das nussig-süße Aroma der Hauptzutat war am Gaumen präsent und nicht von üblichen Würzverdächtigen wie Ingwer oder Chili erschlagen. Genau wie die mit Kokosmilch angesetzte Zitronengras-Currysuppe, die ich mir beim Folgebesuch einverleibte, geriet sie fast schon gebieterisch im Geschmack. Eins war mir nach dem ersten Löffel schon klar: hier wird nicht auf Kosten des Gastes experimentiert, sondern eine ehrliche, handwerklich einwandfreie Küche ohne aufwendigen Schnickschnack geboten.
Das saftige Fleisch der Perlhuhnbrust lag, von entsprechender Würze unversehens ins Mediterrane gewendet, neben dem deftigen, mit Zwiebeln, Speck und Petersilie verfeinerten Pfifferlingsragout, von dem ich mir etwas mehr Biss gewünscht hätte. Ein überschaubares Häufchen hausgemachter Spätzle begrenzte den rechten Rand meines Porzellan-Rechtecks. Begleitet von einem kräftigen, dunklen Saucenfond, dessen konzentriertes Fleischaroma auf eine lange Zubereitungszeit schließen ließ, war das ein feiner Mittagsschmaus, von dem ich auch eine etwas größere Portion locker geschafft hätte. Viel zu schnell war die Brust vom Perhuhn aufgezehrt. Und der vorzügliche, zum saftigen Fleisch gereichte Beiguss verlangte nach einer Extraportion Spätzle zum Auftunken. Aber beim Erstbesuch gibt man sich ja gerne etwas zurückhaltender. Im Stammlokal wäre wohl das Extra-Schälchen Sättigungsbeilage zusammen mit einer separaten Sauciere ohne Worte vorsorglich mitgeliefert worden.
Zusammen mit dem Sorbet des Tages – ich glaube es war Erdbeere – war das ein durchaus stimmiger Lunch in drei Gängen, den ich ganz alkoholfrei bei einem Glas Coca-Cola (0,4 l für 3,60 Euro) verbrachte. Die 22,50 Euro waren gut angelegt und lassen mich von einem ausgeglichenen Preis-Genuss-Verhältnis sprechen. Ein Eindruck, der sich ich auch bei meiner zweiten Stippvisite ein paar Wochen später bestätigte. Da hatte ich Pasta mit Pilzen in Kräuterrahmsauce als kleine Dessertüberraschung eine Panna Cotta mit Sauerkirschhaube. Zusammen mit der bereits erwähnten Zitronengras-Curry-Suppe war das für 15,90 Euro ein durchaus fair kalkuliertes Mittagessen, das ich in zeitgemäßerem Ambiente noch lieber genossen hätte.
Der zweite Teil meiner Reise durch die kulinarische „Lunch“schaft der badischen Fächerstadt führt ebenfalls in den Ortsteil Knielingen. Dort betreibt seit April 2013 Alexander Schuh zusammen mit seiner Frau Sarah „Schuhs Hotel & Restaurant“ in der Neufeldstraße. Nach Stationen in Weingarten (Walk’sches Haus), Naurath bei Trier (Rüssels Landhaus St. Urban), Ehningen (Landhaus Feckel) und Durbach (Linde) machte sich das Gastronomenpaar 2009 in Büchig, einem zu Stutensee-Blankenloch zählenden Stadtteil, selbständig. Vier Jahre später dann die neue Herausforderung am nordwestlichen Stadtrand von... mehr lesen
Schuhs Hotel & Restaurant
Schuhs Hotel & Restaurant€-€€€Restaurant, Hotel0721 565100Neufeldstraße 10, 76187 Karlsruhe
4.0 stars -
"Karlsruher Mittagstisch – Teil 2: Den Schuh zieh ich mir mittags gerne an!" Ehemalige UserDer zweite Teil meiner Reise durch die kulinarische „Lunch“schaft der badischen Fächerstadt führt ebenfalls in den Ortsteil Knielingen. Dort betreibt seit April 2013 Alexander Schuh zusammen mit seiner Frau Sarah „Schuhs Hotel & Restaurant“ in der Neufeldstraße. Nach Stationen in Weingarten (Walk’sches Haus), Naurath bei Trier (Rüssels Landhaus St. Urban), Ehningen (Landhaus Feckel) und Durbach (Linde) machte sich das Gastronomenpaar 2009 in Büchig, einem zu Stutensee-Blankenloch zählenden Stadtteil, selbständig. Vier Jahre später dann die neue Herausforderung am nordwestlichen Stadtrand von
Nach gut drei Monaten sind die ehemaligen Wirtsleute vom abgebrannten Schützenhaus in Kahl am Main wieder am Start und übernahmen die Reiterklause des Reit- und Fahrvereins im Karlsteiner Ortsteil Großwelzheim.
Die Reiterklause war seit ein paar Jahren ohne Wirt. Roland und Petra Köck freuen sich, dass sie so schnell ein neues Domizil gefunden haben.
Deutsche, gut bürgerliche Küche ist angesagt. Von Montag bis Freitag wird zusärtlich ein Mittagstisch angeboten. Mittwochs ist Schnitzeltag. Da gibt es Schnitzel zum leckeren Preis. Und am Sonntag bieten sie für ihre herzlich willkommen geheißenen Gäste wechselnde Braten, inklusive einer hausgemachten Suppe.
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Nach gut drei Monaten sind die ehemaligen Wirtsleute vom abgebrannten Schützenhaus in Kahl am Main wieder am Start und übernahmen die Reiterklause des Reit- und Fahrvereins im Karlsteiner Ortsteil Großwelzheim.
Die Reiterklause war seit ein paar Jahren ohne Wirt. Roland und Petra Köck freuen sich, dass sie so schnell ein neues Domizil gefunden haben.
Deutsche, gut bürgerliche Küche ist angesagt. Von Montag bis Freitag wird zusärtlich ein Mittagstisch angeboten. Mittwochs ist Schnitzeltag. Da gibt es Schnitzel zum leckeren Preis. Und am Sonntag bieten sie für ihre herzlich willkommen geheißenen Gäste wechselnde Braten, inklusive einer hausgemachten Suppe.
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Zur Reiterklause
Zur Reiterklause€-€€€Vereinsheim, Gaststätte06188995162Mühlweg 26, 63791 Karlstein am Main
stars -
"Neueröffnung der Reiterklause!" Ehemalige UserNach gut drei Monaten sind die ehemaligen Wirtsleute vom abgebrannten Schützenhaus in Kahl am Main wieder am Start und übernahmen die Reiterklause des Reit- und Fahrvereins im Karlsteiner Ortsteil Großwelzheim.
Die Reiterklause war seit ein paar Jahren ohne Wirt. Roland und Petra Köck freuen sich, dass sie so schnell ein neues Domizil gefunden haben.
Deutsche, gut bürgerliche Küche ist angesagt. Von Montag bis Freitag wird zusärtlich ein Mittagstisch angeboten. Mittwochs ist Schnitzeltag. Da gibt es Schnitzel zum leckeren Preis. Und am Sonntag
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Durch den Umbau der Mettmanner Innenstadt war es ein großes Problem einen Parkplatz zu finden. In einem Wohnbereich ca. 600 m entfernt wurde ich fündig. Aber dies ist ja nur vorübergehend, schätze mal bis nach den Sommerferien.
Wir bekamen unseren Vierer-Tisch, erneut am Fenster, was nicht schlecht ist um mal "kurz frische Luft" hineinzulassen, denn bei vollem Haus ist das schon gut. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es früher einmal war, als noch in Lokalen geraucht wurde. Irgendwie unvorstellbar.
Nun, die nette, freundliche Bedienung brachte uns die gerösteten dünnen Brotscheiben mit dem hausgemachten Aioli und fragte und nach den Getränkewünschen. Ich armer Fahrzeugführer begnügte mich mit einem Krombacher alkoholfrei (0,33 l zu fairen 2,60), meine Frau wählte den Hauswein Añoranza Cabernet & Shiraz Bodegas Lozano zu EUR 4,70 für 0,25 l. Ein guter, trockener, durchschnittlicher spanischer Rotwein - passte!
Da wir ja beim letzten Mal den Fehler mit der Vorspeise gemacht hatten, war uns klar, dass wir zu erst nur eine Hauptspeise bestellen werden und, falls noch Platz sein sollte, offen für etwas Süßes sind.
Als Tagesangebot gab es ein 300 gr. Hüftsteak mit Pommes und einem Salat zu EUR 18,90 - bingo! Das Fleisch perfekt gebraten, natürlich medium, super gut gewürzt und alles ohne "besondere Verzierungen" ;-)
Beim letzten Besuch wurde u. a. von Lesern der Bewertung bemängelt, dass die Sauce direkt über dem Fleisch war und es komplett "abdeckte". Ich fragte ob es möglich sei, die zusätzlich bestellte Pfeffersauce separat zu bekommen, was kein Problem war. Diese war übrigens auch hausgemacht und hatte den Namen verdient
Meine bessere Hälfte wählte erneut ein Schnitzel und erst als es serviert wurde fiel Ihr ein, wie groß die Portion ist. Joh, kein Vorspeise, das war richtig! Schnitzel "Tiroler Art" mit kross gebratenen Zwiebel und Speck, dazu noch Bratkartoffeln. Das Fleisch sehr schön dünn geklopft, alles in sich passend und rustikal lecker! (EUR 12,90).
Ach, ich habe bei meinem Gericht vergessen, dass es zu dem Steak noch einen Salat gab und zwar - saisonbedingt - einen Endivien-Kartoffelsalat, leicht warm mal was anderes...klasse!
Vor diesem Saisonsalat schwärmte unser begleitendes Pärchen und so war es schon vorher beschlossene Sache, diesen Salat als Hauptspeise mit Rinderfiletstreifen zu bestellen. Ebenfalls ein sehr große Portion.
Zum Abschluss des Abends durften wir und einen Absacker aussuchen, Grappa, Sherry und einen Licor de bellota (Haselnusslikör) auf Kosten des Hauses.
Unser Fazit: erneut nicht enttäuscht worden und perfekt für einen netten Abend mit guten Speisen und sehr vernünftigen Preisen. Aber, bitte nicht das Reservieren vergessen. Ohne geht hier nichts!