Geschrieben am 10.05.2018 2018-05-10| Aktualisiert am
10.05.2018
Besucht am 03.05.2018Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Der Betreiber vom „Scheibenhardt“ und ehemalige Sternekoch der Villa Hammerschmiede Leonhard Bader hat sich im Karlsruher Stadtteil Rüppurr einen Kindheitstraum erfüllt. Seit April 2017 tischt er in seinem „Wirtshaus“ saftige Fleischspeisen zu nicht minder gepfefferten Preisen auf. Bemüht um bestbürgerliche Verkostung verzichtet Bader beim Interieur auf die übliche Gasthaus-Folklore und setzt voll auf Retro-Chic. Dem neuen Michelin-Führer war das Ganze einen Teller für „eine Küche mit guter Qualität“ wert. Dem Erstbesuch Anfang Februar diesen Jahres folgte rund drei Monate später ein zweiter mit esskräftiger Unterstützung der Wörther Schlemmerboys. Hier nun der Versuch, aus beiden Erlebnissen einen möglichst detaillierten Rezensions-Eintopf zu köcheln.
Leonhard Bader schuf hier, wo früher anständige italienische Kost serviert wurde, eine gediegene Schmankerlstube, deren Ruf auch die linksrheinischen Freunde ehrlicher, handwerklich sauber gekochter Traditionsküche aufhorchen ließ. Kein Wunder, gehörte doch Bayern dank König Maximilian I. viele Jahre lang zur Pfalz. Oder war es umgekehrt? Egal, ein Antrittsbesuch in Baders Fleischkost-Komplex war also nur noch eine Frage der Zeit und der Abstecher in die Rastatter Straße längst überfällig.
Die Vita des Inhabers habe ich schon bei meinem Scheibenhardt-Bericht vom November 2016 ausreichend beleuchtet. Als passionierter Wurstmacher brachte Bader bereits im letzten Jahr deftige Schmankerl unter Golfer und Karlsruher Geldadel, indem er eine rustikale Alpen-Hütte auf dem Hofgut Scheibenhardt installierte. Vielleicht reifte da sein Konzept für ein zünftiges Wirtshaus bajuwarischer Tradition, das der Karlsruher Karnivoren-Kaste noch gefehlt hat.
„Badenziosen“ wie Schäufele, Flädle, Bubespitzle und Co. haben ihren Platz auf der gutbürgerlichen Speisenkarte eingebüßt. Dafür locken Altmünchner Brez’nsuppe, knuspriger Schweinsbraten (immer aus der ganzen Schulter zubereitet) und G’röstl mit Blutwurst. Bader, für den es „nichts Besseres gibt als einfach was Guads“, bietet eine herzerwärmende Erinnerungsküche mit viel selbst verwursteten Schweinereien, die sich nicht selten auf Omas Rezepturen stützen. Nostalgie meets Zeitgeist. Unser neuer Heimatminister wäre sicherlich genauso begeistert wie der auf regionale Spezialitäten versessene Fleischvernichter.
Der weiträumige, lediglich von einer massiv wirkenden Stützsäule unterbrochene Gastraum wirkte wenig gemütlich. Zu großflächig, zu saalartig schien die Räumlichkeit angelegt. Ich schätzte allein für die Gast“stube“ gute 130 Sitzplätze. Da half auch die auf Behaglichkeit herunter gedimmte Beleuchtung am Abend recht wenig. Für gemütliche Wirsthaus-Atmosphäre war das Ganze eine Spur zu wuchtig angelegt, das stand schon frühzeitig fest.
Und dabei hatte man sicherlich viele Gedanken in die Raumgestaltung investiert. Dunkles Holzlaminat wertete den Boden auf. In weißes Leinen gehüllte Tische sorgten für kultivierte Tischverhältnisse, auch wenn die abwischbare, weiße Tischfolie den noblen Eindruck ein wenig schmälerte. Rechterhand befand sich der stattliche Ausschankbereich. Unweit davon beschwörten ein paar rustikale, an Bierbänke erinnernde Sitzgelegenheiten eine gediegene Festzeltatmosphäre.
Im eigentlichen Gastraum reihten sich die sauber eingedeckten Tische sehr dicht aneinander. Für unseren Geschmack schienen die Tischabstände zu knapp bemessen. Auf dem Weg zu den Toiletten ging es rechts an einer separaten Fleischreifekammer mit Glasfenster vorbei. Nicht nur für Freunde des trockengereiften Porterhouse-Steaks ein veritabler Blickfang.
Das Wort „unkonventionell“ wäre bezüglich der Deckenbeleuchtung doch ziemlich untertrieben. Mehrere Systeme aus sternförmig angeordneten, an der Decke befestigten Messingrohren, an deren abgeknickten Enden die blanken Glühbirnen herabbaumelten, zierten den Speisesaal. Modern? Ja klar. Stylish-urban? Auf jeden Fall. Passend zur übrigen Einrichtung? Wohl eher eine Geschmacksfrage, die jeder für sich selbst beantworten sollte. Gleiches traf auch auf das etwas unbeholfen wirkende Ensemble aus bis zur Decke reichenden Birkenstämmen zu. Neben dem puristisch anmutenden Fake-Kamin, über dem ein ausgestopfter Hirschkopf thronte, strapazierten Schaukelstuhl und Tierfellteppich unser Geschmacksempfinden in Sachen Innenausstattung etwas über Gebühr.
Da gefielen mir die nüchtern gerahmten Schwarzweiß-Fotos mit Alpen-Motiven an der Wand schon besser. Vielleicht war ja gewollt, dass nicht alle von ihnen ganz gerade hingen. Mittels indirekter Beleuchtung wurden diese deutlich subtiler wirkenden Dekorationselemente gekonnt in Szene gesetzt. Die rotweißkarierten Sitzpolster nahmen den seriös wirkenden Holzstühlen das Formelle. Plastikblumen und Teelichter dekorierten etwas zu dürftig die Tische.
Junges Servicepersonal war entsprechend der Raumkapazität ausreichend vorhanden, so dass es nicht lange dauerte, ehe wir nach der Zuweisung unseres Platzes, die Speisenkarten in den Händen hielten. Tagesempfehlungen und ausgegangene Gerichte wurden mündlich ergänzt. Auf Rückfragen wurde eher schlecht als recht mit geschäftstüchtiger Nettigkeit reagiert. Leider mussten wir diese vordergründige, aufgesetzt wirkende Freundlichkeit bei beiden weiblichen Bedienungen feststellen. Auf die Rückfrage, warum das bestellte Bärlauch-Schmalztöpferl nicht als Amuse vorweg serviert wurde, sondern zeitgleich mit den Vorspeisensuppen, bekamen wir fadenscheinige Erklärungen mit schnippischem Unterton zu hören. Kein geschultes Fachpersonal, das uns da bediente. Soviel war schnell klar.
Das Speisenangebot, das sich auf drei zusammengehefteten DIN-A4-Seiten wiederfand, listete eine ganze Reihe herzhafter, mal mehr, mal weniger saisonal beeinflusster Gerichte für den kleinen und großen Hunger. Neben ein paar „Mongdratzerl“ (Kleinigkeiten) zum Bier – darunter auch das bereits erwähnte Schmalztöpferl – offerierte man ein gutes halbes Dutzend verlockender Vorspeisen (Südtiroler Speckbrettl, Kartoffel-Spargelsalat, handgeschnittenes Rindertartar, Obatzda und lauwarmer Stangenspargel), ein paar appetitlich klingende Suppen (Altmünchner Brez’nsuppe, Spargelcreme- und Bärlauchschaumsuppe), fleischlastige Schmankerl (knuspriger Schweinebraten, Cordon Bleu vom Jungschwein, Münchner Schnitzel mit Brez’nkruste, Kalbsleber vom Grill und das originale Wiener Schnitzel), selbstproduzierte Wurstspezialitäten (Münchner Milzwurst in Butter gebraten, Baders kälberne Weißwürste und Fleischkäse vom Grill) sowie ein mindestens sechs Wochen in der gläsernen Kammer gereiftes, 300 Gramm schweres Rib-Eye- oder Rumpsteak. Letzteres kam in Begleitung von Pommes frites, Kräuterbutter und kleinem Salat und war mit 32,90 Euro das teuerste Gericht auf der Karte. Ansonsten lag man bei den Hauptgerichten knapp unterhalb der 20-Euro-Marke, was bei der gebotenen Hausmannskost schon etwas höherpreisig anmutete. Das in Butter gebratene Kalbsschnitzel, welches als Klassiker des Hauses gilt, schlug mit stolzen 25 Euro zu Buche.
Auf der dritten Seite dann noch mal eine mir etwas überdimensioniert erscheinende Auswahl an Tagesempfehlungen (???), die neben den derzeit obligatorischen Spargelgerichten auch kulinarische „Schweinereien“ wie beispielsweise gebackenes Schweinskotelett, Medaillons vom Schweinefilet und Blutwurst-G’röstl listeten und den Karnivoren Glückseligkeit versprachen. Mit Ochsenfetzen vom Filet, Rinderragout und dem 48 Stunden lang geschmorten Ochsenschwanz wurde die Palette mit herzhaften Soßengerichten ergänzt. Letztere waren saisonbedingt auf der winterlichen Empfehlungskarte, während bei unserem Besuch im Mai vorwiegend dem Königsgemüse in verschiedensten Zubereitungsarten und Kompositionen gehuldigt wurde.
Da wir das Restaurant an einem Donnerstagabend besuchten, gab es zusätzlich noch eine Seite mit „inneren Werten“ zu dem an sich schon sehr umfangreichen Speiseprogramm. Im Eingangstext wurde unserer Meinung nach etwas zu dick aufgetragen, wenn da von „schlachtfrischen Innereien, wie man sie aus früheren Zeiten kennt“ werbewirksam geschrieben stand. Warum man an einem eher mäßig besuchten Abend, an dem lediglich 6 bis 7 Tische belegt waren, noch elf (!!!) weitere Gerichte mit „schlachtfrischen“ Innereien auf einer Zusatzkarte anbieten muss, hat sich uns nicht erschlossen. Dass da selbstverständlich mit vakuumierten bzw. tiefgekühlten Zutaten gearbeitet wird, ist nicht nur logisch, sondern auch sinnvoll, da es sonst die reinste Verschwendung wäre. Den Gästen das Ganze dann aber als „schlachtfrisch“ zu verkaufen, ist mehr als hanebüchen. Gebratene Ochsenhoden („weiße Niernderln“), Kutteln in Veltlinersauce, gebackenes Lammbries, gesottene Kalbszunge, in Butter gebratenes Kalbsherz und der in der Brez’nkruste gebackene Kuheuter stehen zugegebenermaßen nicht auf jeder Wirtshauskarte. Aber warum muss man hier auf Teufel komm raus den Eindruck erwecken, dass alles direkt vom Schlachthof auf den Teller wandert? Außerdem fragt man sich, wem ein solch reichhaltiges Angebot nützt. Auf keinem einzigen Tisch landete an unserem Besuchsabend ein Innereiengericht. Mit einer reduzierteren Auswahl würde es doch auch gehen. Und man würde glaubhafter wirken.
Bei unserem Besuch im Winter verzichteten wir auf eine alkoholisch basierte Flüssigkeitsaufnahme und orderten eine frisch-perlende Holunderblütenschorle (3,90 Euro) sowie eine Flasche Peterstaler Mineralwasser (0,75 Liter für urbane 5,80 Euro). Damals knurrte uns der Magen nach dem Besuch des Badischen Staatstheaters und wir kehrten recht spontan bzw. zu recht später Stunde (gegen 21.30 Uhr) in Baders wenig badischem Wirtshaus ein.
Meine Begleitung hatte sich damals für die Maultaschen in der Hauptgerichtsversion (14,90 Euro) entschieden. Diese wurden in einer kleinen Cocotte mit Schmelzzwiebeln und einem lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat serviert. Letzteren hatte man ganz unten im Töpfchen versteckt. Die dunkle Bockbiersauce (Erdinger Pikantus) wurde dazu à part gereicht. Bei selbstgemachten Maultaschen ist die Erwartungshaltung bzgl. der Füllung immer recht hoch. Und auch Leonhard Bader weiß, wie man solche Schwaben-Dumplings korrekt befüllt, denn seine fein gewürzte Masse aus Hack, Brät, Zwiebeln, Spinat und eingeweichten Semmeln hatte ordentlich Schmackes. Die deftige Biersauce sorgte für ausreichende Süffigkeit, während sich die feine Essig-Note des Kartoffel-Gurkensalats für den säuerlichen Akzent verantwortlich zeigte. Von der Portionsgröße her nicht übertrieben, waren sie ein durchaus gelungenes Beispiel für handwerklich einwandfrei zubereitete Hausmannskost wie man sie in Baden bzw. im Schwabenland nicht nur an Gründonnerstag und Karfreitag zu schätzen weiß.
Damals beim Erstbesuch entschied ich mich für das Cordon Bleu vom Jungschwein (18,90 Euro), das mit gekochtem Honigschinken und Bergkäse gefüllt war und von einer separat im Saucentöpfchen servierten Pilz-Rahm-Sauce begleitet wurde. Das größte Manko schon damals: die fehlende Würze des von krosser Panade umgebenen Schweinerückens. Auch löste sich der wie frittiert wirkende Bröselteppich zu schnell und viel zu leicht vom im klassischen Schmetterlingsschnitt dargebotenen Fleischkern. Zudem steuerten der sehr zahme Bergkäse und der viel zu milde Honigschinken kaum deftige Geschmacknoten bei und so hielt sich der Aromengewinn, den die Füllung vorab versprach, doch arg in Grenzen. Das Gericht kam nicht über das Niveau eines Durchschnitts-Cordon-Bleus, wie man es in den meisten Gastwirtschaften gutbürgerlicher Gesinnung erhält, hinaus. Jedoch mit dem Unterschied, dass es hier deutlich mehr kostete. Die durchaus vorhandene Fleischqualität kam aufgrund der Zubereitungsart nicht wirklich voll zum Tragen. Da konnte es auch die mit feiner Sherry-Note versehene Pilzrahmsoße nicht rausreißen.
Bei unserer Versammlung der anonymen Wörther Kulinariker Anfang Mai, wollte ich mit meinen drei Kollegen einen zünftigen Wirtshaus-Abend verbringen, wohlwissend dass die eingefleischten Schlemmerboys bei der reichhaltigen Auswahl an Schweinereien hier sicherlich fündig werden würde. Der warmen Witterung war die erfrischende Holunderblütenschorle geschuldet. Diese füllte ich mit etwas Mineralwasser noch auf, da sie mir ein wenig zu süß war. Meine Kollegen blieben in der Mehrzahl beim Wasser. Lediglich der mir gegenüber sitzende Bacchus-Jünger bestellte sich seinen Rebsaft glasweise.
Das Bärlauch-Schmalztöpferl (3,90 Euro) sollte eigentlich als kleiner Appetithappen vorweg kommen, wurde dann aber – wie schon erwähnt – zusammen mit den Vorspeisensuppen serviert. Leider entpuppte sich das auf der Karte erwähnte „frische Holzofenbrot“ als ziemlich trockene Angelegenheit, die auf eine längere „Liegezeit“ schließen ließ. Außerdem hatte das Schmalztöpferl eine eher mousse-artige Konsistenz und wurde mit zunehmender Dauer immer flüssiger. Den Bärlauch schmeckte man zwar deutlich heraus, aber ansonsten hatte der Aufstrich wenig „Schmalziges“. Wäre es ein Gruß aus der Küche gewesen, hätte ich über die recht eindimensional mundende Fettcreme kein großes Aufhebens gemacht. So war sie ein unnötiger Begleiter unserer Suppen, die keinem am Tisch einen Nachschlag abtrotzte und demnach relativ unverbraucht den Weg zurück in die Küche antrat.
Der Kollege gegenüber von mir hatte sich für die Altmünchner Brez’nsuppe (5 Euro), die in keinem bayrischen Wirtshaus fehlen darf, entschieden. Diese wurde mit ordentlich Einlagenmaterial geliefert. Zwischen dem „Brezelklein“ waren noch Röstzwiebeln und Schnittlauch auszumachen, welche der klaren Rinderbrühe zusätzlich Geschmack verliehen. Das war schon eine ansehnliche Portion, die üppig bemessen die kleine Porzellanschüssel füllte und ganz schön auf Sättigung setzte.
Genau wie mein Kollege, empfand auch ich die Bärlauchschaumsuppe (6,50 Euro) übertrieben salzig. Da hatte man versucht, die fehlende Bärlauchwürze durch übermäßigen Einsatz von Brühe wettzumachen. Die darin schwimmenden Croutons und das in homöopathischer Dosis verabreichte Lachsstückchen hatten geschmacklich keine Chance und gingen auch im übertragenen Sinne regelrecht unter. Auch von Schaum konnte übrigens keine Rede sein. Die Mühe, da noch einmal kurz vorher den Stabmixer rein zu halten, hatte man sich sichtlich gespart.
Lediglich ein Kollege hielt sich nicht an die interne Flüssigvorspeisenregelung und orderte die „legendären Fleischküchle“ (so stehen sie in der Karte) in der kleineren Vorwegversion (6,90 Euro). Genauer gesagt handelte es sich dabei um ein stattliches Fleischpflanzerl, das von ausreichend dunkler Biersauce und Kartoffel-Gurkensalat flankiert wurde. Als Vorspeise war das von der Portionsgröße her schon eine richtige Hausnummer. Nun hat das Bader’sche Wirtshaus noch nicht einmal ein Jahr geöffnet und schon hängt man hier einem Gericht den Legendenstatus an. Etwas übertrieben, wie der auf Wurst- und Fleischwaren spezialisierte Hobbykoch knapp urteilte, denn die Frikadellen bewegten sich geschmacklich auf Normalniveau. Trotzdem war das ein in sich stimmiger, süffiger Hausmannskostteller, dessen würzig-säuerliche Aromen gut ineinander griffen.
Bei den Hauptgängen verzichteten wir auf den ganzen vegetarischen Schnickschnack und gaben uns mit zweimal Cordon Bleu (18,90 Euro), einmal Ochsenfetzen (18,90 Euro) und einmal Schweinemedaillons (16,50 Euro) zufrieden. Lediglich eine Portion Stangenspargel ließen wir saisonbedingt in der Tischmitte platzieren. Soweit ich mich erinnere, wurden diese vom Ochsenfiletfutzi im Solo erfuttert. Die Anhänger des „blauen Bandes“ zeigten sich wenig begeistert von der Würze ihres panierten, mit Käse und Schinken gefüllten Schweineschnitzels. Da deckten sich ihre Beobachtungen mit den von mir festgestellten „Ungereimtheiten“ in Sachen Panade, Würzung und Innenausstattung. „Nach Art der hohen Kochkunst“, wie sie früher mit dem Zusatz „à la cordon bleu“ bezeichnet wurde, war das nun wirklich nicht.
Meine drei Schweinefiletmedaillons wurden zusammen mit den hausgemachten Eierspätzle und den Speckbohnen in einer Cocotte serviert. Das kurzgebratene Fleisch von der Schweinelende war tadellos gewürzt und fiel schön saftig aus. Die Speckbohnen hatten noch leichten Biss und die gelben, kurz vorher durch eine Presse ins heiße Wasser gedrückten Spätzle schmeckten ebenfalls ganz ausgezeichnet. Leider waren sie von der Menge her so dürftig kalkuliert, dass ich noch eine kleine Portion nachordern musste. Die weiße Pfeffersauce hatte zwar ordentlich Wumms, kam aber schon in lauwarmem Zustand an den Tisch. Sie geriet bei abnehmender Temperatur immer mehr ins Stocken, was ihr zu Recht den Ruf einer Mehlpampe einbrachte. Geschmacklich war sie dennoch besser als sie aussah. Auch bei diesem Gericht waren es also die Kleinigkeiten, die den Genuss ein wenig einschränkten.
Die Filetfetzen vom Ochsen schwammen in einer hellen Sauce – meiner weißen Pfeffersauce nicht unähnlich – und wurden von Bratkartoffeln und einem kleinen Salatteller begleitet. Sinnbildlich auch für dieses Gericht war die Tatsache, dass mein Gegenüber besonders für den hervorragend angemachten Beilagensalat lobende Worte fand. Warum man hier nicht auf eine kräftige dunkle Jus setzte, erschloss sich mir nicht. Ob das Fleisch tatsächlich vom Filet stammte, war für mich nicht mehr schmeckbar, da es schon beim Auftragen in der Sauce schwamm und dadurch sein letztes bisschen Medium eingebüßt hatte. Hätte man die Tunke à part serviert, wäre dem Filetgedanken eher Rechnung getragen worden.
Apropos Rechnung. Auch da hielten wir uns an die gute deutsche Sitte, die Kosten für das Mahl zu splitten. Unsere Bedienung zeigte dabei Defizite im Umgang mit der Abkassier-Software und erleichterte meinen Kollegen, der zuerst bezahlte, fälschlicherweise um zwei Hauptgänge. Druckt man die Rechnungen vorher aus und überprüft diese bevor man zum Kassieren an den Tisch tritt, lassen sich peinliche Rechenfehler von vornherein minimieren. Dass nur zwei von uns ihre Rechnung in gedruckter Form ausgehändigt bekamen, sprach auch nicht unbedingt für eine souveräne Serviceleistung.
Und so kamen wir nach zwei gelungenen Passionsfruchtsorbets (je Kugel 2,30 Euro) und einem Vanille-Eis mit heißen Himbeeren (6,90 Euro) zu einem insgesamt eher durchwachsenen Resümee. Weniger wäre in Baders Wirtshaus sicherlich mehr. Eine Verschlankung des Speiseangebots könnte die bodenständige, aus qualitativ guten Zutaten gefertigte Erinnerungsküche noch aufwerten. Weniger Sitzplätze, die neben einem gemütlicheren Ambiente, auch den Personalaufwand verringern würden, täten dem Wirtshaus gut. Genau wie ein wenig mehr Bodenhaftung bei den Flaschenweinpreisen. Klar, dass hier keine Pfälzer Verhältnisse zu erwarten waren, aber das Gesamtpaket muss bei den Preisen einfach noch stimmiger werden. Man darf also gespannt sein, wie sich das Zweitlokal des Herrn Bader entwickelt. Für gute Hausmannskost braucht es jedenfalls keine Fahrt über den Rhein. Keine wirklich neue Erkenntnis für uns Pfälzer Schlemmerboys!
Der Betreiber vom „Scheibenhardt“ und ehemalige Sternekoch der Villa Hammerschmiede Leonhard Bader hat sich im Karlsruher Stadtteil Rüppurr einen Kindheitstraum erfüllt. Seit April 2017 tischt er in seinem „Wirtshaus“ saftige Fleischspeisen zu nicht minder gepfefferten Preisen auf. Bemüht um bestbürgerliche Verkostung verzichtet Bader beim Interieur auf die übliche Gasthaus-Folklore und setzt voll auf Retro-Chic. Dem neuen Michelin-Führer war das Ganze einen Teller für „eine Küche mit guter Qualität“ wert. Dem Erstbesuch Anfang Februar diesen Jahres folgte rund drei Monate später... mehr lesen
Baders Wirtshaus
Baders Wirtshaus€-€€€Restaurant0721 98920989Rastatter Straße 23, 76199 Karlsruhe
3.0 stars -
"Bodenständig zubereitete Erinnerungsküche, bescheidene Serviceleistungen und ein eher schwaches PLV sorgen in Baders Fleischkost-Komplex für mehr Tiefen als Höhen" Ehemalige UserDer Betreiber vom „Scheibenhardt“ und ehemalige Sternekoch der Villa Hammerschmiede Leonhard Bader hat sich im Karlsruher Stadtteil Rüppurr einen Kindheitstraum erfüllt. Seit April 2017 tischt er in seinem „Wirtshaus“ saftige Fleischspeisen zu nicht minder gepfefferten Preisen auf. Bemüht um bestbürgerliche Verkostung verzichtet Bader beim Interieur auf die übliche Gasthaus-Folklore und setzt voll auf Retro-Chic. Dem neuen Michelin-Führer war das Ganze einen Teller für „eine Küche mit guter Qualität“ wert. Dem Erstbesuch Anfang Februar diesen Jahres folgte rund drei Monate später
Besucht am 06.05.2018Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 32 EUR
Allgemein
Die Reiterklause war schon seit einigen Jahren ohne Wirt. Seit Anfang Februar sind die ehemaligen Wirtsleute vom abgebrannten Schützenhaus in Kahl am Main wieder am Start und übernahmen die Reiterklause des Reit- und Fahrvereins im Karlsteiner Ortsteil Großwelzheim. Roland und Petra Köck bieten deutsche, gut bürgerliche Küche an. Von Montag bis Freitag wird zusätzlich ein preisgünstiger Mittagstisch angeboten. Und am Sonntag bieten sie für ihre herzlich willkommen geheißenen Gäste unter anderem wechselnde Braten, inklusive einer hausgemachten Suppe.
Nachdem eine Schwester meiner Liebsten vor kurzem dort gute Erfahrungen gemacht hatte, gab sie eine Empfehlung an sie weiter. Nachdem Schätzchen mir das weitergab, entschieden wir uns am Sonntag spontan dort mal einzukehren, zumal ich es eigentlich schon länger im Hinterkopf hatte.
Also bei bestem sommerlichen Wetter die Räder aus dem Schuppen geholt und innerhalb meines Heimatortes in den Ortsteil Großwelzheim geradelt. Parkplätze für Autofahrer gibt es zur Genüge, und im Freiluftbereich stehen massenweise Fahrradständer zur Verfügung.
Rollstuhlfahrer oder Rollatorschieber haben schlechte Karten. Die Gaststätte sowie die Toiletten muss man über eine steile, ca. 4 m hohe Treppe ansteuern, was für manche Seniorin oder Senior schon schwer genug ist. Ein kleiner Biergarten mit Blick auf den Reitplatz lädt zumindest bei schönem Wetter zum Verweilen ein.
Allerdings sollte der Reit- und Fahrverein aus meiner Sicht dafür sorgen, dass zu den Zeiten, wenn Gäste im Biergarten sitzen und essen und trinken, die Reiter mal Pause machen. Zumindest am Sonntagmittag war nämlich eine kleine Brise in der Luft unterwegs, die den durch die Hufe aufgewirbelten Sand aber Gott sei Dank nicht in die Richtung der Gäste trieb. Das kann, wenn der Wind aus einer anderen Richtung unangenehme Folgen für Besucher und auch den Pächter haben. Blick vom Tisch auf den Reitplatz
Bedienung (3,5*)
Als wir gegen 13.00 Uhr eintrafen war nicht viel los im Biergarten, so dass wir uns selbst einen kleinen Vierer-Tisch aussuchen konnten, unter dessen Sonnenschirm genug Schatten war. Auf dem Tisch lagen zwei eingeschweißte Speisekarten (DIN-A4-Größe), auf deren Vorder- und Rückseite die Mittagstisch-Angebote zu lesen waren. Nach kurzem Studium wurden wir fündig und legten die Karten zurück auf den Tisch. Der erste Durst
Oben auf der Eingangstreppe schaute uns dabei eine Bedienung zu, die dann direkt zu uns an den Tisch kam. Wir wurden freundlich begrüßt, die Getränke- sowie Essensaufnahme wurde vorgenommen. Die beiden Weizenbiere, einmal mit, einmal ohne Alkohol (Schlappeseppel vom Fass, 0,5 l, 3,- €) wurden zügig und schön gekühlt serviert. Auf das Essen mussten wir auch nicht lange warten.
Den Service teilten sich die Gattin sowie die Schwester des Kochs und Inhabers. Die Chemie zwischen Service und Gast stimmte. Und auch für einen Smalltalk wurde sich Zeit genommen.
Das Essen (4,5*)
Schätzchen wählte aus der abgespeckten Sonntagskarte das Bayrische Schnitzel mit Pommes und Salat (10,50 €). Das panierte Schnitzel war mit Käse überbacken. Zwischen Schnitzel und Käse wurde eine Schicht Meerrettich aufgebracht, welche für ein sehr gutes Geschmacksaroma mit angenehmer Schärfe sorgte. Das Schnitzel war perfekt gebraten, die gut gebräunten Pommes in Ordnung. Der dazugehörige, frischgemachte Salat wurde mit auf dem großen Aluteller serviert. Zufriedenheitsgrad meiner charmanten Begleiterin hoch. Bayrisches Schnitzel
Ich wählte das argentinische Rumpsteak mit Kräuterbutter, ebenfalls mit Pommes und Salat (15,50 €). Gewünscht medium. Antwort Bedienung: „So macht sie der Roland immer. Spaßeshalber antwortete ich: Das will ich hoffen, sonst muss ich es zurückgeben. Antwort, auch mit einem Lächeln im Gesicht: Das brauchen sie garantiert nicht.
Und so war es dann auch. Das Rumpsteak war einfach Klasse. Gargrad perfekt getroffen, saftig, etwas dicker und gefühlt 300 g. Gut zu schneiden und zu kauen. Die Kräuterbutter auch sehr gut. Ob hausgemacht oder nicht kann ich nicht beurteilen. Auch hier der Salat und die Pommes mit auf dem Teller. Das dezente Dressing vermischte sich nicht mit dem Fleischsaft und der Kräuterbutter, also alles bestens. Und das zu einem Preis, wie man ihn in unserer Gegend nicht mehr findet. PLV also auch in Ordnung! Klasse Rumpsteak
Das Ambiente (2,5*)
Lassen wir mal außen vor. Im Biergarten sitzt man bei schönem Wetter ordentlich auf Plastikstühlen an einem ebenfalls aus Kunststoff bestehenden Tisch. Aufgespannte Sonnenschirme schützen einigermaßen vor der Sonne. Auch hier könnte der Reit- und Fahrverein mal dafür sorgen, dass das Unkraut zwischen den Bodenplatten nicht gar so üppig sprießt. In der Gaststätte dunkel gehaltene Vereinsheimatmosphäre.
Sauberkeit (4*)
Tisch, Bestecke, Gläser in einwandfreiem Zustand. Servietten und Bestecke stehen in einem Bierkrug gebündelt auf dem Tisch Die Toiletten befinden sich hinter der Gaststätte, die Oldscool als Vereinsheim eingerichtet ist und sind trotz ihres Alters einwandfrei. Fazit:
Was interessiert mich hier das Ambiente. Die Hauptsache war, dass wir sehr gut gegessen haben. Einem Wiederbesuch steht deshalb nichts im Wege.
Deshalb mein Gesamteindruck: (nach Küchenreise)
4 = gerne wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
Allgemein
Die Reiterklause war schon seit einigen Jahren ohne Wirt. Seit Anfang Februar sind die ehemaligen Wirtsleute vom abgebrannten Schützenhaus in Kahl am Main wieder am Start und übernahmen die Reiterklause des Reit- und Fahrvereins im Karlsteiner Ortsteil Großwelzheim. Roland und Petra Köck bieten deutsche, gut bürgerliche Küche an. Von Montag bis Freitag wird zusätzlich ein preisgünstiger Mittagstisch angeboten. Und am Sonntag bieten sie für ihre herzlich willkommen geheißenen Gäste unter anderem wechselnde Braten, inklusive einer hausgemachten Suppe.
Nachdem eine Schwester meiner... mehr lesen
Zur Reiterklause
Zur Reiterklause€-€€€Vereinsheim, Gaststätte06188995162Mühlweg 26, 63791 Karlstein am Main
4.0 stars -
"Konnte essenstechnisch eindeutig überzeugen!" Ehemalige User
Allgemein
Die Reiterklause war schon seit einigen Jahren ohne Wirt. Seit Anfang Februar sind die ehemaligen Wirtsleute vom abgebrannten Schützenhaus in Kahl am Main wieder am Start und übernahmen die Reiterklause des Reit- und Fahrvereins im Karlsteiner Ortsteil Großwelzheim. Roland und Petra Köck bieten deutsche, gut bürgerliche Küche an. Von Montag bis Freitag wird zusätzlich ein preisgünstiger Mittagstisch angeboten. Und am Sonntag bieten sie für ihre herzlich willkommen geheißenen Gäste unter anderem wechselnde Braten, inklusive einer hausgemachten Suppe.
Nachdem eine Schwester meiner
Besucht am 28.04.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 36 EUR
Den ganzen Tag im Garten "gearbeitet" und meine Frau sagte: "Wenn jetzt noch unser ehemaliger Italiener da wäre....!" Na, es soll ja Alternativen geben und auf Empfehlung eines Freundes ab zu Don Camillo.
In Ohligs in einer Art Geschäftscenter befindet sich dieses Restaurant. Parkplätze am Samstag um 20 Uhr waren kein Problem.
Wie der Name, so auch einige Bilder an der Wand. Peppone darf dann auch nicht fehlen. Insgesamt eine einfache Einrichtung ohne Schnörkel und Schi-Schi.
Die Dekoration ist schlicht, angenehm.
Es gibt einen Nebenraum für größere Gesellschaften und auch einem Pool-Billardtisch.
Was direkt auffiel, war die Freundlichkeit. Ich hatte vorher angerufen und einen Tisch reserviert, wurde beim Betreten des Restaurants mit Namen angesprochen und zum Tisch begleitet. Da es eine größere Gesellschaft gab, die gerade mit Essen versorgt wurden, wies der Inhaber daraufhin, dass es unter Umständen etwas länger dauern könnte. Perfekt!
Mit kleinen Pizzateig-Teilen und einer Aioli wurde uns die zeit etwas "vertrieben". Es waren keine Pizza-Brötchen, sondern gerollter Pizzateig, der einfach in Scheiben geschnitten wurde.
Die Karte ist mit Pizza, Pasta, Fleisch und Fisch nicht überfüllt, alles ist frisch und ab und zu gibt es Tagesangebote.
Wir wußten ja nicht wie groß die Portionen hier sind, also vorsichtig, lieber noch einen Nachtisch, falls noch Platz im Magen sein sollte. Und? Gut so! Große Portionen.
Mein Frau entschied sich für eine Calzone Verde (EUR 9,50) mit Mozzarella, Gorgonzola, Spinat, Schinken und eine Menge Knoblauch in kleinen Stückchen. Oben drauf eine Tomaten-Oregano-Sauce. Richtig gut gefüllt und einfach lecker, ohne wenn und aber.
Ich testete das Rumpsteak mit gestückelten Rosmarinkartoffeln und einem kleinen Salat. Ich sah ein großes Stückfleisch mit dem typischen Fett an der Seite, perfekt medium gebraten, etwas Pfeffer aus der Pfeffermühle und mit den knusprigen Kartoffeln und dem frischen Salat gut gelungen. Ebenfalls reichlich portioniert. Das ganze zu sage und schreibe EUR 15,80. Da kann man nicht meckern sondern nur zufrieden sein.
Das alkoholfreie Pils kostet in der Flasche EUR 2,50, der offene Primitivo EUR 4,20 und der Espresso lediglich EUR 1,70, der übrigens richtig gut war.
Bei der Verabschiedung entschuldigte sich der Wirt erneut für die kleine Verspätung beim Essen. Super nett!
Bei diesem Preis-/Leistungsverhältnis war das nicht unser letzter Besuch!
Den ganzen Tag im Garten "gearbeitet" und meine Frau sagte: "Wenn jetzt noch unser ehemaliger Italiener da wäre....!" Na, es soll ja Alternativen geben und auf Empfehlung eines Freundes ab zu Don Camillo.
In Ohligs in einer Art Geschäftscenter befindet sich dieses Restaurant. Parkplätze am Samstag um 20 Uhr waren kein Problem.
Wie der Name, so auch einige Bilder an der Wand. Peppone darf dann auch nicht fehlen. Insgesamt eine einfache Einrichtung ohne Schnörkel und Schi-Schi.
Die Dekoration ist schlicht, angenehm.
Es gibt einen... mehr lesen
Don Camillo
Don Camillo€-€€€Restaurant, Pizzeria0212 64234646Keldersstraße 33, 42697 Solingen
4.0 stars -
"Einfach, aber gut mit super PLV!" Ehemalige UserDen ganzen Tag im Garten "gearbeitet" und meine Frau sagte: "Wenn jetzt noch unser ehemaliger Italiener da wäre....!" Na, es soll ja Alternativen geben und auf Empfehlung eines Freundes ab zu Don Camillo.
In Ohligs in einer Art Geschäftscenter befindet sich dieses Restaurant. Parkplätze am Samstag um 20 Uhr waren kein Problem.
Wie der Name, so auch einige Bilder an der Wand. Peppone darf dann auch nicht fehlen. Insgesamt eine einfache Einrichtung ohne Schnörkel und Schi-Schi.
Die Dekoration ist schlicht, angenehm.
Es gibt einen
Geschrieben am 28.04.2018 2018-04-28| Aktualisiert am
29.04.2018
Besucht am 26.04.20182 Personen
Dank GastroGuide und die erhaltenen Vapiano-Gutscheine habe ich in kurzer Zeit drei Lokalitäten dieser Kette besucht. Aachen, Wuppertal und nun Düsseldorf.
Ich muss erneut feststellen, dass es mehr als OK ist, hier mittags einen kleinen Nudel-Lunch zu sich zu nehmen.
Allerdings ist es bei uns immer außerhalb der Rush-hour gewesen, d. h. zischen 14 und 14:30 h. Keine Warteschlangen, nettes Personal, auch beim Abräumen der Teller oder an der Getränkebar. Es passte für unser Anliegen wieder.
Ich hatte Filetto di Manzo con Vino Rosso. Fusilli Nudeln, Karotten, Zucchini, Sahne, Champignons und Rinderfilet.
Frisch zubereitet, Fleisch medium und sehr gut gewürzt. Auf Nachfrage kann der Gast sich für und wieviel Chilli, Knoblauch und Parmesan entscheiden.
Auch finde ich das Weinangebot inklusive der Monatsweine sehr gut. Der empfohlene Luganer passte gut zum Essen.
Mir hat's geschmeckt, keine Imbissbude und auch kein Schnellrestaurant wie McD oder KFC.
Dank GastroGuide und die erhaltenen Vapiano-Gutscheine habe ich in kurzer Zeit drei Lokalitäten dieser Kette besucht. Aachen, Wuppertal und nun Düsseldorf.
Ich muss erneut feststellen, dass es mehr als OK ist, hier mittags einen kleinen Nudel-Lunch zu sich zu nehmen.
Allerdings ist es bei uns immer außerhalb der Rush-hour gewesen, d. h. zischen 14 und 14:30 h. Keine Warteschlangen, nettes Personal, auch beim Abräumen der Teller oder an der Getränkebar. Es passte für unser Anliegen wieder.
Ich hatte Filetto di Manzo con Vino... mehr lesen
3.5 stars -
"Mein 3. Vapiano-Besuch in kurzer Zeit und erneut positiv beeindruckt..." Ehemalige UserDank GastroGuide und die erhaltenen Vapiano-Gutscheine habe ich in kurzer Zeit drei Lokalitäten dieser Kette besucht. Aachen, Wuppertal und nun Düsseldorf.
Ich muss erneut feststellen, dass es mehr als OK ist, hier mittags einen kleinen Nudel-Lunch zu sich zu nehmen.
Allerdings ist es bei uns immer außerhalb der Rush-hour gewesen, d. h. zischen 14 und 14:30 h. Keine Warteschlangen, nettes Personal, auch beim Abräumen der Teller oder an der Getränkebar. Es passte für unser Anliegen wieder.
Ich hatte Filetto di Manzo con Vino
Geschrieben am 28.04.2018 2018-04-28| Aktualisiert am
29.04.2018
Besucht am 26.04.20181 Personen
Düsseldorf, Shopping, Kaufhaus...meine Frau hinein und ich wartete lieber draußen.
Neu ist dort das Café Königsberg, einladend mit duftenden Kaffee und einem kleinen Außenbereich.
So kann man(n) die Wartezeit überbrücken.
Einladend, guter Kaffee, also für eine Wartezeit empfehlenswert. Die Sandwiches habe ich nicht ausprobiert.
Konzept wie bei Starbucks, an der Theke bestellen und mitnehmen...preislich OK
Düsseldorf, Shopping, Kaufhaus...meine Frau hinein und ich wartete lieber draußen.
Neu ist dort das Café Königsberg, einladend mit duftenden Kaffee und einem kleinen Außenbereich.
So kann man(n) die Wartezeit überbrücken.
Einladend, guter Kaffee, also für eine Wartezeit empfehlenswert. Die Sandwiches habe ich nicht ausprobiert.
Konzept wie bei Starbucks, an der Theke bestellen und mitnehmen...preislich OK
4.0 stars -
"Sehr gut für einen Kaffe zwischendurch" Ehemalige UserDüsseldorf, Shopping, Kaufhaus...meine Frau hinein und ich wartete lieber draußen.
Neu ist dort das Café Königsberg, einladend mit duftenden Kaffee und einem kleinen Außenbereich.
So kann man(n) die Wartezeit überbrücken.
Einladend, guter Kaffee, also für eine Wartezeit empfehlenswert. Die Sandwiches habe ich nicht ausprobiert.
Konzept wie bei Starbucks, an der Theke bestellen und mitnehmen...preislich OK
Besucht am 26.04.2018Besuchszeit: Abendessen 8 Personen
Rechnungsbetrag: 180 EUR
Das Ristorante liegt inmitten einer kurzen Einkaufsmeile, die der Hauptanziehungspunkt der Kleinostheimer Goethestraße ist. Es existiert gefühlt schon eine Ewigkeit. Parkplätze gibt es ausreichend in unmittelbarer Umgebung. In die nicht allzu großen Gasträume gelangt man über ein paar Treppenstufen, aber auch über abgeschrägte Rampen barrierefrei, da sich vor den Geschäften oder Restaurants eine Art Galerie für Fußgänger befindet, auf der die Restaurants im Sommer auch ein paar Tische rausstellen.
Der Ehemann unserer Erstgeborenen hatte gestern Geburtstag und lud unsere Familie aus diesem Anlass zum Abendessen beim Enzo ein. Nach meiner Erstbewertung waren wir schon ein paarmal wieder dort eingekehrt. Ich denke, dass es jetzt nach drei Jahren eines Updates bedarf. Im Grunde genommen kann ich meine Rezi von damals klonen, denn es hat sich seitdem nicht viel, genaugenommen gar nichts, verändert.
Service
Enzo begrüßte uns alle höchstpersönlich und sehr freundlich mit Handschlag. Er ist für den Service zuständig, immer gut gelaunt, mit einem freundlichen Spruch auf den Lippen. Als er sah, dass ich Fotos vom Essen mache, flachste er, dass ich diese auf gar keinen Fall an die Konkurrenz schicken soll. Etwa mein Alter, die Chemie zwischen Gast und Padrone stimmt. Man merkt den Profi in ihm. Getränkeaufnahme flott, Lieferung prompt. Genauso unaufgeregt werden die Speisenwünsche aufgenommen. Die Wartezeit ist in Ordnung, die Speisen werden allesamt kurz nacheinander, gleichzeitig serviert. Wie es sich gehört wird Getränkenachschub aufmerksam nachgefragt. Dasselbe gilt für Nachfragen, ob alles in Ordnung sei, ob es geschmeckt hat usw. Darf es noch ein Dessert sein oder vielleicht ein Espresso wird direkt beim Abräumen der Teller, geschäftstüchtig wie er ist und wie es ja auch sein soll, abgefragt. Selbstverständlich gerne. Zum Bezahlen wird ein ordentlicher Bon vorgelegt und gleichzeitig noch ein Digestif nach Wahl aufs Haus angeboten. Dieses Angebot nahmen wir gerne an. Beim Verlassen des Restaurants ließ sich der Padrone den Handschlag für jeden nicht nehmen.
Essen
In der gebundenen Speisekarte finden sich die üblichen italienischen Klassiker. Pizza, Pasta, Rind, Lamm, Schwein, Fisch, ein paar Desserts.
Geordert wurden von uns:
Das Geburtstagskind:
Lammkoteletts al Gorgonzola mit Bandnudeln (14,- €). Gargrad perfekt, Gorgonzolasauce sehr gut. Bandnudeln auf den Punkt. Es passte alles. Lammkoteletts
Seine Frau:
Hausgemachte Nudeln, gefüllt mit Ricotta und Spinat (9,50 €). Schmackhaftes Sößchen drauf. Zufriedenheitsgrad hoch. Hausgemachte Nudeln
Der zweite Schwiegersohn:
Cordon Bleu al Funghi mit Pommes (11,20 €). Ein Gericht ohne Fehl und Tadel. Cordon Bleu al Funghi
Meine Wenigkeit:
Lammfilet mit Rosmarinkartoffeln (19,- €). Die Filets rosa gebraten wie gewünscht, zart, gut gewürzt. Etwas Buttersauce mit Kräutern optimierte den Geschmack. Sehr gut die Rosmarinkartoffeln. Lammfilets
Schätzchen:
Gorgonzola-Schnitzel mit Rosmarinkartoffeln (12,50 €). Zartes Fleisch, die Sauce sehr gut. Auch sie von den Rosmarinkartoffeln begeistert. Gorgonzola-Schnitzel
Von den weiteren Essen liegen keine Fotos vor.
Unsere jüngere Tochter:
Sie nahm als einzige eine Vorspeise in Form eines kleinen italienischen Salates (5,60 €), danach eine Pizza Salami Fungi klein (5,60 €). Zufriedenheitsgrad okay.
Nachdem unsere Enkelin mittlerweile 10 Jahre alt ist, hat sie auf einmal Fleisch liebgewonnen. Schnitzel Wiener Art mit Pommes und Ketchup (9,50 €). Genau das Richtige, nach anstrengendem Sportakrobatik-Training. Der Teller wurde leer geputzt.
Der doppelt so alte Enkel entschied sich für Gnocchi 4 Formaggi (8,60 €). Ordentliche Portion, hat überzeugt, der Teller war leer, der Enkel pappsatt.
Zu allen Fleischgerichten gab es vorab einen Salat. Verschiedene Blattsalate, ein kleines Tomatenviertel sorgte für den Farbtupfer. Beim Essig-Öl-Dressing überwog die Essignote. Den meisten gefiel der süß-saure Geschmack. Ich orderte aber für mich die Olivenölflasche. Damit die Essignote nicht so dominierte, goss ich noch ein paar ordentliche Spruzer über den Salat und schon schmeckte er mir auch.
Die Töchter mitsamt ihren Männern gönnten sich als Dessert noch eine Panna Cotta (4,30 €). Besonders die Karamelsauce begeisterte das Geburtstagskind. Die anderen drei nahmen Himbeeren.
Die Getränkepreise halten sich in einem vernünftigen Rahmen: Campari-Orange (4,50 €), Fanta und Sprite (0,4 l, 3,40 €), San Pellegrino (0,75 l, 4,40 €), Pino Grigio (0,2 l, 4,20 €). Montepulciano (0,4 l, 4,- €), Espresso (2,- €).
Ambiente
Die Einrichtung ist rustikal und gemütlich, aber bestimmt schon genauso alt wie das Restaurant selber. Auf den Tischen liegen Stofftischdecken, Kerze, Blümchen, Besteck, Papierservietten und kleine Salz- und Pfefferstreuer. Insgesamt etwas dämmrig wirkend, da sehr gedämpftes Licht, das sich auch auf die Fotos auswirkte.
Sauberkeit
Alles hat einen sauberen und gepflegten Eindruck hinterlassen. Auch die Toiletten, die über eine steile Treppe nach unten zu finden sind
Fazit
Den Gast erwartet eine solide und bodenständige italienische Küche zu zivilen Preisen, was sich auch in einer ordentlichen Anzahl von Gästen niederschlägt.
Gesamteindruck:
4 = gerne wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
Das Ristorante liegt inmitten einer kurzen Einkaufsmeile, die der Hauptanziehungspunkt der Kleinostheimer Goethestraße ist. Es existiert gefühlt schon eine Ewigkeit. Parkplätze gibt es ausreichend in unmittelbarer Umgebung. In die nicht allzu großen Gasträume gelangt man über ein paar Treppenstufen, aber auch über abgeschrägte Rampen barrierefrei, da sich vor den Geschäften oder Restaurants eine Art Galerie für Fußgänger befindet, auf der die Restaurants im Sommer auch ein paar Tische rausstellen.
Der Ehemann unserer Erstgeborenen hatte gestern Geburtstag und lud unsere Familie... mehr lesen
Ristorante Pizzeria Al Carpaccio
Ristorante Pizzeria Al Carpaccio€-€€€Restaurant06027404647Goethestraße 56, 63801 Kleinostheim
4.0 stars -
"Bodenständig, solide Kost, freundlich burschikoser Service durch den Padrone selbst!" Ehemalige User
Das Ristorante liegt inmitten einer kurzen Einkaufsmeile, die der Hauptanziehungspunkt der Kleinostheimer Goethestraße ist. Es existiert gefühlt schon eine Ewigkeit. Parkplätze gibt es ausreichend in unmittelbarer Umgebung. In die nicht allzu großen Gasträume gelangt man über ein paar Treppenstufen, aber auch über abgeschrägte Rampen barrierefrei, da sich vor den Geschäften oder Restaurants eine Art Galerie für Fußgänger befindet, auf der die Restaurants im Sommer auch ein paar Tische rausstellen.
Der Ehemann unserer Erstgeborenen hatte gestern Geburtstag und lud unsere Familie
Besucht am 07.04.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 141 EUR
Was für eine Aussage auf der Homepage, macht neugierig, oder?
Ohne Reservierung hat man hier keine Chance einen Tisch zu bekommen. Richtig voll, eng bestuhlt, mehr geht nicht!
Um so erfreulicher war es, den ganzen Abend einen netten, aufmerksamen und sehr guten Kellner an unserer Seite zu haben!
Typisch für derartige Restaurants die rot/weiß karierten Tischdekorationen. Einfach gehalten.
Wie gesagt, brechend voll, aber ein schneller und guter Service. Als wir die Speisekarten bekamen bestellten wir direkt zwei Gläschen Prosecco (EUR 5,--), die in kurzer Zeit auf dem Tisch waren. So konnten wir in Ruhe und entspannt die Karte studieren.
Als Vorspeisen orderten wir einmal die Gänseleber, gebraten, auf Feldsalat zu EUR 12,50. Eine üppige Portion mit knackigem Salat und perfekt gebratener Leber, dazu gut gewürzt.
Zum anderen die gebratenen Baby Calamari auf Rucolasalat (EUR 15,50). Kurz gebraten, sehr zart, sehr lecker.
Nicht üppig, aber sehr gut im Geschmack waren die schwarzen Nudeln mit Meeresfrüchten und einer perfekten Sauce. (Tagliolini Neri zu EUR 14,50).
Mein Rinderfilet mit einer Balsamicosauce war von größerem Ausmaß, schlug aber auch mit EUR 37,50 zu Buche. Hoch, medium, sehr zart - einwandfreie Qualität.
Dazu separat auf einem Teller Gemüse (Broccoli, Paprika und Möhren) und keine andere "Sättigungsbeilage".
Es passte bisher alles, auch in dem Magen war noch etwas Platz für ein Dessert. Fragile - Erdbeeren mit aufgeschlagener mascarpone - einfach aber sau lecker! (EUR 9,50).
Als Wein begleitete uns ein Luganer Bulgarini, trocken und auch passend zum Fleisch. (EUR 33,50).
Mein "flüssiger Nachtisch" ein Grappa Prosecco, sehr weich, empfohlen von der Bedienung zu EUR 4,50 mit einem sehr guten Espresso.
Zurück zur Werbung...hier gibt es gute Italienische Küche und auch Weine, was auch immer dann folgen sollte ;-)
Was für eine Aussage auf der Homepage, macht neugierig, oder?
Ohne Reservierung hat man hier keine Chance einen Tisch zu bekommen. Richtig voll, eng bestuhlt, mehr geht nicht!
Um so erfreulicher war es, den ganzen Abend einen netten, aufmerksamen und sehr guten Kellner an unserer Seite zu haben!
Typisch für derartige Restaurants die rot/weiß karierten Tischdekorationen. Einfach gehalten.
Wie gesagt, brechend voll, aber ein schneller und guter Service. Als wir die Speisekarten bekamen bestellten wir direkt zwei Gläschen Prosecco (EUR 5,--), die in kurzer... mehr lesen
Ristorante Mondo Pazzo
Ristorante Mondo Pazzo€-€€€Restaurant0308851121Schlüterstraße 52, 10629 Berlin
4.0 stars -
"Aussage auf der Homepage: „Gute italienische Küche und Weine sind kein Ersatz für guten Sex, sondern das Fundament“- na denn...n.." Ehemalige UserWas für eine Aussage auf der Homepage, macht neugierig, oder?
Ohne Reservierung hat man hier keine Chance einen Tisch zu bekommen. Richtig voll, eng bestuhlt, mehr geht nicht!
Um so erfreulicher war es, den ganzen Abend einen netten, aufmerksamen und sehr guten Kellner an unserer Seite zu haben!
Typisch für derartige Restaurants die rot/weiß karierten Tischdekorationen. Einfach gehalten.
Wie gesagt, brechend voll, aber ein schneller und guter Service. Als wir die Speisekarten bekamen bestellten wir direkt zwei Gläschen Prosecco (EUR 5,--), die in kurzer
Besucht am 06.04.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 42 EUR
EWS ar der erste richtige Sonnentage in Berlin und wir waren viel und weit zu Fuß unterwegs. Eigentlich wollten wir nach Neukölln in die angesagte BeusterBar, aber nach dem anstrengenden Tag war uns nicht mehr danach mit dem ÖPNV zu fahren. In der Nähe des Hotels sind in der Kantstraße eine Unmenge Restaurants, asiatisch, österreichisch, natürlich auch deutsche Küche und meine bessere Hälfte überredete mich mit allen Künsten, diesen Vietnamesen zu probieren.
Das lokal ist zweigeteilt, ein vorderer Bereich und weitere Tische im hinteren Teil, in dem wir saßen. Es etas dunkel mit einfachem Mobiliar.
Gut dass wir reserviert hatten, denn gegen 19:30 h war hier alles ausgebucht.
Wir fragten uns, ob es ein Imbiss oder ein Restaurant ist, kamen eher zu dem Ergebnis kleines Restaurant. Die sehr freundliche Bedienung brachte uns die Speisekarten und es dauerte bei uns etwas länger, um alles zu lesen und zu entscheiden.
Hinzu kommen noch eine Art Tagesgerichte, die an der Wand hingen.
Wir entschieden uns, alles mal zu bestellen, also Vor-, Haupt-, und Nachspeise.
Einmal "Wang Tan Chien" sehr knusprige Teichtaschen, die mit Hackfleisch und Garnelen gefüllt sind. Dazu eine passende cremige Mangosauce, die separat in einem Schälchen serviert wird. Die Portion ist reichlich und schmackhaft. Preis EUR 3,50!
Zum anderen als Vorspeise "Ga Nuong" gebratene Hähnchenspieße auf frischem Salat mit einer tollen Erdnusssauce. Und auch hier der Preis bei EUR 3,50!
"Bun Cha Thap Cam" hieß das Hauptgericht meiner Frau zu EUR 8,-- (in Worten acht!). Das waren drei Spieße Rind, Lat-Lot (grüne Blätter) und Hähnchen dazu Reisnudeln, Salat, gehackte Erdnüsse und Sesam mit Limettendressing. Sehr, sehr empfehlenswert. Eine üppige Portion!
Meine Hauptspeise hatte den wohlklingenden Namen "Ga Sot Cam" und war zartes Hähnchenfleisch in einer Orangensauce mit Paprika, Broccoli und Karotten. Dazu noch ein leichter Schuß Kokosmilch. Viel Fleisch, guter Geschmack und auch hier wieder eine ausreichende Portion und das für sage und schreibe EUR 6,50.
Der Nachtisch, ein süßer Höhepunkt:
"Chuoi Chien" - eine gebackene Bane mit Erdnüssen und Honig (EUR 2,50).
"Kem Chien" - gebackenes Vanilleeis ebenfalls mit Erdnüssen und Honig (EUR 4,50)
Beide Nachspeisen waren ein krönender Abschluss des Menus.
Zum Essen haben wir einen offenen Montepulciano und einen Pinot Grigio getrunken (0,2 l zu jeweils EUR 3,80). Einfache Weine, keine edlen Tropfen.
Wer gut und preiswert vietnamesisch essen möchte ist hier richtig! Danke an meine Frau, dass sie mich zu dem Besuch überredet hat!!
EWS ar der erste richtige Sonnentage in Berlin und wir waren viel und weit zu Fuß unterwegs. Eigentlich wollten wir nach Neukölln in die angesagte BeusterBar, aber nach dem anstrengenden Tag war uns nicht mehr danach mit dem ÖPNV zu fahren. In der Nähe des Hotels sind in der Kantstraße eine Unmenge Restaurants, asiatisch, österreichisch, natürlich auch deutsche Küche und meine bessere Hälfte überredete mich mit allen Künsten, diesen Vietnamesen zu probieren.
Das lokal ist zweigeteilt, ein vorderer Bereich und weitere... mehr lesen
Pho Nguyen 68
Pho Nguyen 68€-€€€Restaurant, Lieferdienst03045087495Savignyplatz 11, 10623 Berlin
4.0 stars -
"Das hat sich gelohnt! Richtig lecker und sehr preisgünstig!!" Ehemalige UserEWS ar der erste richtige Sonnentage in Berlin und wir waren viel und weit zu Fuß unterwegs. Eigentlich wollten wir nach Neukölln in die angesagte BeusterBar, aber nach dem anstrengenden Tag war uns nicht mehr danach mit dem ÖPNV zu fahren. In der Nähe des Hotels sind in der Kantstraße eine Unmenge Restaurants, asiatisch, österreichisch, natürlich auch deutsche Küche und meine bessere Hälfte überredete mich mit allen Künsten, diesen Vietnamesen zu probieren.
Das lokal ist zweigeteilt, ein vorderer Bereich und weitere
Geschrieben am 24.04.2018 2018-04-24| Aktualisiert am
24.04.2018
Besucht am 05.04.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 64 EUR
Vor den Toren von Lübeck liegt Stockelsdorf, ein kleiner Ort mit nicht so großer Restaurant Vielfalt. Wir haben im Best Western übernachtet und wollten nich noch mit dem Auto fahren, so folgten wir der Hotelempfehlung und gingen in das verpachtete Restaurant.
Als wir das Lokal betraten telefonierte der Inhaber/Bedienung und wir warteten einige Zeit, bis uns Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Ja, wir möchten etwas essen, war unsere Antwort auf die Frage, was er für uns tun kann. Besucht war das Restaurant mäßig, wie sich dann am Morgen herausstellte alles Hotelgäste, die dann beim Frühstück waren.
Das Mobiliar ist einfach gehalten, der Steinboden wirkt kühl. Einladend ist anders.
Die Speisekarte ist umfangreich Vorspeisen, Suppen, Pasta, Aufläufe, Risotto, Fisch, Fleisch und Pizza also für jeden etwas.
Wir wußten nicht so recht, was wir machen sollten. Fast leeres Lokal (drei Tische waren besetzt) und diese umfangreiche Speisekarte. Wir entschieden uns nur für einen Gang.
Nach der Bestellung bat ich um etwas Brot, welches dann auch in einem kleinen Körbchen frisch geröstet kam. Erstaunt war ich aber beim Bezahlen, dass das Brot mit EUR 1,50 auf der Rechnung stand. Gehört so etwas nicht zum allgemeinen Service?
Meine Frau entschied sich für die Pizza di Mare zu EUR 13,50. Ein nicht zu dünner Boden war sehr gut und belegt mit Venus und Miesmuscheln sowie Garnelen. Das Urteil meiner Frau "Besser als erwartet!".
Meine Wahl fiel auf Schweinefilet mit Zitronensauce zu EUR 16,50. Kleine Kartöffelchen und gemischtes Gemüse sowie eine kleiner Salat wurden dazu gereicht. Auch ich war positiv überrascht. Das Fleisch sehr zart, gut gewürzt, die Sauce sehr zitronig und der Salat frisch, knackig.
Zum Essen haben wir uns eine Flasche Chianti (DOCG) zu Gemüte geführt, die mit fairen EUR 25,-- zu Buche schlug.
Wein gut, Essen gut, Service war da und das in einer nüchternen Atmosphäre. Für einen Abend OK.
Vor den Toren von Lübeck liegt Stockelsdorf, ein kleiner Ort mit nicht so großer Restaurant Vielfalt. Wir haben im Best Western übernachtet und wollten nich noch mit dem Auto fahren, so folgten wir der Hotelempfehlung und gingen in das verpachtete Restaurant.
Als wir das Lokal betraten telefonierte der Inhaber/Bedienung und wir warteten einige Zeit, bis uns Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Ja, wir möchten etwas essen, war unsere Antwort auf die Frage, was er für uns tun kann. Besucht war das Restaurant mäßig,... mehr lesen
Ristorante Donna Rosa
Ristorante Donna Rosa€-€€€Restaurant045140089966Ahrensböker Straße 4-8, 23617 Stockelsdorf
3.0 stars -
"Ein Italiener in Hotel-Komplex des Best Western - gut für ein "Stop-over"" Ehemalige UserVor den Toren von Lübeck liegt Stockelsdorf, ein kleiner Ort mit nicht so großer Restaurant Vielfalt. Wir haben im Best Western übernachtet und wollten nich noch mit dem Auto fahren, so folgten wir der Hotelempfehlung und gingen in das verpachtete Restaurant.
Als wir das Lokal betraten telefonierte der Inhaber/Bedienung und wir warteten einige Zeit, bis uns Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Ja, wir möchten etwas essen, war unsere Antwort auf die Frage, was er für uns tun kann. Besucht war das Restaurant mäßig,
Aus dem Scarriff - Irish Pub in Gräfrath wird, unter der Leitung von Toni Natale, ein italienisches Restaurant mit dem Namen Vecchia Roma II. Zu den Neuerungen zählt eine neue Außenanlage. Was irisch bleibt ist das Guinness Bier. Der genaue Zeitpunkt der Eröffnung wird in Kürze mitgeteilt.
Aus dem Scarriff - Irish Pub in Gräfrath wird, unter der Leitung von Toni Natale, ein italienisches Restaurant mit dem Namen Vecchia Roma II. Zu den Neuerungen zählt eine neue Außenanlage. Was irisch bleibt ist das Guinness Bier. Der genaue Zeitpunkt der Eröffnung wird in Kürze mitgeteilt.... mehr lesen
Vecchia Roma II
Vecchia Roma II€-€€€RestaurantTäppken 19, 42653 Solingen
stars -
"In Kürze Neueröffnung!" Ehemalige UserAus dem Scarriff - Irish Pub in Gräfrath wird, unter der Leitung von Toni Natale, ein italienisches Restaurant mit dem Namen Vecchia Roma II. Zu den Neuerungen zählt eine neue Außenanlage. Was irisch bleibt ist das Guinness Bier. Der genaue Zeitpunkt der Eröffnung wird in Kürze mitgeteilt.
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Leonhard Bader schuf hier, wo früher anständige italienische Kost serviert wurde, eine gediegene Schmankerlstube, deren Ruf auch die linksrheinischen Freunde ehrlicher, handwerklich sauber gekochter Traditionsküche aufhorchen ließ. Kein Wunder, gehörte doch Bayern dank König Maximilian I. viele Jahre lang zur Pfalz. Oder war es umgekehrt? Egal, ein Antrittsbesuch in Baders Fleischkost-Komplex war also nur noch eine Frage der Zeit und der Abstecher in die Rastatter Straße längst überfällig.
Die Vita des Inhabers habe ich schon bei meinem Scheibenhardt-Bericht vom November 2016 ausreichend beleuchtet. Als passionierter Wurstmacher brachte Bader bereits im letzten Jahr deftige Schmankerl unter Golfer und Karlsruher Geldadel, indem er eine rustikale Alpen-Hütte auf dem Hofgut Scheibenhardt installierte. Vielleicht reifte da sein Konzept für ein zünftiges Wirtshaus bajuwarischer Tradition, das der Karlsruher Karnivoren-Kaste noch gefehlt hat.
„Badenziosen“ wie Schäufele, Flädle, Bubespitzle und Co. haben ihren Platz auf der gutbürgerlichen Speisenkarte eingebüßt. Dafür locken Altmünchner Brez’nsuppe, knuspriger Schweinsbraten (immer aus der ganzen Schulter zubereitet) und G’röstl mit Blutwurst. Bader, für den es „nichts Besseres gibt als einfach was Guads“, bietet eine herzerwärmende Erinnerungsküche mit viel selbst verwursteten Schweinereien, die sich nicht selten auf Omas Rezepturen stützen. Nostalgie meets Zeitgeist. Unser neuer Heimatminister wäre sicherlich genauso begeistert wie der auf regionale Spezialitäten versessene Fleischvernichter.
Der weiträumige, lediglich von einer massiv wirkenden Stützsäule unterbrochene Gastraum wirkte wenig gemütlich. Zu großflächig, zu saalartig schien die Räumlichkeit angelegt. Ich schätzte allein für die Gast“stube“ gute 130 Sitzplätze. Da half auch die auf Behaglichkeit herunter gedimmte Beleuchtung am Abend recht wenig. Für gemütliche Wirsthaus-Atmosphäre war das Ganze eine Spur zu wuchtig angelegt, das stand schon frühzeitig fest.
Und dabei hatte man sicherlich viele Gedanken in die Raumgestaltung investiert. Dunkles Holzlaminat wertete den Boden auf. In weißes Leinen gehüllte Tische sorgten für kultivierte Tischverhältnisse, auch wenn die abwischbare, weiße Tischfolie den noblen Eindruck ein wenig schmälerte. Rechterhand befand sich der stattliche Ausschankbereich. Unweit davon beschwörten ein paar rustikale, an Bierbänke erinnernde Sitzgelegenheiten eine gediegene Festzeltatmosphäre.
Im eigentlichen Gastraum reihten sich die sauber eingedeckten Tische sehr dicht aneinander. Für unseren Geschmack schienen die Tischabstände zu knapp bemessen. Auf dem Weg zu den Toiletten ging es rechts an einer separaten Fleischreifekammer mit Glasfenster vorbei. Nicht nur für Freunde des trockengereiften Porterhouse-Steaks ein veritabler Blickfang.
Das Wort „unkonventionell“ wäre bezüglich der Deckenbeleuchtung doch ziemlich untertrieben. Mehrere Systeme aus sternförmig angeordneten, an der Decke befestigten Messingrohren, an deren abgeknickten Enden die blanken Glühbirnen herabbaumelten, zierten den Speisesaal. Modern? Ja klar. Stylish-urban? Auf jeden Fall. Passend zur übrigen Einrichtung? Wohl eher eine Geschmacksfrage, die jeder für sich selbst beantworten sollte. Gleiches traf auch auf das etwas unbeholfen wirkende Ensemble aus bis zur Decke reichenden Birkenstämmen zu. Neben dem puristisch anmutenden Fake-Kamin, über dem ein ausgestopfter Hirschkopf thronte, strapazierten Schaukelstuhl und Tierfellteppich unser Geschmacksempfinden in Sachen Innenausstattung etwas über Gebühr.
Da gefielen mir die nüchtern gerahmten Schwarzweiß-Fotos mit Alpen-Motiven an der Wand schon besser. Vielleicht war ja gewollt, dass nicht alle von ihnen ganz gerade hingen. Mittels indirekter Beleuchtung wurden diese deutlich subtiler wirkenden Dekorationselemente gekonnt in Szene gesetzt. Die rotweißkarierten Sitzpolster nahmen den seriös wirkenden Holzstühlen das Formelle. Plastikblumen und Teelichter dekorierten etwas zu dürftig die Tische.
Junges Servicepersonal war entsprechend der Raumkapazität ausreichend vorhanden, so dass es nicht lange dauerte, ehe wir nach der Zuweisung unseres Platzes, die Speisenkarten in den Händen hielten. Tagesempfehlungen und ausgegangene Gerichte wurden mündlich ergänzt. Auf Rückfragen wurde eher schlecht als recht mit geschäftstüchtiger Nettigkeit reagiert. Leider mussten wir diese vordergründige, aufgesetzt wirkende Freundlichkeit bei beiden weiblichen Bedienungen feststellen. Auf die Rückfrage, warum das bestellte Bärlauch-Schmalztöpferl nicht als Amuse vorweg serviert wurde, sondern zeitgleich mit den Vorspeisensuppen, bekamen wir fadenscheinige Erklärungen mit schnippischem Unterton zu hören. Kein geschultes Fachpersonal, das uns da bediente. Soviel war schnell klar.
Das Speisenangebot, das sich auf drei zusammengehefteten DIN-A4-Seiten wiederfand, listete eine ganze Reihe herzhafter, mal mehr, mal weniger saisonal beeinflusster Gerichte für den kleinen und großen Hunger. Neben ein paar „Mongdratzerl“ (Kleinigkeiten) zum Bier – darunter auch das bereits erwähnte Schmalztöpferl – offerierte man ein gutes halbes Dutzend verlockender Vorspeisen (Südtiroler Speckbrettl, Kartoffel-Spargelsalat, handgeschnittenes Rindertartar, Obatzda und lauwarmer Stangenspargel), ein paar appetitlich klingende Suppen (Altmünchner Brez’nsuppe, Spargelcreme- und Bärlauchschaumsuppe), fleischlastige Schmankerl (knuspriger Schweinebraten, Cordon Bleu vom Jungschwein, Münchner Schnitzel mit Brez’nkruste, Kalbsleber vom Grill und das originale Wiener Schnitzel), selbstproduzierte Wurstspezialitäten (Münchner Milzwurst in Butter gebraten, Baders kälberne Weißwürste und Fleischkäse vom Grill) sowie ein mindestens sechs Wochen in der gläsernen Kammer gereiftes, 300 Gramm schweres Rib-Eye- oder Rumpsteak. Letzteres kam in Begleitung von Pommes frites, Kräuterbutter und kleinem Salat und war mit 32,90 Euro das teuerste Gericht auf der Karte. Ansonsten lag man bei den Hauptgerichten knapp unterhalb der 20-Euro-Marke, was bei der gebotenen Hausmannskost schon etwas höherpreisig anmutete. Das in Butter gebratene Kalbsschnitzel, welches als Klassiker des Hauses gilt, schlug mit stolzen 25 Euro zu Buche.
Auf der dritten Seite dann noch mal eine mir etwas überdimensioniert erscheinende Auswahl an Tagesempfehlungen (???), die neben den derzeit obligatorischen Spargelgerichten auch kulinarische „Schweinereien“ wie beispielsweise gebackenes Schweinskotelett, Medaillons vom Schweinefilet und Blutwurst-G’röstl listeten und den Karnivoren Glückseligkeit versprachen. Mit Ochsenfetzen vom Filet, Rinderragout und dem 48 Stunden lang geschmorten Ochsenschwanz wurde die Palette mit herzhaften Soßengerichten ergänzt. Letztere waren saisonbedingt auf der winterlichen Empfehlungskarte, während bei unserem Besuch im Mai vorwiegend dem Königsgemüse in verschiedensten Zubereitungsarten und Kompositionen gehuldigt wurde.
Da wir das Restaurant an einem Donnerstagabend besuchten, gab es zusätzlich noch eine Seite mit „inneren Werten“ zu dem an sich schon sehr umfangreichen Speiseprogramm. Im Eingangstext wurde unserer Meinung nach etwas zu dick aufgetragen, wenn da von „schlachtfrischen Innereien, wie man sie aus früheren Zeiten kennt“ werbewirksam geschrieben stand. Warum man an einem eher mäßig besuchten Abend, an dem lediglich 6 bis 7 Tische belegt waren, noch elf (!!!) weitere Gerichte mit „schlachtfrischen“ Innereien auf einer Zusatzkarte anbieten muss, hat sich uns nicht erschlossen. Dass da selbstverständlich mit vakuumierten bzw. tiefgekühlten Zutaten gearbeitet wird, ist nicht nur logisch, sondern auch sinnvoll, da es sonst die reinste Verschwendung wäre. Den Gästen das Ganze dann aber als „schlachtfrisch“ zu verkaufen, ist mehr als hanebüchen. Gebratene Ochsenhoden („weiße Niernderln“), Kutteln in Veltlinersauce, gebackenes Lammbries, gesottene Kalbszunge, in Butter gebratenes Kalbsherz und der in der Brez’nkruste gebackene Kuheuter stehen zugegebenermaßen nicht auf jeder Wirtshauskarte. Aber warum muss man hier auf Teufel komm raus den Eindruck erwecken, dass alles direkt vom Schlachthof auf den Teller wandert? Außerdem fragt man sich, wem ein solch reichhaltiges Angebot nützt. Auf keinem einzigen Tisch landete an unserem Besuchsabend ein Innereiengericht. Mit einer reduzierteren Auswahl würde es doch auch gehen. Und man würde glaubhafter wirken.
Bei unserem Besuch im Winter verzichteten wir auf eine alkoholisch basierte Flüssigkeitsaufnahme und orderten eine frisch-perlende Holunderblütenschorle (3,90 Euro) sowie eine Flasche Peterstaler Mineralwasser (0,75 Liter für urbane 5,80 Euro). Damals knurrte uns der Magen nach dem Besuch des Badischen Staatstheaters und wir kehrten recht spontan bzw. zu recht später Stunde (gegen 21.30 Uhr) in Baders wenig badischem Wirtshaus ein.
Meine Begleitung hatte sich damals für die Maultaschen in der Hauptgerichtsversion (14,90 Euro) entschieden. Diese wurden in einer kleinen Cocotte mit Schmelzzwiebeln und einem lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat serviert. Letzteren hatte man ganz unten im Töpfchen versteckt. Die dunkle Bockbiersauce (Erdinger Pikantus) wurde dazu à part gereicht. Bei selbstgemachten Maultaschen ist die Erwartungshaltung bzgl. der Füllung immer recht hoch. Und auch Leonhard Bader weiß, wie man solche Schwaben-Dumplings korrekt befüllt, denn seine fein gewürzte Masse aus Hack, Brät, Zwiebeln, Spinat und eingeweichten Semmeln hatte ordentlich Schmackes. Die deftige Biersauce sorgte für ausreichende Süffigkeit, während sich die feine Essig-Note des Kartoffel-Gurkensalats für den säuerlichen Akzent verantwortlich zeigte. Von der Portionsgröße her nicht übertrieben, waren sie ein durchaus gelungenes Beispiel für handwerklich einwandfrei zubereitete Hausmannskost wie man sie in Baden bzw. im Schwabenland nicht nur an Gründonnerstag und Karfreitag zu schätzen weiß.
Damals beim Erstbesuch entschied ich mich für das Cordon Bleu vom Jungschwein (18,90 Euro), das mit gekochtem Honigschinken und Bergkäse gefüllt war und von einer separat im Saucentöpfchen servierten Pilz-Rahm-Sauce begleitet wurde. Das größte Manko schon damals: die fehlende Würze des von krosser Panade umgebenen Schweinerückens. Auch löste sich der wie frittiert wirkende Bröselteppich zu schnell und viel zu leicht vom im klassischen Schmetterlingsschnitt dargebotenen Fleischkern. Zudem steuerten der sehr zahme Bergkäse und der viel zu milde Honigschinken kaum deftige Geschmacknoten bei und so hielt sich der Aromengewinn, den die Füllung vorab versprach, doch arg in Grenzen. Das Gericht kam nicht über das Niveau eines Durchschnitts-Cordon-Bleus, wie man es in den meisten Gastwirtschaften gutbürgerlicher Gesinnung erhält, hinaus. Jedoch mit dem Unterschied, dass es hier deutlich mehr kostete. Die durchaus vorhandene Fleischqualität kam aufgrund der Zubereitungsart nicht wirklich voll zum Tragen. Da konnte es auch die mit feiner Sherry-Note versehene Pilzrahmsoße nicht rausreißen.
Bei unserer Versammlung der anonymen Wörther Kulinariker Anfang Mai, wollte ich mit meinen drei Kollegen einen zünftigen Wirtshaus-Abend verbringen, wohlwissend dass die eingefleischten Schlemmerboys bei der reichhaltigen Auswahl an Schweinereien hier sicherlich fündig werden würde. Der warmen Witterung war die erfrischende Holunderblütenschorle geschuldet. Diese füllte ich mit etwas Mineralwasser noch auf, da sie mir ein wenig zu süß war. Meine Kollegen blieben in der Mehrzahl beim Wasser. Lediglich der mir gegenüber sitzende Bacchus-Jünger bestellte sich seinen Rebsaft glasweise.
Das Bärlauch-Schmalztöpferl (3,90 Euro) sollte eigentlich als kleiner Appetithappen vorweg kommen, wurde dann aber – wie schon erwähnt – zusammen mit den Vorspeisensuppen serviert. Leider entpuppte sich das auf der Karte erwähnte „frische Holzofenbrot“ als ziemlich trockene Angelegenheit, die auf eine längere „Liegezeit“ schließen ließ. Außerdem hatte das Schmalztöpferl eine eher mousse-artige Konsistenz und wurde mit zunehmender Dauer immer flüssiger. Den Bärlauch schmeckte man zwar deutlich heraus, aber ansonsten hatte der Aufstrich wenig „Schmalziges“. Wäre es ein Gruß aus der Küche gewesen, hätte ich über die recht eindimensional mundende Fettcreme kein großes Aufhebens gemacht. So war sie ein unnötiger Begleiter unserer Suppen, die keinem am Tisch einen Nachschlag abtrotzte und demnach relativ unverbraucht den Weg zurück in die Küche antrat.
Der Kollege gegenüber von mir hatte sich für die Altmünchner Brez’nsuppe (5 Euro), die in keinem bayrischen Wirtshaus fehlen darf, entschieden. Diese wurde mit ordentlich Einlagenmaterial geliefert. Zwischen dem „Brezelklein“ waren noch Röstzwiebeln und Schnittlauch auszumachen, welche der klaren Rinderbrühe zusätzlich Geschmack verliehen. Das war schon eine ansehnliche Portion, die üppig bemessen die kleine Porzellanschüssel füllte und ganz schön auf Sättigung setzte.
Genau wie mein Kollege, empfand auch ich die Bärlauchschaumsuppe (6,50 Euro) übertrieben salzig. Da hatte man versucht, die fehlende Bärlauchwürze durch übermäßigen Einsatz von Brühe wettzumachen. Die darin schwimmenden Croutons und das in homöopathischer Dosis verabreichte Lachsstückchen hatten geschmacklich keine Chance und gingen auch im übertragenen Sinne regelrecht unter. Auch von Schaum konnte übrigens keine Rede sein. Die Mühe, da noch einmal kurz vorher den Stabmixer rein zu halten, hatte man sich sichtlich gespart.
Lediglich ein Kollege hielt sich nicht an die interne Flüssigvorspeisenregelung und orderte die „legendären Fleischküchle“ (so stehen sie in der Karte) in der kleineren Vorwegversion (6,90 Euro). Genauer gesagt handelte es sich dabei um ein stattliches Fleischpflanzerl, das von ausreichend dunkler Biersauce und Kartoffel-Gurkensalat flankiert wurde. Als Vorspeise war das von der Portionsgröße her schon eine richtige Hausnummer. Nun hat das Bader’sche Wirtshaus noch nicht einmal ein Jahr geöffnet und schon hängt man hier einem Gericht den Legendenstatus an. Etwas übertrieben, wie der auf Wurst- und Fleischwaren spezialisierte Hobbykoch knapp urteilte, denn die Frikadellen bewegten sich geschmacklich auf Normalniveau. Trotzdem war das ein in sich stimmiger, süffiger Hausmannskostteller, dessen würzig-säuerliche Aromen gut ineinander griffen.
Bei den Hauptgängen verzichteten wir auf den ganzen vegetarischen Schnickschnack und gaben uns mit zweimal Cordon Bleu (18,90 Euro), einmal Ochsenfetzen (18,90 Euro) und einmal Schweinemedaillons (16,50 Euro) zufrieden. Lediglich eine Portion Stangenspargel ließen wir saisonbedingt in der Tischmitte platzieren. Soweit ich mich erinnere, wurden diese vom Ochsenfiletfutzi im Solo erfuttert. Die Anhänger des „blauen Bandes“ zeigten sich wenig begeistert von der Würze ihres panierten, mit Käse und Schinken gefüllten Schweineschnitzels. Da deckten sich ihre Beobachtungen mit den von mir festgestellten „Ungereimtheiten“ in Sachen Panade, Würzung und Innenausstattung. „Nach Art der hohen Kochkunst“, wie sie früher mit dem Zusatz „à la cordon bleu“ bezeichnet wurde, war das nun wirklich nicht.
Meine drei Schweinefiletmedaillons wurden zusammen mit den hausgemachten Eierspätzle und den Speckbohnen in einer Cocotte serviert. Das kurzgebratene Fleisch von der Schweinelende war tadellos gewürzt und fiel schön saftig aus. Die Speckbohnen hatten noch leichten Biss und die gelben, kurz vorher durch eine Presse ins heiße Wasser gedrückten Spätzle schmeckten ebenfalls ganz ausgezeichnet. Leider waren sie von der Menge her so dürftig kalkuliert, dass ich noch eine kleine Portion nachordern musste. Die weiße Pfeffersauce hatte zwar ordentlich Wumms, kam aber schon in lauwarmem Zustand an den Tisch. Sie geriet bei abnehmender Temperatur immer mehr ins Stocken, was ihr zu Recht den Ruf einer Mehlpampe einbrachte. Geschmacklich war sie dennoch besser als sie aussah. Auch bei diesem Gericht waren es also die Kleinigkeiten, die den Genuss ein wenig einschränkten.
Die Filetfetzen vom Ochsen schwammen in einer hellen Sauce – meiner weißen Pfeffersauce nicht unähnlich – und wurden von Bratkartoffeln und einem kleinen Salatteller begleitet. Sinnbildlich auch für dieses Gericht war die Tatsache, dass mein Gegenüber besonders für den hervorragend angemachten Beilagensalat lobende Worte fand. Warum man hier nicht auf eine kräftige dunkle Jus setzte, erschloss sich mir nicht. Ob das Fleisch tatsächlich vom Filet stammte, war für mich nicht mehr schmeckbar, da es schon beim Auftragen in der Sauce schwamm und dadurch sein letztes bisschen Medium eingebüßt hatte. Hätte man die Tunke à part serviert, wäre dem Filetgedanken eher Rechnung getragen worden.
Apropos Rechnung. Auch da hielten wir uns an die gute deutsche Sitte, die Kosten für das Mahl zu splitten. Unsere Bedienung zeigte dabei Defizite im Umgang mit der Abkassier-Software und erleichterte meinen Kollegen, der zuerst bezahlte, fälschlicherweise um zwei Hauptgänge. Druckt man die Rechnungen vorher aus und überprüft diese bevor man zum Kassieren an den Tisch tritt, lassen sich peinliche Rechenfehler von vornherein minimieren. Dass nur zwei von uns ihre Rechnung in gedruckter Form ausgehändigt bekamen, sprach auch nicht unbedingt für eine souveräne Serviceleistung.
Und so kamen wir nach zwei gelungenen Passionsfruchtsorbets (je Kugel 2,30 Euro) und einem Vanille-Eis mit heißen Himbeeren (6,90 Euro) zu einem insgesamt eher durchwachsenen Resümee. Weniger wäre in Baders Wirtshaus sicherlich mehr. Eine Verschlankung des Speiseangebots könnte die bodenständige, aus qualitativ guten Zutaten gefertigte Erinnerungsküche noch aufwerten. Weniger Sitzplätze, die neben einem gemütlicheren Ambiente, auch den Personalaufwand verringern würden, täten dem Wirtshaus gut. Genau wie ein wenig mehr Bodenhaftung bei den Flaschenweinpreisen. Klar, dass hier keine Pfälzer Verhältnisse zu erwarten waren, aber das Gesamtpaket muss bei den Preisen einfach noch stimmiger werden. Man darf also gespannt sein, wie sich das Zweitlokal des Herrn Bader entwickelt. Für gute Hausmannskost braucht es jedenfalls keine Fahrt über den Rhein. Keine wirklich neue Erkenntnis für uns Pfälzer Schlemmerboys!