Besucht am 15.11.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 28 EUR
Zugegeben, es war schon ein seltsames Gefühl, als ich nach über 20 Jahren die Stufen des ehemaligen Ratskellers zu Kandel hinunterstieg, um nach so langer Zeit mal wieder dort einzukehren. Schon damals in den wilden 90ern war hier eine Pizzeria, die in Anlehnung an den heimeligen Gewölbekeller den Namen „La Grotta“ trug. Diese war eine durchaus beliebte Adresse für knusprige Teigfladen italienischer Provenienz und eine willkommene Alternative zur damals oft ausgebuchten Pizzeria Da Angelo im nicht weit entfernten Tabakdorf Hayna (bei Herxheim).
Seit 1998 betreibt die Familie Pisano die urige Taverne und seitdem zählt das „La Taverna“ zu den kulinarischen Verlässlichkeiten der südpfälzischen Kleinstadt. Wer keine Lust auf deftige griechische Fleischkost („Sto Castello“ schräg gegenüber), knusprige halbe Hähnchen („Drei Mohren“ quasi ums Eck) oder gehobenere Kreativküche („Zum Riesen“ die Hauptstraße runter) hat, ist hier immer noch gut aufgehoben.
Am Interieur hat sich jedenfalls wenig geändert. Und so wurde es ein erfreulich gemütlicher Abend, den wir in einer lauschigen Ecke zwischen unverputzten Sandsteinwänden bzw. unter rotem Backsteingewölbe verbrachten. Von kleineren Unzulänglichkeiten beim Essen einmal abgesehen, fühlten wir uns im alten Ratskeller gut aufgehoben. Hätten wir da schon die Pizza probiert, wäre die Rechnung auch kulinarisch aufgegangen, zumal bei einem Folgebesuch zur Mittagszeit ihre fluffig-saftige Konsistenz an alte Zeiten erinnerte und auch geschmacklich nichts zu wünschen übrig ließ.
So viel zur Vorgeschichte und dem „Drumherum“. Heute wird die Pizzeria von Paula Pisano alleine geführt. Nach der Trennung von ihrem Mann Guiseppe, der seit diesem Jahr in der Herxheimer „Galerie“ für italienische Momente sorgt, eine mutige Entscheidung. Doch die jungen Servicekräfte italienischer Herkunft signalisieren familiären Zusammenhalt, ohne den die Trattoria wahrscheinlich nicht mehr existieren würde.
Der Empfang fiel an jenem Donnerstagabend angenehm freundlich aus. Wir durften uns ein ruhiges Plätzchen in einem der vielen behaglichen Winkel des Gastraumes aussuchen und hielten auch bald die Speisenkarten in unseren Händen. Der größte Andrang schien an diesem Abend schon vorüber und so zählten wir kurz nach 20 Uhr zu den letzten Neuankömmlingen. Der vordere Teil des beschaulichen Kellergewölbes war noch zur Hälfte mit Gästen gefüllt. In dieser trauten Atmosphäre fühlten sich die noch anwesenden Pärchen, Familien, Freunde oder Kollegen sichtlich wohl. Ein unauffälliger Mix aus Alt und Jung sorgte für eine angenehme Geräuschkulisse, bei der die angeregten Unterhaltungen von wohlklingendem Geschirr- bzw. Besteckgeklapper noch untermalt wurden.
Die rotweiß-eingedeckten Tische gemahnten an alte italienische Gasthaustugenden. Zwischen ihnen war ausreichend Platz, um nicht an den Gesprächen der Nachbartische unfreiwillig zu partizipieren. Ein Ort für Romantiker, gewiss. Aber ohne zu dick auftragen zu wollen. Eher was fürs erste Date, bei dem die Umgebung nicht zu laut und schon gar nicht zu hell sein sollte. Und tatsächlich verbreiteten die paar Funzeln an Decke und Wänden alles andere als betriebsame Bahnhofsatmosphäre.
Leicht schummrig ist die ehemalige „Grotte“ auch heute noch ausgeleuchtet und das passt ganz wunderbar zur schlichten Einrichtung. Bei den großformatigen Wandgemälden, auf denen altmodisch gekleidete Menschen an längst vergangene Zeiten erinnern, kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Aber auch hier verhindern die gedämpften Lichtverhältnisse allzu viele unnötige Entdeckungen und lassen den Blick am Wesentlichen, nämlich an der Person gegenüber haften. Ach, wie schön, dass es solche Refugien für Freunde essbarer Erinnerungen noch gibt. Der „Italiener ums Eck“, bei dem die Zeit eine Pizza lang stillsteht, darf niemals aussterben, so mein Gedanke an diesem Abend.
Ein Lichtlein wurde entzündet und wäre der Abend nicht in die Zeit meiner absoluten Alkoholabstinenz gefallen, wäre wohl sofort ein Gläschen perlender Lambrusco geordert worden. Stattdessen fand eine Flasche San Pellegrino für gerade noch subventionierbare 4,50 Euro den Weg auf unseren Tisch. Gut, das Italo-Durchschnittsaqua perlte auch und tat ja nicht weh. Beim „Eifelhasch“ (Bitburger) vom Fass muss man da schon vorsichtiger sein. Mit süßem Sprudel zum Radler erhoben, lässt es sich aber halbwegs genießen. Mit 3,30 Euro für den halben Liter war man hier dabei.
Bei über 40 Pasta-Positionen auf der in Ringbuchform mit eingehefteten Klarsichthüllen konzipierten Karte (hatte ich auch schon lange keine mehr in Händen…) wurde uns die Auswahl nicht gerade leicht gemacht. Dazu gesellte sich ein ansehnliches Pizza-Angebot, das dem Nudelreigen in puncto Vielfalt in nichts nach stand. Bei der hausgemachten Pasta gab es einige Entdeckungen, die vom Standardrepertoire gewöhnlicher Pizzerien erfreulicherweise abwichen. So erinnerten mich beispielsweise die Orrechiette alle Cime di Rapa (12,90 Euro) an meinen Apulien-Urlaub, wo das mit Stängelkohl verfeinerte Nudelgericht herkommt.
Tortellacci tricolore, Panzerotti alla siciliana, Cavatelli con Vongole und Triangoli Rucola seien an dieser Stelle exemplarisch für das breite Spektrum an selbstgemachter Pasta genannt, die preislich zwischen 11 und 15 Euro oszillierte. Die lediglich in Einheitsgröße erhältlichen Pizzen durchbrachen dagegen selten die pekuniäre Grenze von 10 Euro. Bei meinem Besuch zur Mittagszeit wurde die Standardkarte von ein paar preisgünstigen Tagesempfehlungen, bei denen auch ein kleiner Beilagensalat inklusive war, ergänzt. Mit ein paar Fleischklassikern (z.B. Scaloppina Valdostana), diversen Risotti und gegrilltem bzw. frittiertem Fisch (Lachs, Dorade und Co.) präsentierte sich das Angebot fast schon unverschämt üppig. Da wird wohl zwangläufig einiges aus der Gefriertruhe kommen, so meine Vermutung, die mich bei meiner Wahl zu einem Al-Forno-Klassiker tendieren ließ.
Die Entscheidung zu Gunsten der „Combinazione“ (8,20 Euro) war gefallen. Meine Begleitung wählte die „Spaghetti la Taverna“ (11 Euro), die mit schwarzen Oliven, Sardellen, scharfen Peperoni, geriebenem Schafskäse, Knoblauch und Tomatensauce nicht hätten deftiger klingen können. Für vorweg gab ich noch eine Tomatencrèmesuppe (4,50 Euro) in Auftrag. Beim Mittagstisch ein paar Tage später wurde die Pizza 4 Stagioni (9,80 Euro) auf meinen Wunsch hin ihrer Artischocken beraubt und durch scharfe Salami ersetzt. Kochschinken, Champignons, Paprika und milde Peperoni gesellten sich beim Belag dazu und lieferten den Geschmack.
Der Pizzaboden war etwas dicker und von luftig weicher Konsistenz. Das Glück kam dampfend aus dem Steinbackofen und es besaß einen kross gebackenen Untergrund, dessen ungleichmäßig verteilte Backbräune von solidem Handwerk kündete. Das Käse-Belag-Verhältnis stimmte zudem. Die Zutaten waren frisch und verliehen den heißen Teigfladen die nötige Saftigkeit und dieses typisch würzige Aroma, das einen gleich an die tief verinnerlichten Esserlebnisse beim Italiener zu Kindertagen erinnerte.
Die Tomatensuppe hatte dagegen eher Durchschnittsniveau. Ein Zuviel an Sahne ebnete sie geschmacklich ein und hinterließ einen eindimensionalen, langweiligen Geschmack am Gaumen, dem jegliche Frische (durch Säure) fehlte. Auch hier liege ich wohl nicht komplett falsch, wenn ich die Herkunft der Grundzutaten dem Konserven- bzw. Tetrapack-Milieu zuordne. Klar, machen das bestimmt viele Italiener genauso, weshalb eine gute Crema Pomodoro heute schon eher die Ausnahme darstellt.
Meine Combi kam dann derart heiß aus dem Steinbackofen, dass ich dem blubbernden Al-Forno-Gericht noch ein wenig Zeit gab, um auf Esstemperatur zu gelangen. Die Mischung aus Bechamel und Tomatensauce vertrug sich gut mit dem gratinierten Käse. Leider wurden die Nudeln (Penne, Tortellini, Fusilli) eine Spur zu lange gekocht, bevor sie ihren Gang in die Auflaufform antraten. Die logische Folge: der 300°-Celsius-Ofen nahm ihnen auch noch den letzten Biss. Schade, denn an der Sauce war nichts auszusetzen, wenn auch eher im geschmacklichen Mainstream angesiedelt. Bei den Spaghetti meiner Begleitung hatte man es dagegen mit der Süffigkeit etwas übertrieben, denn die deftige Tomatensauce hinterließ eine ansehnliche Ölpfütze auf ihrem Teller. Und auch hier hätten die Nudeln bissfester ausfallen können.
Zusammenfassend liegen die Stärken des „La Taverna“ eindeutig im Bereich Pizza, wobei es sicherlich auf einen weiteren Besuch ankäme, um die Pastaqualität noch genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein großes Plus des Traditionslokals ist sein anachronistisch anmutendes Ambiente, bei dem Nostalgiker voll auf ihre Kosten kommen. Auch das freundliche Service-Team und die blitzsauberen Nassräume (sahen frisch renoviert aus…) hinterließen einen positiven Eindruck. Sicherlich spielt die „Taverna“ nicht in der gleichen Liga wie das Mörzheimer „Piccolo Paradiso“ oder das Landauer „Sapori D’Italia“, aber eine gemütliche Alternative für eine schmackhafte Oldschool-Pizza „ums Eck“ ist sie allemal.
Zugegeben, es war schon ein seltsames Gefühl, als ich nach über 20 Jahren die Stufen des ehemaligen Ratskellers zu Kandel hinunterstieg, um nach so langer Zeit mal wieder dort einzukehren. Schon damals in den wilden 90ern war hier eine Pizzeria, die in Anlehnung an den heimeligen Gewölbekeller den Namen „La Grotta“ trug. Diese war eine durchaus beliebte Adresse für knusprige Teigfladen italienischer Provenienz und eine willkommene Alternative zur damals oft ausgebuchten Pizzeria Da Angelo im nicht weit entfernten Tabakdorf Hayna... mehr lesen
La Taverna
La Taverna€-€€€Restaurant07275949781Hauptstraße 61, 76870 Kandel
3.5 stars -
"Alteingesessenes Ristorante im Zentrum von Kandel, das mit fluffig-saftigen Old-School-Pizzen, hausgemachter Pasta und rotweiß-karierter Gemütlichkeit essbare Erinnerungen weckt" Ehemalige UserZugegeben, es war schon ein seltsames Gefühl, als ich nach über 20 Jahren die Stufen des ehemaligen Ratskellers zu Kandel hinunterstieg, um nach so langer Zeit mal wieder dort einzukehren. Schon damals in den wilden 90ern war hier eine Pizzeria, die in Anlehnung an den heimeligen Gewölbekeller den Namen „La Grotta“ trug. Diese war eine durchaus beliebte Adresse für knusprige Teigfladen italienischer Provenienz und eine willkommene Alternative zur damals oft ausgebuchten Pizzeria Da Angelo im nicht weit entfernten Tabakdorf Hayna
Besucht am 30.11.2018Besuchszeit: Mittagessen 16 Personen
Rechnungsbetrag: 16 EUR
Das kleine Lokal ist ausgerichtet für die schnelle Mahlzeit, und das machen die richtig gut. Der Schwerpunkt liegt bei riesiger Pizza, Burgern und Salaten. Mein "Monsterburger" mit Beilagen war nicht nur lecker, sondern als Mahlzeit völlig ausreichend. Die Pizzen (?) meiner Kollegen waren riesig und nur von guten Essern zu schaffen oder aber zu zweit.
Wir waren mit einer größeren Gruppe zur Mittagszeit dort, was eine Reservierung erforderlich machte, das Personal hat aber alles sehr gut abarbeiten können.
Das "Surfkitchen" ist eng bestuhlt und die Außenfläche in der kalten Jahreszeit nur zum Rauchen nutzbar.
Die Preise sind für die Lage sehr moderat, 16€ für Monsterburger, großen Spezi und Cappuccino ist meines Erachtens ok.
Das kleine Lokal ist ausgerichtet für die schnelle Mahlzeit, und das machen die richtig gut. Der Schwerpunkt liegt bei riesiger Pizza, Burgern und Salaten. Mein "Monsterburger" mit Beilagen war nicht nur lecker, sondern als Mahlzeit völlig ausreichend. Die Pizzen (?) meiner Kollegen waren riesig und nur von guten Essern zu schaffen oder aber zu zweit.
Wir waren mit einer größeren Gruppe zur Mittagszeit dort, was eine Reservierung erforderlich machte, das Personal hat aber alles sehr gut abarbeiten können.
Das "Surfkitchen" ist eng bestuhlt und die Außenfläche in der kalten Jahreszeit nur zum Rauchen nutzbar.
Die Preise sind für die Lage sehr moderat, 16€ für Monsterburger, großen Spezi und Cappuccino ist meines Erachtens ok.
4.0 stars -
"schnell mal was essen an der Elbe" Ehemalige UserDas kleine Lokal ist ausgerichtet für die schnelle Mahlzeit, und das machen die richtig gut. Der Schwerpunkt liegt bei riesiger Pizza, Burgern und Salaten. Mein "Monsterburger" mit Beilagen war nicht nur lecker, sondern als Mahlzeit völlig ausreichend. Die Pizzen (?) meiner Kollegen waren riesig und nur von guten Essern zu schaffen oder aber zu zweit.
Wir waren mit einer größeren Gruppe zur Mittagszeit dort, was eine Reservierung erforderlich machte, das Personal hat aber alles sehr gut abarbeiten können.
Das "Surfkitchen" ist eng
Besucht am 28.11.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 38 EUR
Wenn ich ein für mich nicht bekanntes Restaurant aufsuche schaue ich in der Regel vorher mal bei GG rein und mache mir ein erstes Bild. Auch hier...und mein lieber Solinger-Mitkritiker Shaneymac hat mich geschockt mit seiner Vorkritik. Ich wollte schon absagen, aber freundlich und höflich wie ich bin habe ich den Termin doch wahrgenommen.
Wir haben uns an die Theke gesetzt, weil ich eigentlich auf das Essen verzichten wollte, aber so nach einer halben Stunde meinte meine Begleitung, ob wir nicht doch eine Kleinigkeit zu uns nehmen sollten...OK, Kleinigkeit.
Der Gastraum füllte sich mit der Zeit und wir fragten nach einem Tisch für zwei und bekamen den letzten nicht reservierten.
Und bisher war die Bedienung freundlich, ohne bunte Turnschuhe und sprach meine Sprache ;-)
Die Speisekarten kamen prompt und auch die Frage, ob wir noch was trinken möchten. Wir wiederholten unsere Getränkewünsche, eine Rhabarber-Schorle zu EUR 2,95 und ein alkoholfreies Pils zu EUR 3,30 für 0,33 l. Schnell, mit einem Lächeln kamen die Getränke. Neue Servicekräfte? Mit Sicherheit!
Ich war, wie gesagt, vorsichtig bzgl. des Essens und bestellte mir nur den kleinen Feldsalat mit Himbeerdressing und gebratener Kalbsleber mit einer Rotweinsoße zu EUR 9,90. Meine Bekannte die große Portion zu EUR 13,90.
Es sah auf dem ersten und auch auf dem zweiten Blick gut aus. Der Salat frisch, die Leber super zart und gut gewürzt und die Soße passend und für mich richtig lecker. Neuer Koch? Nein, sicherlich nicht, denn die kleinen gelben, grünen und roten Paprikawürfelchen waren auf unter dem Feldsalat, aus meiner Sicht überflüssig, aber heute bei mir ein insgesamt ein guter Eindruck.
Der abschließende Espresso schlug dann mit EUR 2,40 zu Buche.
Die Einrichtung, OK, viel Holz, aber sehr geschmackvoll für die Weihnachtszeit dekoriert.
Wenn ich ein für mich nicht bekanntes Restaurant aufsuche schaue ich in der Regel vorher mal bei GG rein und mache mir ein erstes Bild. Auch hier...und mein lieber Solinger-Mitkritiker Shaneymac hat mich geschockt mit seiner Vorkritik. Ich wollte schon absagen, aber freundlich und höflich wie ich bin habe ich den Termin doch wahrgenommen.
Wir haben uns an die Theke gesetzt, weil ich eigentlich auf das Essen verzichten wollte, aber so nach einer halben Stunde meinte meine Begleitung, ob wir nicht... mehr lesen
Landpartie im Fachwerk
Landpartie im Fachwerk€-€€€Restaurant, Landgasthof, Biergarten, Ausflugsziel+49210355900Marktstr. 9-11, 40721 Hilden
4.0 stars -
"Bei uns passte es, auch mit dem Service!" Ehemalige UserWenn ich ein für mich nicht bekanntes Restaurant aufsuche schaue ich in der Regel vorher mal bei GG rein und mache mir ein erstes Bild. Auch hier...und mein lieber Solinger-Mitkritiker Shaneymac hat mich geschockt mit seiner Vorkritik. Ich wollte schon absagen, aber freundlich und höflich wie ich bin habe ich den Termin doch wahrgenommen.
Wir haben uns an die Theke gesetzt, weil ich eigentlich auf das Essen verzichten wollte, aber so nach einer halben Stunde meinte meine Begleitung, ob wir nicht
Geschrieben am 28.11.2018 2018-11-28| Aktualisiert am
28.11.2018
Besucht am 09.09.2018Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 58 EUR
Im September waren wir mit den Kollegen übers Wochenende nach München gefahren. Auch Lehrer vom Lande müssen mal Großstadtluft schnuppern und so machten wir drei Tage lang die Hauptstadt des Freistaats unsicher. Ein gastronomisches Erlebnis der deftigeren Art stand auch auf unserer kulinarischen Agenda: eine halbe Schweinshaxn beim „Kufflerwirt“ alias „Haxnbauer“ im altehrwürdigen Scholastikahaus aus dem 14 Jahrhundert.
Hier im Zentrum Münchens begann mit der Eröffnung des „Haxnbauers“ in den 80er Jahren die kometenhafte Gastrokarriere des Roland Kuffler, der als Jungunternehmer schon in den 60ern eine Studentenkneipe nach der anderen eröffnete und der mittlerweile über 40 (!!!) Restaurants in Deutschland sein Eigen nennt. Seit rund zwei Jahren hat sich der erfolgreiche Entrepreneur aus dem operativen Geschäft zurückgezogen, nun leiten seine beiden Söhne Sebastian und Stephan die Geschicke des Kuffler-Imperiums.
Der gemeine Münchentourist landet oft ohne es zu wissen in einem Gastbetrieb der Kuffler-Gruppe. So sind beispielsweise das Spatenhaus an der Oper und das Seehaus im Englischen Garten beliebte Besucheradressen, die für viele zu einem Münchentrip einfach dazu gehören.
Wir waren schon ein paar Mal in diesem Alt-Münchner „Haxaurant“ zu Gast und wurden nie enttäuscht. Ich glaube sogar, vor vielen Jahren einen Bericht auf der mittlerweile legendären, leider nicht mehr existenten RK-Seite veröffentlicht zu haben. Der hat sich jedoch in „Yelp“ aufgelöst. Also doch noch mal ran ans Gerät und rein ins Schmankerlseminar im bayrischen Institut für knusprig gegrillte Haxialkunde…oder war es Haxometrie? Naja, nach ein paar Halben von Dinkelacker (für 4,90 Euro) weiß man das am Ende auch nicht mehr so genau.
Doch zuerst noch ein Blick ins Skript, das uns der flinke Service-Assessor nonchalant reichte. Wie sich herausstellte, beherrschte er auch die englische Sprache, die er bei den vielen ausländischen Gastessern mit rustikalem Charme zum Besten gab, fließend. Ramenmüde Asiaten und burgerresistente Amerikaner tummelten sich zuhauf auf den unbequemen Holzstühlen in der großräumigen Wirtshaushalle und die meisten von ihnen hatten nur eins im Sinn: einen der fein gewürzten, langsam über Buchholzkohle gegrillten Schweins- oder Kalbshaxen zu erstehen.
Auch wir waren im Namen des Haxens unterwegs und machten gleich mit Sonderwünschen auf uns aufmerksam. Statt der gummiartigen Kartoffelpappmaché-Knödel sollte diesmal eine ordentliche Kelle Kartoffelpüree auf unseren von Bratensauce benetzten Tellern landen. Preislich tat das nichts zur Sache und wurde von den „Haxenmächten“ mit den üblichen 18,90 Euro berechnet. Klar, wer hier noch vorweg eine Brotzeit oder eine Suppe zu sich nimmt, muss schon ein ausgedehntes Magenvolumen vorweisen können, um nicht später bei den Schweinereien vom Grill einzuknicken. Aber wir waren ja diesbezüglich keine Erstsemester und wussten unsere Säfte (des Magens) einzuteilen.
Wir schauten uns in der gut besuchten Halle der Deftigkeiten um und machten schockierende Beobachtungen. Der gemeinhin als entdeckungsfreundlich geltende, hier im Rudel auftretende Asiate machte schon zu Beginn seiner bajuwarischen Fleischkur grobe Fehler, da er sich auf fremdem Terrain nicht richtig kulinarisch akklimatisierte, sprich sich nicht langsam genug an Biersee und Fleischberg heranwagte, sondern gleich aufs Ganze ging. Und das Ganze ist in diesem Falle wörtlich gemeint. Ich spreche vom ganzen Schweins- oder Kalbshaxen, dessen Ausmaße vorweg vom Service gezeigt werden und der schließlich nach Gewicht berechnet wird. Selbst für sportliche Carnivoren mit eingefleischtem Hang zu XXL-Portionen wären die aufgefahrenen Eisbeinlichkeiten wahrlich keine Selbstgänger gewesen. Und so kam es dann, wie es kommen musste: das Meiste davon ging zurück und landete im Abfalleimer. „Schad ums Geld!“, wie mir der große Gerhard Polt am Tisch gegenüber fiktiv bestätigte.
Aber genug beobachtet. Unsere kross gegrillten Rotationskörper vom Buchholzkohlegrill waren schon im Anflug. Nach der Theorie nun also die Praxis. Zwei stattliche, nahezu haxensymmetrische Schweineunterschenkel lagen stolz auf dem Bratensaucenspiegel. Daneben ein Kartoffelpüree, das tatsächlich schmeckte. Und zwar – kein Witz – nach Kartoffeln! Mit geeignetem Schneidewerkzeug ausgerüstet, galt es zunächst die unter der aufgepoppten Krachschwarte befindliche Fettschicht wegzuschneiden. Diese kulinarische „Liposuktion“ war bitter nötig, da bei einem solchen Gericht dem Geschmacksträger Fett für gewöhnlich zu viel Anteil zugemessen wird. Für den Zugang zum saftig-mürben Kern brauchte es fast schon chirurgische Fähigkeiten.
Der vollmundige Geschmack des zarten roten Fleisches entschädigte jedoch für die anfängliche Säbelei. Das Wort „saugut“ war in diesem Zusammenhang mehr als angebracht. Dies lag wohl in erster Linie an der nach einem alten Geheimrezept zubereiteten Marinade, wie meine nachträgliche Recherche im Worldwideweb ergab. Angeblich werden die opulenten Leckerbissen 24 Stunden lang in einer delikaten Salz-Kräuter-Mischung mariniert, bevor sie auf dem Grill ihre letzten Runden drehen.
Auch wir drehten danach noch ein paar Runden, was im Wesentlichen unserer Verdauung geschuldet war. Einem der zuvor bereits erwähnten Gäste aus dem fernen Osten hatte die überdimensionierte Kombination aus Bier und Beinfleisch wohl etwas auf den Magen geschlagen. Meine Kollegin warnte jedenfalls vor dem Besuch der Nassräume, da es dort ihrer Meinung nach nicht besonders gut roch. Nun, wir verzichteten gerne auf die Schattenseiten des Institutslebens und waren uns einig, dass es für Haxenfreunde keinen besseren „Place to be“ gibt als das Kufflersche Wirtshaus im Herzen der Weltstadt mit Herz.
Im September waren wir mit den Kollegen übers Wochenende nach München gefahren. Auch Lehrer vom Lande müssen mal Großstadtluft schnuppern und so machten wir drei Tage lang die Hauptstadt des Freistaats unsicher. Ein gastronomisches Erlebnis der deftigeren Art stand auch auf unserer kulinarischen Agenda: eine halbe Schweinshaxn beim „Kufflerwirt“ alias „Haxnbauer“ im altehrwürdigen Scholastikahaus aus dem 14 Jahrhundert.
Hier im Zentrum Münchens begann mit der Eröffnung des „Haxnbauers“ in den 80er Jahren die kometenhafte Gastrokarriere des Roland Kuffler, der als Jungunternehmer... mehr lesen
Haxnbauer im Scholastikahaus
Haxnbauer im Scholastikahaus€-€€€Restaurant, Take Away0892166540Sparkassenstraße 10, 80331 München
4.0 stars -
"Wenn Schweinshaxe, dann hier im Münchner Institut für bayrische Schmankerlogie und Haxialkunde" Ehemalige UserIm September waren wir mit den Kollegen übers Wochenende nach München gefahren. Auch Lehrer vom Lande müssen mal Großstadtluft schnuppern und so machten wir drei Tage lang die Hauptstadt des Freistaats unsicher. Ein gastronomisches Erlebnis der deftigeren Art stand auch auf unserer kulinarischen Agenda: eine halbe Schweinshaxn beim „Kufflerwirt“ alias „Haxnbauer“ im altehrwürdigen Scholastikahaus aus dem 14 Jahrhundert.
Hier im Zentrum Münchens begann mit der Eröffnung des „Haxnbauers“ in den 80er Jahren die kometenhafte Gastrokarriere des Roland Kuffler, der als Jungunternehmer
Besucht am 27.11.2018Besuchszeit: Mittagessen 10 Personen
"Alle Jahre wieder" treffen wir uns zum kleinen "Weihnachtsessen" mit zehn Kollegen hier beim Italiener. Wie schon im Vorjahr ist es auch mittags erforderlich zu reservieren.
Neben der Standardkarte gibt es eine Tafel mit Tagesempfehlungen.
Meine Wahl fiel auf die Bandnudeln mit einem Kalbfleisch-Steinpilze-Ragout zu EUR 14,50. Eine gute Portion mit viel Kalbfleisch, welches sehr zart war. Die Soße war sehr gut gewürzt und gas Gericht war sehr schmackhaft.
Falls der Gast noch Knoblauch wünscht wird ein kleines Töpfchen mit Öl/Knoblauch gereicht.
Der Service war heute äußerst freundlich und nach dem gemischten Vorspeisenteller wurde ausdrücklich gefragt, wann wir die Hauptspeisen haben möchten und das zur Mittagszeit.
An der Parkplatzsituation hat sich nichts geändert. Entweder hat man Glück oder....mehrmals um den "Pudding fahren" und suchen.
"Alle Jahre wieder" treffen wir uns zum kleinen "Weihnachtsessen" mit zehn Kollegen hier beim Italiener. Wie schon im Vorjahr ist es auch mittags erforderlich zu reservieren.
Neben der Standardkarte gibt es eine Tafel mit Tagesempfehlungen.
Meine Wahl fiel auf die Bandnudeln mit einem Kalbfleisch-Steinpilze-Ragout zu EUR 14,50. Eine gute Portion mit viel Kalbfleisch, welches sehr zart war. Die Soße war sehr gut gewürzt und gas Gericht war sehr schmackhaft.
Falls der Gast noch Knoblauch wünscht wird ein kleines Töpfchen mit Öl/Knoblauch gereicht.
Der Service... mehr lesen
La Cantina
La Cantina€-€€€Restaurant0211999183536In der Steele 35, 40599 Düsseldorf
4.0 stars -
"Bodenständig, freundlich und lecker!" Ehemalige User"Alle Jahre wieder" treffen wir uns zum kleinen "Weihnachtsessen" mit zehn Kollegen hier beim Italiener. Wie schon im Vorjahr ist es auch mittags erforderlich zu reservieren.
Neben der Standardkarte gibt es eine Tafel mit Tagesempfehlungen.
Meine Wahl fiel auf die Bandnudeln mit einem Kalbfleisch-Steinpilze-Ragout zu EUR 14,50. Eine gute Portion mit viel Kalbfleisch, welches sehr zart war. Die Soße war sehr gut gewürzt und gas Gericht war sehr schmackhaft.
Falls der Gast noch Knoblauch wünscht wird ein kleines Töpfchen mit Öl/Knoblauch gereicht.
Der Service
Das neue Beira Rio liegt nahe der Bahnstation Landungsbrücken am Beginn des Portugiesen-Viertels. Es ist modern eingerichtet. Die Speisekarte bietet u. a. eine Reihe von portugiesischen und spanischen Gerichten. Wir waren mit einer Gruppe von acht Leuten dort. Der Service war höflich und aufmerksam. Mein Essen, Rotbarsch mit Gambas, war sehr lecker und auch reichlich. Auch die anderen waren mit Ihren Gerichten sehr zufrieden.
Die Preise sind ok, leider nicht so günstig wie in Portugal selbst.
Das Lokal ist nett eingerichtet, die Lage am Hafen ist gut, einzig der Blick auf den Elbhang und die Bahn macht nicht viel her.
Das neue Beira Rio liegt nahe der Bahnstation Landungsbrücken am Beginn des Portugiesen-Viertels. Es ist modern eingerichtet. Die Speisekarte bietet u. a. eine Reihe von portugiesischen und spanischen Gerichten. Wir waren mit einer Gruppe von acht Leuten dort. Der Service war höflich und aufmerksam. Mein Essen, Rotbarsch mit Gambas, war sehr lecker und auch reichlich. Auch die anderen waren mit Ihren Gerichten sehr zufrieden.
Die Preise sind ok, leider nicht so günstig wie in Portugal selbst.
Das Lokal ist nett eingerichtet, die Lage am Hafen ist gut, einzig der Blick auf den Elbhang und die Bahn macht nicht viel her.
3.5 stars -
"Das neue Beira Rio" Ehemalige UserDas neue Beira Rio liegt nahe der Bahnstation Landungsbrücken am Beginn des Portugiesen-Viertels. Es ist modern eingerichtet. Die Speisekarte bietet u. a. eine Reihe von portugiesischen und spanischen Gerichten. Wir waren mit einer Gruppe von acht Leuten dort. Der Service war höflich und aufmerksam. Mein Essen, Rotbarsch mit Gambas, war sehr lecker und auch reichlich. Auch die anderen waren mit Ihren Gerichten sehr zufrieden.
Die Preise sind ok, leider nicht so günstig wie in Portugal selbst.
Das Lokal ist nett eingerichtet, die
Besucht am 24.11.2018Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 122 EUR
Die Räumlichkeiten des Lokals sind hell und freundlich. Die Tischzuweisung erfolgt nach netter Begrüßung. Am Wochenende ist das Lokal gut besucht, eine Reservierung kann hilfreich sein.
Die Speisekarte ist umfangreich gehalten und bietet nationale und vermeintlich griechische Gerichte.
Der Salat zum Hauptgericht war durchschnittlich, das Fleisch von hoher Qualität und für die selbstgemachten Pommes verdient das Minas ein dickes Lob. Auf Extrawünsche wurde eingegangen.
Insgesamt war das Essen sehr lecker und auch sehr reichhaltig.
Der Service war sehr höflich, könnte aber etwas aufmerksamer sein, was aber sicherlich auch der Anzahl der Gäste geschuldet ist.
Wir hatten einen schönen Abend.
Die Räumlichkeiten des Lokals sind hell und freundlich. Die Tischzuweisung erfolgt nach netter Begrüßung. Am Wochenende ist das Lokal gut besucht, eine Reservierung kann hilfreich sein.
Die Speisekarte ist umfangreich gehalten und bietet nationale und vermeintlich griechische Gerichte.
Der Salat zum Hauptgericht war durchschnittlich, das Fleisch von hoher Qualität und für die selbstgemachten Pommes verdient das Minas ein dickes Lob. Auf Extrawünsche wurde eingegangen.
Insgesamt war das Essen sehr lecker und auch sehr reichhaltig.
Der Service war sehr höflich, könnte aber etwas aufmerksamer sein, was aber sicherlich auch der Anzahl der Gäste geschuldet ist.
Wir hatten einen schönen Abend.
4.0 stars -
"Ein Grieche in der Nachbarschaft" Ehemalige UserDie Räumlichkeiten des Lokals sind hell und freundlich. Die Tischzuweisung erfolgt nach netter Begrüßung. Am Wochenende ist das Lokal gut besucht, eine Reservierung kann hilfreich sein.
Die Speisekarte ist umfangreich gehalten und bietet nationale und vermeintlich griechische Gerichte.
Der Salat zum Hauptgericht war durchschnittlich, das Fleisch von hoher Qualität und für die selbstgemachten Pommes verdient das Minas ein dickes Lob. Auf Extrawünsche wurde eingegangen.
Insgesamt war das Essen sehr lecker und auch sehr reichhaltig.
Der Service war sehr höflich, könnte aber etwas aufmerksamer sein,
Besucht am 23.11.2018Besuchszeit: Abendessen 30 Personen
UM DIE FOTOS IM GANZEN ZU BETRACHTEN, BITTE AUF DAS BILD KLICKEN!
"Alle Jahre wieder" treffen sich ehemalige Kollegen zum Erfahrungsaustausch der letzten 12 Monate. Ist jemand in Pension gegangen? Wo ist den nun Herr Y oder Frau X gewechselt? Teilweise kommen die Leute von weit her (z. B. Bodensee oder HH).
Als Organisator ist man daher oft auf der Suche nach einem geeignetem Raum mit passender Gastronomie. Hier bin ich fündig geworden:
Es war ein gelungener Abend! Gute Stimmung, echtes Düsseldorfer Bier (Füchschen Alt), leckere Speisen zu günstigen Preisen, freundliche Bedienung, separater Raum für uns.
Die Einrichtung ist einfach rustikal mit Holztischen.
Der separate Raum mit zwei Türen abgetrennt. Angeblich für bis zu maximal 40 Personen, wir waren mit 30 Leuten fast am Limit. Zusätzlich gibt es noch ein paar Stehbiertische.
Zum Bier, als ehemaliger Düsseldorfer, brauche ich nur sagen...private Hausbrauerei! Et lüppt!
Es gibt eine umfangreiche Karte mit Salaten, Flammkuchen, Burger, Schnitzel, Steaks. Für unsere Gruppe wurde eine kleine Karte vorbereitet, um zu garantieren, dass alle Personen - fast - gleichzeitig Ihr Essen bekommen. Sollte aber einem nichts aus der kleineren Auswahl zusagen, so konnte natürlich auch aus der Gesamtspeisekarte bestellt werden.
Ich hatte ein Schnitzel, sehr groß, mit Pfeffersosse und Pommes sowie einem kleinen Salat. Das Fleisch war sehr zart und wie schon erwähnt, großzügig portioniert. Der Salat klein aber fein und die Pommes, Pommes eben. Das ganze um die EUR 10,--, sehr fair.
Die Kommentare waren von den Kollegen alle insgesamt positiv und im nächsten Jahr werden wir erneut hier einkehren
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"Alle Jahre wieder" treffen sich ehemalige Kollegen zum Erfahrungsaustausch der letzten 12 Monate. Ist jemand in Pension gegangen? Wo ist den nun Herr Y oder Frau X gewechselt? Teilweise kommen die Leute von weit her (z. B. Bodensee oder HH).
Als Organisator ist man daher oft auf der Suche nach einem geeignetem Raum mit passender Gastronomie. Hier bin ich fündig geworden:
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Haus Massenberg
Haus Massenberg€-€€€Restaurant, Bistro0211 154039Fleher Straße 187, 40223 Düsseldorf
4.0 stars -
"Perfekt für eine größere Feier mit 30 Personen" Ehemalige UserUM DIE FOTOS IM GANZEN ZU BETRACHTEN, BITTE AUF DAS BILD KLICKEN!
"Alle Jahre wieder" treffen sich ehemalige Kollegen zum Erfahrungsaustausch der letzten 12 Monate. Ist jemand in Pension gegangen? Wo ist den nun Herr Y oder Frau X gewechselt? Teilweise kommen die Leute von weit her (z. B. Bodensee oder HH).
Als Organisator ist man daher oft auf der Suche nach einem geeignetem Raum mit passender Gastronomie. Hier bin ich fündig geworden:
Es war ein gelungener Abend! Gute Stimmung, echtes Düsseldorfer Bier
Besucht am 16.11.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 62 EUR
ZUR BESSEREN ANSICHT BITTE AUF DIE FOTOS IM TEXT KLICKEN....
Früher war es der Alteburgerhof und nun das Bistro Aller Kolör. Das Konzept ist für mich ansprechend. Bistro-Stil mit einfachen Tischen und Stühlen, kleine Speisekarte, verschiedene Drinks, guter französischer Wein, nette Atmosphäre.
Sogar im November war der Außenbereich auf dem Bürgersteig teilweise besetzt (Heizstrahler).
Wichtig: wer mit dem Auto kommt sucht sicherlich sehr lange nach einem Parkplatz und kreist mehrfach um die Häuserblöcke. Die U-Bahnhaltestelle Clodwigplatz ist max. 100 Meter entfernt!
Die Speisekarte ist ein Blatt... 4 Vorspeisen, 7 Hauptgerichte (Fisch, Kaninchen, vegetarisch, Rind und Ente) und 3 Desserts.
Als "Aperitif" ein Reissdorf Kölsch, das Glas (0,2 l) zu EUR 1,60 ist mehr als fair.
Die junge, nette Bedienung war immer da, wenn man sie brauchte, unaufdringlich und schnell.
Vor dem Essen gab es Baguette und Oliven:
Die Hauptspeise für mich als Steak-Freund das 250 gr. Rumpsteak mit belgischen Pommes Frites und Elsässer Krautsalat. (EUR 18,80). Ein zartes, perfekt medium zubereitetes Rumpsteak mit einem entsprechenden Fettrand, breitgeschnittene Pommes und ein sicherlich hausgemachter Krautsalat (ohne Sahneanteil). Es passte alles sehr gut und der Preis in der Südstadt ist auch OK.
Dazu ein Corbieres Reserve, die Flasche zu EUR 22,90. Hier der einzige negative Punkt. Die Flasche wurde geöffnet an den Tisch gebracht, ich konnte nicht probieren, die beiden Gläser wurden direkt zum Genug eingeschenkt. So sollte es nicht sein.
Das Lokal war dann nach 20 Uhr ausgebucht und, obwohl es eine enge Bestuhlung gibt nicht übermäßig laut.
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Früher war es der Alteburgerhof und nun das Bistro Aller Kolör. Das Konzept ist für mich ansprechend. Bistro-Stil mit einfachen Tischen und Stühlen, kleine Speisekarte, verschiedene Drinks, guter französischer Wein, nette Atmosphäre.
Sogar im November war der Außenbereich auf dem Bürgersteig teilweise besetzt (Heizstrahler).
Wichtig: wer mit dem Auto kommt sucht sicherlich sehr lange nach einem Parkplatz und kreist mehrfach um die Häuserblöcke. Die U-Bahnhaltestelle Clodwigplatz ist max. 100 Meter entfernt!
Die Speisekarte ist... mehr lesen
Aller Kolör im Alteburger Hof
Aller Kolör im Alteburger Hof€-€€€Restaurant, Bistro01757979488Alteburger Str. 15a, 50678 Köln
4.0 stars -
"Gemütliches Bistro in der beliebten Kölner Südstadt" Ehemalige UserZUR BESSEREN ANSICHT BITTE AUF DIE FOTOS IM TEXT KLICKEN....
Früher war es der Alteburgerhof und nun das Bistro Aller Kolör. Das Konzept ist für mich ansprechend. Bistro-Stil mit einfachen Tischen und Stühlen, kleine Speisekarte, verschiedene Drinks, guter französischer Wein, nette Atmosphäre.
Sogar im November war der Außenbereich auf dem Bürgersteig teilweise besetzt (Heizstrahler).
Wichtig: wer mit dem Auto kommt sucht sicherlich sehr lange nach einem Parkplatz und kreist mehrfach um die Häuserblöcke. Die U-Bahnhaltestelle Clodwigplatz ist max. 100 Meter entfernt!
Die Speisekarte ist
Besucht am 15.10.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 60 EUR
Seit November 2013 existiert das japanische Restaurant Kaiseki in der Karlsruher Karlstraße. Keine Ahnung, ob oder wie oft sich in diesen fünf Jahren das Betreiber- bzw. Personalkarussell gedreht hat. Gesichert ist laut Webseite die Existenz eines Partnerrestaurants namens „Fashion Asia Grill“, das seit diesem Sommer im Stadtteil Daxlanden Freunde des asiatischen Feuertopfs („Sukiyaki“) beglückt.
Das Kaiseki hingegen befindet sich im Zentrum der Fächerstadt. Diverse Straßenbahnlinien halten hier ganz in der Nähe („Mathystraße“) und vereinfachen die Erreichbarkeit für öffentliche Nahverkehrsteilnehmer. Autofahrer müssen dagegen schon etwas länger nach einem geeigneten Parkplatz suchen, da die wenigen verfügbaren Möglichkeiten an dieser Hauptverkehrsachse rar gesät sind. Am besten man stellt den Bolliden in einer Seitenstraße ab, zahlt ordentlich seine Parkgebühr und nimmt einen kleinen Spaziergang in Kauf.
Doch die Mühe lohnt, denn das Sushi-Angebot gehört hier sicherlich mit zum Besten, was man in Karlsruhe zwischen seine Stäbchen geklemmt bekommt. Und auch die Atmosphäre im Gastraum hob sich angenehm vom asiatischen Einheitsinterieur ab. Das dezent wirkende Einrichtungsdesign strahlte sachliche Ruhe aus und wirkte zum Großteil kitschbefreit. Nur im Eingangsbereich empfand ich den künstlichen „Bambushain“ mit Lichterkette etwas too much, aber das ist ja immer eine Geschmacksfrage. Lampionartige Hängeleuchten, dunkle Holztische, gepflegter Laminatboden und mit samtigen, grauen Hussen überzogene Stühle kündeten von schlichter Eleganz. Eine japanisch anmutende, mit diversen Accessoires (Brunnen, Figuren, Pflanzen) ausgeschmückte Abschlusswand hätte man sogar als echten Hingucker bezeichnen können.
Wenig Schnickschnack auch bei der Tischdeko. Schwarze Ess-Stäbchen, ein farblich passender, geschwungener Suppenlöffel und ein unscheinbarer Tonkrug mit Soja-Sauce bevölkerten die frugal wirkende, dunkle Tischplatte, die von etwas helleren Platzsets aus Kunststoff überdeckt wurde.
Wir waren die ersten Gäste an diesem Abend und so konnten wir beobachten, wie sich das Innere des Kaiseki peu à peu füllte bis schließlich alle Plätze belegt waren. Viele Gäste aus Asien waren anwesend. Meist ein Indiz für authentische Zubereitungen. Nicht nur auf TA stolpert man häufig über den Ausdruck „Reservierungspflicht“. Dies kann ich nach unseren beiden Besuchen nur bestätigen. Wir hatten jedoch mit einem Anruf vorgesorgt.
Das Ginger-Ale (0,4 l) wird hier für städtische 3,90 Euro ins Glas gefüllt, während die kleine Maracuja-Saft-Schorle (0,2 l) mit 2,20 Euro zu Buche schlug. Mit Asahi und Kirin hat man zudem zwei japanische Biere im Sortiment. Sake-Trinker können sich karaffen- oder flaschenweise durch das kleine, aber feine Angebot an hochwertigen Reisweinen trinken. Wesentlich günstiger sind dagegen die roten und weißen Kreszenzen aus Baden, Italien und Frankreich zu haben. Aber wer möchte schon mit einer „Hex vom Dasenstein“ inflagranti erwischt werden…
Auffallend freundlich und umsichtig agierten die Servicekräfte, die uns zügig die laminierten, plakativ mit Bildern gestalteten Speisekarten reichten. Das preisgünstige Mittagsmenü, das knapp 20 Gerichte zwischen 8 und 15 Euro (inkl. Misosuppe, Salat, ein paar Dim Sum und Dessert) listete, wurde darin zuerst abgehandelt. Beim Abendmenü war die Auswahl natürlich deutlich umfangreicher. Suppen, Salate, Tempuravariationen und Fleischiges vom Grill stellten einen schon bei den Vorspeisen vor die Qual der Wahl. Dem begegneten wir mit probierwütiger Tapas-Attitüde, indem wir munter drauflos bestellten und die kleinen Köstlichkeiten mehr oder minder gerecht am Tisch teilten.
Rinderfilet, Teriyaki Entenkeule und gebratene Udon-Nudeln hatten von der Menge und vom Preis her dann eher Hauptgerichtcharakter. Eine ausgesuchte Sushi-Auswahl kündete von Maki, Nigiri und Sashimi und Co. Vier Empfehlungen vom Sushi-Meister, der stoisch seinem Metier in Sichtweite hinter der Frischfischtheke nachging, fielen dabei besonders ins Auge. Es handelte sich dabei um besonders aufwändig zusammengebastelte Inside-Out-Rollen, die schon beim Lesen die Gier nach Rohfisch weckten. Wir konnten nicht umhin und orderten die „Karlsruher Rolle“, ein geachteltes Inside-Out-Kunstwerk, das in seinem Reismantel rohen Thunfisch, frittierte Garnele und Avocado bereit hielt. Dem nicht genug. Angeflämmter Lachs umgab die Reisschicht als zweite Robe. Scharfe Majosauce, roter Fischrogen und der übliche Wasabi-Hügel komplettierten unsere üppige Vorspeise, die uns unter Berücksichtigung der hier verwendeten Produkte und ihrer sorgfältigen Verarbeitung mit 18,90 Euro nicht zu hoch kalkuliert erschien. Frischer, hochwertiger Fisch hat eben seinen Preis. Und dass man es im Kaiseki mit der Produktfrische sehr ernst nimmt, ist nicht nur dem Info-Text auf der Homepage zu entnehmen, sondern auch deutlich schmeckbar.
Davon konnte ich mich schon beim ersten Besuch im April dieses Jahres beim Sashimi vom Thunfisch (3 Scheiben für 6,90 Euro) überzeugen. Auch das kleingeschnittene, japanische Schweineschnitzel in Pankopanade (6,90 Euro) war mir noch in guter Erinnerung, weshalb ich es beim zweiten Besuch gleich wieder orderte. Das noch beim letzten Mal als Vorspeise verputzte, mit ordentlich Avocado versehene Thunfisch-Tartar (8,20 Euro) fiel heuer der „Karlsruher Rolle“ zum Opfer. Dazu gesellten sich zwei mega-saftige Yakitori-Hühnerspieße (4,60 Euro), eine Schale voll würziger Miso-Suppe (2,80 Euro) sowie gegrilltes Schweinefleisch mit Honig-Pfeffer-Sauce (5,90 Euro). Wäre da nicht das überbackene Saisongemüse (10,90 Euro) meiner Begleitung gewesen, wäre unser Tisch bei den vielen kleinen Fleischgängen zum reinsten Carnivoren-Idyll verkommen.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass ich die Riesengarnelen in Tempura (2 Stück; 4,20 Euro) noch nachorderte und in vollen Zügen genoss. Die pure Lust auf asiatische Preziosen hatte mich da schon längst ergriffen. Dennoch kamen all die kleinen Grilladen und „Tempurista“ nicht an die famose Inside-Out-Rolle zu Beginn heran. Diese zählte mit zu den besten Sushi-Kreationen, die wir dieses Jahr gerollt bekamen. Hier zeigte der Rohfischmeister, was er drauf hat. Sehr produktfokussiert und handwerklich akkurat umgesetzt, geriet die „Karlsruher Rolle“ zu einem wahren Leckerbissen, der ganz ohne Kunsteisnebel bzw. andere Showeffekte (wie sie ja derzeit bei manchen Asiaten angesagt sind) auskam. Wer also sein Sushi in überdurchschnittlicher Qualität genießen möchte, wird in der Karlsruher Karlstraße fündig. Und das zu sehr reellen Preisen.
Seit November 2013 existiert das japanische Restaurant Kaiseki in der Karlsruher Karlstraße. Keine Ahnung, ob oder wie oft sich in diesen fünf Jahren das Betreiber- bzw. Personalkarussell gedreht hat. Gesichert ist laut Webseite die Existenz eines Partnerrestaurants namens „Fashion Asia Grill“, das seit diesem Sommer im Stadtteil Daxlanden Freunde des asiatischen Feuertopfs („Sukiyaki“) beglückt.
Das Kaiseki hingegen befindet sich im Zentrum der Fächerstadt. Diverse Straßenbahnlinien halten hier ganz in der Nähe („Mathystraße“) und vereinfachen die Erreichbarkeit für öffentliche Nahverkehrsteilnehmer. Autofahrer müssen... mehr lesen
4.0 stars -
"Mittlerweile unser Favorit in Sachen Sushi, Tempura und Co." Ehemalige UserSeit November 2013 existiert das japanische Restaurant Kaiseki in der Karlsruher Karlstraße. Keine Ahnung, ob oder wie oft sich in diesen fünf Jahren das Betreiber- bzw. Personalkarussell gedreht hat. Gesichert ist laut Webseite die Existenz eines Partnerrestaurants namens „Fashion Asia Grill“, das seit diesem Sommer im Stadtteil Daxlanden Freunde des asiatischen Feuertopfs („Sukiyaki“) beglückt.
Das Kaiseki hingegen befindet sich im Zentrum der Fächerstadt. Diverse Straßenbahnlinien halten hier ganz in der Nähe („Mathystraße“) und vereinfachen die Erreichbarkeit für öffentliche Nahverkehrsteilnehmer. Autofahrer müssen
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Seit 1998 betreibt die Familie Pisano die urige Taverne und seitdem zählt das „La Taverna“ zu den kulinarischen Verlässlichkeiten der südpfälzischen Kleinstadt. Wer keine Lust auf deftige griechische Fleischkost („Sto Castello“ schräg gegenüber), knusprige halbe Hähnchen („Drei Mohren“ quasi ums Eck) oder gehobenere Kreativküche („Zum Riesen“ die Hauptstraße runter) hat, ist hier immer noch gut aufgehoben.
Am Interieur hat sich jedenfalls wenig geändert. Und so wurde es ein erfreulich gemütlicher Abend, den wir in einer lauschigen Ecke zwischen unverputzten Sandsteinwänden bzw. unter rotem Backsteingewölbe verbrachten. Von kleineren Unzulänglichkeiten beim Essen einmal abgesehen, fühlten wir uns im alten Ratskeller gut aufgehoben. Hätten wir da schon die Pizza probiert, wäre die Rechnung auch kulinarisch aufgegangen, zumal bei einem Folgebesuch zur Mittagszeit ihre fluffig-saftige Konsistenz an alte Zeiten erinnerte und auch geschmacklich nichts zu wünschen übrig ließ.
So viel zur Vorgeschichte und dem „Drumherum“. Heute wird die Pizzeria von Paula Pisano alleine geführt. Nach der Trennung von ihrem Mann Guiseppe, der seit diesem Jahr in der Herxheimer „Galerie“ für italienische Momente sorgt, eine mutige Entscheidung. Doch die jungen Servicekräfte italienischer Herkunft signalisieren familiären Zusammenhalt, ohne den die Trattoria wahrscheinlich nicht mehr existieren würde.
Der Empfang fiel an jenem Donnerstagabend angenehm freundlich aus. Wir durften uns ein ruhiges Plätzchen in einem der vielen behaglichen Winkel des Gastraumes aussuchen und hielten auch bald die Speisenkarten in unseren Händen. Der größte Andrang schien an diesem Abend schon vorüber und so zählten wir kurz nach 20 Uhr zu den letzten Neuankömmlingen. Der vordere Teil des beschaulichen Kellergewölbes war noch zur Hälfte mit Gästen gefüllt. In dieser trauten Atmosphäre fühlten sich die noch anwesenden Pärchen, Familien, Freunde oder Kollegen sichtlich wohl. Ein unauffälliger Mix aus Alt und Jung sorgte für eine angenehme Geräuschkulisse, bei der die angeregten Unterhaltungen von wohlklingendem Geschirr- bzw. Besteckgeklapper noch untermalt wurden.
Die rotweiß-eingedeckten Tische gemahnten an alte italienische Gasthaustugenden. Zwischen ihnen war ausreichend Platz, um nicht an den Gesprächen der Nachbartische unfreiwillig zu partizipieren. Ein Ort für Romantiker, gewiss. Aber ohne zu dick auftragen zu wollen. Eher was fürs erste Date, bei dem die Umgebung nicht zu laut und schon gar nicht zu hell sein sollte. Und tatsächlich verbreiteten die paar Funzeln an Decke und Wänden alles andere als betriebsame Bahnhofsatmosphäre.
Leicht schummrig ist die ehemalige „Grotte“ auch heute noch ausgeleuchtet und das passt ganz wunderbar zur schlichten Einrichtung. Bei den großformatigen Wandgemälden, auf denen altmodisch gekleidete Menschen an längst vergangene Zeiten erinnern, kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Aber auch hier verhindern die gedämpften Lichtverhältnisse allzu viele unnötige Entdeckungen und lassen den Blick am Wesentlichen, nämlich an der Person gegenüber haften. Ach, wie schön, dass es solche Refugien für Freunde essbarer Erinnerungen noch gibt. Der „Italiener ums Eck“, bei dem die Zeit eine Pizza lang stillsteht, darf niemals aussterben, so mein Gedanke an diesem Abend.
Ein Lichtlein wurde entzündet und wäre der Abend nicht in die Zeit meiner absoluten Alkoholabstinenz gefallen, wäre wohl sofort ein Gläschen perlender Lambrusco geordert worden. Stattdessen fand eine Flasche San Pellegrino für gerade noch subventionierbare 4,50 Euro den Weg auf unseren Tisch. Gut, das Italo-Durchschnittsaqua perlte auch und tat ja nicht weh. Beim „Eifelhasch“ (Bitburger) vom Fass muss man da schon vorsichtiger sein. Mit süßem Sprudel zum Radler erhoben, lässt es sich aber halbwegs genießen. Mit 3,30 Euro für den halben Liter war man hier dabei.
Bei über 40 Pasta-Positionen auf der in Ringbuchform mit eingehefteten Klarsichthüllen konzipierten Karte (hatte ich auch schon lange keine mehr in Händen…) wurde uns die Auswahl nicht gerade leicht gemacht. Dazu gesellte sich ein ansehnliches Pizza-Angebot, das dem Nudelreigen in puncto Vielfalt in nichts nach stand. Bei der hausgemachten Pasta gab es einige Entdeckungen, die vom Standardrepertoire gewöhnlicher Pizzerien erfreulicherweise abwichen. So erinnerten mich beispielsweise die Orrechiette alle Cime di Rapa (12,90 Euro) an meinen Apulien-Urlaub, wo das mit Stängelkohl verfeinerte Nudelgericht herkommt.
Tortellacci tricolore, Panzerotti alla siciliana, Cavatelli con Vongole und Triangoli Rucola seien an dieser Stelle exemplarisch für das breite Spektrum an selbstgemachter Pasta genannt, die preislich zwischen 11 und 15 Euro oszillierte. Die lediglich in Einheitsgröße erhältlichen Pizzen durchbrachen dagegen selten die pekuniäre Grenze von 10 Euro. Bei meinem Besuch zur Mittagszeit wurde die Standardkarte von ein paar preisgünstigen Tagesempfehlungen, bei denen auch ein kleiner Beilagensalat inklusive war, ergänzt. Mit ein paar Fleischklassikern (z.B. Scaloppina Valdostana), diversen Risotti und gegrilltem bzw. frittiertem Fisch (Lachs, Dorade und Co.) präsentierte sich das Angebot fast schon unverschämt üppig. Da wird wohl zwangläufig einiges aus der Gefriertruhe kommen, so meine Vermutung, die mich bei meiner Wahl zu einem Al-Forno-Klassiker tendieren ließ.
Die Entscheidung zu Gunsten der „Combinazione“ (8,20 Euro) war gefallen. Meine Begleitung wählte die „Spaghetti la Taverna“ (11 Euro), die mit schwarzen Oliven, Sardellen, scharfen Peperoni, geriebenem Schafskäse, Knoblauch und Tomatensauce nicht hätten deftiger klingen können. Für vorweg gab ich noch eine Tomatencrèmesuppe (4,50 Euro) in Auftrag. Beim Mittagstisch ein paar Tage später wurde die Pizza 4 Stagioni (9,80 Euro) auf meinen Wunsch hin ihrer Artischocken beraubt und durch scharfe Salami ersetzt. Kochschinken, Champignons, Paprika und milde Peperoni gesellten sich beim Belag dazu und lieferten den Geschmack.
Der Pizzaboden war etwas dicker und von luftig weicher Konsistenz. Das Glück kam dampfend aus dem Steinbackofen und es besaß einen kross gebackenen Untergrund, dessen ungleichmäßig verteilte Backbräune von solidem Handwerk kündete. Das Käse-Belag-Verhältnis stimmte zudem. Die Zutaten waren frisch und verliehen den heißen Teigfladen die nötige Saftigkeit und dieses typisch würzige Aroma, das einen gleich an die tief verinnerlichten Esserlebnisse beim Italiener zu Kindertagen erinnerte.
Die Tomatensuppe hatte dagegen eher Durchschnittsniveau. Ein Zuviel an Sahne ebnete sie geschmacklich ein und hinterließ einen eindimensionalen, langweiligen Geschmack am Gaumen, dem jegliche Frische (durch Säure) fehlte. Auch hier liege ich wohl nicht komplett falsch, wenn ich die Herkunft der Grundzutaten dem Konserven- bzw. Tetrapack-Milieu zuordne. Klar, machen das bestimmt viele Italiener genauso, weshalb eine gute Crema Pomodoro heute schon eher die Ausnahme darstellt.
Meine Combi kam dann derart heiß aus dem Steinbackofen, dass ich dem blubbernden Al-Forno-Gericht noch ein wenig Zeit gab, um auf Esstemperatur zu gelangen. Die Mischung aus Bechamel und Tomatensauce vertrug sich gut mit dem gratinierten Käse. Leider wurden die Nudeln (Penne, Tortellini, Fusilli) eine Spur zu lange gekocht, bevor sie ihren Gang in die Auflaufform antraten. Die logische Folge: der 300°-Celsius-Ofen nahm ihnen auch noch den letzten Biss. Schade, denn an der Sauce war nichts auszusetzen, wenn auch eher im geschmacklichen Mainstream angesiedelt. Bei den Spaghetti meiner Begleitung hatte man es dagegen mit der Süffigkeit etwas übertrieben, denn die deftige Tomatensauce hinterließ eine ansehnliche Ölpfütze auf ihrem Teller. Und auch hier hätten die Nudeln bissfester ausfallen können.
Zusammenfassend liegen die Stärken des „La Taverna“ eindeutig im Bereich Pizza, wobei es sicherlich auf einen weiteren Besuch ankäme, um die Pastaqualität noch genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein großes Plus des Traditionslokals ist sein anachronistisch anmutendes Ambiente, bei dem Nostalgiker voll auf ihre Kosten kommen. Auch das freundliche Service-Team und die blitzsauberen Nassräume (sahen frisch renoviert aus…) hinterließen einen positiven Eindruck. Sicherlich spielt die „Taverna“ nicht in der gleichen Liga wie das Mörzheimer „Piccolo Paradiso“ oder das Landauer „Sapori D’Italia“, aber eine gemütliche Alternative für eine schmackhafte Oldschool-Pizza „ums Eck“ ist sie allemal.