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Ein Treffen mit einem Sammlerfreund macht immer Freude. Der Gesprächsstoff geht nie aus, sondern erfordert eher weitere Treffen. Unser Hauptthema war dabei „Kölsch“ und seine Geschichte (aber auch "Speisen").
Man kann Gläser, Bierdeckel, Etiketten, (Präge-)Flaschen, Kronkorken – und das Wichtigste: Informationen dazu suchen (Zeitgeschichte).
Aber dazu tranken wir heute gar kein Kölsch, sondern etwas Wein und ansprechendes italienisches Essen: Die Wahl fiel dabei auf das Grappolo – hier gibt es aber auch Kölsch vom Fass: Früh.
Natürlich gibt es für uns auch Treffen in „echten“ Brauhäusern wie Päffgen zum Beispiel.
Mein erstes Kölsch war damals wohl Schöffen Kölsch; es wurde seinerzeit von der Löwenbrauerei in Euskirchen gebraut. Heute gibt es die Marke und die Firma schon lange nicht mehr.
Die Stange kostete dazumal 45 Pfennige in der Dorfkneipe (und war damit billiger als ein Glas Sprudelwasser – Schultheis vom Rhein (Pils) kostete aber schon 50 Pfennig).
Ambiente
Das Restaurant ist gemütlich eingerichtet. Wir saßen an einem Zweiertisch am Fenster. Die Kellner*innen begrüßten uns freundlich am Eingang und leiteten uns zum Platz.
Wir machten es uns bequem und studierten die Karte, die sofort gereicht wurde.
Sauberkeit
Alles wirkte (wie immer) gut gepflegt.
Sanitär
Die Anlagen sind ebenerdig zu erreichen.
Service
Mehrere Frauen und zwei Männer sorgten für die Gäste – ich glaube es ist ein Familienbetrieb.
Sie schauten regelmäßig vorbei und versorgten und mit Speisen und Getränken.
Die Karte(n)
Die Karte bieten viel Abwechslung – aber auch keine Überraschungen. Es gibt ein Fisch- und ein Fleischmenü (jeweils drei Gänge), sowie à la carte Gänge.
Die verkosteten Speisen
Wir entschieden uns für Einzelgerichte.
Vorweg werden immer frittierte Garnele und frisches warmes Brot mit Butter und zwei weiteren Aufstrichen serviert.
Vitello Tonnato: Kalbsfleisch mit Thunfischsauce und Kapern - 21,50
Das Fleisch war dünn geschnitten und reichlich auf dem Teller verteilt. Obenauf befand sich Thunfischcreme, die nochmals mit Kapern, Tomate und etwas Grün verziert war.
Das geschmorte Kalb war saftig und weich. Die Sauce zeigte kräftige Aromen. Die von den Kapern unterstützt wurden.
Carpaccio di Manzo con Rucola e Parmigiano: Carpaccio vom Rind mit Rucola und gehobeltem Parmesankäse - 21,50
Das Rindfleisch war dünn aufgeschnitten und reichlich auf dem Teller angeordnet. Darauf waren die Salatblätter verteilt, die aber zuerst nicht zu sehen waren, weil die gehobelten großen Parmesanblätter das Gericht fast völlig bedeckten.
Die Kombination der Zutaten überzeugte mich voll.
Lasagne della Nonna: hausgemachte Lasagne nach Omas Art - 18,90
Die Nudeln waren perfekt gegart, aber gar nicht zu sehen; denn sie waren von einer Käsehaube überbacken und von reichlich Tomatensauce umgeben.
Meinem Bekannten hat es geschmeckt und er war recht angetan.
Fegato di Vitello in burro e salvia: Kalbsleber in Butter, Salbei mit Spinat und Kartoffel-Selleriepüree - 31,50
Die Leberstücke waren ordentlich gegart und saftig. Die Aromen wurden durch Salbeiblätter unterstützt. Als Begleitung gab es zwei Zylinder. Ein Turm Spinat mit Pinienkernen. Der Spinat war weich gegart und erinnerte mich an Iglo-Spinat mit Blupp. Das war schmackhaft, aber ich habe lieber etwas mehr Biss. Das Püree war weich und cremig, so wie ich es erwartet hatte.
Wenn Leber auf einer Karte steht, habe ich fast immer Lust, das Gericht zu bestellen. Auch heute war ich mit dem Teller zufrieden.
Kokos Panna Cotta - 13,00
Panna Cotto gehört zu meinen Lieblingsnachtischen. Heute war etwas Kokos untergehoben. Das war für mich eine Variante, die ich noch nicht kannte – aber klassische Panna Cotta ist mir doch lieber. Etwas frisches Obst umrandete das Gericht. Ein Stück Zwieback (so sah es aus und schmeckte auch so) lag auch auf dem Teller und war mit dunkler Schokolade umgeben. Kannte ich so auch nicht, es war knackig und hatte leichten Biss.
Getränke
Pellegrino - 8,50
Sambuca - 6,50
Espresso - 2,90
Primitivo glasweise (0,2 l) - 9,80
aufs Haus: Grappa bzw. Sambuca
Preis-Leistungs-Verhältnis
Gehobener Italiener – und daher auch gehobene Preise. Aber die Speisen und Getränke sind schmackhaft und daher noch in Ordnung.
Fazit
4 – gerne wieder
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
Datum des Besuchs: 15.10.2026 – Abendessen – 2 Personen
Meine Genießer-Erlebnisse stehen auch bei http://kgsbus.beepworld.de/archiv.htm