Nach möglicher Weise gesundheitsfördernder Betätigung sollte es, da es bereits etwas später war, ein Restaurant auf dem Heimweg sein. Läden mit Eigenanspruch oder auch nur mit bezahlbarem Potential sind in der Dumeklemmerstadt erfahrungsgemäß dünn gesät. Also blieb nur die Hoffnung einen Totalausfall zu vermeiden. Das Restaurant des Hotels Bergischer Hof scheint recht breit aufgestellt. Die Basis bilden Balkangerichte und Steaks, darüber hinaus gibt es Empfehlungen, die diversen Tafeln und Spiegelflächen zu entnehmen sind. Mittwochs ist Schnitzeltag und gefühlt ein hoher Feiertag in den umliegenden Seniorenresidenzen, jedenfalls meinten wir den Altersdurchschnitt signifikant zu senken. Zum Betreten des Restaurants sind vier Stufen zu überwinden, dann steht man fast unmittelbar vor dem Barbereich, erster Eindruck: Rhapsodie in Beige, Braun- und Goldtöne herrschen vor, an dunklen Holzoptiktischen stehen bequem wirkende Hochlehner in Eierschalfarben. Auf den Tischen: Kerze und Tischsets in Pink, dazu lindgrüne Papierservietten, ein frisches Blümchen, in Granit ausgeführte Wastelstreuer und massives Werkzeug für jeweils einen Gang.
Die Servicemenschen agieren hier, sagen wir mal, sehr fokussiert. Beim Betreten des Gastraums durchaus bemerkt, geschah außer dem heben des Blicks und einer erstaunt wirkenden Mimik nichts, ungerührt wurde weiter am Weinglas herumpoliert. Anscheinend sind wir im ‘Hotel California‘ in einer Zeitschleife gelandet. Bevor jedoch ein Paradoxon mit seinen potentiell schrecklichen Folgen eintreten konnte, rettete Madame die Situation indem sie freundlich einen guten Abend wünschte. Das setzte dann eine ganze Reihe anscheinend konditionierter Verhaltensmuster in Gang. Es wurde zurückgegrüßt, das Glas abgestellt und mit der Nachfrage ob wir reserviert hätten bewegte man sich aus dem Thekenbereich zum aufgeschlagenen Reservierungsbuch. Durch unser Verneinen brutal in seinem Verve gebremst, übergab uns der Thekenmensch an den Kellner, der uns einige Tische zur Auswahl anbot. Kurz darauf kamen bereits die kunstledergebundenen Karten und einige eingelegte Oliven als Amuse-Äquivalent. Der eilfertigen Getränkenachfrage begegneten wir routiniert mit der Bestellung einer Flasche stillen Wassers (Gerolsteiner naturell, 0,75 L à 5,10 Euronen), danach konnten wir in Ruhe auswählen. Die Karte bietet wie eingangs erwähnt die üblichen Balkangerichte, Schnitzel und Steaks. Also sollte es für Madame der Grillteller und für mich ein Filetsteak mit Gorgonzolasauce sein. Eine gewünschte Beilagenänderung (Spinat statt Bohnen zum Filet) wurde problemlos akzeptiert.
Da es nur ein schnelles Abendessen sein sollte, verschwendeten wir keinen Gedanken an eventuelle Vorspeisen, zumal bei fast jedem Gericht ein “selbst zusammengestellter Salat vom Buffet“ inkludiert ist. In einer handelsüblichen Saladette mit Granit-Arbeitsfläche findet sich
Potentiell Convenience
- Mais und Kidneybohnen
- Oliven (schwarz und grün)
- Sauer eingelegte Pepperoni
- Rote Beete Schnipsel
- Brechbohnensalat
- Krautsalat
- Salatsaucen (Joghurt/Cocktail)
>>>> Toll, zweispaltig kriegt die Software wieder nicht hin... <<<<
Alles in erwartbar ordentlicher Qualität, wobei man gerne auf die eine oder andere Convenience-Zutat hätte verzichten dürfen. Ach ja, Essig, Öl und Pfeffermühle gab‘s auch am Buffet, is halt etwas mühsam, besonders wenn sich bereits eine mit den Hufen scharrende Schlange gebildet hat….
Noch bevor wir die Salate verzehrt hatten, stand schon der Servicemensch am Tisch und servierte
| Die Hauptspeisen |
Grill-Teller 13,90 Euronen
2 Ćevapčići, Spieß, Kotelett, Hacksteak und Speck, mit Pommes frites, Djuvečreis und Salat
Nunja, die Bestandteile waren alle da, zusätzlich etwas Ajvar (mild, Convenience, verzichtbar) und rohe Zwiebelwürfel. Der Reis nicht so verkocht wie oft erlebt aber leider fast geschmacksfrei, die Pommes hätten durchaus noch etwas länger gedurft, so waren sie leicht biegsam und lätschig. Optisch waren die Fleischanteile ansprechend, einzig die Ćevapčići und der Spieß ließen noch so etwas wie Saftigkeit erkennen, der Rest ist auf dem Kontaktgrill akribisch durchgetrocknet. Beim Spieß war das wohl der Herkunft aus dem durchzogenen Schweinekamm geschuldet, die Ćevapčići hingegen hatten anscheinend etwas mehr Aufmerksamkeit des Kochs. Mit guter Würze und angenehmem Knoblauchanteil ließen sie fast den umrötenden Einsatz von NaNO2 vergessen. Wobei Bernie-Bo als ausgewiesener Ćevapčići-Papst hier sicher noch mehr zu sagen hätte.
Rinderfilet in Gorgonzolasauce, Blattspinat und Rösti 23,90 Euronen
Okay, auch hier waren die ausgewiesenen Ingredienzien vorhanden, deren Qualität schien allerdings am untersten Ende der Skala angesiedelt. Röstitaler und Spinat TK-Ware, kann man machen, muss man aber auch gut umsetzen. Taler waren zu weich und nicht richtig kross ausgebacken (wahrscheinlich zusammen mit den Pommes zu früh aus der Fritteuse), der Spinat, übergart, geschmacklich etwas dicht am Komposthaufen. Die gewünschte Garstufe beim Filet (medium-rare) wurde getroffen. Allerdings wurde das Stak wie unschwer zu erkennen aus dem Filetkopf geschnitten und zwar genau an der Stelle wo die stärkste Sehne sitzt, herzlichen Dank! Unverständlich, umso mehr als dass der Laden auch Stroganoff, Salat mit Filetspitzen und Mittagstisch offeriert… Das Beste schien noch die aromatische Gorgonzolasauce.
Der dazu georderte, offene Chardonnay (0,25 L à 4,50 Euronen) war als solcher nicht zu erkennen, leistet beim Runterspülen der ‘Perlen balkanischer Kochkunst‘ jedoch gute Dienste.
Zum Ordern der Rechnung mussten wir wiederum durch Winken (Stichwort: Fokussierung des Service, leider knapp neben dem Gast) auf uns aufmerksam machen. Bei Beschränkung auf die rein kroatischen Gerichte und wenn die Küche einen besseren Tag hat, eventuell einen Versuch wert. In der gegenwärtigen Form, auch wenn es zum Abschluss nochmal klebrig-gelbsüß aufs Haus gab, für insgesamt 51,90 Euronen ein höchst ungern zu wiederholendes Vergnügen.
Nach möglicher Weise gesundheitsfördernder Betätigung sollte es, da es bereits etwas später war, ein Restaurant auf dem Heimweg sein. Läden mit Eigenanspruch oder auch nur mit bezahlbarem Potential sind in der Dumeklemmerstadt erfahrungsgemäß dünn gesät. Also blieb nur die Hoffnung einen Totalausfall zu vermeiden. Das Restaurant des Hotels Bergischer Hof scheint recht breit aufgestellt. Die Basis bilden Balkangerichte und Steaks, darüber hinaus gibt es Empfehlungen, die diversen Tafeln und Spiegelflächen zu entnehmen sind. Mittwochs ist Schnitzeltag und gefühlt ein hoher... mehr lesen
Restaurant im Hotel Bergischer Hof
Restaurant im Hotel Bergischer Hof€-€€€Restaurant, Partyservice02102846636Hochstraße 1, 40878 Ratingen
2.5 stars -
"Wie von den potentiellen Erfindern des Kultur-Stricks zu erwarten -oder: Schnitzeltag rockt!" Ehemalige UserNach möglicher Weise gesundheitsfördernder Betätigung sollte es, da es bereits etwas später war, ein Restaurant auf dem Heimweg sein. Läden mit Eigenanspruch oder auch nur mit bezahlbarem Potential sind in der Dumeklemmerstadt erfahrungsgemäß dünn gesät. Also blieb nur die Hoffnung einen Totalausfall zu vermeiden. Das Restaurant des Hotels Bergischer Hof scheint recht breit aufgestellt. Die Basis bilden Balkangerichte und Steaks, darüber hinaus gibt es Empfehlungen, die diversen Tafeln und Spiegelflächen zu entnehmen sind. Mittwochs ist Schnitzeltag und gefühlt ein hoher
Soweit mir bekannt ist, braut dieses Haus sein Bier selber. Es hat einen leicht süßlichen Geschmack.
Das Restaurant ist mir bekannt aus meiner Hamburger Zeit und hier insbesondere für sehr leckere Schweinshaxen.
Ich hatte ein paar Tage vorher per mail reserviert, die freundliche Antwort kam schnell.
Das Haus hat über mehrere Etagen Platz für 600-700 Gäste, wir waren im Braukeller. Der Empfang war freundlich, wir wurden zum Tisch begleitet.
Eine freundliche weibliche Bedienung kam sehr schnell und erklärte die Karte. Man kann am Büffet sein Gericht zusammenstellen oder eben aus der Karte wählen. Natürlich habe ich mir die ganze Haxe plus Bratkartoffeln bestellt. Für meine Frau Roastbeef, Bratkartoffeln und Sauerkraut. Dazu das Gröninger Pils und Alsterwasser. Wir beide waren mir unseren Getränken, welche schnell und gut temperiert kamen, sehr zufrieden. Die Speisen kamen nach ca. 15 Minuten. Meine Haxe wie gewohnt außen sehr knusprig, innen schön zart, gut und nicht zu salzig gewürzt. Die Sauce hatte dafür ein wenig zu viel Salz abbekommen, der Coleslaw war erfrischend zu der mächtigen Haxe. Die Bratkartoffeln knusprig, hätten meiner Meinung nach etwas zu viel Fett in der Schale, das hätte man in der Küche besser abtropfen lassen können.
Meine Frau mir gegenüber war mit dem Roastbeef und den Zutaten sehr zufrieden, wir konnten Beide die Portion aber nicht schaffen.
Der Service sehr freundlich und hilfsbereit und, obwohl das Restaurant fast ausgebucht war, immer greifbar.
Ich würde hier immer wieder die Haxe essen, da ich diese noch nie woanders so knusprig bekommen habe. Retten tut mich am Ende immer wieder ein Fernet.
Ambiente
Kellergewölbe mit Braukesseln, hohen 2er Tischen und ansonsten langen Tischreihen. Sauber und gepflegt.
Soweit mir bekannt ist, braut dieses Haus sein Bier selber. Es hat einen leicht süßlichen Geschmack.
Das Restaurant ist mir bekannt aus meiner Hamburger Zeit und hier insbesondere für sehr leckere Schweinshaxen.
Ich hatte ein paar Tage vorher per mail reserviert, die freundliche Antwort kam schnell.
Das Haus hat über mehrere Etagen Platz für 600-700 Gäste, wir waren im Braukeller. Der Empfang war freundlich, wir wurden zum Tisch begleitet.
Eine freundliche weibliche Bedienung kam sehr schnell und erklärte die Karte.... mehr lesen
Restaurant in der Gröninger Privatbrauerei
Restaurant in der Gröninger Privatbrauerei€-€€€Restaurant, Brauhaus040331381Willy-Brandt-Straße 47, 20457 Hamburg
4.0 stars -
"Für mich ein "Muss", wenn ich endlich mal wieder in Hamburg bin." Ehemalige UserSoweit mir bekannt ist, braut dieses Haus sein Bier selber. Es hat einen leicht süßlichen Geschmack.
Das Restaurant ist mir bekannt aus meiner Hamburger Zeit und hier insbesondere für sehr leckere Schweinshaxen.
Ich hatte ein paar Tage vorher per mail reserviert, die freundliche Antwort kam schnell.
Das Haus hat über mehrere Etagen Platz für 600-700 Gäste, wir waren im Braukeller. Der Empfang war freundlich, wir wurden zum Tisch begleitet.
Eine freundliche weibliche Bedienung kam sehr schnell und erklärte die Karte.
Meiner Meinung nach bietet dieses Hotel einen gemütlichen Raum und einen ungemütlichen größeren Saal. Wir hatten im Hotel gewohnt und unsere Halbpension freundlicherweise im gemütlichen Restaurant einnehmen dürfen.
Die Tische sind mit Stoffservietten und Stoffsets eingedeckt. Ich habe selten so eine gut geschulte und freundliche Servicemannschaft erlebt! Man hat das Gefühl, das fast alle Service Mitarbeiter Spaß an der Arbeit haben. Leider war der Service manchmal wegen Unterzahl ein wenig überlastet mit den vielen Gästen. Aber hierfür können die Mitarbeiter nichts.
2x in der Woche gab es ein reichhaltiges Büffet, die anderen Abende ein drei Gänge Menü.
Das Spargelbüffet war sehr reichhaltig. Frische Ware und alleswird schnell nachgefüllt. Gläser werden ab und zu mal nachgefüllt. Leere Teller schnell abgeräumt. Auch das Spanferkel Büffet ist sehr zu empfehlen. Die Spanferkelkruste knusprig und gut gewürzt, das Fleisch zart.
Leider werden ala Carte Gäste werden auffällig bevorzugt, an denen verdient man offensichtlich mehr.
Die Preise für das Gebotene möchte ich als fair bezeichnen, da wir pro Person/Abend für die Speisen ca. 20€ bezahlt haben. Die Getränkepreise sind im oberen Bereich angesiedelt, bestellt man aber Wein in Flaschen, relativiert sich dieses wieder.
Das angebotene Menü war vielfältig und hier auch ein großes Lob an die Küche, alles war exzellent zubereitet worden. Ich habe einige Fotos hiervon eingestellt.
Fazit: eine sehr gute Küche, ein ebenso sehr guter aber überforderter Service, im einen Restaurantteil gemütliche Atmosphäre, im anderen Speisesaal Charakter. Insgesamt Preise fair, für Timmendorfer Verhältnisse kann man diese als relativ günstig bezeichnen.
Alles sauber und gepflegt.
Daher von mir eine klare Empfehlung.
Meiner Meinung nach bietet dieses Hotel einen gemütlichen Raum und einen ungemütlichen größeren Saal. Wir hatten im Hotel gewohnt und unsere Halbpension freundlicherweise im gemütlichen Restaurant einnehmen dürfen.
Die Tische sind mit Stoffservietten und Stoffsets eingedeckt. Ich habe selten so eine gut geschulte und freundliche Servicemannschaft erlebt! Man hat das Gefühl, das fast alle Service Mitarbeiter Spaß an der Arbeit haben. Leider war der Service manchmal wegen Unterzahl ein wenig überlastet mit den vielen Gästen. Aber hierfür können die Mitarbeiter nichts.... mehr lesen
4.0 stars -
"Küche und Service auf hohem Niveau" Ehemalige UserMeiner Meinung nach bietet dieses Hotel einen gemütlichen Raum und einen ungemütlichen größeren Saal. Wir hatten im Hotel gewohnt und unsere Halbpension freundlicherweise im gemütlichen Restaurant einnehmen dürfen.
Die Tische sind mit Stoffservietten und Stoffsets eingedeckt. Ich habe selten so eine gut geschulte und freundliche Servicemannschaft erlebt! Man hat das Gefühl, das fast alle Service Mitarbeiter Spaß an der Arbeit haben. Leider war der Service manchmal wegen Unterzahl ein wenig überlastet mit den vielen Gästen. Aber hierfür können die Mitarbeiter nichts.
Das Restaurant Reethus ist im ältesten Haus, Baujahr 1865 in Timmendorfer Strand. An der Rezeption des Hotels Fuchsbau hatten wir einen Tisch reserviert, welcher uns am nächsten Morgen telefonisch rückbestätigt wurde, dieses hatte mich schon mal fasziniert. Das Haus liegt in Strandnähe und bietet im Sommer eine Außenterrasse.
Pünktlich angekommen wurden wir im Erdgeschoß freundlich empfangen und an unseren Tisch in der ersten Etage geführt. Der gut geschulte Kellner fragte nach evtl. ersten Getränkewünschen und wir bestellten Aqua Panna (0,7l 6,80€) und Cola light (0,2l. 2,90). Die Frage nach Wasser Zimmertemperatur oder gekühlt wurde gestellt und ich frage mich, warum dieses nicht öfters abgefragt wird. Die frühe Getränkewunsch Abfrage ist für mich in Ordnung, da wir uns unabhängig vom Essen für einen Aperitif bzw. ein Wasser entscheiden. Die Getränke kamen schnell und wir konnten unsere Bestellung aufgeben.
Mein Cabernet Mondavi (0,2l. 7,80€) und ein Cremant (7,50€) wurden auch schnell serviert.
Al Amuse Geule erhielten wir Tomaten- und Kartoffelbaguette mit 2 Dips. Das war gut, hatte ich woanders aber schon geschmackvoller bekommen.
Kurz danach kam auch schon meine Spargelsuppe, sehr heiss und gut abgeschmeckt mit al dente Spargelscheiben. Die Suppe war nicht exorbitant, aber in Ordnung.
Danach erhielten wir einen gemischten Salat bestehend aus Sprossen, Cherrytomaten, Paprikawürfeln und gem. grünen Salaten, angemacht mit einem delikaten Balsamico Dressing.
Als Hauptgang nächstes ein Rumpsteak vom Husumer Weiderind mit Kartoffelgratin und einer Petersilien Pesto. Das Fleisch bestellte meine Frau medium well, ich meines medium. Das Kartoffelgratin war ein Traum, das Pesto war gut, aber Leider war das Fleisch meiner Frau durchgebraten, meines war wirklich medium, aber....wir haben nach der Hälfte aufgegeben, da das Fleisch wirklich sehr zäh war. Es machte schon Mühe, dieses mit den scharfen Markenmessern zu schneiden und unsere Zähne wollten irgendwann nicht mehr. Wir hatten noch nie so ein zähes Rumpsteak essen müssen. Wir baten den netten Kellner zu uns und klagten unser Leid. Seine Reaktion war sehr professionell, er bedankte sich für unsere Reklamation und ging damit in die Küche. Es dauerte nicht lange und er bestätigte, dass die Küche diesen Strang aus dem Verkauf nehmen wird und bedauerte, dass dieses passiert sei. Ich habe nur für mich gedacht: muss ein Koch dieses beim Schneiden des Stranges bzw. beim Braten merken?
Als Dessert bekamen wir eine rote Grütze mit Vanilleeis. Eigentlich war dieses das Highlight dieses Abends, sehr delikat abgeschmeckt mit Zimt und Sternanis und eine wirklich große Portion.
Als "Entschädigung" erhielten wir noch einen exzellenten Walnussbrand von Brigitta Rust und einen genauso guten Himbeerbrand von Scheibel.
Der Bezahlvorgang ging zügig und es folgte noch einmal eine Entschuldigung für das nicht gelungene Fleisch.
Fazit: der Service war exzellent, das Ambiente hat uns gut gefallen, an der Sauberkeit ist nichts auszusetzen, aber was haben wir verbrochen, dass wir beim Hauptgang so viel Pech hatten? Aber: es kann passieren.
Das Restaurant Reethus ist im ältesten Haus, Baujahr 1865 in Timmendorfer Strand. An der Rezeption des Hotels Fuchsbau hatten wir einen Tisch reserviert, welcher uns am nächsten Morgen telefonisch rückbestätigt wurde, dieses hatte mich schon mal fasziniert. Das Haus liegt in Strandnähe und bietet im Sommer eine Außenterrasse.
Pünktlich angekommen wurden wir im Erdgeschoß freundlich empfangen und an unseren Tisch in der ersten Etage geführt. Der gut geschulte Kellner fragte nach evtl. ersten Getränkewünschen und wir bestellten Aqua Panna (0,7l 6,80€)... mehr lesen
Anno 1865 im Reethus
Anno 1865 im Reethus€-€€€Restaurant04503888790Wohldstr. 25, 23669 Timmendorfer Strand
4.0 stars -
"Eigentlich wollten wir hier richtig gut speisen...." Ehemalige UserDas Restaurant Reethus ist im ältesten Haus, Baujahr 1865 in Timmendorfer Strand. An der Rezeption des Hotels Fuchsbau hatten wir einen Tisch reserviert, welcher uns am nächsten Morgen telefonisch rückbestätigt wurde, dieses hatte mich schon mal fasziniert. Das Haus liegt in Strandnähe und bietet im Sommer eine Außenterrasse.
Pünktlich angekommen wurden wir im Erdgeschoß freundlich empfangen und an unseren Tisch in der ersten Etage geführt. Der gut geschulte Kellner fragte nach evtl. ersten Getränkewünschen und wir bestellten Aqua Panna (0,7l 6,80€)
Geschrieben am 29.04.2016 2016-04-29| Aktualisiert am
29.04.2016
Besucht am 29.04.2016
Ich war heute nach fast 40 Jahren (!) in der Mahnertmühle und hatte den Eindruck, dass sich kaum etwas verändert hat. Damals feierte ich meine Verlobung in einem Nebenraum, der heute nach meinem Eindruck, noch genauso aussieht.
Es ist ein altes Fachwerkhaus innerhalb einer sehr alten Hofanlage, welches unter Denkmalschutz steht. Gelegen mitten im Grünen.
Parkplätze sind ausreichend vorhanden.
Das Publikum ist - an diesem Abend zumindest - älteren Jahrgangs. Insgesamt war das Restaurant sehr gut besucht.
Wir bekamen die Speisekarten sehr schnell, die Frage nach den Getränken kam leider erst viel später. Insgesamt ist der Service etwas, sagen wir mal, zurückhaltend. Verbsserungspotenzial ist gegeben.
Die Tische waren alle eingedeckt und Stoffservietten, was ich nicht gerade erwartet hatte, sind Standard. Die Speisekarte ist gut sortiert und es wird besonders auf frischen Fisch (Tagesangebot Scholle) und Wildspeisen hingewiesen. Für die Jahreszeit entsprechend ein gute Spargelkarte.
Ich wählte die Spargelcremesuppe (EUR 5,50?), die süßlich abgeschmeckt war und reichlich Spargel enthielt. Ein Minischeibe eines Pariserbrotes hatte sich auf dem Unterteller "verloren". Leider gab es kein Brot oder Butter vorweg. Muss aber zugeben, dass ich auch nicht danach gefragt hatte. Qualitativ war die Suppe gut. Als Hauptgang wählte ich ein Rinderfilet (220r.) mit einer - ich meine hausgemachten - leckeren Pfeffersoße, Salat und Pommes Frites (EUR 25,00?). Perfekt medium war das sehr, sehr zarte Fleisch, hochgeschnitten, gebraten. Die Soße wie schon erwähnt sehr gut. Als Nachtisch "nur" zwei Kugeln Vanilleeis, als "Sonderbestellung", was aber kein Problem war.
Übrigens ist ein Fragezeichen hinter den Preisen, da ich eingeladen war und ich keine Rechnung vorliegen habe. Bin mir allerdings sehr sicher, dass die Preise stimmen.
Zum Essen bestellte ich einen badischen Grauburgunder aus einem guten Angebot offener Weine.
Es war 21:30 h als ich den Eindruck hatte, gehen zu müssen, denn fast schlagartig waren wir die vorletzten Gäste und es schien so, als wenn um 22 Uhr die Türen abgeschlossen werden.
Ich war heute nach fast 40 Jahren (!) in der Mahnertmühle und hatte den Eindruck, dass sich kaum etwas verändert hat. Damals feierte ich meine Verlobung in einem Nebenraum, der heute nach meinem Eindruck, noch genauso aussieht.
Es ist ein altes Fachwerkhaus innerhalb einer sehr alten Hofanlage, welches unter Denkmalschutz steht. Gelegen mitten im Grünen.
Parkplätze sind ausreichend vorhanden.
Das Publikum ist - an diesem Abend zumindest - älteren Jahrgangs. Insgesamt war das Restaurant sehr gut besucht.
Wir bekamen die Speisekarten sehr schnell, die... mehr lesen
3.5 stars -
"Altbacken, gemütlich - gute Küche" Ehemalige UserIch war heute nach fast 40 Jahren (!) in der Mahnertmühle und hatte den Eindruck, dass sich kaum etwas verändert hat. Damals feierte ich meine Verlobung in einem Nebenraum, der heute nach meinem Eindruck, noch genauso aussieht.
Es ist ein altes Fachwerkhaus innerhalb einer sehr alten Hofanlage, welches unter Denkmalschutz steht. Gelegen mitten im Grünen.
Parkplätze sind ausreichend vorhanden.
Das Publikum ist - an diesem Abend zumindest - älteren Jahrgangs. Insgesamt war das Restaurant sehr gut besucht.
Wir bekamen die Speisekarten sehr schnell, die
Der Pächter Konstantinos Oustampasidis hat für Ende April 2016 nach kaum mehr als einem Jahr sein Lokal aufgegeben. Am Anfang lief alles noch gut, doch das Geschäft ist rasch eingebrochen. Statt der mindestens erforderlichen 200 Essen pro Woche konnte er nur noch ein Bruchteil dessen servieren.
Da der Pächter auch zuständig war für Kegelbahn, Squashcourts sowie Sauna im Turnerheim und der fast 900 Mitglieder fassende Turnverein Großwelzheim sich nicht in der Lage sieht, dies mit eigenen Kräften zu schultern, wurde in einer Mitgliederversammlung bei 55 Anwesenden Mitgliedern mit einer knappen Mehrheit beschlossen, die 92 Jahre alte Immobilie zu verkaufen. Deshalb bleibt das Turnerheim für die Öffentlichkeit ab 1. Mai geschlossen.
Der griechische Pächer hat bereits ein zweites Standbein, nämlich den ehenaligen "Schwanen" in Mömbris-Mensengesäß, der jetzt auch Simera heißt, wie bis Samstag die Turnhallen-Gaststätte in Großwelzheim.
Der Pächter Konstantinos Oustampasidis hat für Ende April 2016 nach kaum mehr als einem Jahr sein Lokal aufgegeben. Am Anfang lief alles noch gut, doch das Geschäft ist rasch eingebrochen. Statt der mindestens erforderlichen 200 Essen pro Woche konnte er nur noch ein Bruchteil dessen servieren.
Da der Pächter auch zuständig war für Kegelbahn, Squashcourts sowie Sauna im Turnerheim und der fast 900 Mitglieder fassende Turnverein Großwelzheim sich nicht in der Lage sieht, dies mit eigenen Kräften zu schultern, wurde in... mehr lesen
Simera bei Kosta
Simera bei Kosta€-€€€Restaurant, Vereinsheim061888290860Jahnstraße 2, 63791 Karlstein am Main
stars -
"Turnhallen-Gaststätte geschlossen, Zukunft ungewiss!" Ehemalige UserDer Pächter Konstantinos Oustampasidis hat für Ende April 2016 nach kaum mehr als einem Jahr sein Lokal aufgegeben. Am Anfang lief alles noch gut, doch das Geschäft ist rasch eingebrochen. Statt der mindestens erforderlichen 200 Essen pro Woche konnte er nur noch ein Bruchteil dessen servieren.
Da der Pächter auch zuständig war für Kegelbahn, Squashcourts sowie Sauna im Turnerheim und der fast 900 Mitglieder fassende Turnverein Großwelzheim sich nicht in der Lage sieht, dies mit eigenen Kräften zu schultern, wurde in
Das O´Pote gehört sicherlich zu den räumlich kleineren Restaurants in der Langen Reihe, aber auch zu den feineren. Neben einer Karte werden im Lokal auch tagesaktuelle Gerichte angeboten und eine Mittagskarte mit stark reduzierten Preisen wie beispielhaft Kalbsleber und Putenbruststreifen (beides deutlich unter 10€). Die beiden Gerichte waren sicherlich auch in der Menge reduziert aber immer noch ausreichend für einen Mittagsgang.
Als Vorspeise werden die üblichen Gerichte und Salate angeboten, die im Verhältnis zur Hauptspeise üppig ausfallen.
Als Nachspeise will ich die Dolce Misto empfehlen. Eine wirklich schmackhafte Auswahl an süßen Leckereien.
Auf Sonderwünsche, wie z. B. das Weglassen bestimmter Gewürze oder Zutaten, wird eingegangen, was eigentlich üblich sein sollte aber bei einigen Restaurants doch leider "vergessen" wird.
Am heutigen Tag war es fast leer, was zu sehr angenehm kurzen Wartezeiten führte.
Der Service war aufmerksam aber nicht aufdringlich.
Das O´Pote gehört sicherlich zu den räumlich kleineren Restaurants in der Langen Reihe, aber auch zu den feineren. Neben einer Karte werden im Lokal auch tagesaktuelle Gerichte angeboten und eine Mittagskarte mit stark reduzierten Preisen wie beispielhaft Kalbsleber und Putenbruststreifen (beides deutlich unter 10€). Die beiden Gerichte waren sicherlich auch in der Menge reduziert aber immer noch ausreichend für einen Mittagsgang.
Als Vorspeise werden die üblichen Gerichte und Salate angeboten, die im Verhältnis zur Hauptspeise üppig ausfallen.
Als Nachspeise will ich die... mehr lesen
Ristorante O' Pote
Ristorante O' Pote€-€€€Restaurant040243013Lange Reihe 83, 20099 Hamburg
4.0 stars -
"Klein aber fein" Ehemalige UserDas O´Pote gehört sicherlich zu den räumlich kleineren Restaurants in der Langen Reihe, aber auch zu den feineren. Neben einer Karte werden im Lokal auch tagesaktuelle Gerichte angeboten und eine Mittagskarte mit stark reduzierten Preisen wie beispielhaft Kalbsleber und Putenbruststreifen (beides deutlich unter 10€). Die beiden Gerichte waren sicherlich auch in der Menge reduziert aber immer noch ausreichend für einen Mittagsgang.
Als Vorspeise werden die üblichen Gerichte und Salate angeboten, die im Verhältnis zur Hauptspeise üppig ausfallen.
Als Nachspeise will ich die
In meinem Bericht über das „Sapori d’Italia“ in der Trappengasse erwähnte ich bereits die hohe Dichte an guten italienischen Lokalen in Landau. Nun ist seit letztem Sommer am Weißquartierplatz eine neue Pizzeria mit Lieferservice dazu gekommen. Anstelle des früheren Sonntagsbratens in der „Schleuse“ (so hieß das von zwei Mädels betriebene Vorgängerlokal, das eine deutsche Küche wie bei Muttern anbot) werden nun italienische Gerichte im „Pinocchio“ serviert.
Um es gleich vorweg zu nehmen: es kommt an die bekannten Landauer Italo-Benchmarks wie „Da Rocco“, „Amici“ oder „Sapori d’Italia“ nicht ran. Weder was die Qualität des Essens betrifft, noch vom Ambiente bzw. Service her. Aber vielleicht ist das auch gar nicht der Anspruch der Betreiber.
Aber immer schön der Reihe nach. Mein Kollege suchte infolge der Schließung seines Lieblingsitalieners „Da Domenico“ aus der Rheinstraße einen Ersatzmittagstisch für Pasta und Pizza. Das „Piccola Italia“ war ihm auf Dauer wohl zu langweilig geworden, also schaute er sich nach Alternativen um. Mit dem „Pinocchio“ wurde er fündig. Dort schmeckt ihm die Pizza ausgezeichnet und er hat sich über das PLV lobend geäußert. Das roch förmlich nach Empfehlung und so machten wir uns an einem Sonntagabend nach dem Besuch des 1. Streetfood-Markts in Landau (der mir ehrlich gesagt wenig Appetit machte) auf in Richtung Weißquartierplatz, an dem die Pizzeria sich befindet.
Von außen wirkt das „Pinocchio“ etwas überplakatiert, einige Schiefertafeln mit Öffnungszeiten und Tagesangeboten bedecken die Fensterläden. Selbst die Fensterscheiben sind mit den jeweils vergünstigten Tagesofferten: „Montag: Nudel, Dienstag: Pizza,…usw.“ beschrieben. Da wäre weniger sicherlich mehr, aber man muss wahrscheinlich mit Niedrigpreisen werben, um auf sich aufmerksam zu machen.
Im Inneren hat sich wenig geändert. Die sichtbaren Holzbalken an Decke und Wand kenne ich noch aus „Schleusenzeiten“. Die für ein Speiselokal von der Größe (geschätzte 30 Plätze) etwas überdimensionierte Theke aus hellem Holz stellt nach wie vor das zentrale Element des Gastraumes dar. Die putzige Deko früherer Tage ist einer eher nüchternen Ausstattung der Tische gewichen. Vereinzelte Drucke auf Leinwand versuchen etwas Farbe ins Lokal zu bringen. Leider wurde auch der golden umrahmte Querspiegel für Werbezwecke („Montag: Nudel, Dienstag: Pizza,…usw.“) genutzt. Ein paar in sattem Italo-Rot bepinselte Wandbereiche wirken eher unpassend zur ansonsten recht rustikalen Einrichtung, die sich in Form von einfach gehaltenem, hellem Holzmobiliar ausdrückt.
Der freundliche, aber von Anfang an zu kumpelhaft auftretende Mann im Service reichte uns gut gelaunt die Speisenkarten. Wir waren zu dieser Zeit die einzigen Gäste, später kam noch ein weiteres Pärchen dazu. Nicht gerade viel an einem Sonntagabend. Die Getränkebestellung, eine kleine Apfelsaftschorle (0,2 l für faire 1,80 Euro) und ein großer Radler (0,5l), wurde aufgenommen und recht zeitnah in die Tat umgesetzt. Dazu grüßte man uns aus der Küche mit zwei Scheiben Bruschetta, was ja beim Italiener eher selten ist.
Die Speisenkarte enthielt die üblichen Vorspeisenverdächtigen italienischer bzw. mediterraner Handschrift: diverse Salate (Nizza, Italia, Caprese, Frutti di Mare), Bruschetta, gebackener Schafskäse und gegrillte Peperoni. Alles zu Preisen um die 5 bzw. 6 Euro. In der Karte zählte ich 20 verschiedene Pizzen, die in zwei Größen angeboten wurden. Die preisliche Differenz zwischen klein und groß betrug bei jeder Pizza 1,50 Euro. Auch hier empfängt einen Altbekanntes in Form gängiger Pizzabeläge. Lediglich die „Pizza Dolce“ mit Nutella und Mandeln (wohl als Dessert gedacht) ragte etwas aus dem gewöhnlichen Angebot heraus. Wobei ich da doch eher skeptisch bin, was den Geschmack dieser Kombi angeht. Zusätzlich werden ein gutes Dutzend Pastagerichte, ein paar Flammkuchen und 5 Schnitzelvariationen (wahlweise von der Pute oder vom Schwein) angeboten. Auch kleinere Gerichte, wie Curry- oder Bratwurst, sind zu haben. Meines Erachtens wird da dem deutschen Einheitshunger nach Fleischgerichten etwas zu viel Tribut gezollt. Auch wenn es die Nachfrage zu verlangen scheint, hier wäre mehr Profilschärfe in Sachen italienischer Küche dringend anzuraten. Man geht ja auch nicht zum Craftbeertrinken in eine Weinstube, zumindest nicht in der Pfalz. Egal, mit Scampi, Calamari und Lachs ist schließlich auch noch die maritime Fraktion vertreten. Ein beachtliches Sortiment, was man im „Pinocchio“ offeriert. Hoffentlich geht das nicht zu Lasten der Produktfrische.
Wir bestellten einen Italienischen Salat (6,50 Euro) als Vorspeise, der mit einem Hausdressing auf Sahne-Essig-Basis angemacht war. Die einzelnen Komponenten waren frisch. Die Kochschinken- und Käsestreifen waren schneckenförmig zusammengerollt, die Portionsgröße ging ebenfalls in Ordnung. Mich störte etwas der übermäßige Einsatz an Dressing. Da wäre weniger tatsächlich mehr gewesen, zumal sein starker Geschmack die übrigen Salatbeigaben im wahrsten Sinne des Wortes unter sich begrub. Der optisch nett ausschauende Streuer verpfefferte mir die Tomaten, da mit ihm eine richtige Dosierung kaum möglich war. Aussehen ist eben doch nicht alles, dachte ich.
Da kam die von mir bestellte große „Pizza Diavola“ (7 Euro) mit serienmäßig Peperoniwurst, Ei und milden Peperonis drauf. Die 50 Cent Aufschlag für die Bolognese-Sauce als Extrabelag investierte ich gerne. Sie war schön saftig, vom Boden her etwas dicker (also eher „napoletana“ als „romana“) und hatte ordentlich Belag drauf. Leider war sie wohl ein wenig zu lange im Ofen geblieben, weshalb der Boden auf der Unterseite etwas zu dunkel ausfiel. Auch die „diabolische“ Schärfe ließ sie etwas vermissen. Ansonsten war sie geschmacklich im zufriedenstellenden Bereich.
Die „Spaghetti Salmone“ (7,50 Euro) meiner Begleitung wurden nicht – wie ja allgemein häufig – mit einer Sahnesauce serviert. Im würzig-pikanten (auch hier hätte etwas weniger Salz nicht geschadet) Tomatensugo wimmelte es nur so vor Lachsstücken. Für den Preis natürlich TK-Lachs, der beim Kochen schnell austrocknet, was leider auch hier der Fall war. Die Sauce hatte für mein Empfinden auch etwas zu viel Knobi abbekommen, aber das ist wohl Ansichtssache, denn meiner Begleitung schien das Pastagericht zu munden.
Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass es für das „Pinocchio“ aufgrund der Vielzahl von Top-Italienern in und um Landau sicherlich schwer wird zu bestehen. Vielleicht ist die Idee mit dem Lieferservice ja der richtige Weg, denn auch gute Durchschnitts-Pizzen finden bei vernünftigen Preisen ihren Absatz. Als wirklich ernstzunehmende Pizzeria fehlt mir jedoch das Besondere – sowohl auf dem Teller, als auch vom Gesamtpaket her. Nur über den Preis und mit sogenannten Aktionstagen wird da auf Dauer das Publikum ausbleiben, so meine Befürchtung.
In meinem Bericht über das „Sapori d’Italia“ in der Trappengasse erwähnte ich bereits die hohe Dichte an guten italienischen Lokalen in Landau. Nun ist seit letztem Sommer am Weißquartierplatz eine neue Pizzeria mit Lieferservice dazu gekommen. Anstelle des früheren Sonntagsbratens in der „Schleuse“ (so hieß das von zwei Mädels betriebene Vorgängerlokal, das eine deutsche Küche wie bei Muttern anbot) werden nun italienische Gerichte im „Pinocchio“ serviert.
Um es gleich vorweg zu nehmen: es kommt an die bekannten Landauer Italo-Benchmarks wie „Da... mehr lesen
Pinocchio
Pinocchio€-€€€Lieferdienst, Pizzeria063415496389Schleusenstraße 7, 76829 Landau in der Pfalz
3.0 stars -
"Durchschnittsitaliener mit Lieferservice am Weißquartierplatz" Ehemalige UserIn meinem Bericht über das „Sapori d’Italia“ in der Trappengasse erwähnte ich bereits die hohe Dichte an guten italienischen Lokalen in Landau. Nun ist seit letztem Sommer am Weißquartierplatz eine neue Pizzeria mit Lieferservice dazu gekommen. Anstelle des früheren Sonntagsbratens in der „Schleuse“ (so hieß das von zwei Mädels betriebene Vorgängerlokal, das eine deutsche Küche wie bei Muttern anbot) werden nun italienische Gerichte im „Pinocchio“ serviert.
Um es gleich vorweg zu nehmen: es kommt an die bekannten Landauer Italo-Benchmarks wie „Da
Wir hatten eine größere Firmenveranstaltung und um sicher zu gehen, habe ich zwei Tage vor dem Großevents" Probeessen gemacht, zu dritt und wir waren einigermaßen überzeugt, dass wir eine gute Wahl getroffen haben. Die Bedienung war freundlich, machte Scherze mit und die bestellten Speisen wurden gut beschrieben. Das ich ein falsches Essen serviert bekam, kann vorkommen, das wurde auch schnell "ausgebügelt". Geschmacklich war an dem Abend alles OK.
Zur Speisekarte ist zu sagen, dass diese sehr, sehr umfangreich ist. Mexikanische Gerichte neben internationalen, dazu noch Tages- oder Wochenempfehlungen. Ein bisschen viel...
Toll sind die Cocktails und die sehr guten Preise. Das macht richtig Spaß.
Nun zu dem Abend mit ca. 25 Gästen. Obwohl wir uns rechtzeitig angemeldet hatten, war aus unserer Sicht zu wenig Personal bereitgestellt worden. Es kann nicht sein, dass man 10 Minuten auf ein Getränk warten muss und irgendwie hatten wir den Eindruck, dass alles durcheinander geht. Sehr sehr positiv war, dass eine Kellnerin fließend russisch sprach und die Speisekarte, die es leider nur in deutsch gibt, in russisch übersetzen konnte.
Um den Ablauf etwas einfacher zu gestalten bestellten wir einige gemischte Vorspeiseplatten, die gut bei unseren Gästen ankamen.
Die Hauptspeisen waren sehr unterschiedlich und wurden teilweise sehr gut, aber auch mit "ok" bezeichnet. Ich würde sagen Durchschnitt. Ich hatte erneut Pech, denn mein Essen, ein Rumpsteak kam als letztes und sowohl das Fleisch, als auch die Pommes Frites waren nur lauwarm. Das Fleisch hatte ich medium bestellt, es war aber mehr durch als medium.
Insgesamt ist die Atmosphäre nicht schlecht, eher ein Pub als ein Restaurant. Sehr viele junge Leute.
Vor dem Lokal besteht die Möglichkeit draußen zu sitzen.
Wir hatten eine größere Firmenveranstaltung und um sicher zu gehen, habe ich zwei Tage vor dem Großevents" Probeessen gemacht, zu dritt und wir waren einigermaßen überzeugt, dass wir eine gute Wahl getroffen haben. Die Bedienung war freundlich, machte Scherze mit und die bestellten Speisen wurden gut beschrieben. Das ich ein falsches Essen serviert bekam, kann vorkommen, das wurde auch schnell "ausgebügelt". Geschmacklich war an dem Abend alles OK.
Zur Speisekarte ist zu sagen, dass diese sehr, sehr umfangreich ist. Mexikanische Gerichte... mehr lesen
Hemingway’s
Hemingway’s€-€€€Restaurant, Bar, Cocktailbar, Gaststätte06215299777Bahnhofstraße 15, 67059 Ludwigshafen am Rhein
3.0 stars -
"Mal so, mal so - es gibt Verbesserungspotential" Ehemalige UserWir hatten eine größere Firmenveranstaltung und um sicher zu gehen, habe ich zwei Tage vor dem Großevents" Probeessen gemacht, zu dritt und wir waren einigermaßen überzeugt, dass wir eine gute Wahl getroffen haben. Die Bedienung war freundlich, machte Scherze mit und die bestellten Speisen wurden gut beschrieben. Das ich ein falsches Essen serviert bekam, kann vorkommen, das wurde auch schnell "ausgebügelt". Geschmacklich war an dem Abend alles OK.
Zur Speisekarte ist zu sagen, dass diese sehr, sehr umfangreich ist. Mexikanische Gerichte
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Die Servicemenschen agieren hier, sagen wir mal, sehr fokussiert. Beim Betreten des Gastraums durchaus bemerkt, geschah außer dem heben des Blicks und einer erstaunt wirkenden Mimik nichts, ungerührt wurde weiter am Weinglas herumpoliert. Anscheinend sind wir im ‘Hotel California‘ in einer Zeitschleife gelandet. Bevor jedoch ein Paradoxon mit seinen potentiell schrecklichen Folgen eintreten konnte, rettete Madame die Situation indem sie freundlich einen guten Abend wünschte. Das setzte dann eine ganze Reihe anscheinend konditionierter Verhaltensmuster in Gang. Es wurde zurückgegrüßt, das Glas abgestellt und mit der Nachfrage ob wir reserviert hätten bewegte man sich aus dem Thekenbereich zum aufgeschlagenen Reservierungsbuch. Durch unser Verneinen brutal in seinem Verve gebremst, übergab uns der Thekenmensch an den Kellner, der uns einige Tische zur Auswahl anbot. Kurz darauf kamen bereits die kunstledergebundenen Karten und einige eingelegte Oliven als Amuse-Äquivalent. Der eilfertigen Getränkenachfrage begegneten wir routiniert mit der Bestellung einer Flasche stillen Wassers (Gerolsteiner naturell, 0,75 L à 5,10 Euronen), danach konnten wir in Ruhe auswählen. Die Karte bietet wie eingangs erwähnt die üblichen Balkangerichte, Schnitzel und Steaks. Also sollte es für Madame der Grillteller und für mich ein Filetsteak mit Gorgonzolasauce sein. Eine gewünschte Beilagenänderung (Spinat statt Bohnen zum Filet) wurde problemlos akzeptiert.
Da es nur ein schnelles Abendessen sein sollte, verschwendeten wir keinen Gedanken an eventuelle Vorspeisen, zumal bei fast jedem Gericht ein “selbst zusammengestellter Salat vom Buffet“ inkludiert ist. In einer handelsüblichen Saladette mit Granit-Arbeitsfläche findet sich
| Das Salatbuffet |
Frische Komponenten:
- Gurkenscheiben (geschält)
- Tomatensechstel
- Radicchio Rosso di Chioggia
- Eisberg und Radicchio gemischt
- Eichblattsalat (rot)
- Senfrauke (Rucola)
- Möhrenraspel
Potentiell Convenience
- Mais und Kidneybohnen
- Oliven (schwarz und grün)
- Sauer eingelegte Pepperoni
- Rote Beete Schnipsel
- Brechbohnensalat
- Krautsalat
- Salatsaucen (Joghurt/Cocktail)
>>>> Toll, zweispaltig kriegt die Software wieder nicht hin... <<<<
Alles in erwartbar ordentlicher Qualität, wobei man gerne auf die eine oder andere Convenience-Zutat hätte verzichten dürfen. Ach ja, Essig, Öl und Pfeffermühle gab‘s auch am Buffet, is halt etwas mühsam, besonders wenn sich bereits eine mit den Hufen scharrende Schlange gebildet hat….
Noch bevor wir die Salate verzehrt hatten, stand schon der Servicemensch am Tisch und servierte
| Die Hauptspeisen |
Grill-Teller 13,90 Euronen
2 Ćevapčići, Spieß, Kotelett, Hacksteak und Speck, mit Pommes frites, Djuvečreis und Salat
Nunja, die Bestandteile waren alle da, zusätzlich etwas Ajvar (mild, Convenience, verzichtbar) und rohe Zwiebelwürfel. Der Reis nicht so verkocht wie oft erlebt aber leider fast geschmacksfrei, die Pommes hätten durchaus noch etwas länger gedurft, so waren sie leicht biegsam und lätschig. Optisch waren die Fleischanteile ansprechend, einzig die Ćevapčići und der Spieß ließen noch so etwas wie Saftigkeit erkennen, der Rest ist auf dem Kontaktgrill akribisch durchgetrocknet. Beim Spieß war das wohl der Herkunft aus dem durchzogenen Schweinekamm geschuldet, die Ćevapčići hingegen hatten anscheinend etwas mehr Aufmerksamkeit des Kochs. Mit guter Würze und angenehmem Knoblauchanteil ließen sie fast den umrötenden Einsatz von NaNO2 vergessen. Wobei Bernie-Bo als ausgewiesener Ćevapčići-Papst hier sicher noch mehr zu sagen hätte.
Rinderfilet in Gorgonzolasauce, Blattspinat und Rösti 23,90 Euronen
Okay, auch hier waren die ausgewiesenen Ingredienzien vorhanden, deren Qualität schien allerdings am untersten Ende der Skala angesiedelt. Röstitaler und Spinat TK-Ware, kann man machen, muss man aber auch gut umsetzen. Taler waren zu weich und nicht richtig kross ausgebacken (wahrscheinlich zusammen mit den Pommes zu früh aus der Fritteuse), der Spinat, übergart, geschmacklich etwas dicht am Komposthaufen. Die gewünschte Garstufe beim Filet (medium-rare) wurde getroffen. Allerdings wurde das Stak wie unschwer zu erkennen aus dem Filetkopf geschnitten und zwar genau an der Stelle wo die stärkste Sehne sitzt, herzlichen Dank! Unverständlich, umso mehr als dass der Laden auch Stroganoff, Salat mit Filetspitzen und Mittagstisch offeriert… Das Beste schien noch die aromatische Gorgonzolasauce.
Der dazu georderte, offene Chardonnay (0,25 L à 4,50 Euronen) war als solcher nicht zu erkennen, leistet beim Runterspülen der ‘Perlen balkanischer Kochkunst‘ jedoch gute Dienste.
Zum Ordern der Rechnung mussten wir wiederum durch Winken (Stichwort: Fokussierung des Service, leider knapp neben dem Gast) auf uns aufmerksam machen. Bei Beschränkung auf die rein kroatischen Gerichte und wenn die Küche einen besseren Tag hat, eventuell einen Versuch wert. In der gegenwärtigen Form, auch wenn es zum Abschluss nochmal klebrig-gelbsüß aufs Haus gab, für insgesamt 51,90 Euronen ein höchst ungern zu wiederholendes Vergnügen.