Geschrieben am 27.11.2017 2017-11-27| Aktualisiert am
27.11.2017
Besucht am 26.11.2017Besuchszeit: Mittagessen 6 Personen
Allgemeines
Unser kurzfristig ausgemachtes Ziel für ein sonntägliches Mittagessen war gestern das Restaurant Waldblick, in Stockstadt auf der gegenüberliegenden Mainseite gelegen. Es handelt sich hierbei um die Gaststätte in der Frankenhalle, die seit Jahren im Ort und in der näheren Umgebung für gutes kroatisches, aber auch deutsches Essen nicht nur uns bekannt ist. Für Gäste, die mit dem Auto anreisen, gibt es mehr als genügend Parkplätze gegenüber der Halle. Für Kinder in ca. 50 m Entfernung einen Spielplatz sowie in den integriert auch einen Fitness-Parcours und für Senioren.
Wir trafen uns beim Schwager in Mainaschaff, um uns gegen 12.15 zu Fuß auf den Weg über den Main zu machen. Gleiche Besetzung wie am Vorsonntag, nur dass diesmal alle sechs laufen.
Eigentlich wollte ich gar nichts über unsere Einkehr schreiben, aber die Vorkommnisse schreien schon allein wegen unserer Engelsgeduld, die wir an den Tag legten, geradezu nach einer nochmaligen Rezi nach knapp drei Jahren, in denen wir schon öfter mit großer Zufriedenheit den Aufenthalt im Waldblick genossen.
Der Service
Um 13 Uhr betraten wir das Restaurant. Auf den ersten Blick war schon zu sehen, dass es proppenvoll war. Dies sollte kein Problem sein, da wir ja reserviert hatten. Mehrere Bedienungen, männlich und weiblich, wuselten hektisch durch den Raum, um Speisen und Getränke an den Mann oder die Frau zu bringen, so dass wir uns nach ca. 5 Minuten bei einer Bedienung meldeten, um unseren reservierten Tisch nachzufragen. Es war aber keiner frei. Also wurden wir um etwas Geduld gebeten, da man umorganisieren musste. Nach wiederum ca. 5 Minuten wurden zwei ältere Damen, die gerade ihre Getränke serviert bekamen und an einem 6er-Tisch saßen, von der Bedienung in den großen Nebenraum umgesetzt, in dem gerade zwei Plätze an einem langen tafelförmigen Tisch frei wurden, und wir bekamen deren Tisch direkt am großen Eckfenster an deren Stelle zugewiesen.
Wir halfen den beiden Herrschaften freundlicherweise bei der Umsiedlung und beförderten deren Getränke an ihren neuen Platz. So weit, so gut.
Kaum dass wir saßen, kam auch schon die erste Bedienung mit sechs Speisekarten in der Hand an unseren Tisch und fragte sofort nach unseren Getränkewünschen. Unsere drei Damen bestellten je einen Plavac (kroatischer Rotwein, 0,2 l, 3,50 €), dazu ein Sodenthaler Exquisit Mineralwasser und drei Gläser (0,7 l, 3,30 €). Wir Männer entschieden uns für je ein gezapftes Schlappeseppel Pils (0,5 l, 2,70 €, laut Karte, serviert wurden aber 0,4-l-Gläser), deren Preis sich aber nicht nachvollziehen ließ.
Recht flott kamen dann auch schon kurz darauf unsere gut gekühlten bzw. temperierten (Rotwein) Getränke.
Das war aber das einzig Flotte während unseres Aufenthaltes. Wir blätterten in der Speisekarte, es dauerte etwas, bis sich ein jeder entschieden hatte, eine Servicekraft war nicht mehr in unserer Nähe zu sehen. Und so mussten wir jemanden herbeiwinken, der unsere Bestellung aufnehmen sollte. Sie war auch gleich da und bat um etwas Geduld, sie muss erst schnell noch ein paar anderen Gästen ihre Speisen servieren und kommt dann gleich zu uns. Aus dem Komme gleich wurde dann eine Viertelstunde.
Nachdem wir endlich unsere Essenswünsche der Bedienung preisgaben, bedienten wir uns erst mal selbst am Salatbuffet. Kurz darauf wurden dann schon Teller zum Vorwärmen auf zwei Rechauds gestellt.
Vom Betreten des Restaurants bis zu diesem Zeitpunkt waren jetzt schon ca. 50 Minuten vergangen. Ein Kellner brachte uns Männern schon mal je einen heißen Slivowitz an den Tisch, um die Wartezeit zu überbrücken. Als sich nach weiteren 30 Minuten, wir hatten in der Zwischenzeit Getränkenachschub bestellt und auch serviert bekommen, noch nichts in puncto Essen tat, winkten wir abermals eine Bedienung herbei und fragten nach, woran es hakt. Schließlich war uns aufgefallen, dass Leute, die deutlich nach uns kamen schon mit ihrem Essen zugange waren. Sie wollte sich drum kümmern und kam mit einer Entschuldigung und einer zweiten Runde Slivowitz, diesmal für alle sechs Personen an den Tisch. Und was soll ich sagen? Warten aufs Essen
Die Zwei-Stunden-Wartezeit-Marke wurde mittlerweile gerade überschritten, die Warmhaltekerzen wollten schon ihren Geist aufgeben, da tat sich doch endlich was. Die Essen kamen an den Tisch. Aber nicht wie bestellt, zweimal Chefplatte für zwei Personen, sondern eine Chefplatte für vier Personen. Kurz darauf die beiden Einzelgerichte.
Schlimm auch, dass es bei der Abrechnung einen furchtbaren Kuddelmuddel gab, da weder der ausgedruckte Bon noch die Teilung in drei verschiedene Zahler stimmte. So einigten letztendlich wir drei Paare uns untereinander, wer wie viel bezahlen muss, damit roundabout 120 € zusammenkommen. Die Bedienung bedankte sich daraufhin für unsere Geduld mit noch einer Runde heißen Slivowitzes, dazu noch für die drei Damen zusammen ein Schachtel Lind-Pralinen. Wir verließen kurz nach 16 Uhr das Restaurant. Obwohl wir so lange warten mussten, sahen wir es locker, da wir uns ja bestens unterhalten konnten, und eh an diesem Sonntag nichts Anderes mehr vorhatten. Schön warm war es übrigens auch im Lokal.
2 Sterne, also deutlich Luft nach oben, attestiere ich dem Service für diesen Tag, aber nur aufgrund des gelungenen Versuchs der Kompensation.
Das Essen
Meine Frau und ihre eine Schwester bestellten die Chefplatte für zwei Personen (je 13,90 €), das gleiche die dritte Schwester mit ihrem Mann. Serviert wurde, wie schon unter Service erwähnt dann eine Chefplatte für vier Personen. Vier Rumpsteaks, vier Cordon Bleu, vier Schweinesteaks, ebenso viele Bällchen Djuvec-Reis, diverse Gemüsesorten, Kroketten, Bratkartoffeln sowie ein Schälchen Ajvar. Die Rumpsteaks garniert mit Kräuterbutter, die Cordon Bleus mit Zitronenvierteln. So war wenigstens beim Fleisch und beim Reis eine gleichmäßige Verteilung möglich. Beim Gemüse mussten sich vier Personen einigen. Einig waren sich alle, dass besonders die Rumpsteaks hervorstachen, sie waren doch tatsächlich medium, wie gewünscht, und schön zart. Cordon Bleu und Schweinesteaks waren in Ordnung. Das Gemüse sehr gut, Bratkartoffeln und Kroketten okay. Alle vier fanden es in Ordnung, wurden pappsatt und insgesamt betrachtet hat es ihnen geschmeckt. Chefplatte für 4 Personen
Der Schwager neben mir entschied sich für Schweinesteak mit Pfeffersoße und Pommes (10,90 €).
Kaum stand der Teller vor ihm legte auch schon los. Trotz der räumlichen Nähe war ein Foto deshalb nicht mehr möglich. Ob es der Hunger reingetrieben hat oder ob es ihm wirklich geschmeckt hat, vermag ich nicht zu deuten, da das Fleisch doch sehr trocken für mich aussah. Sein Teller war jedenfalls auch leer gegessen.
Nun zu meinem Essen. Die Pfefferpfanne (14,90 €) sollte es sein. Pfefferpfanne
In der Pfanne serviert, dazu wurde ein gewärmter Teller gereicht, auf dem ich mir die einzelnen Komponenten so nach und nach selber anrichtete. Zuerst aß ich das Rumpsteak, das mich wirklich überraschte. Auch hier schön medium, das Fleisch butterzart, die Kauwerkzeuge wurden geschont. Etwas mehr zu tun hatten sie schon, um das Lammfilet in den Magen zu befördern, geschmacklich okay, aber doch sehr fest. Von einem Hauch von medium keine Spur. Noch schlimmer dann das Schweinesteak. Da fühlte ich mich leicht verarscht. Optisch gut aussehend, ergab sich nach dem ersten Bissen nicht nur, dass dieses Stück Fleisch totgebraten war, sondern dass auf der unteren Seite die sogenannten Grillstreifen kein sogenanntes Grillaroma versprühten, sondern im Gegenteil einen bitteren, ungenießbaren Geschmack verbreiteten. Typischer Fall von nicht ganz sauberem Grill. Ich habe das Steak jedenfalls nach dem ersten Bissen nicht mehr angerührt und auf dem Teller liegen lassen. Die Pfeffersoße war okay, das Gemüse auch sehr gut. Aus der Pfanne auf dem Teller
Bei der Bewertung bin ich zwiespältig. Mein Essen war höchstens 2,5* wert, die anderen vielleicht 3,5*. So ergibt sich für mich ein gerade noch okay mit 3*.
Das Ambiente
Alle Tische ordentlich mit Tischdecken versehen. Die Servietten gefaltet und aufgestellt. Messer und Gabeln rechts und links davon. Ein kleines Blümchen im Töpfchen sowie eine Kerze, die auch angezündet wurde, sowie kleine Pfeffer- und Salzmühlen runden die Tisch-Deko ab. Dunkelbraune Stühle mit Sitzpolstern, passend zu den Fenstern, wahrscheinlich schon genauso alt wie diese, lassen einen bequem sitzen.
Sowohl Gaststätte als auch der Sommergarten können ebenerdig betreten werden. Da sich auch die Toiletten auf der gleichen Ebene befinden, steht einem Besuch für Gehandicapte nichts im Wege.
Die Sauberkeit
Auf den ersten Blick nichts ins Auge gefallen, was einen an der Sauberkeit hätte stören können. Auch die Toiletten machten einen sauberen, ordentlichen Eindruck.
Mein Fazit
Das Dilemma mit dem Service lasse ich mal als hoffentlich einmaligen Ausrutscher gelten. Ein proppenvolles Restaurant spricht eigentlich für gute Qualität und Zufriedenheit der Gäste. Kann aber auch bei großem Andrang für Abstriche beim Essen sorgen. Gesamteindruck (nach „Küchenreise“)
3 – nur wenn es sich ergibt, wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
Allgemeines
Unser kurzfristig ausgemachtes Ziel für ein sonntägliches Mittagessen war gestern das Restaurant Waldblick, in Stockstadt auf der gegenüberliegenden Mainseite gelegen. Es handelt sich hierbei um die Gaststätte in der Frankenhalle, die seit Jahren im Ort und in der näheren Umgebung für gutes kroatisches, aber auch deutsches Essen nicht nur uns bekannt ist. Für Gäste, die mit dem Auto anreisen, gibt es mehr als genügend Parkplätze gegenüber der Halle. Für Kinder in ca. 50 m Entfernung einen Spielplatz sowie in den... mehr lesen
Waldblick
Waldblick€-€€€Restaurant060274051308Forststraße 2, 63811 Stockstadt am Main
3.0 stars -
"Unsere Geduld wurde ganz schön strapaziert!" Ehemalige UserAllgemeines
Unser kurzfristig ausgemachtes Ziel für ein sonntägliches Mittagessen war gestern das Restaurant Waldblick, in Stockstadt auf der gegenüberliegenden Mainseite gelegen. Es handelt sich hierbei um die Gaststätte in der Frankenhalle, die seit Jahren im Ort und in der näheren Umgebung für gutes kroatisches, aber auch deutsches Essen nicht nur uns bekannt ist. Für Gäste, die mit dem Auto anreisen, gibt es mehr als genügend Parkplätze gegenüber der Halle. Für Kinder in ca. 50 m Entfernung einen Spielplatz sowie in den
Besucht am 15.11.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 40 EUR
Nach dem Besuch des Rebmeerbades in Bad Bergzabern wollten wir mal wieder bei Marc Wendel in der Kapeller Hopfestubb einkehren. Dieses in Kapellen-Drusweiler beheimatete, nur wenige Kilometer von der Kurstadt entfernte Lokal hatte leider an jenem Abend wegen Betriebsurlaub geschlossen. Plan B deutete auf den Griechen „Athos“ am Ortsrand hin. Da war noch was? Ah ja, die alteingesessene, von der Familie Haas betriebene Weinstube gleichen Namens fiel mir als brauchbare Alternative aus dem kulinarischen Gedächtnis.
Schon tausend Mal daran vorbeigefahren, aber nie halt gemacht. Das sollte sich an jenem Abend ändern. Die Lichter brannten, als wir den Wagen gegenüber abstellten und das von außen sehr einladend wirkende, an der Weinstraße Richtung Wissembourg (Elsass) gelegene Gasthaus betraten. Durch die Fenster erspähten wir noch ein paar freie Plätze im vorderen Gastraum. Da würde sicher auch ein freier Tisch für uns „herausspringen“.
Die Begrüßung fiel nicht unfreundlich, aber auch nicht besonders herzlich aus. Den beiden Service-Damen im Dirndl merkte man gleich an, dass sie alle Hände voll zu tun hatten. Von den fünf Tischen der holzvertäfelten, vorderen Gaststube waren drei bereits belegt und einer für eine größere Gruppe reserviert. Einer war noch frei – unser Glück! Erst später sahen wir immer mal wieder Gäste, die aus dem hinteren Bereich der Weinstube kamen und sich freundlich im Hinausgehen verabschiedeten. Da wären also auch noch ein paar Sitzgelegenheiten gewesen.
Im Inneren herrschte behagliches Gasthausambiente. Gefliester Boden, urige Holzdecke, Wandschränke hinter deren Glastüren Weinflaschen auf ihre Verkostung und polierte Bordeaux-Kelche auf ihre Befüllung warteten. Auch bei den Eckbänken und dem Mobiliar gab helles Holz den Ton an. Zünftige Wirtshausstühle standen mit herzförmig gelöcherter Rückenlehne und bequemem Sitzpolster um die nicht minder groben Holztische. Die Rustikalität des Gastraums wurde von der folkloristischen Aufmachung der beiden Service-Mädels noch unterstrichen. Das war in sich stimmig und passte zusammen. Auf den Tischen lag das Einfachbesteck auf roten Stoffsets. Die Servietten standen wie frisch gehisste Segel aufrecht. Pfeffer, Salz und etwas piefige Plastikdeko gesellten sich zum Aufsteller mit dem Dessertangebot und dem Lichtlein in der Mitte.
Zügig wurden uns die Speisekarten gereicht. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, da die Auswahl recht üppig daher kam. Zwei Suppen und sechs verschiedene Salate, letztere mit leckeren „Begleiterscheinungen“ wie beispielsweise Garnelenspieß und gebackenen Kartoffeltaschen, füllten allein die erste Seite des „Wälzers“. Es ging weiter mit dreimal Fisch (Schollenfilet, Zander und Bandnudeln mit Räucherlachs und Garnelenspieß) und zweimal vegetarisch. Der gastronomisch mittlerweile etablierte Nichtfleischesser durfte zwischen Kräuterpfannkuchen mit Rahmgemüsefüllung (10,90 Euro) und Tagliatelle in Champignonkräutersauce (11,50 Euro) aus dem Wok wählen. Das Herzstück der Karte oder besser gesagt ihr „Filet“ stellte die große Auswahl an Fleischgerichten dar. Zu den acht Hauptspeisen mit Carnivorenhintergrund (Schnitzel, Rumpsteak, Kalbstafelspitz & Co) gesellten sich noch sechs Pfalz-Klassiker (vom Leberknödelteller bis zur beschwipsten Winzerpfanne alles dabei!) hinzu.
Wie in so vielen Etablissements dieser Art mangelte es auch dieser beträchtlichen Ansammlung gutbürgerlicher Allerweltsgerichte an dem gewissen Etwas. Kulinarische Alleinstellungsmerkmale – leider Fehlanzeige! Als gäbe es zu Schweinemedaillons, Schnitzel Wiener Art und Wurstsalat keine Alternativen. Schade eigentlich, denn auch in solchen Lokalen würde sich der Gast über saisonale Angebote, die gerne auch das regionale Umfeld mit einbeziehen, freuen. Ehrenhalber seien die hausgemachte Riesling-Crèmesuppe mit Gemüsewürfeln (4,50 Euro) und die mit Blut- und Leberwurst verfeinerten Pellkartoffeln aus der Pfanne (10,80) erwähnt.
Das Tagesangebot lockte schon per Schiefertafel vor dem Eintritt in das Gasthaus. Gekochte Rinderbrust an deftiger Meerrettichsoße mit Petersilienkartoffeln und Beilagensalat (10,90 Euro) stand da in Kreide geschrieben. Meine Begleitung hatte sich schnell dafür entschieden. Mich sprach trotz großem Hunger das Angebot im „Haas“ nicht so recht an, also suchte ich mein Heil im
„angus nigrum“, wie der Rumpsteak-Lateiner zu sagen pflegt. Für nicht gerade schüchterne 21,90 Euro wurde es wahlweise mit Kräuterbutter oder Pfefferrahmsoße offeriert. Dazu gesellten sich je nach Gusto Pommes frites oder Kroketten sowie ein Beilagensalat. Zum Durstlöschen orderten wir eine Flasche Mineralwasser (0,75l für 3,90 Euro) und ein kleines Tannenzäpfle vom Fass (0,33l für 2,80 Euro).
Man sah uns den Appetit scheinbar an, denn die beiden Beilagensalate ließen nicht lange auf sich warten. Beide waren sie schmackig mit Essig und Öl angemacht. Die Verwendung frischer Zutaten war offensichtlich. Mild-süßliche Karottenraspel, rahmig abgeschmeckter Weißkohl, frisch gehobelte Gurkenscheibchen und ein farbenfroher Lolo-Rosso-Bianco-Mix obenauf. Na das begann doch schon einmal richtig gut! Ein wenig Weißbrot zum Auftunken des delikaten Dressings gab ich in Auftrag. Diesem wurde schnell entsprochen und der erste Hunger war gebannt.
Auch unsere beiden Hauptgerichte kamen zeitnah. Das freute uns, denn nach dem Sport ist die Esslust ja mitunter am größten. Das Rumpsteak kam wie bestellt medium rare auf den Teller. Schön anzusehen war es zwar, doch in einer Pfälzer Weinstube sollte so ein gutes Stück Fleisch auch von den Maßen her stimmen. Dies tat es leider nicht. Auch ohne die Fleischwaage vom Daueresser im Gepäck zu haben, schätzte ich sein Gewicht deutlich unter 200 Gramm. Es war schlichtweg zu dünn geschnitten.
Ein gutgemeinter Lady’s Cut, der mich in Anbetracht des kleinen Schälchens mit etwa fünf Kroketten nicht sattwerden ließ. Gut, der Altersdurchschnitt der Gäste liegt in einer Kurstadt wie Bad Bergzabern sicherlich etwas höher. Und die älteren Semester begnügen sich ja bekanntlich mit eher kleineren Portionen. Alles recht und gut, aber für 22 Euro war das Gebotene zwar geschmacklich und qualitativ einwandfrei aber schlichtweg zu wenig an diesem Abend. Die separat in einem kleinen Kännchen gereichte Sauce verlangte nach ein paar Extra-Scheiben Baguette. Diese erschienen später doch tatsächlich mit 50 Cent auf der Rechnung. Leute, so gewinnt man keine neuen Gäste!
Über die regelrecht lasche Meerrettichsauce, welche die zartgekochten Scheiben von der Rinderbrust überzog, war frischer Meerrettich gerieben worden. Ohne ihn hätte die Pampe nur nach Sahne geschmeckt. Die Petersilienkartoffeln waren dagegen tadellos.
Die Desserts sprachen uns allesamt nicht besonders an, so dass wir uns recht bald wieder auf den Weg machten. Schade, dass ein paar Kleinigkeiten die Empfehlung dieser an sich sehr gepflegten Weinstube unweit des Bergzaberner Zentrums etwas einschränken. Das nächste Mal geht’s dann eben wieder nach Kapellen-Drusweiler zu Marc Wendel in die Hopfestubb. Da schmeckt es nicht nur besser. Da wird man auch satt.
Nach dem Besuch des Rebmeerbades in Bad Bergzabern wollten wir mal wieder bei Marc Wendel in der Kapeller Hopfestubb einkehren. Dieses in Kapellen-Drusweiler beheimatete, nur wenige Kilometer von der Kurstadt entfernte Lokal hatte leider an jenem Abend wegen Betriebsurlaub geschlossen. Plan B deutete auf den Griechen „Athos“ am Ortsrand hin. Da war noch was? Ah ja, die alteingesessene, von der Familie Haas betriebene Weinstube gleichen Namens fiel mir als brauchbare Alternative aus dem kulinarischen Gedächtnis.
Schon tausend Mal daran vorbeigefahren,... mehr lesen
Weinstube Zum Haas
Weinstube Zum Haas€-€€€Restaurant, Weinstube06343 5594Weinstr. 17, 76887 Bad Bergzabern
3.5 stars -
"Gemütliches, gutbürgerliches Restaurant mit diagnostizierter Rumpsteakschwäche" Ehemalige UserNach dem Besuch des Rebmeerbades in Bad Bergzabern wollten wir mal wieder bei Marc Wendel in der Kapeller Hopfestubb einkehren. Dieses in Kapellen-Drusweiler beheimatete, nur wenige Kilometer von der Kurstadt entfernte Lokal hatte leider an jenem Abend wegen Betriebsurlaub geschlossen. Plan B deutete auf den Griechen „Athos“ am Ortsrand hin. Da war noch was? Ah ja, die alteingesessene, von der Familie Haas betriebene Weinstube gleichen Namens fiel mir als brauchbare Alternative aus dem kulinarischen Gedächtnis.
Schon tausend Mal daran vorbeigefahren,
Hier die Information aus der Rheinischen Post:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/imbiss-in-duesseldorf-das-doenerschiff-muss-schliessen-aid-1.7218897
Düsstanbul - Das Döner Schiff
Düsstanbul - Das Döner Schiff€-€€€Imbiss, Ausflugsziel, Take Away01727743507Rotterdamer Str. 30, 40474 Düsseldorf
stars -
"Besonderer Imbiss in Düsseldorf - Vertrag gekündigt - Dönerschiff muss schließen" Ehemalige UserHier die Information aus der Rheinischen Post:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/imbiss-in-duesseldorf-das-doenerschiff-muss-schliessen-aid-1.7218897
Nach Informationen des Lokalsenders Radio RSG schließt das Getaway.
Hier die Info von RSG:
"Solingens Traditions-Disco Getaway schließt nach 37 Jahren! Ende Februar 2018 wird Solingen keine Disco mehr haben. Heute wurden die Mitarbeiter informiert. Angefangen hatte damals alles als Rockdisco in Glüder. Seit 1992 ist das Getaway in der ehemaligen Beckmann-Brauerei zu finden."
Nach Informationen des Lokalsenders Radio RSG schließt das Getaway.
Hier die Info von RSG:
"Solingens Traditions-Disco Getaway schließt nach 37 Jahren! Ende Februar 2018 wird Solingen keine Disco mehr haben. Heute wurden die Mitarbeiter informiert. Angefangen hatte damals alles als Rockdisco in Glüder. Seit 1992 ist das Getaway in der ehemaligen Beckmann-Brauerei zu finden."... mehr lesen
Getaway
Getaway€-€€€Kneipe, Erlebnisgastronomie, Discothek021274244Kottendorfer Str. 21, 42697 Solingen
stars -
"Das Getaway schließt Ende Februar 2018" Ehemalige UserNach Informationen des Lokalsenders Radio RSG schließt das Getaway.
Hier die Info von RSG:
"Solingens Traditions-Disco Getaway schließt nach 37 Jahren! Ende Februar 2018 wird Solingen keine Disco mehr haben. Heute wurden die Mitarbeiter informiert. Angefangen hatte damals alles als Rockdisco in Glüder. Seit 1992 ist das Getaway in der ehemaligen Beckmann-Brauerei zu finden."
Geschrieben am 15.11.2017 2017-11-15| Aktualisiert am
16.11.2017
Schon beim Betreten überrascht die „Taverna Corfu“ durch die moderne und schlichte Einrichtung, die auf den für bestimmte Lokale typischen Kitsch verzichtet, ein so geschmackvoll eingerichtetes Lokal hätte ich in dieser Ecke Barmbek´s nicht erwartet.
Die Aufteilung in zwei Räume eignet sich sehr gut „Gruppenfeiern“.
Die Auswahl an Speisen wiederrum ist typisch für einen „Griechen“, bei der Zubereitung aber gibt man sich viel Mühe, richtet den Teller auch fürs Auge hübsch an und überfrachtet ihn nicht. Alles was ich gegessen habe (Vorspeise Calamari, Grillteller als Hauptspeise) war lecker und sah auch gut aus, bei den Beilagen kann unter mehreren Möglichkeiten wählen. Und auch von den anderen Tischen konnte ich keine Klagen wahrnehmen.
Die Betreiber sind aufmerksam und machen einen kompetenten Eindruck.
Der Preis für Vorspeise, Hauptspeise und zwei Getränken lag bei ca. 31 Euro, das geht bei der Qualität auch in Ordnung.
Schon beim Betreten überrascht die „Taverna Corfu“ durch die moderne und schlichte Einrichtung, die auf den für bestimmte Lokale typischen Kitsch verzichtet, ein so geschmackvoll eingerichtetes Lokal hätte ich in dieser Ecke Barmbek´s nicht erwartet.
Die Aufteilung in zwei Räume eignet sich sehr gut „Gruppenfeiern“.
Die Auswahl an Speisen wiederrum ist typisch für einen „Griechen“, bei der Zubereitung aber gibt man sich viel Mühe, richtet den Teller auch fürs Auge hübsch an und überfrachtet ihn nicht. Alles was ich gegessen habe... mehr lesen
Taverna Corfu
Taverna Corfu€-€€€Restaurant, Gasthaus, Weinstube04069793045Steilshooper Str. 141, 22305 Hamburg
4.0 stars -
"Sehr guter "Grieche" in Barmbek" Ehemalige UserSchon beim Betreten überrascht die „Taverna Corfu“ durch die moderne und schlichte Einrichtung, die auf den für bestimmte Lokale typischen Kitsch verzichtet, ein so geschmackvoll eingerichtetes Lokal hätte ich in dieser Ecke Barmbek´s nicht erwartet.
Die Aufteilung in zwei Räume eignet sich sehr gut „Gruppenfeiern“.
Die Auswahl an Speisen wiederrum ist typisch für einen „Griechen“, bei der Zubereitung aber gibt man sich viel Mühe, richtet den Teller auch fürs Auge hübsch an und überfrachtet ihn nicht. Alles was ich gegessen habe
Geschrieben am 12.11.2017 2017-11-12| Aktualisiert am
12.11.2017
Besucht am 11.11.20177 Personen
Rechnungsbetrag: 60 EUR
Um die Fotos im ganzen Format zu sehen - bitte anklicken!!!
Vor ungefähr zwei Wochen haben wir die "Gabel" mehr oder weniger zufällig für einen Cappuccino aufgesucht und da uns die Art und Weise, die Freundlichkeit so gut gefiel, wurde für letzten Samstag ein Tisch für ein Frühstück reserviert. Gut so, denn es war komplett voll, keine gute Möglichkeit am Samstag-Morgen mal auf gut Glück hier zum Frühstücken zu erscheinen, um so besser, wenn Reservierungen angenommen werden.
Wir waren mit 6 Erwachsenen und zwei Kindern dort. Platz genug an dem Tisch. Erfreulich, dass kurzfristig jemand nach den Getränken fragte, wie gesagt, es waren brechend voll. Cappuccino, Milchkaffee oder Latte Macchiato alles in einer sehr guten Kaffeequalität. Das fing schon mal gut an.
Das Frühstück Solist zu EUR 4,50 gibt es als Süßes mit hausgemachten Marmeladen oder mit Wurst und Käse. Ich bestellte das Süße, siehe Foto:
Dann ist das Frühstück Duett (für zwei zu EUR 11,50), ebenfalls mit verschiedenen homemade Marmeladen, Schinken, Wurst, Käse, Müsli und etwas Obst, siehe weiteres Foto:
Zu empfehlen sind auch die hausgemachten Smoothies zu 0,4 l für EUR 4,50. die Sorten Wechsel tagesaktuell.
Alles passte, die Art der Zubereitung ist auch etwas für das Auge. Geschmeckt hat alles prima.
Zwei Dinge sind aber noch erwähnenswert. Einmal braucht man etwas Zeit, das alles frisch zubereitet wird und zweitens wäre es toll, wenn eine Kartenzahlung machbar wäre, denn bei einer Rechnungssumme von über EUR 60 finde ich dies sinnvoll. Vielleicht kommt es ja noch, denn die Gabel ist ja noch relativ neu hier ;-)
Um die Fotos im ganzen Format zu sehen - bitte anklicken!!!
Vor ungefähr zwei Wochen haben wir die "Gabel" mehr oder weniger zufällig für einen Cappuccino aufgesucht und da uns die Art und Weise, die Freundlichkeit so gut gefiel, wurde für letzten Samstag ein Tisch für ein Frühstück reserviert. Gut so, denn es war komplett voll, keine gute Möglichkeit am Samstag-Morgen mal auf gut Glück hier zum Frühstücken zu erscheinen, um so besser, wenn Reservierungen angenommen werden.
Wir waren mit 6 Erwachsenen... mehr lesen
Die Gabel
Die Gabel€-€€€Restaurant, CafeLintorfer Str. 14, 40878 Ratingen
4.0 stars -
"Tolles Frühstück, nette Atmosphäre - am Samstag unbedingt reservieren!" Ehemalige UserUm die Fotos im ganzen Format zu sehen - bitte anklicken!!!
Vor ungefähr zwei Wochen haben wir die "Gabel" mehr oder weniger zufällig für einen Cappuccino aufgesucht und da uns die Art und Weise, die Freundlichkeit so gut gefiel, wurde für letzten Samstag ein Tisch für ein Frühstück reserviert. Gut so, denn es war komplett voll, keine gute Möglichkeit am Samstag-Morgen mal auf gut Glück hier zum Frühstücken zu erscheinen, um so besser, wenn Reservierungen angenommen werden.
Wir waren mit 6 Erwachsenen
Besucht am 02.11.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 117 EUR
Der Weg ist weit...von Solingen nach Sankt Martin, aber er lohnt sich!
Ich möchte Euch heute einfach nur ein paar Eindrücke (Fotos) von meinen Kastanien-Menü geben. Genießt die Bilder und wenn es Eure Zeit erlaubt, besucht das Arens.
Einziger Nachteil ist, dass das Hotel Weinberg (aus meiner Sicht max. 2 Sterne) kein vernünftiges Arrangement für Restaurantgäste anbietet. EUR 130,-- für eine Nacht im Doppelzimmer ist einfach zu teuer!
Dazu tolle passende Weinempfehlungen (offene Weine) von EUR 6,-- bis hin zu EUR 8,-- jeweils für 0,25 l.
Der Espresso zu EUR 2,50 ist auch preislich fair.
Der Weg ist weit...von Solingen nach Sankt Martin, aber er lohnt sich!
Ich möchte Euch heute einfach nur ein paar Eindrücke (Fotos) von meinen Kastanien-Menü geben. Genießt die Bilder und wenn es Eure Zeit erlaubt, besucht das Arens.
Einziger Nachteil ist, dass das Hotel Weinberg (aus meiner Sicht max. 2 Sterne) kein vernünftiges Arrangement für Restaurantgäste anbietet. EUR 130,-- für eine Nacht im Doppelzimmer ist einfach zu teuer!
Nun aber meine Eindrücke zum Genießen:
Dazu tolle passende Weinempfehlungen (offene Weine) von EUR 6,-- bis... mehr lesen
Gourmetrestaurant Arens im Arens Hotel 327 m NN
Gourmetrestaurant Arens im Arens Hotel 327 m NN€-€€€Restaurant, Hotel063239450Oberst-Barrett-Straße 1, 67487 Sankt Martin
5.0 stars -
"...und wieder ein super tolles Menü zum Schwärmen und Genießen!" Ehemalige UserDer Weg ist weit...von Solingen nach Sankt Martin, aber er lohnt sich!
Ich möchte Euch heute einfach nur ein paar Eindrücke (Fotos) von meinen Kastanien-Menü geben. Genießt die Bilder und wenn es Eure Zeit erlaubt, besucht das Arens.
Einziger Nachteil ist, dass das Hotel Weinberg (aus meiner Sicht max. 2 Sterne) kein vernünftiges Arrangement für Restaurantgäste anbietet. EUR 130,-- für eine Nacht im Doppelzimmer ist einfach zu teuer!
Nun aber meine Eindrücke zum Genießen:
Dazu tolle passende Weinempfehlungen (offene Weine) von EUR 6,-- bis
Nach nur neun Monaten nun geschlossen - Näheres hier:
https://www.gala.de/stars/news/daniel-bruehl--tapas-bar-des-schauspielers-in-berlin-geschlossen-21468476.html
Bar Gracia · Helmholtzkiez
Bar Gracia · Helmholtzkiez€-€€€Tapasbar03022453943Göhrener Str. 5, 10437 Berlin
stars -
"Gracia - Tapas-Bar von Daniel Brühl wieder geschlossen" Ehemalige UserNach nur neun Monaten nun geschlossen - Näheres hier:
https://www.gala.de/stars/news/daniel-bruehl--tapas-bar-des-schauspielers-in-berlin-geschlossen-21468476.html
"Ja es stimmt, ich bin finanziell am Ende", sagt Achterath im Gespräch mit der Rheinischen Post. Näheres hier:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neukirchen-vluyn/neukirchen-vluyn-roger-achterath-schliesst-sein-restaurant-aid-1.7181619
Achterath's Restaurant
Achterath's Restaurant€-€€€Restaurant, Bistro, Ausflugsziel02845298780Geldernsche Str. 352, 47506 Neukirchen-Vluyn
stars -
"Roger Achterath schließt sein Restaurant in Neukirchen-Vluyn" Ehemalige User"Ja es stimmt, ich bin finanziell am Ende", sagt Achterath im Gespräch mit der Rheinischen Post. Näheres hier:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neukirchen-vluyn/neukirchen-vluyn-roger-achterath-schliesst-sein-restaurant-aid-1.7181619
Besucht am 03.11.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 19 EUR
Das Cordoba bietet auch einen sehr günstigen Mittagstisch (6.90€), an dem wochenweise mehrere wechselnde Gerichte angeboten werden. Für einen etwas höheren Preis kann man auch einen Grillteller ordern, der aus mehreren Sorten Fleisch besteht, dazu Pommes und Soßen.
Wir entschieden uns für den Grillteller. Das Fleisch war deutlich zu lange auf dem Rost und dadurch sehr trocken, da halfen auch die Soßen nicht. Schade. Die Portions selbst war mehr als reichlich.
Das Lokal war gegen 14:00 Uhr so gut besucht, dass wir einige Minuten auf einen freien Tisch warten mussten. Leider sind die Tische sehr eng gestellt, was sicherlich den Umsatz erhöht, es aber an Gemütlichkeit mangeln lässt.
Trotz der Fülle waren die Leute vom Service sehr höflich und auch schnell. Auf das Essen mussten wir nicht lange warten.
Man wird satt aber lecker und gemütlich geht anders.
Das Cordoba bietet auch einen sehr günstigen Mittagstisch (6.90€), an dem wochenweise mehrere wechselnde Gerichte angeboten werden. Für einen etwas höheren Preis kann man auch einen Grillteller ordern, der aus mehreren Sorten Fleisch besteht, dazu Pommes und Soßen.
Wir entschieden uns für den Grillteller. Das Fleisch war deutlich zu lange auf dem Rost und dadurch sehr trocken, da halfen auch die Soßen nicht. Schade. Die Portions selbst war mehr als reichlich.
Das Lokal war gegen 14:00 Uhr so gut besucht, dass wir einige Minuten auf einen freien Tisch warten mussten. Leider sind die Tische sehr eng gestellt, was sicherlich den Umsatz erhöht, es aber an Gemütlichkeit mangeln lässt.
Trotz der Fülle waren die Leute vom Service sehr höflich und auch schnell. Auf das Essen mussten wir nicht lange warten.
Man wird satt aber lecker und gemütlich geht anders.
2.0 stars -
"Viel günstig essen" Ehemalige UserDas Cordoba bietet auch einen sehr günstigen Mittagstisch (6.90€), an dem wochenweise mehrere wechselnde Gerichte angeboten werden. Für einen etwas höheren Preis kann man auch einen Grillteller ordern, der aus mehreren Sorten Fleisch besteht, dazu Pommes und Soßen.
Wir entschieden uns für den Grillteller. Das Fleisch war deutlich zu lange auf dem Rost und dadurch sehr trocken, da halfen auch die Soßen nicht. Schade. Die Portions selbst war mehr als reichlich.
Das Lokal war gegen 14:00 Uhr so gut besucht, dass wir
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Unser kurzfristig ausgemachtes Ziel für ein sonntägliches Mittagessen war gestern das Restaurant Waldblick, in Stockstadt auf der gegenüberliegenden Mainseite gelegen. Es handelt sich hierbei um die Gaststätte in der Frankenhalle, die seit Jahren im Ort und in der näheren Umgebung für gutes kroatisches, aber auch deutsches Essen nicht nur uns bekannt ist. Für Gäste, die mit dem Auto anreisen, gibt es mehr als genügend Parkplätze gegenüber der Halle. Für Kinder in ca. 50 m Entfernung einen Spielplatz sowie in den integriert auch einen Fitness-Parcours und für Senioren.
Wir trafen uns beim Schwager in Mainaschaff, um uns gegen 12.15 zu Fuß auf den Weg über den Main zu machen. Gleiche Besetzung wie am Vorsonntag, nur dass diesmal alle sechs laufen.
Eigentlich wollte ich gar nichts über unsere Einkehr schreiben, aber die Vorkommnisse schreien schon allein wegen unserer Engelsgeduld, die wir an den Tag legten, geradezu nach einer nochmaligen Rezi nach knapp drei Jahren, in denen wir schon öfter mit großer Zufriedenheit den Aufenthalt im Waldblick genossen.
Der Service
Um 13 Uhr betraten wir das Restaurant. Auf den ersten Blick war schon zu sehen, dass es proppenvoll war. Dies sollte kein Problem sein, da wir ja reserviert hatten. Mehrere Bedienungen, männlich und weiblich, wuselten hektisch durch den Raum, um Speisen und Getränke an den Mann oder die Frau zu bringen, so dass wir uns nach ca. 5 Minuten bei einer Bedienung meldeten, um unseren reservierten Tisch nachzufragen. Es war aber keiner frei. Also wurden wir um etwas Geduld gebeten, da man umorganisieren musste. Nach wiederum ca. 5 Minuten wurden zwei ältere Damen, die gerade ihre Getränke serviert bekamen und an einem 6er-Tisch saßen, von der Bedienung in den großen Nebenraum umgesetzt, in dem gerade zwei Plätze an einem langen tafelförmigen Tisch frei wurden, und wir bekamen deren Tisch direkt am großen Eckfenster an deren Stelle zugewiesen.
Wir halfen den beiden Herrschaften freundlicherweise bei der Umsiedlung und beförderten deren Getränke an ihren neuen Platz. So weit, so gut.
Kaum dass wir saßen, kam auch schon die erste Bedienung mit sechs Speisekarten in der Hand an unseren Tisch und fragte sofort nach unseren Getränkewünschen. Unsere drei Damen bestellten je einen Plavac (kroatischer Rotwein, 0,2 l, 3,50 €), dazu ein Sodenthaler Exquisit Mineralwasser und drei Gläser (0,7 l, 3,30 €). Wir Männer entschieden uns für je ein gezapftes Schlappeseppel Pils (0,5 l, 2,70 €, laut Karte, serviert wurden aber 0,4-l-Gläser), deren Preis sich aber nicht nachvollziehen ließ.
Recht flott kamen dann auch schon kurz darauf unsere gut gekühlten bzw. temperierten (Rotwein) Getränke.
Das war aber das einzig Flotte während unseres Aufenthaltes. Wir blätterten in der Speisekarte, es dauerte etwas, bis sich ein jeder entschieden hatte, eine Servicekraft war nicht mehr in unserer Nähe zu sehen. Und so mussten wir jemanden herbeiwinken, der unsere Bestellung aufnehmen sollte. Sie war auch gleich da und bat um etwas Geduld, sie muss erst schnell noch ein paar anderen Gästen ihre Speisen servieren und kommt dann gleich zu uns. Aus dem Komme gleich wurde dann eine Viertelstunde.
Nachdem wir endlich unsere Essenswünsche der Bedienung preisgaben, bedienten wir uns erst mal selbst am Salatbuffet. Kurz darauf wurden dann schon Teller zum Vorwärmen auf zwei Rechauds gestellt.
Vom Betreten des Restaurants bis zu diesem Zeitpunkt waren jetzt schon ca. 50 Minuten vergangen. Ein Kellner brachte uns Männern schon mal je einen heißen Slivowitz an den Tisch, um die Wartezeit zu überbrücken. Als sich nach weiteren 30 Minuten, wir hatten in der Zwischenzeit Getränkenachschub bestellt und auch serviert bekommen, noch nichts in puncto Essen tat, winkten wir abermals eine Bedienung herbei und fragten nach, woran es hakt. Schließlich war uns aufgefallen, dass Leute, die deutlich nach uns kamen schon mit ihrem Essen zugange waren. Sie wollte sich drum kümmern und kam mit einer Entschuldigung und einer zweiten Runde Slivowitz, diesmal für alle sechs Personen an den Tisch. Und was soll ich sagen?
Die Zwei-Stunden-Wartezeit-Marke wurde mittlerweile gerade überschritten, die Warmhaltekerzen wollten schon ihren Geist aufgeben, da tat sich doch endlich was. Die Essen kamen an den Tisch. Aber nicht wie bestellt, zweimal Chefplatte für zwei Personen, sondern eine Chefplatte für vier Personen. Kurz darauf die beiden Einzelgerichte.
Schlimm auch, dass es bei der Abrechnung einen furchtbaren Kuddelmuddel gab, da weder der ausgedruckte Bon noch die Teilung in drei verschiedene Zahler stimmte. So einigten letztendlich wir drei Paare uns untereinander, wer wie viel bezahlen muss, damit roundabout 120 € zusammenkommen. Die Bedienung bedankte sich daraufhin für unsere Geduld mit noch einer Runde heißen Slivowitzes, dazu noch für die drei Damen zusammen ein Schachtel Lind-Pralinen. Wir verließen kurz nach 16 Uhr das Restaurant. Obwohl wir so lange warten mussten, sahen wir es locker, da wir uns ja bestens unterhalten konnten, und eh an diesem Sonntag nichts Anderes mehr vorhatten. Schön warm war es übrigens auch im Lokal.
2 Sterne, also deutlich Luft nach oben, attestiere ich dem Service für diesen Tag, aber nur aufgrund des gelungenen Versuchs der Kompensation.
Das Essen
Meine Frau und ihre eine Schwester bestellten die Chefplatte für zwei Personen (je 13,90 €), das gleiche die dritte Schwester mit ihrem Mann. Serviert wurde, wie schon unter Service erwähnt dann eine Chefplatte für vier Personen. Vier Rumpsteaks, vier Cordon Bleu, vier Schweinesteaks, ebenso viele Bällchen Djuvec-Reis, diverse Gemüsesorten, Kroketten, Bratkartoffeln sowie ein Schälchen Ajvar. Die Rumpsteaks garniert mit Kräuterbutter, die Cordon Bleus mit Zitronenvierteln. So war wenigstens beim Fleisch und beim Reis eine gleichmäßige Verteilung möglich. Beim Gemüse mussten sich vier Personen einigen. Einig waren sich alle, dass besonders die Rumpsteaks hervorstachen, sie waren doch tatsächlich medium, wie gewünscht, und schön zart. Cordon Bleu und Schweinesteaks waren in Ordnung. Das Gemüse sehr gut, Bratkartoffeln und Kroketten okay. Alle vier fanden es in Ordnung, wurden pappsatt und insgesamt betrachtet hat es ihnen geschmeckt.
Der Schwager neben mir entschied sich für Schweinesteak mit Pfeffersoße und Pommes (10,90 €).
Kaum stand der Teller vor ihm legte auch schon los. Trotz der räumlichen Nähe war ein Foto deshalb nicht mehr möglich. Ob es der Hunger reingetrieben hat oder ob es ihm wirklich geschmeckt hat, vermag ich nicht zu deuten, da das Fleisch doch sehr trocken für mich aussah. Sein Teller war jedenfalls auch leer gegessen.
Nun zu meinem Essen. Die Pfefferpfanne (14,90 €) sollte es sein.
In der Pfanne serviert, dazu wurde ein gewärmter Teller gereicht, auf dem ich mir die einzelnen Komponenten so nach und nach selber anrichtete. Zuerst aß ich das Rumpsteak, das mich wirklich überraschte. Auch hier schön medium, das Fleisch butterzart, die Kauwerkzeuge wurden geschont. Etwas mehr zu tun hatten sie schon, um das Lammfilet in den Magen zu befördern, geschmacklich okay, aber doch sehr fest. Von einem Hauch von medium keine Spur. Noch schlimmer dann das Schweinesteak. Da fühlte ich mich leicht verarscht. Optisch gut aussehend, ergab sich nach dem ersten Bissen nicht nur, dass dieses Stück Fleisch totgebraten war, sondern dass auf der unteren Seite die sogenannten Grillstreifen kein sogenanntes Grillaroma versprühten, sondern im Gegenteil einen bitteren, ungenießbaren Geschmack verbreiteten. Typischer Fall von nicht ganz sauberem Grill. Ich habe das Steak jedenfalls nach dem ersten Bissen nicht mehr angerührt und auf dem Teller liegen lassen. Die Pfeffersoße war okay, das Gemüse auch sehr gut.
Bei der Bewertung bin ich zwiespältig. Mein Essen war höchstens 2,5* wert, die anderen vielleicht 3,5*. So ergibt sich für mich ein gerade noch okay mit 3*.
Das Ambiente
Alle Tische ordentlich mit Tischdecken versehen. Die Servietten gefaltet und aufgestellt. Messer und Gabeln rechts und links davon. Ein kleines Blümchen im Töpfchen sowie eine Kerze, die auch angezündet wurde, sowie kleine Pfeffer- und Salzmühlen runden die Tisch-Deko ab. Dunkelbraune Stühle mit Sitzpolstern, passend zu den Fenstern, wahrscheinlich schon genauso alt wie diese, lassen einen bequem sitzen.
Sowohl Gaststätte als auch der Sommergarten können ebenerdig betreten werden. Da sich auch die Toiletten auf der gleichen Ebene befinden, steht einem Besuch für Gehandicapte nichts im Wege.
Die Sauberkeit
Auf den ersten Blick nichts ins Auge gefallen, was einen an der Sauberkeit hätte stören können. Auch die Toiletten machten einen sauberen, ordentlichen Eindruck.
Mein Fazit
Das Dilemma mit dem Service lasse ich mal als hoffentlich einmaligen Ausrutscher gelten. Ein proppenvolles Restaurant spricht eigentlich für gute Qualität und Zufriedenheit der Gäste. Kann aber auch bei großem Andrang für Abstriche beim Essen sorgen.
Gesamteindruck (nach „Küchenreise“)
3 – nur wenn es sich ergibt, wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)