Nachdem letzten Freitagabend im Landauer Kino die „Macht“ endlich wieder erwachte, geschah Selbiges mit unserem Hunger im Anschluss an das Sci-Fi-Epos. Wir erinnerten uns an die Empfehlung eines Kollegen und statteten dem Bistro bzw. Ristorante Amici, seit Mai diesen Jahres im Zuge der Landesgartenschau in einem alten Kasernengebäude („Estienne-Foch-Kaserne“) in der Cornichonstraße eröffnet, einen Spontanbesuch ab.
In der ehemaligen französischen Garnisonsstadt Landau hat sich im Zuge des Abzuges der Streitkräfte aus dem Nachbarland einiges verändert. Die Stadtplaner versuchen seit Jahren diese Mammutaufgabe, nämlich die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme "Konversion Landau Süd", erfolgreich zu stemmen. Die Vergabe der Landesgartenschau nach Landau hat in dieser Hinsicht einen zusätzlichen Schub geleistet.
Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein neuer, moderner Stadtteil entsteht gerade im Landauer „South-East-End“ mit zeitgemäßer Architektur, sinnvollem Gebäudesubstanzerhalt und funktionalem Weitblick. Konversion auf ganz hohem Niveau, wovon die Stadt an der Queich und ihre Bewohner noch in Jahrzehnten profitieren werden. Wo neuer Wohnraum entsteht, da siedeln sich über kurz oder lang auch neue gastronomische Einrichtungen an. Mit dem trendigen Weinkontor Null41, keine 500m Luftlinie vom Amici entfernt, begann im Januar 2014 die kulinarische Erschließung des ehemaligen Kasernenareals.
Nun folgt mit dem Amici die zweite, gelungene Gastro-Konversion in unmittelbarer Nähe. Der regional bekannte Gastronom und Piccola Italia-Chef Giuseppe Baorda leitet seit Mai diesen Jahres mit seiner jungen Mannschaft diesen Hort mediterraner Frischeküche. Richtig losgelegt hat man im Amici (nach eigener Aussage) jedoch erst im Oktober. Da war die Gartenschau passé und der „normale Gästebetrieb“ hielt endlich Einzug.
Doch vorher wurde mit viel Aufwand und Liebe zum Detail restauriert und erneuert. So gelang es, das heimelige Backsteingewölbe im Inneren des ehemaligen Militärgebäudes zu erhalten. Mit kunstvoll von der Decke baumelnden Kronleuchtern, indirekten Strahlerleuchten, stilvoller Kunst an den urigen Sandsteinwänden und viel rustikalem Holz wird eine angenehme Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Das Café-Bistro wirkt besonders abends extrem einladend, da hier die Beleuchtung gediegene Akzente setzt und romantisches Licht durch die gut einsehbaren Fenster nach außen dringt. Man spürt gleich beim Eintritt, dass man hier gut aufgehoben ist. Und ohne Reservierung sinken die Chancen auf einen freien Platz rapide.
Nun, wir hatten nicht reserviert und mussten uns im Eingangsbereich ein wenig gedulden, ehe wir an den nächsten freiwerdenden Tisch geleitet wurden. Einen Hugo (5,90 Euro) als Apéro vorweg und schon wurde die in klassischem Ferrari-Rot gehaltene Speisenkarte studiert. Jeweils eine Handvoll Vorspeisen und Salate finden sich in der bewusst kleingehaltenen Speiseauswahl wieder. Für Suppenkasper/innen hält man eine Maronencremesuppe (4,90 Euro) bereit. Pasta-Löffler bzw. –dreher werden mit knapp 10 verschiedenen Varianten beglückt, dabei sind die Gerichte mehrheitlich vegetarisch. Doch auch Fleischesser kommen bei Rumpsteak, Schweine- und Lammrückenfilet keinesfalls zu kurz. Ein paar Desserts runden das überschaubare Angebot ab. Zur Mittagszeit werden noch zusätzlich eine Suppe (3,90 Euro), ein Pasta-Tagesgericht (5,90 Euro) und eine Fleischspezialität (8,90 Euro) auf dekorativen Schiefertafeln annonciert.
Die Bruschetta (5,90 Euro) hat mir im Piccola Italia immer sehr gut geschmeckt. Also warum nicht auch mal hier ausprobieren? Meine Begleitung wählte den kleinen gemischten Salat (Insalata Mista für 3,90 Euro), der ein gut abgeschmecktes Balsamico-Dressing aufwies. Meine mit üppigem Belag aus Tomaten, Rucola und Parmesan versehenen Weißbrotscheiben dufteten herrlich nach Knobi und gutem Olivenöl. Ein frisch angerichtetes, italienisches „Arme-Leute-Essen“, das den ersten Hunger vertrieb und den Appetit auf die Pasta im Hauptgang förderte.
Dann kamen die beiden Nudelteller an den Tisch. Meine Begleitung hatte die Spaghetti mit Garnelen (12,90 Euro) geordert. Sie kamen mit einer pikanten Tomatensauce, die aromatisch nach angebratenem Knoblauch und Oregano duftete. Die Pappardelle (breite Bandnudeln) mit Thai-Bolognese (11,90 Euro) waren für mich bestimmt. Der Duft nach Kokosmilch und Koriander stieg in meine Nase. Asiatische Würze (Kurkuma und Koriander) traf hier auf feinabgestimmte Frische (Limette und Zitronengras) und verlieh dieser raffiniert zubereiteten „Thai-Bolo“ das gewisse Etwas. Diese Kombi hatte ich vorher so noch nie gegessen, würde ich aber jederzeit wieder tun. Die Nudeln waren in beiden Fällen „auf Biss“ gekocht. Da hat alles gepasst. Genau wie beim Dessert. Das lauwarme, im Inneren noch flüssige Schokoladensoufflé mit Vanillesauce und heißen Zimtpflaumen (6,90 Euro) war ein überaus würdiger Abschluss und ließ keine Wünsche offen.
Der freundlich und souverän agierende Service empfahl zur Pasta eine Cabernet Sauvignon-Shiraz-Cuvée vom Weingut Simonsig aus Südafrika. Ein durchaus feiner Begleiter, nur stellt sich hier die Frage, warum man bei den Rotweinen nicht noch stärker auf regionale Kreszenzen setzt. Sehr gute Cabernets gibt es ja auch in der Pfalz. Bei den Weißweinen kommen dagegen Winzer aus der näheren Umgebung ins Spiel und das ist auch gut so. Stentz (Landau-Mözheim), Lergenmüller (Hainfeld) und Gut von Beiden (Kleinfischlingen) seien an dieser Stelle beispielhaft genannt. Ähnlich wie im Piccola Italia, will man auch hier im monatlichen Wechsel einen Winzer aus der Pfalz ins Programm nehmen. Da lässt sich bestimmt die ein oder andere Entdeckung machen.
Für mich stellt das Amici definitiv eine Bereicherung der Landauer Gastroszene dar. Es ist kein Piccola Italia-Plagiat und auch keine Pizzeria (davon gibt es in Landau wahrlich genug). Der Name Café-Bistro wurde bewusst gewählt, denn auch der kleine Hunger oder die Koffeinlust werden hier genauso adäquat gestillt wie der Appetit auf leckere Pasta-Gerichte. Und das in wirklich stilvoller Umgebung. Alles richtig gemacht, Signore Baorda. Mal wieder.
Nachdem letzten Freitagabend im Landauer Kino die „Macht“ endlich wieder erwachte, geschah Selbiges mit unserem Hunger im Anschluss an das Sci-Fi-Epos. Wir erinnerten uns an die Empfehlung eines Kollegen und statteten dem Bistro bzw. Ristorante Amici, seit Mai diesen Jahres im Zuge der Landesgartenschau in einem alten Kasernengebäude („Estienne-Foch-Kaserne“) in der Cornichonstraße eröffnet, einen Spontanbesuch ab.
In der ehemaligen französischen Garnisonsstadt Landau hat sich im Zuge des Abzuges der Streitkräfte aus dem Nachbarland einiges verändert. Die Stadtplaner versuchen seit Jahren diese... mehr lesen
Ristorante Amici
Ristorante Amici€-€€€Restaurant, Cafe06341 2671500Cornichonstr. 16, 76829 Landau in der Pfalz
4.0 stars -
"Mediterrane Gerichte im ehemaligen Militärgebäude oder gelungene Gastro-Konversion 2.0 im Landauer South-East-End" Ehemalige UserNachdem letzten Freitagabend im Landauer Kino die „Macht“ endlich wieder erwachte, geschah Selbiges mit unserem Hunger im Anschluss an das Sci-Fi-Epos. Wir erinnerten uns an die Empfehlung eines Kollegen und statteten dem Bistro bzw. Ristorante Amici, seit Mai diesen Jahres im Zuge der Landesgartenschau in einem alten Kasernengebäude („Estienne-Foch-Kaserne“) in der Cornichonstraße eröffnet, einen Spontanbesuch ab.
In der ehemaligen französischen Garnisonsstadt Landau hat sich im Zuge des Abzuges der Streitkräfte aus dem Nachbarland einiges verändert. Die Stadtplaner versuchen seit Jahren diese
Di - So von 11:00 - 14:00 Uhr
Fr - Sa von 18:00 - 21:00 Uhr
So von 18:00 - 20:00 Uhr
Montag Ruhetag
Warme Küche: Di -So 11:30 - 14:00 Uhr
Fr - Sa 18:00 - 21:00 Uhr
So 18:00 - 20:00 Uhr
Öffnungszeiten:
Di - So von 11:00 - 14:00 Uhr
Fr - Sa von 18:00 - 21:00 Uhr
So von 18:00 - 20:00 Uhr
Montag Ruhetag
Warme Küche: Di -So 11:30 - 14:00 Uhr
Fr - Sa 18:00 - 21:00 Uhr
So 18:00 - 20:00 Uhr
stars -
"Öffnungszeiten" Ehemalige User Öffnungszeiten:
Di - So von 11:00 - 14:00 Uhr
Fr - Sa von 18:00 - 21:00 Uhr
So von 18:00 - 20:00 Uhr
Montag Ruhetag
Warme Küche: Di -So 11:30 - 14:00 Uhr
Fr - Sa 18:00 - 21:00 Uhr
So 18:00 - 20:00 Uhr
Das in einer ehemaligen Metzgerei gelegene Restaurant verzückt beim Betreten durch sein über einhundert Jahre altes Dessin. An den Wänden finden sich Jugendstilkacheln bis zur Decke, in den Ecken Putten und Bilder der früheren Zünfte.
Ab 18:30 Uhr füllt sich das Lokal stetig bis fast zum letzten Platz.
Die Abendkarte ist sehr knapp gehalten, dürfte aber fast jeden Geschmack treffen.
Als Vorspeisen entschieden wir uns für einen(1) Blattsalat mit Zuckerschoten und gebackenen Glasnudeln und (2) Ziegenkäse im Serranoschinkenmantel, warm aus dem Ofen. Beide Vorspeisen waren lecker.
Von den fünf zur Auswahl stehenden Vorspeisen entschieden wir uns für die Dithmarscher Freilaufgans und Boeuf Bourgignon mit den dazu passenden saisonalen Beilagen. Auch diese Speisen waren geschmacklich einwandfrei, wobei die Gans noch etwas sehr fest war.
Die weihnachtlichen Nachspeisen wie Créme brulée mit Lebkuchenparfait und der warme Apfel Crumble mit Zimteis haben den Abend sehr schön abgerundet.
Auch bei den Weinen dürfte sich für die unterschiedlichen Geschmäcker das richtige finden.
Einzig die sehr enge Bestuhlung gibt Anlass zur Kritik, ein oder zwei kleine Tische weniger währen vielleicht etwas vorteilhafter.
Das in einer ehemaligen Metzgerei gelegene Restaurant verzückt beim Betreten durch sein über einhundert Jahre altes Dessin. An den Wänden finden sich Jugendstilkacheln bis zur Decke, in den Ecken Putten und Bilder der früheren Zünfte.
Ab 18:30 Uhr füllt sich das Lokal stetig bis fast zum letzten Platz.
Die Abendkarte ist sehr knapp gehalten, dürfte aber fast jeden Geschmack treffen.
Als Vorspeisen entschieden wir uns für einen(1) Blattsalat mit Zuckerschoten und gebackenen Glasnudeln und (2) Ziegenkäse im Serranoschinkenmantel, warm aus dem Ofen.... mehr lesen
Rexrodt
Rexrodt€-€€€Restaurant040 229 71 98Papenhuder Str. 35, 22087 Hamburg
4.0 stars -
"Fein speisen nahe der Alster" Ehemalige UserDas in einer ehemaligen Metzgerei gelegene Restaurant verzückt beim Betreten durch sein über einhundert Jahre altes Dessin. An den Wänden finden sich Jugendstilkacheln bis zur Decke, in den Ecken Putten und Bilder der früheren Zünfte.
Ab 18:30 Uhr füllt sich das Lokal stetig bis fast zum letzten Platz.
Die Abendkarte ist sehr knapp gehalten, dürfte aber fast jeden Geschmack treffen.
Als Vorspeisen entschieden wir uns für einen(1) Blattsalat mit Zuckerschoten und gebackenen Glasnudeln und (2) Ziegenkäse im Serranoschinkenmantel, warm aus dem Ofen.
Geschrieben am 13.12.2015 2015-12-13| Aktualisiert am
13.12.2015
Besucht am 12.12.2015
Versteckt würde ich sagen und man muss schon von der Existenz des Restaurants wissen, durch Zufall kommt man hier nicht vorbei! Weit weg vom Touristenrummel auf der anderen Seite der Mosel. Nehmt eine Taxi, die kostet von der Altstadt lediglich EUR 8,50.... ;-)
Äußerlich sehr unscheinbar, was sich aber sofort beim Betreten des Lokals ändert. Aufmerksame Servicekräfte weisen zu dem reservierten Tisch, nehmen die Garderobe ab und es kommt sofort der Eindruck auf, hier ist man Gast!
Wichtig ist zu reservieren, an unserem Abend waren alle Tische belegt! Qualität spricht sich herum.
Es werden zwei Menüs, eines davon vegetarisch, angeboten. Das 3-Gang-Menü zu EUR 39,50 oder als 5-Gang zu EUR 59,50. Absolut flexibel; wir tauschten einmal die Vorspeise aus oder auch den Nachtisch, alles zum gleichen Preis. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist einfach gut! Schaut Euch die Fotos an, das Auge isst auch mit!
Wir waren zu viert und alle waren rundum zufrieden. Das Herbst-Menü mit Sellerie-Cappuccino und Parmesan-Gebäck, gefolgt von einem gebratenen Rinderfilet mit Steinpilzkruste, Kartoffelplätzchen und Buttergemüse und zum Abschluss Kaffee-Mousse mit Irish-Coffee-Gelee und weißem Kaffee-Eis, wie erwähnt zu EUR 39,50.
Das vegetarische Menü bestand aus gebratenem Ziegenkäse mit schwarzen Walnüssen und Rote Beete mit Balsamico. Dann ein Sellerie-Cappuccino mit gemahlten Steinpilzen. Es folgten Kürbis-Tortellini mit Campari-Orange, Belper Knolle und Möhre. Ein geeister Pralinenschaum mit Erdnussstreuseln und Brombeere-Sorbet war der Abschluss. Dieses Viergang-Menü kostet EUR 39,50.
Dies waren die Speisen unser Freunde. Meine Frau nahm die gebratenen Jakobsmuscheln mit Vanille-Schaum und Kürbispüree (EUR 14,00) und zum Hauptgang ein Flugentenbrust mit Sellerie-Mousline, Kumquats und Zwiebelblätterteig-Rolle (EUR 23,00). Der Nachtisch war ebenfalls das Kaffee-Mousse (EUR 12,00).
Ich wählte die gebratene Gänsestopfleber (EUR 18,50) - gute Portion! - und danach den Hirschrücken auf einem leicht pfefferigen Wirsinggemüse und Kartoffelplätzchen (29,00). Auch ich nahm das Kaffee-Mousse zum Nachtisch.
Alles perfekt, klasse, geschmacklich einwandfrei und toll zubereitet.
Ach, der kleine Fehler: Als Gruß aus der Küche habe es zum vegetarischen Menü Ravioli mit Kalbfleisch, passt nicht ganz....
Nun zu den Getränken. Ein Gläschen Sekt vorweg zu EUR 6,50 und für mich zur Foie Gras ein Süßwein zu EUR 7,50. Ein Riesling des Weingutes Knebel (Terrassenlage) (Flasche zu 29,00 EUR) als Empfehlung passte sehr gut zu den anderen Vorspeisen. Zu den Hauptgängen ein Rotwein mit dem interessanten Namen "us de la Meng" vom Weingut Meyer-Nickel, ein Cuvee aus Spät- und Frühburgunder von der Ahr. Sehr rund! Auch hier die Flasche zu EUR 29,--.
Bitte schaut Euch die Fotos an!
Versteckt würde ich sagen und man muss schon von der Existenz des Restaurants wissen, durch Zufall kommt man hier nicht vorbei! Weit weg vom Touristenrummel auf der anderen Seite der Mosel. Nehmt eine Taxi, die kostet von der Altstadt lediglich EUR 8,50.... ;-)
Äußerlich sehr unscheinbar, was sich aber sofort beim Betreten des Lokals ändert. Aufmerksame Servicekräfte weisen zu dem reservierten Tisch, nehmen die Garderobe ab und es kommt sofort der Eindruck auf, hier ist man Gast!
Wichtig ist zu reservieren, an... mehr lesen
5.0 stars -
"Rundum perfekt mit einer klitzekleinen Ausnahme!" Ehemalige UserVersteckt würde ich sagen und man muss schon von der Existenz des Restaurants wissen, durch Zufall kommt man hier nicht vorbei! Weit weg vom Touristenrummel auf der anderen Seite der Mosel. Nehmt eine Taxi, die kostet von der Altstadt lediglich EUR 8,50.... ;-)
Äußerlich sehr unscheinbar, was sich aber sofort beim Betreten des Lokals ändert. Aufmerksame Servicekräfte weisen zu dem reservierten Tisch, nehmen die Garderobe ab und es kommt sofort der Eindruck auf, hier ist man Gast!
Wichtig ist zu reservieren, an
Geschrieben am 13.12.2015 2015-12-13| Aktualisiert am
13.12.2015
Besucht am 13.12.2015
Ein altes Haus, sehr verwinkelt, direkt am Beginn der Fußgängerzone und 450 m vom deutschen Eck entfernt. Also aus meiner Sicht sehr gut gelegen.
Ich beziehe mich auf das Frühstück, serviert in der Wohnzimmer-ähnlichen Stube. Viele alte Dinge an der Wand, auch gerahmte Autogrammkarten von Kammersängern oder Schauspielern. Alles hat etwas von Ruhe und privatem Flair.
Das sehr liebevoll gestaltete Frühstück bietet alles, was der Gast morgens erwartet, aber in einer netten Art aufgetischt. Hier kann man wirklich sagen, "klein, aber fein". Eierspeisen werden frisch zubereitet.
Hat Spaß gemacht!
Ein altes Haus, sehr verwinkelt, direkt am Beginn der Fußgängerzone und 450 m vom deutschen Eck entfernt. Also aus meiner Sicht sehr gut gelegen.
Ich beziehe mich auf das Frühstück, serviert in der Wohnzimmer-ähnlichen Stube. Viele alte Dinge an der Wand, auch gerahmte Autogrammkarten von Kammersängern oder Schauspielern. Alles hat etwas von Ruhe und privatem Flair.
Das sehr liebevoll gestaltete Frühstück bietet alles, was der Gast morgens erwartet, aber in einer netten Art aufgetischt. Hier kann man wirklich sagen, "klein, aber fein". Eierspeisen werden frisch zubereitet.
Hat Spaß gemacht!
Kornpforte - Hotel und Weinstube
Kornpforte - Hotel und Weinstube€-€€€Weinstube02 61 3 11 74Kornpfortstraße 11, 56068 Koblenz
3.5 stars -
"Weinstube und Hotel mitten in der Altstadt" Ehemalige UserEin altes Haus, sehr verwinkelt, direkt am Beginn der Fußgängerzone und 450 m vom deutschen Eck entfernt. Also aus meiner Sicht sehr gut gelegen.
Ich beziehe mich auf das Frühstück, serviert in der Wohnzimmer-ähnlichen Stube. Viele alte Dinge an der Wand, auch gerahmte Autogrammkarten von Kammersängern oder Schauspielern. Alles hat etwas von Ruhe und privatem Flair.
Das sehr liebevoll gestaltete Frühstück bietet alles, was der Gast morgens erwartet, aber in einer netten Art aufgetischt. Hier kann man wirklich sagen, "klein, aber fein".
Der sehr gute Eindruck unserer bisherigen Besuche wurde bestätigt. Wir haben das nachgeholt, was wir beim ersten Mal versäumt hatten: Verschiedene Weine mit Hilfe der Enomaten verkosten. Eine tolle Idee. So kann man sich selbst ein Bild machen und die Weinauswahl zum Essen fällt leicht. Essen war wieder sehr gut, auch wenn der "Wow"-Effekt unseres ersten Besuches sich nicht wiederholt hat. Ansonsten ist Restaurant für diese Qualität viel zu leer. Das wird jedoch sicherlich im Sommer anders werden.
Der sehr gute Eindruck unserer bisherigen Besuche wurde bestätigt. Wir haben das nachgeholt, was wir beim ersten Mal versäumt hatten: Verschiedene Weine mit Hilfe der Enomaten verkosten. Eine tolle Idee. So kann man sich selbst ein Bild machen und die Weinauswahl zum Essen fällt leicht. Essen war wieder sehr gut, auch wenn der "Wow"-Effekt unseres ersten Besuches sich nicht wiederholt hat. Ansonsten ist Restaurant für diese Qualität viel zu leer. Das wird jedoch sicherlich im Sommer anders werden.
Seehaus Cospuden
Seehaus Cospuden€-€€€Restaurant, Bar, Cafe, Imbiss034135882603Ostuferstr. 1, 04416 Markkleeberg
5.0 stars -
"Wein am See" Ehemalige UserDer sehr gute Eindruck unserer bisherigen Besuche wurde bestätigt. Wir haben das nachgeholt, was wir beim ersten Mal versäumt hatten: Verschiedene Weine mit Hilfe der Enomaten verkosten. Eine tolle Idee. So kann man sich selbst ein Bild machen und die Weinauswahl zum Essen fällt leicht. Essen war wieder sehr gut, auch wenn der "Wow"-Effekt unseres ersten Besuches sich nicht wiederholt hat. Ansonsten ist Restaurant für diese Qualität viel zu leer. Das wird jedoch sicherlich im Sommer anders werden.
Geschrieben am 04.12.2015 2015-12-04| Aktualisiert am
04.12.2015
Besucht am 04.12.2015
Schon sehr oft bin ich hier vorbeigefahren und immer wieder dachte ich, "das sieht gut aus, das muss ich mal ausprobieren" und heute war es dann soweit.
Etwas abseits in der Nähe von Gruiten (Haan) ist dieses alte Haus, verschiefert und äußerlich sehr ansprechend gelegen. Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Innen eine Mischung aus alt und neu, etwas rustikal und zur jetzigen Adventszeit mit Weihnachtsdeko geschmückt. Zwei Dinge fielen mir sofort auf, einmal die absolut freundliche Begrüßung und die professionelle Begleitung zum Tisch und zum anderen, die etwas zu laute griechische (Volks-) Musik.
Die Speisekarte ist umfangreich, Tagesspezialitäten (u. a. Gänsekaue oder -brust), aber auch Bauernwurst mit Gemüse und griechische Speisen und schließlich Steaks und Fisch. Ein sehr umfangreiches Angebot. Vielleicht zu viel.
Die Bedienung setzte den positiven Eindruck fort, begrüßte uns freundlich und fragte zu erst mal nach den Getränke. Füchsen Alt vom Faß, was für ein Bierangebot, klasse! Meine Frau fragte nach einem trockenem Weißwein und bekam einen leicht fruchtigen aber trockenen griechischen Wein (Lefko Xiro) zu EUR 3,50.
Zu den Speisen ist zu sagen, dass diese nicht die Vielfalt der griechischen Küche widerspiegeln. Der Tunna Salate war frisch aus der Dose, so unser Eindruck, nett angerichtet. Der marinierte Oktopus von der Tageskarte entsprach nicht den Erwartungen, machte ebenfalls für uns den Eindruck, dass er "aus der Packung kommt". Die Gänsebrust war sehr, sehr kross gebraten (siehe Foto), die Mousakas leider auch mit dem Eindruck "aus der Tiefkühltruhe?" - beide Gerichte geschmacklich allerdings "OK". Dagegen das Rumpsteak mit Pfeffersoße vom Fleisch her sehr gut, perfekt gebraten und es war definitiv kein Steakmesser erforderlich. Die Soße allerdings nicht vom Pfeffer verwöhnt....
Insgesamt ein, aus unserer Sicht, durchschnittliches Lokal ohne einen Anspruch auf ausgefallene Küche. Für so Zwischendurch mal eben schnell was Essen, dafür OK.
Toll dann die persönliche Verabschiedung, der Service war wirklich gut!
Schon sehr oft bin ich hier vorbeigefahren und immer wieder dachte ich, "das sieht gut aus, das muss ich mal ausprobieren" und heute war es dann soweit.
Etwas abseits in der Nähe von Gruiten (Haan) ist dieses alte Haus, verschiefert und äußerlich sehr ansprechend gelegen. Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Innen eine Mischung aus alt und neu, etwas rustikal und zur jetzigen Adventszeit mit Weihnachtsdeko geschmückt. Zwei Dinge fielen mir sofort auf, einmal die absolut freundliche Begrüßung und die professionelle Begleitung... mehr lesen
Mylos im Mühlengrund
Mylos im Mühlengrund€-€€€Restaurant0210460555Vohwinkeler-Str. 31, 42781 Haan
3.0 stars -
"Griechisches Restaurant mit sehr guten, auffallendem Service" Ehemalige UserSchon sehr oft bin ich hier vorbeigefahren und immer wieder dachte ich, "das sieht gut aus, das muss ich mal ausprobieren" und heute war es dann soweit.
Etwas abseits in der Nähe von Gruiten (Haan) ist dieses alte Haus, verschiefert und äußerlich sehr ansprechend gelegen. Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Innen eine Mischung aus alt und neu, etwas rustikal und zur jetzigen Adventszeit mit Weihnachtsdeko geschmückt. Zwei Dinge fielen mir sofort auf, einmal die absolut freundliche Begrüßung und die professionelle Begleitung
Wer hätte das gedacht? Direkt an einem der touristischen Orte „der alten Brücke“ befindet sich dieses Restaurant „Wirtshaus zum Nepomuk“ mit angeschlossenem Hotel „zur alten Brücke“.
Die Einrichtung war für mich sehr ansprechend, etwas gehobener, aber zum Wohlfühlen. Ichhaffe der Leser weiß, was ich damit meine… es darf auch mal gelacht werden!
Die sehr freundliche Bedienung war den ganzen Abend mit Hinweisen, Tipps und Empfehlungen für uns da und der Servierservice war perfekt, das einmal vorweg. Wir waren eine 6er Gruppe, u. a. mit ausländischen Gästen und Englisch war ebenfalls kein Problem, weder für die Bedienung noch in der Speisekarte (zweisprachig).
Ich beschränke mich auf mein Essen ausschließlich. Begonnen habe ich mit einer Kürbiscremesuppe (EUR 6,95) die sehr sämig zubereitet war, geschmacklich einwandfrei, lecker! Zum Hauptgang ein „kleines“ argentinisches Rumpsteak mit Pfeffersoße, dazu Bratkartoffeln, kross gebraten und auf meinen Wunsch hin ohne Zwiebeln zubereitet. (EUR 24,95). Was aber das Wörtchen „klein“ bedeuten soll, konnte ich mir nicht erklären, denn das hochgeschnittene Steak hatte, wie es auch in der Speisekarte steht, mindestens 250 gr. eher 300 gr. Super gut Medium gebraten und die Pfeffersoße perfekt abgestimmt. Ein Steakmesser war bei dieser Fleischqualität nicht erforderlich! Aus meiner Sicht ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.
Zu den Getränken: Zu erst ein Weißwein, ein Grauburgunder vom Winzer Friedrich Becker aus der Pfalz (EUR 28,—) und alle staunten nicht schlecht, inklusive der Bedienung, dass der Grauburgunder rosé war. Aber es war richtig, die Farbe wird extra auf dem Flaschenetikett beschrieben, zart-rosa Reflexe… Interessant und ein guter trockener Tropfen! Dann ein Roter zum Fleisch, einer meiner Lieblingstropfen aus der Pfalz von Markus Schneider „Black Print“ (Cabernet Sauvignon, Merlot, St.Laurent). Hat aber auch seinem (Restaurant)-Preis von EUR 36,—.
Ein perfekter Abend! Unbedingt reservieren!
Wer hätte das gedacht? Direkt an einem der touristischen Orte „der alten Brücke“ befindet sich dieses Restaurant „Wirtshaus zum Nepomuk“ mit angeschlossenem Hotel „zur alten Brücke“.
Die Einrichtung war für mich sehr ansprechend, etwas gehobener, aber zum Wohlfühlen. Ichhaffe der Leser weiß, was ich damit meine… es darf auch mal gelacht werden!
Die sehr freundliche Bedienung war den ganzen Abend mit Hinweisen, Tipps und Empfehlungen für uns da und der Servierservice war perfekt, das einmal vorweg. Wir waren eine 6er Gruppe, u.... mehr lesen
Wirtshaus zum Nepomuk im Hotel zur Alten Brücke
Wirtshaus zum Nepomuk im Hotel zur Alten Brücke€-€€€Restaurant, Wirtshaus06221739130Obere Neckarstraße 2, 69117 Heidelberg
4.5 stars -
"Perfektes Restaurant - guter Service - gutes Essen!" Ehemalige UserWer hätte das gedacht? Direkt an einem der touristischen Orte „der alten Brücke“ befindet sich dieses Restaurant „Wirtshaus zum Nepomuk“ mit angeschlossenem Hotel „zur alten Brücke“.
Die Einrichtung war für mich sehr ansprechend, etwas gehobener, aber zum Wohlfühlen. Ichhaffe der Leser weiß, was ich damit meine… es darf auch mal gelacht werden!
Die sehr freundliche Bedienung war den ganzen Abend mit Hinweisen, Tipps und Empfehlungen für uns da und der Servierservice war perfekt, das einmal vorweg. Wir waren eine 6er Gruppe, u.
Geschrieben am 29.11.2015 2015-11-29| Aktualisiert am
29.11.2015
Besucht am 28.11.2015
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich beim alteingesessenen Kandeler Griechen „Sto Castello“ zu Gast war. Der Grund für meine längere Abstinenz war nicht das Essen oder das Ambiente – denn beides hebt sich klar vom üblichen griechischen Gastro-Einheitsgyros ab – sondern die nervige Art des Oberkellners, der mich beim letzten Besuch mit völlig unangebrachten, teilweise echt peinlichen Bemerkungen zutextete, so dass wir uns damals am Tisch zu Recht fragten, ob er wohl noch alle Gurken im Tsatsiki hat.
Deshalb wurde unsere gestrige Spontanidee nach sportlicher Ertüchtigung von einem etwas unguten Gefühl im Vorfeld begleitet, schreckte uns aber nicht ab, das zentral in Kandel gelegene Traditionslokal mal wieder aufzusuchen. Und gleich vorab: unsere erste Voreingenommenheit wich sehr schnell einer richtigen Erleichterung, als wir feststellten, dass der besagte Service-Chef nicht zugegen war. Es war ziemlich voll an diesem Samstagabend, aber das ist für dieses Restaurant nicht ungewöhnlich. Einige größere Gesellschaften (vllt. erste Weihnachtsfeiern) tafelten an zusammengeschobenen Tischreihen. Ein Platz im hinteren Bereich des Lokales mussten wir dankend ablehnen, da uns dort einfach zu viel los war. Wir wurden an einen Zweiertisch direkt am Eingang platziert, nicht unbedingt der beste Standort, da mit den entschwindenden Raucher auch ordentlich Kaltluft hereinzog.
Das Innere des Lokals wirkt trotz der Größe gemütlich. Dem vorderen Gastraum mit ca. 5 oder 6 Tischen folgt eine lange Theke, der gegenüber ein paar Tische mit bequemen Wandbänken folgen. Schließlich gibt es noch den bereits erwähnten hinteren Bereich, in dem auch größere Gruppen Platz finden. Die Unterteilung der Räumlichkeiten ist stimmig und sinnvoll. Die Geräuschkulisse ist hier zwar nicht besonders niedrig, wird aber durch diese Einteilung zumindest ganz gut kanalisiert. Man verzichtet weitgehend auf griechische Stilelemente aus Pappmaché und versucht durch eine warme Beleuchtung die Leute bei Laune zu halten. Am besten gelingt das in den nischenartig angelegten „Sitzabteilungen“ gegenüber vom Ausschankbereich. Hierhin hat man uns nach dem Verzehr unseres Standardvorspeisensalates dankenswerter Weise verfrachtet. Der sehr freundlich und aufmerksam agierende Service hatte ein Einsehen mit unserer nicht gerade optimalen Platzwahl.
Die Speisekarte ist – wie man das von griechischen Gasthäusern kennt – sehr reichhaltig angelegt. „Ob Lamm, Schwein oder Rind – alles wird gegrillt!“ So das Motto auch hier. Auffällig viele Spieß-Variationen tummeln sich in der fleischlastigen Karte. Aber auch jede Menge Meeresgetier findet seinen Weg auf die schicken Tellerovale, die mit ihrem leicht erhöhten Rand schön angerichtet aus der Küche getragen werden. Auf der Schiefertafel mit den Tagesempfehlungen stand gegrillter Oktopus oder Dorade im Ganzen. Für Fischliebhaber definitiv eine Alternative. Daneben existiert ein opulentes Vorspeisenangebot (gegrillte Peperoni, panierte Muscheln, Tintenfisch-Salat etc.), das auch Gästen mit kleinem Hunger eine solide Auswahl bietet. Herausragend: der Castello-Spieß mit Schweinelende, Pute und Rinderfilet (inkl. einem Metaxa-, Pfeffer- und Käsesaucen-Dreierlei) für 17,90 Euro. Wie bei den anderen Platten- und Teller-Varianten lassen sich auch die Beilagen nach Wunsch zusammenstellen. Und ein Salat kommt sowieso vorweg. Die Portionsgrößen im Sto Castello lassen sich als „ordentlich pfälzisch“ bezeichnen. Da geht keiner hungrig raus. So auch wir nicht.
Die von uns bestellte Saloniki-Platte (32,80 Euro) für zwei ausgehungerte Badmintonspieler hatte gehörig Grillfleisch auf ihrer metallenen Oberfläche zu bieten. Dieses war zudem mit diversen Saucen (Bratensoße, Hollandaise und andere Kalorieninhaber), etwas Gemüse (Brokkoli und Blumenkohl, der noch bissfest war!) und Zwiebeln sehr geschmackvoll angerichtet. Die mediterran gewürzten Bifteki wurden mit einer Scheibe geschmolzenem Käse serviert, während auf den beiden Koteletts von der Lammkrone aromatische Knoblauchraspel für Geschmacksakzente sorgten und das perfekt gegrillte Lammfleisch adäquat abrundeten. Der Gyros war wie üblich mittig platziert und derart knusprig und lecker gewürzt, dass er sogar den vom Landauer Kultgriechen „Olympia“ in den Schatten stellte. Ich war mehr als positiv überrascht. Die Hähnchenbrustfilets waren tadellos. Die Käse-Sauce (Hollandaise) ging dem Saft der frisch gegrillten, marinierten Fleischstücke eine richtig intensive Geschmacksliaison ein. Da ließen sich die mit Schafskäse bedeckten Bratkartoffelchips hervorragend durchziehen. Die saftigen Schweinespieße waren auf den Punkt gegrillt und harmonierten gut mit dem fruchtigen Tomatenreis. Ich gebe zu, dass ich mit dem Schweinesteak letztendlich meine Mühe hatte, was aber am bereits fortgeschrittenen Sättigungsgrad lag.
Ganz entgegen dem Udo-Jürgens-Klassiker verzichteten wir an diesem Abend auf griechischen Wein. Stattdessen wurden ein paar wirklich gut gemixte Radler (mit badischem Hoepfner-Bier) geleert. Zwei Ouzo zum Verdauen rundeten dieses vorzüglich schmeckende griechische Essen ab. Die zuvorkommende Bedienung ließ frühere Erlebnisse an gleicher Stelle vergessen machen. Der nächste Besuch wird deshalb nicht lange auf sich warten lassen.
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich beim alteingesessenen Kandeler Griechen „Sto Castello“ zu Gast war. Der Grund für meine längere Abstinenz war nicht das Essen oder das Ambiente – denn beides hebt sich klar vom üblichen griechischen Gastro-Einheitsgyros ab – sondern die nervige Art des Oberkellners, der mich beim letzten Besuch mit völlig unangebrachten, teilweise echt peinlichen Bemerkungen zutextete, so dass wir uns damals am Tisch zu Recht fragten, ob er wohl noch alle Gurken im Tsatsiki... mehr lesen
Restaurant Sto Castello
Restaurant Sto Castello€-€€€Restaurant, Biergarten072758553Hauptstraße 62, 76870 Kandel
4.5 stars -
"Griechische Plattenkulinarik im Herzen von Kandel" Ehemalige UserEs ist schon eine ganze Weile her, dass ich beim alteingesessenen Kandeler Griechen „Sto Castello“ zu Gast war. Der Grund für meine längere Abstinenz war nicht das Essen oder das Ambiente – denn beides hebt sich klar vom üblichen griechischen Gastro-Einheitsgyros ab – sondern die nervige Art des Oberkellners, der mich beim letzten Besuch mit völlig unangebrachten, teilweise echt peinlichen Bemerkungen zutextete, so dass wir uns damals am Tisch zu Recht fragten, ob er wohl noch alle Gurken im Tsatsiki
Das ist das beste Hähnchen seit dem meine Oma tot ist. Super geil nur zu empfehlen wer auf gute Deutsche Küche steht und der Service ist auch sehr flink!!!
Das ist das beste Hähnchen seit dem meine Oma tot ist. Super geil nur zu empfehlen wer auf gute Deutsche Küche steht und der Service ist auch sehr flink!!!
5.0 stars -
"Was für ein Hähnchen" Ehemalige UserDas ist das beste Hähnchen seit dem meine Oma tot ist. Super geil nur zu empfehlen wer auf gute Deutsche Küche steht und der Service ist auch sehr flink!!!
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In der ehemaligen französischen Garnisonsstadt Landau hat sich im Zuge des Abzuges der Streitkräfte aus dem Nachbarland einiges verändert. Die Stadtplaner versuchen seit Jahren diese Mammutaufgabe, nämlich die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme "Konversion Landau Süd", erfolgreich zu stemmen. Die Vergabe der Landesgartenschau nach Landau hat in dieser Hinsicht einen zusätzlichen Schub geleistet.
Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein neuer, moderner Stadtteil entsteht gerade im Landauer „South-East-End“ mit zeitgemäßer Architektur, sinnvollem Gebäudesubstanzerhalt und funktionalem Weitblick. Konversion auf ganz hohem Niveau, wovon die Stadt an der Queich und ihre Bewohner noch in Jahrzehnten profitieren werden. Wo neuer Wohnraum entsteht, da siedeln sich über kurz oder lang auch neue gastronomische Einrichtungen an. Mit dem trendigen Weinkontor Null41, keine 500m Luftlinie vom Amici entfernt, begann im Januar 2014 die kulinarische Erschließung des ehemaligen Kasernenareals.
Nun folgt mit dem Amici die zweite, gelungene Gastro-Konversion in unmittelbarer Nähe. Der regional bekannte Gastronom und Piccola Italia-Chef Giuseppe Baorda leitet seit Mai diesen Jahres mit seiner jungen Mannschaft diesen Hort mediterraner Frischeküche. Richtig losgelegt hat man im Amici (nach eigener Aussage) jedoch erst im Oktober. Da war die Gartenschau passé und der „normale Gästebetrieb“ hielt endlich Einzug.
Doch vorher wurde mit viel Aufwand und Liebe zum Detail restauriert und erneuert. So gelang es, das heimelige Backsteingewölbe im Inneren des ehemaligen Militärgebäudes zu erhalten. Mit kunstvoll von der Decke baumelnden Kronleuchtern, indirekten Strahlerleuchten, stilvoller Kunst an den urigen Sandsteinwänden und viel rustikalem Holz wird eine angenehme Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Das Café-Bistro wirkt besonders abends extrem einladend, da hier die Beleuchtung gediegene Akzente setzt und romantisches Licht durch die gut einsehbaren Fenster nach außen dringt. Man spürt gleich beim Eintritt, dass man hier gut aufgehoben ist. Und ohne Reservierung sinken die Chancen auf einen freien Platz rapide.
Nun, wir hatten nicht reserviert und mussten uns im Eingangsbereich ein wenig gedulden, ehe wir an den nächsten freiwerdenden Tisch geleitet wurden. Einen Hugo (5,90 Euro) als Apéro vorweg und schon wurde die in klassischem Ferrari-Rot gehaltene Speisenkarte studiert. Jeweils eine Handvoll Vorspeisen und Salate finden sich in der bewusst kleingehaltenen Speiseauswahl wieder. Für Suppenkasper/innen hält man eine Maronencremesuppe (4,90 Euro) bereit. Pasta-Löffler bzw. –dreher werden mit knapp 10 verschiedenen Varianten beglückt, dabei sind die Gerichte mehrheitlich vegetarisch. Doch auch Fleischesser kommen bei Rumpsteak, Schweine- und Lammrückenfilet keinesfalls zu kurz. Ein paar Desserts runden das überschaubare Angebot ab. Zur Mittagszeit werden noch zusätzlich eine Suppe (3,90 Euro), ein Pasta-Tagesgericht (5,90 Euro) und eine Fleischspezialität (8,90 Euro) auf dekorativen Schiefertafeln annonciert.
Die Bruschetta (5,90 Euro) hat mir im Piccola Italia immer sehr gut geschmeckt. Also warum nicht auch mal hier ausprobieren? Meine Begleitung wählte den kleinen gemischten Salat (Insalata Mista für 3,90 Euro), der ein gut abgeschmecktes Balsamico-Dressing aufwies. Meine mit üppigem Belag aus Tomaten, Rucola und Parmesan versehenen Weißbrotscheiben dufteten herrlich nach Knobi und gutem Olivenöl. Ein frisch angerichtetes, italienisches „Arme-Leute-Essen“, das den ersten Hunger vertrieb und den Appetit auf die Pasta im Hauptgang förderte.
Dann kamen die beiden Nudelteller an den Tisch. Meine Begleitung hatte die Spaghetti mit Garnelen (12,90 Euro) geordert. Sie kamen mit einer pikanten Tomatensauce, die aromatisch nach angebratenem Knoblauch und Oregano duftete. Die Pappardelle (breite Bandnudeln) mit Thai-Bolognese (11,90 Euro) waren für mich bestimmt. Der Duft nach Kokosmilch und Koriander stieg in meine Nase. Asiatische Würze (Kurkuma und Koriander) traf hier auf feinabgestimmte Frische (Limette und Zitronengras) und verlieh dieser raffiniert zubereiteten „Thai-Bolo“ das gewisse Etwas. Diese Kombi hatte ich vorher so noch nie gegessen, würde ich aber jederzeit wieder tun. Die Nudeln waren in beiden Fällen „auf Biss“ gekocht. Da hat alles gepasst. Genau wie beim Dessert. Das lauwarme, im Inneren noch flüssige Schokoladensoufflé mit Vanillesauce und heißen Zimtpflaumen (6,90 Euro) war ein überaus würdiger Abschluss und ließ keine Wünsche offen.
Der freundlich und souverän agierende Service empfahl zur Pasta eine Cabernet Sauvignon-Shiraz-Cuvée vom Weingut Simonsig aus Südafrika. Ein durchaus feiner Begleiter, nur stellt sich hier die Frage, warum man bei den Rotweinen nicht noch stärker auf regionale Kreszenzen setzt. Sehr gute Cabernets gibt es ja auch in der Pfalz. Bei den Weißweinen kommen dagegen Winzer aus der näheren Umgebung ins Spiel und das ist auch gut so. Stentz (Landau-Mözheim), Lergenmüller (Hainfeld) und Gut von Beiden (Kleinfischlingen) seien an dieser Stelle beispielhaft genannt. Ähnlich wie im Piccola Italia, will man auch hier im monatlichen Wechsel einen Winzer aus der Pfalz ins Programm nehmen. Da lässt sich bestimmt die ein oder andere Entdeckung machen.
Für mich stellt das Amici definitiv eine Bereicherung der Landauer Gastroszene dar. Es ist kein Piccola Italia-Plagiat und auch keine Pizzeria (davon gibt es in Landau wahrlich genug). Der Name Café-Bistro wurde bewusst gewählt, denn auch der kleine Hunger oder die Koffeinlust werden hier genauso adäquat gestillt wie der Appetit auf leckere Pasta-Gerichte. Und das in wirklich stilvoller Umgebung. Alles richtig gemacht, Signore Baorda. Mal wieder.