Geschrieben am 18.09.2015 2015-09-18| Aktualisiert am
20.09.2015
Besucht am 13.09.2015
Aus Anlass der aktuell stattfindenden tour de menue gusto (10.09. bis 04.10.2015 in und um D‘dorf) besuchten wir das Restaurant der Wasserburg Haus zum Haus in Ratingen. Da es sich um einen Sonntagabend handelte und in der Tour-Broschüre ungewöhnlicher Weise ‘Reservierung nicht erforderlich‘ vermerkt ist, unterließen wir diese. Nochmal Glück gehabt, es handelt sich um einen Druckfehler, eigentlich wird eine Reservierung empfohlen. Wie uns der Service glaubhaft versicherte, hätten wir freitags oder samstagabends höchstwahrscheinlich Pech gehabt. So aber waren außer uns lediglich sechs weitere Gäste an drei Tischen anwesend. Bezeichnender Weise wird für den Zeitraum der Tour auch ausschließlich das Menue (vier Gänge, mit Sorbet fünf; für 55,- Euronen pro Person) angeboten. Je nachdem welchen Servicemenschen man fragt, ist aber wohl auch ein Auszug für den kleineren Hunger möglich.
Das Haus hat bereits eine längere Geschichte als Restaurant, der jetzige Betreiber ist ein Caterer der auch das Betriebsrestaurant im Bürokomplex ‘Ratingen Office-Center‘ führt. Für weitere Hintergrundinfos verweise ich auf den entsprechenden Wikipedia-Eintrag oder die Seiten der Stiftung des Eigentümers: http://www.wasserburg-zum-haus.de/index.html . Behindertengerecht ist das Ganze leider nicht, es führt ein Kopfsteinpflasterweg zur Burg und das Restaurant liegt in der ersten Etage wobei es auch ein Hochparterre-Geschoss gibt. Bei stärkerem Aufkommen und falls genügend Personal verfügbar sein sollte gibt es auch noch eine zweite Etage. Eventuell werden im Sommer die Terrassenmöbel im Burghof eingedeckt.
Bei unserem Eintreffen bereits freundlich vom Koch empfangen, durften wir uns einen Zweiertisch (sämtliche Tische waren komplett für ‘s Menue eingedeckt) aussuchen. Den Service bestritten ein junger, nahöstlich wirkender Kellner und Frau Ksenija Jakob, ihres Zeichens Eventmanagerin. Wirkte Frau Jakob noch sehr authentisch freundlich und beriet kompetent, schien der Kollege das Kontrastprogramm darzustellen. Zwar vordergründig freundlich, kamen seine Rückäußerungen unterschwellig aggressiv rüber. Auch mussten wir uns bereits beim ordern des Menues auf das gewünschte Dessert festlegen. Für die Hauptgänge ist das ja noch nachvollziehbar aber bei der Auswahl Käse oder Dessert unverständlich. Wahrscheinlich fehlt da noch etwas Erfahrung. Einem nach uns eingetroffenen Pärchen erklärte er kategorisch, dass es ausschließlich das Menue gäbe, erst auf wiederholte Bitten, verwies er auf Frau Jakob, die dann sofort ein kleines drei-Gang-Menue anbot, alle waren zufrieden.
Zum Menue wird auch eine Weinbegleitung angeboten (27,- Euronen pro Person für vier Weine à jeweils 0,1L), da ein für uns interessanter Wein (Kaitui aus dem Hause Schneider) für 28,- Euronen pro 0,75L auf der internationalen Weinkarte steht, entscheiden wir uns gegen die Weinbegleitung. Vorab orderten wir noch zwei Crémants rosés von der Loire, jeweils 6,50 Euronen - sehr delikat, einem Champagner durchaus ebenbürtig – und ein schweigendes Düssel Aqua für 7,50 Euronen pro 0,75L. Später zum Hauptgang kamen dann noch zwei Merlot (La Forge, Languedoc, 0,2L für jeweils 5,90 Euronen) hinzu.
Wasser und Crémants kamen schnell, für ‘s Wasser gab es dankenswerter Weise einen Vakuum-Kühler. Kurz danach, kaltes, baguetteähnliches Brot mit zähem Rand, von Kruste will ich bewusst nicht sprechen. Dazu reichte man mallorquinisches Gewürzsalz, sehr gutes, griechisches Olivenöl und etwas leicht stückiges Hummus mit terminaler Kreuzkümmelvergiftung, hier wäre weniger eindeutig mehr. Kurz darauf gab es auch schon das amuse gueule, eine zwar gut gebratene Garnele, wegen der eher durchschnittlichen Qualität aber leider geschmacksarm, an aromatischem Ananas-Chili-Chutney. Für Madame hätte es etwas schärfer sein dürfen (wegen gedankenloser Gier leider kein Photo, sorry).
Man merkte, dass der Service unterbeschäftigt war, es wurde fast zu häufig nachgeschenkt und die Speisen kamen in rascher Folge. Das Menue en Detail:
Wachtelessenz mit Gänsestopfleberravioli
Eine durchschnittliche, leicht trübe Brühe, schön heiß und mit ausreichend Salz und Pfeffer. Allerdings konnten wir leider keinen typischen Wachtelgeschmack feststellen. Passend dazu drei niedliche, kleine Ravioli, dünner Teig, al dente gegart. Um Stopflebergeschmack herauszukitzeln musste man schon eine ganze Weile drauf rumkauen. Ein etwas langweiliger Auftakt.
Roulade von Seezunge und Langostinos
mit Sancerreschaum auf Belugalinsen
An sich eine gute Idee, leider war die Seezunge etwas übergart, zusammen mit der gut abgeschmeckten Lachsfarce und dem saftigen Spinat aber noch genießbar. Schön wiederum die Kombination von auf den Punkt gegarten, gut gewürzten Linsen und leicht säuerlichem Weißweinschaum, als Deko ein Kerbelzweig und zwei kleine, blaue Kartoffelchips.
Sorbet von Rosé Champagner, Cassis Caviar
Sehr gut umgesetzt, feines Sorbet trifft süße, am Gaumen zerdrückbare Perlen. Von Frau Jakob wurde freundlicher Weise ein Aufguss mit Crémant rosé angeboten.
Bereits vor einsetzen der Sorbets hatten wir um eine Pause bis zum Hauptgang gebeten um in Ruhe den Weißwein genießen zu können und um dem, zum Reh geplanten, Merlot etwas Zeit zum Atmen zu lassen. Das war für den Kellner anscheinend die Höchststrafe, er wurde immer zappliger, zwischendrin kamen zwei Nachfragen, bei der dritten durch Frau Jakob hatten wir gerade noch den letzten Schluck Weißwein im Glas und baten um weitere fünf Minuten. Zu spät wurde uns signalisiert, der Kollege hätte die Hauptgänge bereits abgerufen….
Rehfilet unter Pumpernickel-Nuss-Kruste, Pfeffer-Kirschsauce,
sautierte Pilze und Petersilienspätzle
Frau Jakob versorgte uns gerade noch mit dem Merlot, da stürmte der eifrige Gastarbeiter durch die Schwingtür, wischte die Dame quasi aus der Flugbahn und fragte wer denn das medium rare gegarte Reh bekäme. Leicht verwundert, wie gesagt es waren außer uns lediglich sechs weitere Gäste an diesem Abend zu bedienen, meldete ich mich und zack stand der Teller vor mir, anstatt wie eigentlich üblich erst Madame zu versorgen. Also auch (Achtung: Satire!) bezüglich der mentalen Potenz der geborene Kellner. In nach offensichtlicher Selbsteinschätzung sogenannten ‘gehobenen Restaurants‘, teste ich den Service ganz gerne indem ich die französische Bezeichnung der Gargrade anbringe. Saignant und à point wurden von Ihm allerdings nicht verstanden, demnach also medium rare und medium geordert. Die Weitergabe an die Küche konnten wir ebenfalls deutlich aus dem Hintergrund vernehmen, was ja grundsätzlich schon eine gute Leistung (im Rahmen seiner Möglichkeiten) darstellt. Nicht so toll dagegen, dass er phonetisch versuchte die französische Aussprache mit nasalem Unterton im Austausch mit der Küche ins lächerliche zu ziehen. Kann man machen, dann sollte der Gast das aber besser nicht mitkriegen. Den dritten Stern bei der Servicebewertung rettet ausschließlich Frau Jakobs Freundlichkeit.
Beide Reh-Rücken-Filets waren gleichmäßig medium mit leichter Tendenz zu medium rare gegart und recht zart. Bei der Nuss-Kruste handelte es sich eher um eine weiche Auflage, diese war zumindest in ausreichender Menge vorhanden. Knusprig dagegen ein paar geröstete Kerne (Kürbis?). Die Saucen, aromatisch insbesondere die Kirschsauce passte sehr gut zum Reh. Auch das Preiselbeeren-Rosa-Beeren-Chutney hatte durchaus seine Berechtigung. Die schön gebratenen Pilze gut abgeschmeckt, eine ideale Ergänzung. Einzig die Petrasilienspätzle vielen etwas ab, zwar von frischer, grüner Farbe und der richtigen Konsistenz, fehlte das Aroma der geschmacksgebenden Zutat anscheinend völlig. Für die Zukunft wäre meine Empfehlung beim Finalisieren der Spätzle etwas Petersilienpesto zuzugeben.
Lasagne von Orangen Crêpes und Nougat
mit Banjuls-Eis
Zwar nicht neu aber nach wie vor eine nette Idee, Nougatcrème und Crêpes lasagneartig zu schichten, auch im Ergebnis gelungen. Insgesamt angenehm wenig süß, selbst das crèmige Banjuls-Eis kräftig fruchtig ohne durch Süße zu überlagen. In der Gesamtkomposition ein toller Abschluss.
Im Fazit gibt es gute Ansätze in der Küche die aber nicht konsequent umgesetzt werden. Zu dem aufgerufenen Preis, auch unter Berücksichtigung des Ambientes, gerade noch in Ordnung. In der nicht mehr gültigen Karte findet sich allerdings ein ähnliches Menue für das 61,- Euronen pro Person aufgerufen werden. Dann müsste die Qualität aber wesentlich besser werden. Insgesamt wurden 170,30 Euronen fällig, ohne die teilweisen Servicedefizite soeben noch erträglich, angesichts der (Achtung: Satire!) Freak-Show aber schon ärgerlich.
Aus Anlass der aktuell stattfindenden tour de menue gusto (10.09. bis 04.10.2015 in und um D‘dorf) besuchten wir das Restaurant der Wasserburg Haus zum Haus in Ratingen. Da es sich um einen Sonntagabend handelte und in der Tour-Broschüre ungewöhnlicher Weise ‘Reservierung nicht erforderlich‘ vermerkt ist, unterließen wir diese. Nochmal Glück gehabt, es handelt sich um einen Druckfehler, eigentlich wird eine Reservierung empfohlen. Wie uns der Service glaubhaft versicherte, hätten wir freitags oder samstagabends höchstwahrscheinlich Pech gehabt. So aber waren außer... mehr lesen
Restaurant Wasserburg Haus zum Haus
Restaurant Wasserburg Haus zum Haus€-€€€Restaurant, Catering, Biergarten0210222586Haus zum Haus 8, 40878 Ratingen
3.5 stars -
"Ambitionierte Preisgestaltung im alten Gemäuer -oder: Hüte Dich vor der dunklen Seite..." Ehemalige UserAus Anlass der aktuell stattfindenden tour de menue gusto (10.09. bis 04.10.2015 in und um D‘dorf) besuchten wir das Restaurant der Wasserburg Haus zum Haus in Ratingen. Da es sich um einen Sonntagabend handelte und in der Tour-Broschüre ungewöhnlicher Weise ‘Reservierung nicht erforderlich‘ vermerkt ist, unterließen wir diese. Nochmal Glück gehabt, es handelt sich um einen Druckfehler, eigentlich wird eine Reservierung empfohlen. Wie uns der Service glaubhaft versicherte, hätten wir freitags oder samstagabends höchstwahrscheinlich Pech gehabt. So aber waren außer
Geschrieben am 17.09.2015 2015-09-17| Aktualisiert am
17.09.2015
Besucht am 13.09.2015
... mal wieder indisch essen gehen im angenehmen Ambiente, die freundliche Bedienung führte uns zum Tisch und gab Empfehlungen des Hauses.
Sehr hilfreich die verschiedenen Schärfegrade der Speisen.
Wir hatten Lamm mit Spinat und Lamm mit Blumenkohl, jeweils mit Ingwerstreifen garniert, dazu Safranreis. Unvermeidlich die Joghurtspeise zum Schärfeausgleich.
Zu anderer Gelegenheit hatten wir das Abendbuffet, es hatte sich gelohnt !
Hier werden wir wieder einkehren !
... mal wieder indisch essen gehen im angenehmen Ambiente, die freundliche Bedienung führte uns zum Tisch und gab Empfehlungen des Hauses.
Sehr hilfreich die verschiedenen Schärfegrade der Speisen.
Wir hatten Lamm mit Spinat und Lamm mit Blumenkohl, jeweils mit Ingwerstreifen garniert, dazu Safranreis. Unvermeidlich die Joghurtspeise zum Schärfeausgleich.
Zu anderer Gelegenheit hatten wir das Abendbuffet, es hatte sich gelohnt !
Hier werden wir wieder einkehren !
Punjab Garden
Punjab Garden€-€€€Restaurant02364/6063900Flaesheimer Strasse 377, 45721 Haltern am See
4.0 stars -
"Indische Küche, die sich lohnt !" Ehemalige User... mal wieder indisch essen gehen im angenehmen Ambiente, die freundliche Bedienung führte uns zum Tisch und gab Empfehlungen des Hauses.
Sehr hilfreich die verschiedenen Schärfegrade der Speisen.
Wir hatten Lamm mit Spinat und Lamm mit Blumenkohl, jeweils mit Ingwerstreifen garniert, dazu Safranreis. Unvermeidlich die Joghurtspeise zum Schärfeausgleich.
Zu anderer Gelegenheit hatten wir das Abendbuffet, es hatte sich gelohnt !
Hier werden wir wieder einkehren !
Geschrieben am 17.09.2015 2015-09-17| Aktualisiert am
17.09.2015
Besucht am 17.09.2015
Der große hohe Raum erinnert eher an eine Bahnhofshalle, als an ein Restaurant, die Akkustik ist gewöhnungsbedürftig, immerhin gibt es die Fischbrathalle nahezu unverändert seit 1926 !!!
Die Qualität der Speisen ist schwer zu übertreffen.
Hier trifft sich jung und alt zum klönen und natürlich zum Fisch genießen, der stets frisch und sehr schmackhaft zubereitet wird.
Heute gab es bei uns Nordseekrabben mit Rührei, Bratkartoffeln und Salat.
Die Portionen war zum gut satt werden und lecker. Der Preis angemessen.
Tischreservierung wird dringend empfohlen !
Der große hohe Raum erinnert eher an eine Bahnhofshalle, als an ein Restaurant, die Akkustik ist gewöhnungsbedürftig, immerhin gibt es die Fischbrathalle nahezu unverändert seit 1926 !!!
Die Qualität der Speisen ist schwer zu übertreffen.
Hier trifft sich jung und alt zum klönen und natürlich zum Fisch genießen, der stets frisch und sehr schmackhaft zubereitet wird.
Heute gab es bei uns Nordseekrabben mit Rührei, Bratkartoffeln und Salat.
Die Portionen war zum gut satt werden und lecker. Der Preis angemessen.
Tischreservierung wird dringend empfohlen !
4.0 stars -
"Die Fischbrathalle in Münster - mehr Fisch geht nicht !" Ehemalige UserDer große hohe Raum erinnert eher an eine Bahnhofshalle, als an ein Restaurant, die Akkustik ist gewöhnungsbedürftig, immerhin gibt es die Fischbrathalle nahezu unverändert seit 1926 !!!
Die Qualität der Speisen ist schwer zu übertreffen.
Hier trifft sich jung und alt zum klönen und natürlich zum Fisch genießen, der stets frisch und sehr schmackhaft zubereitet wird.
Heute gab es bei uns Nordseekrabben mit Rührei, Bratkartoffeln und Salat.
Die Portionen war zum gut satt werden und lecker. Der Preis angemessen.
Tischreservierung wird dringend empfohlen
Allgemein
Dagmar Konnopke und Waltraud Ziervogel scheinen nach 85 Jahren Imbisskultur ihre gastronomische Linie gefunden zu haben und ihr treu zu bleiben. Ganz auf die Menüdramaturgie setzend gelingt ihnen die Herstellung eines Geschmacksensembles aus einem Guss, noch pointierter, noch präziser.
Essen
Fulminant starten wir mit Pommes rot/weiß. Kaskaden von intensiven und bewusst reduzierten Kartoffeln brillieren virtuos und geschmacksintensiv auf dem Gaumen, kross und mit einem Hauch von Trüffel versehen, schmiegen sie sich in ihren Texturen an die Creme. Spuren von Estragon wirken hier nach, die herbal, leicht und gar nicht fett wirken. Diese Anmutung verbindet sich dann wiederum mit leichten Erdbeer- und Tomatentexturen, wobei die Frische im Vordergrund steht, zusätzlich abgerundet durch Säure und belebend in Szene gesetzt durch die Temperaturabstufung.
Der Imbiss bleibt sich jedoch treu und stellt den Hauptgang Currywurst in den Mittelpunkt, so wie es dem Meisterstück gebührt. Die herrlich fleischige Maße wird beherrscht durch eine tiefblutrote Sauce in der sich gekonnt scharfe, animalisch-pfeffrige Spitzen mit süßen, nussigen Nuancen von Trüffel, Schokolade und Vanille treffen, ohne jedoch zu dominieren. Hier wird ein wundervoll eingängiges wie selbstverständliches Gericht kredenzt. Bravo! Schnörkellos und ohne auf Details zu verzichten wird hier ein Kulinarikerlebnis zelebriert, eine Hommage an Berlin, seine Bewohner und Tim Raue.
Service
Die Dramaturgie des gastronomischen Erlebnisparks beginnt mit der Menübestellung rechts und endet mit der Essensausgabe links. Die Betreiber setzen hier auf nahtloses Teamwork, getragen durch Berliner Leichtigkeit, Moderne und dem Bestreben, den besten Service der Welt zu generieren. Charme und Integrität, Ankommen und Wohlfühlen sind die verbindenden und belebenden Elemente einer ausgereiften Idee.
Und sonst?
Zeitgemäße ausdrucksstarke Küche mit hoher Suchtgefahr!
Allgemein
Dagmar Konnopke und Waltraud Ziervogel scheinen nach 85 Jahren Imbisskultur ihre gastronomische Linie gefunden zu haben und ihr treu zu bleiben. Ganz auf die Menüdramaturgie setzend gelingt ihnen die Herstellung eines Geschmacksensembles aus einem Guss, noch pointierter, noch präziser.
Essen
Fulminant starten wir mit Pommes rot/weiß. Kaskaden von intensiven und bewusst reduzierten Kartoffeln brillieren virtuos und geschmacksintensiv auf dem Gaumen, kross und mit einem Hauch von Trüffel versehen, schmiegen sie sich in ihren Texturen an die Creme. Spuren von Estragon wirken hier... mehr lesen
Konnopke's Imbiss
Konnopke's Imbiss€-€€€Bistro, Imbiss, Take Away030/4427765Schönhauser Allee 44b, 10435 Berlin
4.0 stars -
"Nuancen von Trüffel" Ehemalige UserAllgemein
Dagmar Konnopke und Waltraud Ziervogel scheinen nach 85 Jahren Imbisskultur ihre gastronomische Linie gefunden zu haben und ihr treu zu bleiben. Ganz auf die Menüdramaturgie setzend gelingt ihnen die Herstellung eines Geschmacksensembles aus einem Guss, noch pointierter, noch präziser.
Essen
Fulminant starten wir mit Pommes rot/weiß. Kaskaden von intensiven und bewusst reduzierten Kartoffeln brillieren virtuos und geschmacksintensiv auf dem Gaumen, kross und mit einem Hauch von Trüffel versehen, schmiegen sie sich in ihren Texturen an die Creme. Spuren von Estragon wirken hier
Allgemein
Irgendwann gibt es bestimmt mal bei Jauch diese Frage: In welchem Gebäude fand die einzige Papstwahl auf deutschem Boden statt?
Antwortmöglichkeiten:
in einer Kirche
in einem Kaufhaus
in einem Kloster
in einem Rathaus
Was wir jedenfalls mit Sicherheit sagen können, ist, dass es in Konstanz am schönen Bodensee war. Der Bodensee besticht vor allem durch zwei Eigenschaften: Er ist groß und voller Wasser und außerdem gibt es Berge drumherum. Konstanz ist eine lebendige Stadt am Rand des Sees, die gerne von Touristen besucht wird und dank des Charmes ihrer Altstadt auch wirklich sehenswert ist.
In der Altstadt befindet sich auch Café/Restaurant/Bar Wessenberg, ein Name, der jeden Germanisten das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, schließlich wird hier des Genitivs gehuldigt. Neben einem Innenraum gibt es auch einen Innenhof, der groß und geräumig und dank Sonnensegel lichtdurchflutet, aber nicht quälend lichtüberflutet ist.
Essen
Es gibt eine Speisekarte, die durch regelmäßige Tagesgerichte ergänzt wird. Das Gute an den Tagesgerichten, die es bis 15.00 Uhr gibt, ist, dass sie durchaus bezahlbar sind und eine Ofenkartoffel kann man durchaus einmal essen. ansonsten gibt es ein wenig Nudeln, ein wenig Maultaschen und - naja -auch das Rind darf nicht fehlen. Die Küche ist bürgerlich, ein wenig ist es natürlich auch Massenabfertigung, aber durchaus in Ordnung.
Service
Der Service ist hier flott, flott, flott, was bei der Größe bzw. Unübersichtlichkeit durchaus bewundernswert ist. Schnell, präzise, nett, so kann man das hier beschreiben.
Und sonst?
Die Auflösung ist natürlich Antwort b), das Konstanzer Kaufhaus, in dem die Kaufleute normalerweise ihre Waren verkauften steht direkt am Hafen und ist für jeden Touristen, der mit dem Schiff anreist sofort sichtbar. Noch viel spannender als dieser Fakt ist natürlich der Umstand, dass das Konzil, das letztlich mit der Papstwahl zum Erfolg geführt wurde, mehrere Jahre dauerte, sich über die bereits gewählten anderen zwei Päpste stellte und dass es das Konstanz des Mittelalters schaffte, einen Kongress mit mehreren tausend internationalen Gästen abzuhalten ohne das diese verhungerten. Vor allem: Auch die ärmere Bevölkerung litt nicht darunter, denn diese war normalerweise die erste, die nichts mehr zu essen hatte. Die Konstanzer Bürgerschaft versuchte dem mit Preisbindungen z.B. bei Eiern zu begegnen. Jeder war verpflichtet, Eier an jeden anderen zu verkaufen und notfalls zu einem festgesetzten Preis, so sicherte man im Mittelalter während des Konzils die Versorgung aller. Es macht natürlich Spaß durch die Konstanzer Gassen zu stapfen und diese Zeit ein wenig nachzuempfinden, gefreut hat uns aber auch, ein gutes Restaurant gefunden zu haben.
Allgemein
Irgendwann gibt es bestimmt mal bei Jauch diese Frage: In welchem Gebäude fand die einzige Papstwahl auf deutschem Boden statt?
Antwortmöglichkeiten:
in einer Kirche
in einem Kaufhaus
in einem Kloster
in einem Rathaus
Was wir jedenfalls mit Sicherheit sagen können, ist, dass es in Konstanz am schönen Bodensee war. Der Bodensee besticht vor allem durch zwei Eigenschaften: Er ist groß und voller Wasser und außerdem gibt es Berge drumherum. Konstanz ist eine lebendige Stadt am Rand des Sees, die gerne von Touristen besucht wird und... mehr lesen
Wessenberg
Wessenberg€-€€€Restaurant, Bar, Cafe07531919664Wessenbergstraße 41, 78462 Konstanz
4.0 stars -
"Wo schon Päpste speisten..." Ehemalige UserAllgemein
Irgendwann gibt es bestimmt mal bei Jauch diese Frage: In welchem Gebäude fand die einzige Papstwahl auf deutschem Boden statt?
Antwortmöglichkeiten:
in einer Kirche
in einem Kaufhaus
in einem Kloster
in einem Rathaus
Was wir jedenfalls mit Sicherheit sagen können, ist, dass es in Konstanz am schönen Bodensee war. Der Bodensee besticht vor allem durch zwei Eigenschaften: Er ist groß und voller Wasser und außerdem gibt es Berge drumherum. Konstanz ist eine lebendige Stadt am Rand des Sees, die gerne von Touristen besucht wird und
Geschrieben am 14.09.2015 2015-09-14| Aktualisiert am
24.09.2015
Besucht am 12.09.2015
Wir wollten nach unserem ostfriesisch kulinarischen Disaster auch Glücksmomente spüren und fragten daher Mr.Slowhand, ob wir uns nicht zu viert im Amalfi treffen können. Nach klar, hieß es aus Remscheid und los ging es.
19:00 Uhr war Treffpunkt und trotz der schwierigen Parksituation waren alle wieder pünktlich. Unser im Nebenraum reservierter Tisch war eingedeckt, das Restaurant war zu diesem Zeitpunkt fast zur Hälfte belegt.
Service
Zwei sehr freundliche junge Damen waren für uns zuständig und haben uns richtig gut versorgt. Die Speisekarte kam sehr schnell, die Tagesgerichte nannte man uns leider erst auf Nachfrage. Die ersten Getränke wurden auch zügig und gut temperiert serviert: Cola (0,2l. 2,20€), SP (0,7l. 4,90€), alkoholfr. Hefeweizen (3,30€) und Prosecco (0,2l. 6,00€). Die Preise finde ich für diesen Rahmen angemessen. Die Speisen wurde mit Ansage serviert, sobald wir fertig gegessen hatten, wurde das Überflüssige abgeräumt. Und auch zwischendurch wurde gefragt, ob alles in Ordnung war. Eine (kleine) Reklamation wurde sehr professionell gelöst, hierzu bei den Speisen. Der Bezahlvorgang natürlich auch problemlos und schnell. Ich gebe gerne 4 Sterne hierfür.
Speisen
Auf`s Haus erhielten wir ein Körbchen mit hausgemachtem Brot dazu Oliven und eine Paprikabutter. Das war nicht schlecht, hatte mich aber nicht richtig vom Hocker gerissen.
Ich hatte vorab den Terra Vorspeisenteller gewählt, den ich mir mit meiner Frau teilen wollte. Der Teller war belegt mit frittierter Zucchini, gebratenen Auberginen und Paprikaschoten mit einer Tomatensauce, Oliven, San Daniele Schinken, gegrilltem Gemüse und Parmesan Streifen. Geschmacklich war jede Komponente unterschiedlich und sehr gut. Auch gegenüber sahen wir zufriedene Gesichter, als die Vongole mit Knoblauch, Weißwein, Chilischoten, Salz und Pfeffer verspeist wurden (9,90€).
Nach einer angenehmen Pause kamen die Hauptgerichte. Mein in Weißwein mit Cherrytomaten, Petersilie und Knoblauch gekochter Seebarsch (14,90€) war sehr zart und saftig und von normaler Statur. Die Sauce mit den fruchtigen Tomaten ein Gedicht. Dazu hatte ich ein für mich etwas langweiliges Mangold. Den Reis mit Paprikawürfeln habe ich sehr gerne gegessen. Auch meine Frau war mit ihren Bavette Nudeln mit Scampi in einer fruchtigen Tomatensauce sehr zufrieden.
Das nette Paar uns gegenüber hatte Paccheri einmal mit Mozzarella, Kirschtomaten und Rucola (9,90€) und einmal mit italienischem Wurstbrät und Parmesan (9,90€). Beide Nudelgerichte waren mit einer Tomatensauce angerichtet worden. Beide berichteten von einer fantastischen Sauce, die Pasta war aber zu sehr al dente und Mr.Slowhand ließ ein paar von denen für die Küche auf dem Teller. Die Kellnerin entschuldigte sich mehrmals und sprach mit der Küche.
Für uns alle wurden mindestens dreimal Degistive auf`s Haus angeboten und als sehr nette Geste der Köchin erhielt Mr. Slowhand einen „Entschuldigungsteller“, dessen beigefügtes Bild man sich unbedingt ansehen sollte. Damit war dieser „Fehler“ der Küche vergessen und erledigt.
Dazu tranken wir einen Trabucco Erre Falerno (0,2l. 5,50), intensiv in der Farbe und mit einem vollmundigen Geschmack.
Dessert ging nicht mehr, dafür haben wir endlich ja gesagt zum Degistiv auf`s Haus.
4 Sterne halte ich für diese Leistung für fair.
Ambiente
Modern, auf den Stühlen kann man gemütlich stundenlang sitzen. 4 Sterne
Und auch deshalb kommen wir gerne wieder.
Wir wollten nach unserem ostfriesisch kulinarischen Disaster auch Glücksmomente spüren und fragten daher Mr.Slowhand, ob wir uns nicht zu viert im Amalfi treffen können. Nach klar, hieß es aus Remscheid und los ging es.
19:00 Uhr war Treffpunkt und trotz der schwierigen Parksituation waren alle wieder pünktlich. Unser im Nebenraum reservierter Tisch war eingedeckt, das Restaurant war zu diesem Zeitpunkt fast zur Hälfte belegt.
Service
Zwei sehr freundliche junge Damen waren für uns zuständig und haben uns richtig gut versorgt. Die Speisekarte... mehr lesen
Amalfi il Ristorante
Amalfi il Ristorante€-€€€Restaurant,Pizzeria020287024836Kolpingstraße 17, 42103 Wuppertal
4.0 stars -
"Ein Beispiel für andere Restaurants, denn so wie hier reagiert man auf "Reklamationen"" Ehemalige UserWir wollten nach unserem ostfriesisch kulinarischen Disaster auch Glücksmomente spüren und fragten daher Mr.Slowhand, ob wir uns nicht zu viert im Amalfi treffen können. Nach klar, hieß es aus Remscheid und los ging es.
19:00 Uhr war Treffpunkt und trotz der schwierigen Parksituation waren alle wieder pünktlich. Unser im Nebenraum reservierter Tisch war eingedeckt, das Restaurant war zu diesem Zeitpunkt fast zur Hälfte belegt.
Service
Zwei sehr freundliche junge Damen waren für uns zuständig und haben uns richtig gut versorgt. Die Speisekarte
Es sind diese kleinen urigen Weinstuben, die unsere Pfalz so liebenswert machen. Viele Urlauber wissen das und fallen zur Weinlese im Herbst in Scharen ein. Das geht bei vielen Lokalen dieser Art auf Kosten ihrer Gemütlichkeit, fördert aber ungemein den sozialen Austausch, da man nicht selten mit den verschiedensten „Regionalvertretern“ unseres Landes an einem Tisch sitzt. Auch das ist pfalztypisch und viele Besucher finden gerade diese unkomplizierte Art der Kontaktaufnahme des „einfach-dazu-Setzens“ reizvoll. In unseren Weinstuben ist das gang und gäbe, ja sogar manchmal Teil eines auf Geselligkeit basierenden Grundkonzeptes.
So auch im heimeligen Sandsteingemäuer von Harald und Margit Dyck aus Mühlhofen, einem ca. 500 Einwohner fassenden Ortsteil der Gemeinde Billigheim-Ingenheim in der Südpfalz. Überregionale Bekanntheit hat das kleine Dörfchen durch sein alljährliches Weinfest in den Winzerhöfen erlangt. Für Weinkenner gilt der Ort spätestens seit dem hier ansässigen, äußerst talentierten Jungwinzer Stefan Bietighöfer als Geheimtipp. Doch auch das Familienweingut Dyck, das schon seit 2004 dem Verband Bioland beigetreten ist und somit schon über 10 Jahre lang ökologischen Weinbau betreibt, setzt bei der Herstellung seiner Weine auf Qualität. Handlese, Selektion, traditionelle Maischegärung und Holzfass-Ausbau sprechen eine klare Sprache.
Wie bei vielen Pfälzer Winzern so üblich wird auch hier nebenbei noch eine kleine Weinstube betrieben. Diese besteht seit 1988 und wird von Margit Dyck geführt. Ihr Mann Harald kümmert sich dagegen als Kellermeister um die Qualität der roten und weißen Kreszenzen. Ein richtiger Familienbetrieb, der von Donnerstag bis Sonntag ab 17 Uhr sein vinophiles Publikum empfängt.
Wenn ich von meinem Heimatort Steinweiler aus zu Fuß über die Feldwege nach Westen laufe, lande ich in einer guten Dreiviertelstunde vor dem rustikalen Holztor des Anwesens im Ortskern von Mühlhofen. Ein unbestreitbarer Vorteil, wenn es darum geht, sich auch mal durch Harald Dycks Weinprogramm zu probieren. Das hatten ein Kollege aus dem Badischen und ich am vergangenen Donnerstagabend gar nicht vor. Und doch waren wir vom Weinangebot und dem geradezu sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis beeindruckt.
Es war ein Spontanbesuch, weshalb wir auch nicht reserviert hatten, als wir gegen 19.30 Uhr den Gastraum betraten. Wo früher zwischen den alten Sandsteinmauern die Pferde standen und geschirrt wurden, sitzt man heute gemütlich an zünftigen Holztischen. Das ehemalige Kelterhaus und der frühere Tenne wurden sehr geschmackvoll umgebaut und schon beim Eintritt in die gute Stube empfängt einem diese urig-ländliche Gastfreundschaft, die zum Verweilen einlädt. Nur zum Verweilen war leider kein Tisch mehr frei. Also wurden wir kurzerhand irgendwo dazu gesetzt. Das störte nicht und gehört eben dazu, zumal eine der Parteien wenig später bezahlte und somit für mehr Platz sorgte.
Die Bedienung hatte an diesem Abend alle Hände voll zu tun. Viele Stammgäste waren scheinbar in der Weinstube zugegen, denn ich sah sie des Öfteren an dem ein oder anderen Tisch Platz nehmen, um dem geselligen Treiben aus nächster Nähe beizuwohnen. Dadurch verzögerte sich natürlich auch das Bestellen der Speisen und Getränke. Man sollte also schon etwas Zeit mitbringen, denn gerade der Bestellvorgang kann sich hier schon ein wenig in die Länge ziehen. Auch musste ich die nette Frau vom Service (sie managte den Abend in der Weinstube alleine!) an das bestellte Mineralwasser erinnern, was sicherlich dem allgemeinen Trubel im Lokal geschuldet war.
Unter modernen Hängeleuchten saßen wir auf bequem gepolsterten Holzstühlen (das Innere wurde scheinbar erst kürzlich renoviert) und bestellten eine sommerliche Chardonnay-Sauvignon-blanc-Cuvée (3,10 Euro für das gut eingeschenkte Viertel), deren fruchtige Frische überzeugte. Die Viertel-Preise sind beim Dyck wirklich sehr konsumentenfreundlich kalkuliert. Viele liegen noch unterhalb der 3 Euro-Marke (und das für Bioweine!!!), was mittlerweile eher eine gastronomische Ausnahme darstellt. Auf der Speisenkarte findet sich das altbekannte „Pfälzer-Weinstuben-who-is-who“ in Form von Bratwurst, Leberknödel, Saumagen und Rumpsteak. Letzteres hatte ich dort vor einigen Jahren schon gegessen und wusste deshalb um seine Qualität. Mit knusprigen Bratkartoffeln als Beilage und einem frischen Salat vorweg steht es für 14,80 Euro in der Karte und ist damit das teuerste Gericht der Weinstube. Für den kleineren Hunger stehen viele kalte Gerichte zur Auswahl. Wurstsalat, Weißer Käse, Schwartenmagen-Salat, Handkäse und Co. bieten eine solide Grundlage zum Wein.
Mein Kollege entschied sich für die Hausmacher Platte (6,50 Euro), auf der sich jeweils eine Scheibe Leber- und Blutwurst, sowie Schwartenmagen (woanders glaube ich als „Sülze“ bekannt) befand. Mit delikatem Bauernbrot ein überaus herzhafter Genuss und adäquater Weinbegleiter zugleich. Ich entschied mich für die „Italienischen Schnitzel“ (11,80 Euro inkl. Beilagensalat) von der Monatskarte. Statt Pommes sollten es die besagten Bratkartoffeln sein. Die beiden panierten Schnitzel waren sehr zart und saftig. Ihre „Kuvertüre“ aus fruchtig-pikanter Tomatensauce und zerlaufenem Käse eine schmackhafte und zugleich sättigende Ergänzung. Der Salat kam vorweg und bestand aus frisch geriebener Rohkost mit ein paar grünen bzw. roten Blättern oben drauf. Eine ausgewogen säuerliche Kräutervinaigrette fungierte als Dressing. Neben uns aß man Rumpsteak und Margit’s Spezial Toast (8,20 Euro), ein recht üppig anmutendes, mit Käse überbackenes Gericht, das hier scheinbar Kultstatus genießt. Doch dafür war in unseren Mägen natürlich kein Platz mehr.
Zum Abschluss teilten wir uns noch ein Viertel vom seltenen Frühburgunder (4,50 Euro), den man hier im Barrique ausbaut. Ein sanfter Schmeichler, der unsere bis dahin sehr gute Unterhaltung sogar noch etwas förderte. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn ich in ein paar Wochen den Weg in diese Weinstube zu Fuß zurücklegen werde und dann keine Rücksicht auf meine Fahrtauglichkeit mehr nehmen muss. Im Weinportfolio von Harald Dyck gibt es nämlich noch so einiges zu entdecken.
Es sind diese kleinen urigen Weinstuben, die unsere Pfalz so liebenswert machen. Viele Urlauber wissen das und fallen zur Weinlese im Herbst in Scharen ein. Das geht bei vielen Lokalen dieser Art auf Kosten ihrer Gemütlichkeit, fördert aber ungemein den sozialen Austausch, da man nicht selten mit den verschiedensten „Regionalvertretern“ unseres Landes an einem Tisch sitzt. Auch das ist pfalztypisch und viele Besucher finden gerade diese unkomplizierte Art der Kontaktaufnahme des „einfach-dazu-Setzens“ reizvoll. In unseren Weinstuben ist das gang und... mehr lesen
4.0 stars -
"Öko-Pfalzwein und deftige Hausmannskost im rebenumrankten Sandsteingemäuer eines familiär geführten Weingutes" Ehemalige UserEs sind diese kleinen urigen Weinstuben, die unsere Pfalz so liebenswert machen. Viele Urlauber wissen das und fallen zur Weinlese im Herbst in Scharen ein. Das geht bei vielen Lokalen dieser Art auf Kosten ihrer Gemütlichkeit, fördert aber ungemein den sozialen Austausch, da man nicht selten mit den verschiedensten „Regionalvertretern“ unseres Landes an einem Tisch sitzt. Auch das ist pfalztypisch und viele Besucher finden gerade diese unkomplizierte Art der Kontaktaufnahme des „einfach-dazu-Setzens“ reizvoll. In unseren Weinstuben ist das gang und
Allgemein
Wir befinden uns hier bei den Theaterleuten und von daher ist hier alles voll mit Lumpen und Ganoven. Das Theatercafé, das auf einer Terrasse gelegen ist, erhebt sich über das gemeine Volk, das sich unten im legendären italienischen Eiscafé sammelt und seine Eisbatzen mümmelt. Der Weg zum Café führt über eine Showtreppe und man wird - um schon mal ein wenig Abgrenzung zu betreiben - mit dem Hinweisschild „Ab hier kein Eis!!!“ begrüßt (Ausrufezeichen stehen hier aus dramatischen Gründen, um die Botschaft hervorzuheben).
Essen
„Ein Königreich für ein Pferd!“, rufe ich dem Ober hinterher, als er die Karte wieder von dannen trägt, die vor allem auf Kaffeetrinker ausgerichtet ist. Na gut, es gibt auch ein paar kleinere Gerichte, Salat, Ragout von Chamignons, zarte Putenbruststreifen mit Tunfischcreme und Delfinanteil, aber irgendwie muss man doch Bezug nehmen auf die Situation. Am Tresen suche ich mir ein Stück Kuchen aus, weil sich die Bedienung nicht erinnert, danach versuche ich wahlweise ein Stuhl, ein Tisch und ein Käsefondue zu sein, bis mich meine Freundin zur Ordnung ruft.
Service
Der Servicegedanke ist auch hier vorhanden, er schwebt zumindest wie ein Damoklesschwert über allem. Wir werden sogar draußen bedient, ein junger Mann fühlt sich für uns zuständig. Ich habe meine Bedenken, dass das Tempo deutlich nachlassen könnte, wenn es mehr als einen Tisch voller Gäste gäbe, aber das kann ich natürlich nicht beweisen. Im übrigen sollte Kellner in einem Theatercafé auch eine gewisse gelassene Grundhaltung an den Tag legen, schließlich kann hier jederzeit Marlon Brando vorbeischauen und dann will man ja auch nicht aufdringlich sein.
Und sonst?
Sagen wir es mit Brecht: „...der Vorhang zu und alle Fragen offen.“
Allgemein
Wir befinden uns hier bei den Theaterleuten und von daher ist hier alles voll mit Lumpen und Ganoven. Das Theatercafé, das auf einer Terrasse gelegen ist, erhebt sich über das gemeine Volk, das sich unten im legendären italienischen Eiscafé sammelt und seine Eisbatzen mümmelt. Der Weg zum Café führt über eine Showtreppe und man wird - um schon mal ein wenig Abgrenzung zu betreiben - mit dem Hinweisschild „Ab hier kein Eis!!!“ begrüßt (Ausrufezeichen stehen hier aus dramatischen Gründen, um... mehr lesen
Theatercafe Quadrille
Theatercafe Quadrille€-€€€Restaurant0761 2172220Bertoldstr. 46, 79098 Freiburg im Breisgau
3.5 stars -
"„Nun steh‘ ich hier und bin betroffen...“" Ehemalige UserAllgemein
Wir befinden uns hier bei den Theaterleuten und von daher ist hier alles voll mit Lumpen und Ganoven. Das Theatercafé, das auf einer Terrasse gelegen ist, erhebt sich über das gemeine Volk, das sich unten im legendären italienischen Eiscafé sammelt und seine Eisbatzen mümmelt. Der Weg zum Café führt über eine Showtreppe und man wird - um schon mal ein wenig Abgrenzung zu betreiben - mit dem Hinweisschild „Ab hier kein Eis!!!“ begrüßt (Ausrufezeichen stehen hier aus dramatischen Gründen, um
Geschrieben am 13.09.2015 2015-09-13| Aktualisiert am
13.09.2015
Besucht am 19.08.2015
Allgemein
Einmal im Jahr schaffen wir es in die Lieberatsbergstube, normalerweise nachdem wir die große Runde auf dem Aussichtsweg gelaufen sind. Vorbei an den schönsten Blicken ins Schuttertal führt hier eine knapp 14 km lange Runde durch den Schwarzwald - irgendwo im Nirgendwo, denn tatsächlich ist Schweighausen nur durch eine längere Anfahrt zu erreichen. Wer am Wochenende diese Runde geht, hat noch die Chance in zwei Berghütten eine Kleinigkeit zu bekommen, ansonsten ist aber die Lieberatsbergstube die einzige sichere gastronomische Einrichtung.
An die Stube selbst ist in den letzten Jahren ein Anbau angebaut worden, der es möglich macht, noch größere Gruppen drin zu bewirten. Sowohl der Anbau als auch die gastronomisch genutzte Freifläche (aka Biergarten) vor dem Restaurant bieten einen schönen Blick ins Tal.
Essen
Wer hierher kommt, bekommt einen Mix aus traditioneller Schwarzwaldküche und einigen modernen Ideen. Das Essen ist stets reichlich und das zu einem fairen Preis. Ich stürze mich heute auf das Tagesgericht mit Kartoffelsuppe und Zwiebelkuchen, damit kann man sich gut zu Hause fühlen. Zu den eher traditionellen Gerichten zählen dann die verschiedenen Brotzeiten, der Toast Hawaii oder auch die verschiedenen Würste. Am Nachbartisch fließt erst einmal der Schnaps und draußen sonnen sich einige Urlauber, werden aber auch von den anwesenden Wespen zerstochen. Ab und zu dringt ein Schrei in den Gastraum, wenn es denn mal wieder einen Touristen erwischt hat.
Service
Hier ist alles tip-top. Dem Auge bietet sich eine heimelige Gaststätte, auch wenn sich neu und alt mischen. Die Bedienung springt beschwingt durch die Gegend und entdeckt immer wieder auch neue Gäste. Nebenbei kann man noch lokale Produkte (Tannenhonig, Wurst) erwerben und in der Karte einiges über die Geschichte der Stube erfahren.
Und sonst?
Wenn die Lieberatsbergstube geschlossen ist, was z.B. recht überraschend in den Betriebsferien geschehen kann, kann man noch weiter zur Mühle laufen und nach einer Brotzeit fragen. Dort hatten wir auch schon Glück in der Not mit reichlich belegten Broten und die Wirte sind sehr nett.
Allgemein
Einmal im Jahr schaffen wir es in die Lieberatsbergstube, normalerweise nachdem wir die große Runde auf dem Aussichtsweg gelaufen sind. Vorbei an den schönsten Blicken ins Schuttertal führt hier eine knapp 14 km lange Runde durch den Schwarzwald - irgendwo im Nirgendwo, denn tatsächlich ist Schweighausen nur durch eine längere Anfahrt zu erreichen. Wer am Wochenende diese Runde geht, hat noch die Chance in zwei Berghütten eine Kleinigkeit zu bekommen, ansonsten ist aber die Lieberatsbergstube die einzige sichere gastronomische Einrichtung.
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4.0 stars -
"Hmmm - Kartoffelsuppe und Zwiebelkuchen" Ehemalige UserAllgemein
Einmal im Jahr schaffen wir es in die Lieberatsbergstube, normalerweise nachdem wir die große Runde auf dem Aussichtsweg gelaufen sind. Vorbei an den schönsten Blicken ins Schuttertal führt hier eine knapp 14 km lange Runde durch den Schwarzwald - irgendwo im Nirgendwo, denn tatsächlich ist Schweighausen nur durch eine längere Anfahrt zu erreichen. Wer am Wochenende diese Runde geht, hat noch die Chance in zwei Berghütten eine Kleinigkeit zu bekommen, ansonsten ist aber die Lieberatsbergstube die einzige sichere gastronomische Einrichtung.
An
Wir hatten gegrillte Jakobsmuscheln an Feldsalat und Tortellini mit Seeteufel, dazu frisch gebackenes Baguette und einen leckeren weißen Burgunder.
Die Speisen in hervorragender Qualität, dazu sehr aufmerksames Personal.
Ein gelungener Abend auf der Terrasse, gleich neben der Terrasse,
Wir hatten gegrillte Jakobsmuscheln an Feldsalat und Tortellini mit Seeteufel, dazu frisch gebackenes Baguette und einen leckeren weißen Burgunder.
Die Speisen in hervorragender Qualität, dazu sehr aufmerksames Personal.
Ein gelungener Abend auf der Terrasse, gleich neben der Terrasse,
Al Fiume - Ristorante
Al Fiume - Ristorante€-€€€Restaurant, Biergarten, Pizzeria067192068203Kaiser-Wilhelm-Str. 12, 55543 Bad Kreuznach
5.0 stars -
"Tolle Lage direkt an der Nahe" Ehemalige UserWir hatten gegrillte Jakobsmuscheln an Feldsalat und Tortellini mit Seeteufel, dazu frisch gebackenes Baguette und einen leckeren weißen Burgunder.
Die Speisen in hervorragender Qualität, dazu sehr aufmerksames Personal.
Ein gelungener Abend auf der Terrasse, gleich neben der Terrasse,
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Das Haus hat bereits eine längere Geschichte als Restaurant, der jetzige Betreiber ist ein Caterer der auch das Betriebsrestaurant im Bürokomplex ‘Ratingen Office-Center‘ führt. Für weitere Hintergrundinfos verweise ich auf den entsprechenden Wikipedia-Eintrag oder die Seiten der Stiftung des Eigentümers: http://www.wasserburg-zum-haus.de/index.html . Behindertengerecht ist das Ganze leider nicht, es führt ein Kopfsteinpflasterweg zur Burg und das Restaurant liegt in der ersten Etage wobei es auch ein Hochparterre-Geschoss gibt. Bei stärkerem Aufkommen und falls genügend Personal verfügbar sein sollte gibt es auch noch eine zweite Etage. Eventuell werden im Sommer die Terrassenmöbel im Burghof eingedeckt.
Bei unserem Eintreffen bereits freundlich vom Koch empfangen, durften wir uns einen Zweiertisch (sämtliche Tische waren komplett für ‘s Menue eingedeckt) aussuchen. Den Service bestritten ein junger, nahöstlich wirkender Kellner und Frau Ksenija Jakob, ihres Zeichens Eventmanagerin. Wirkte Frau Jakob noch sehr authentisch freundlich und beriet kompetent, schien der Kollege das Kontrastprogramm darzustellen. Zwar vordergründig freundlich, kamen seine Rückäußerungen unterschwellig aggressiv rüber. Auch mussten wir uns bereits beim ordern des Menues auf das gewünschte Dessert festlegen. Für die Hauptgänge ist das ja noch nachvollziehbar aber bei der Auswahl Käse oder Dessert unverständlich. Wahrscheinlich fehlt da noch etwas Erfahrung. Einem nach uns eingetroffenen Pärchen erklärte er kategorisch, dass es ausschließlich das Menue gäbe, erst auf wiederholte Bitten, verwies er auf Frau Jakob, die dann sofort ein kleines drei-Gang-Menue anbot, alle waren zufrieden.
Zum Menue wird auch eine Weinbegleitung angeboten (27,- Euronen pro Person für vier Weine à jeweils 0,1L), da ein für uns interessanter Wein (Kaitui aus dem Hause Schneider) für 28,- Euronen pro 0,75L auf der internationalen Weinkarte steht, entscheiden wir uns gegen die Weinbegleitung. Vorab orderten wir noch zwei Crémants rosés von der Loire, jeweils 6,50 Euronen - sehr delikat, einem Champagner durchaus ebenbürtig – und ein schweigendes Düssel Aqua für 7,50 Euronen pro 0,75L. Später zum Hauptgang kamen dann noch zwei Merlot (La Forge, Languedoc, 0,2L für jeweils 5,90 Euronen) hinzu.
Wasser und Crémants kamen schnell, für ‘s Wasser gab es dankenswerter Weise einen Vakuum-Kühler. Kurz danach, kaltes, baguetteähnliches Brot mit zähem Rand, von Kruste will ich bewusst nicht sprechen. Dazu reichte man mallorquinisches Gewürzsalz, sehr gutes, griechisches Olivenöl und etwas leicht stückiges Hummus mit terminaler Kreuzkümmelvergiftung, hier wäre weniger eindeutig mehr. Kurz darauf gab es auch schon das amuse gueule, eine zwar gut gebratene Garnele, wegen der eher durchschnittlichen Qualität aber leider geschmacksarm, an aromatischem Ananas-Chili-Chutney. Für Madame hätte es etwas schärfer sein dürfen (wegen gedankenloser Gier leider kein Photo, sorry).
Man merkte, dass der Service unterbeschäftigt war, es wurde fast zu häufig nachgeschenkt und die Speisen kamen in rascher Folge. Das Menue en Detail:
Eine durchschnittliche, leicht trübe Brühe, schön heiß und mit ausreichend Salz und Pfeffer. Allerdings konnten wir leider keinen typischen Wachtelgeschmack feststellen. Passend dazu drei niedliche, kleine Ravioli, dünner Teig, al dente gegart. Um Stopflebergeschmack herauszukitzeln musste man schon eine ganze Weile drauf rumkauen. Ein etwas langweiliger Auftakt.
An sich eine gute Idee, leider war die Seezunge etwas übergart, zusammen mit der gut abgeschmeckten Lachsfarce und dem saftigen Spinat aber noch genießbar. Schön wiederum die Kombination von auf den Punkt gegarten, gut gewürzten Linsen und leicht säuerlichem Weißweinschaum, als Deko ein Kerbelzweig und zwei kleine, blaue Kartoffelchips.
Sehr gut umgesetzt, feines Sorbet trifft süße, am Gaumen zerdrückbare Perlen. Von Frau Jakob wurde freundlicher Weise ein Aufguss mit Crémant rosé angeboten.
Bereits vor einsetzen der Sorbets hatten wir um eine Pause bis zum Hauptgang gebeten um in Ruhe den Weißwein genießen zu können und um dem, zum Reh geplanten, Merlot etwas Zeit zum Atmen zu lassen. Das war für den Kellner anscheinend die Höchststrafe, er wurde immer zappliger, zwischendrin kamen zwei Nachfragen, bei der dritten durch Frau Jakob hatten wir gerade noch den letzten Schluck Weißwein im Glas und baten um weitere fünf Minuten. Zu spät wurde uns signalisiert, der Kollege hätte die Hauptgänge bereits abgerufen….
Frau Jakob versorgte uns gerade noch mit dem Merlot, da stürmte der eifrige Gastarbeiter durch die Schwingtür, wischte die Dame quasi aus der Flugbahn und fragte wer denn das medium rare gegarte Reh bekäme. Leicht verwundert, wie gesagt es waren außer uns lediglich sechs weitere Gäste an diesem Abend zu bedienen, meldete ich mich und zack stand der Teller vor mir, anstatt wie eigentlich üblich erst Madame zu versorgen. Also auch (Achtung: Satire!) bezüglich der mentalen Potenz der geborene Kellner. In nach offensichtlicher Selbsteinschätzung sogenannten ‘gehobenen Restaurants‘, teste ich den Service ganz gerne indem ich die französische Bezeichnung der Gargrade anbringe. Saignant und à point wurden von Ihm allerdings nicht verstanden, demnach also medium rare und medium geordert. Die Weitergabe an die Küche konnten wir ebenfalls deutlich aus dem Hintergrund vernehmen, was ja grundsätzlich schon eine gute Leistung (im Rahmen seiner Möglichkeiten) darstellt. Nicht so toll dagegen, dass er phonetisch versuchte die französische Aussprache mit nasalem Unterton im Austausch mit der Küche ins lächerliche zu ziehen. Kann man machen, dann sollte der Gast das aber besser nicht mitkriegen. Den dritten Stern bei der Servicebewertung rettet ausschließlich Frau Jakobs Freundlichkeit.
Beide Reh-Rücken-Filets waren gleichmäßig medium mit leichter Tendenz zu medium rare gegart und recht zart. Bei der Nuss-Kruste handelte es sich eher um eine weiche Auflage, diese war zumindest in ausreichender Menge vorhanden. Knusprig dagegen ein paar geröstete Kerne (Kürbis?). Die Saucen, aromatisch insbesondere die Kirschsauce passte sehr gut zum Reh. Auch das Preiselbeeren-Rosa-Beeren-Chutney hatte durchaus seine Berechtigung. Die schön gebratenen Pilze gut abgeschmeckt, eine ideale Ergänzung. Einzig die Petrasilienspätzle vielen etwas ab, zwar von frischer, grüner Farbe und der richtigen Konsistenz, fehlte das Aroma der geschmacksgebenden Zutat anscheinend völlig. Für die Zukunft wäre meine Empfehlung beim Finalisieren der Spätzle etwas Petersilienpesto zuzugeben.
Zwar nicht neu aber nach wie vor eine nette Idee, Nougatcrème und Crêpes lasagneartig zu schichten, auch im Ergebnis gelungen. Insgesamt angenehm wenig süß, selbst das crèmige Banjuls-Eis kräftig fruchtig ohne durch Süße zu überlagen. In der Gesamtkomposition ein toller Abschluss.
Im Fazit gibt es gute Ansätze in der Küche die aber nicht konsequent umgesetzt werden. Zu dem aufgerufenen Preis, auch unter Berücksichtigung des Ambientes, gerade noch in Ordnung. In der nicht mehr gültigen Karte findet sich allerdings ein ähnliches Menue für das 61,- Euronen pro Person aufgerufen werden. Dann müsste die Qualität aber wesentlich besser werden. Insgesamt wurden 170,30 Euronen fällig, ohne die teilweisen Servicedefizite soeben noch erträglich, angesichts der (Achtung: Satire!) Freak-Show aber schon ärgerlich.