Das Auswärtsspiel gegen Waldsee hatte ein Nachspiel. Und zwar eines der kulinarischen Art. Zusammen mit acht Mannschaftskolleginnen und –kollegen schlugen wir nach vollbrachter Tat auf dem Badminton-Feld im Nachbarort Neuhofen bei Niko’s Restaurant gegen 19.30 Uhr auf. Um es gleich vorweg zu nehmen: es war meine Idee und wie sich herausstellen sollte, keine besonders gute. Google-Maps hatte den Laden ausgepuckt und er lag verkehrsgünstig am Ortsrand in unmittelbarer Nähe zur B9.
Von außen eher unscheinbar (das Gebäude fügt sich nahtlos in die recht unansehnliche Industriegebietsromantik ein), erwartet den Besucher drinnen ein großer Gastraum mit abgetrenntem Raucherbereich. Die indirekte Beleuchtung schaffte trotz der Raumgröße eine gewisse Gemütlichkeit. Die bequem gepolsterten Stühle und Tische waren in dunklem Holz gehalten. Das sah auf den ersten Eindruck schon recht edel aus. Der Boden war grau gefliest, ein paar spärliche Farbakzente in Form von Bildern an den Wänden. Auffallend schön in Szene gesetzt war der Thekenbereich. Auch hier wieder viel dunkles Holz und ein geschmackvoll gewählter Lichteinsatz.
Im Lokal angekommen, musste unsere Sportlergruppe im Eingangsbereich ca. 5 bis 10 Minuten auf einen freien Tisch warten. Wir hatten zwar angerufen, aber scheinbar hatte der Service mit einem früheren Aufbruch bereits verköstigter Gäste gerechnet. Nun da wir endlich saßen, hätten wir nur allzu gern unsere Getränkebestellungen aufgegeben. Aber das zog sich zunächst in die Länge. Schließlich waren die durstigen Sportler versorgt. Schade nur, dass wir nach ca. 30 Minuten Aufenthalt im Lokal immer noch keine Gelegenheit zur Essensbestellung bekamen. Na wenigstens durften die später angekommenen Gäste an der Nachbartafel schon mal ordern. Egal, mein großes Warsteiner (0,4 l) stand leuchtend vor mir – flüssiges Brot, das auch sättigte. Fürs Erste jedenfalls.
Die Speisekarte war vom Umfang und von der Auswahl der Gerichte typisch griechisch aufgebaut. Eine breite Palette an Grilltellern, Lammspezialitäten und auch deutschen Fleischklassikern (diverse Putensteaks sowie Rumpsteak & Co.) wurde angeboten. Dazu die obligatorischen Vorspeisen (Schafskäse, Champignons etc.) und ein paar Salate, die mit Gyros, Suzukakia oder Pute ebenfalls eher fleischlastig daher kamen. Doch wie heißt es im Titel von Heinz Strunks Bestseller: Fleisch ist mein Gemüse. Und beim Griechen passt das ja eh meistens…dachte ich.
Ein Mannschaftskollege teilte sich die gegrillten Peperoni mit Knoblauchsoße vorneweg. Der Preis lag irgendwo zwischen 4 und 6 Euro (übliche Ansetzung) und schien für das Gebotene in Ordnung zu sein. Ich probierte ein paar davon und musste feststellen, dass die grünen Schoten ordentlich Schärfe hatten. Zusammen mit dem gerösteten Knoblauch ein standesgemäßer Vorspeisenklassiker, wie man ihn bei vielen Griechen auf der Karte findet.
Dann verging sehr viel Zeit zwischen Vor- und Hauptspeise. Wir hatten Hunger und freuten uns schon auf den üblichen Vorspeisensalat, den unser „Nikos Teller“ für 2 Personen (28 Euro) beinhaltete, doch der Service bzw. die Küche zeigte keine Regung. Gegen 21 Uhr (nach gut einer Stunde Wartezeit im ansonsten mittlerweile relativ leeren Lokal) wurden dann große Salatportionen gereicht. Der Blattsalat war ok, das Dressing keineswegs unbekannt, da in vielen griechischen Restaurants ein Ähnliches verwendet wird. Die Bohnen und das Kraut aus dem Eimer waren auch essbar. Der große Kleks „Tsatziki“, der sich wie ein roter (äh weißer) Faden durch sämtliche Gerichte zog (wie sich später noch herausstellen sollte), war deutlich überportioniert. Doch wie der Schwabe so trefflich bemerkt: „de Hunger treibt‘s scho nei!“.
Es verging nochmal eine knappe halbe Stunde bis unser „Gemischtfleischwarengrillteller“ endlich nahte. Leider nicht mehr ganz so heiß, dafür aber umso schneller auskühlend. Beim Souvlaki-Spieß dominierten hauptsächlich die Röstaromen. Anscheinend hatte man das Fleisch im Vorfeld zu wenig mariniert und es dann etwas zu lange auf dem Grill liegen lassen. Die Gyros-Menge war beachtlich. Die Fleischqualität dagegen nicht. Geschmacklich war das schon sehr weit von der Gyros-Benchmark des Landauer Referenzgriechen „Olympia“ entfernt. Die dargebotenen Grillspieß-Schnipsel waren mir schlichtweg zu fettig. Ein viel zu geringer Anteil an knusprigen Stücken. Das geht viel besser. Die Schweinesteaks waren nicht fettig. Sie waren mager und komplett durchgegrillt, was sie zu einer zähen und trockenen Angelegenheit machte. Auch ihnen fehlte es doch arg an Würze. Die Tsatsiki-Portion war wie beim Salat wieder sehr großzügig bemessen. Konsequent in der Umsetzung des Grilltellers war das Fehlen jeglichen Gemüses. Bei schmackhafteren Fleischprotagonisten hätten wir das sicher gar nicht bemerkt. Die Beilagen bestanden aus geriffelten Pommes Frites und einem Gemüsereis, der zwar noch leicht bissfest, aber zu fad abgeschmeckt war. Insgesamt eine der enttäuschendsten Grillplatten der letzten Jahre. Das bekommt jeder Laie mit dem Einweggrill besser hin!
Meine Teamkollegin hatte den Lendenspieß geordert. Der war unter einer Pfeffer-Rahm-Pampe ertränkt. Kurios: die „Soße“ schmeckte vordergründig süß, war von ungewöhnlich heller Farbe und zog dir im Abgang die Pfefferkeule direkt auf die Zwölf. Da hätte der Lendenspieß auch vom alten Hammel stammen können. Man hätte es nicht herausgeschmeckt. Der geriffelte Pommes-Berg trotzte stolz der dickflüssigen Rahmtunke und verlieh dem Gericht wenigstens quantitativ etwas Würde.
Etwa eine halbe Stunde nachdem der Erste unserer Truppe sein Hauptgericht serviert bekam, brachte die sichtlich überforderte Bedienung auch dem Letzten unserer Tischgemeinschaft sein Essen. Ein absolutes „no-go“ und ein gastwirtschaftlicher Offenbarungseid obendrein. Klar, versuchte man das mit extragroßen Portionen und „Ouzos aufs Haus“ wieder gut zu machen. War ja auch alles nett gemeint, aber was nützt es, wenn selbst der hungrigste Esser den völlig überdimensionierten Gyros-Berg nicht verzehrt bekommt. Weniger Masse, eine höhere Produktqualität und eine feinere Zubereitung würden hier Abhilfe schaffen. Denn wäre der Olymp ein Fleischberg, Nikos Voulgaris, der Besitzer des Ladens, hätte bei diesen Mengen seinen Ehrenplatz jetzt schon sicher. Obwohl ihn wahrscheinlich Dionysos aufgrund seiner kargen Weinauswahl davon jagen würde.
Doch von der griechischen Mythologie zurück zur harten kulinarischen Realität in Neuhofen. Warum einer von uns vorne an der Kasse zahlen musste, während der Rest der Mannschaft am Tisch die Scheine zückte, erschloss sich mir ebenso wenig, wie die recht gleichgültige Reaktion der Servierdame auf meinen dezenten Hinweis auf die grill- und geschmackstechnischen Unzulänglichkeiten unserer schnell erkalteten Platte. Egal, das Zwei-Personen-Stück in Sachen Fleisch ging auf mich. Mein Gastrogewissen musste beruhigt werden. Dagegen beruhigte sich mein Magen auch nach doppelter Ouzo-Betäubung nur schleppend. Auch eine Form von Nachhaltigkeit, wenngleich ich auf diese gerne verzichtet hätte.
Das Auswärtsspiel gegen Waldsee hatte ein Nachspiel. Und zwar eines der kulinarischen Art. Zusammen mit acht Mannschaftskolleginnen und –kollegen schlugen wir nach vollbrachter Tat auf dem Badminton-Feld im Nachbarort Neuhofen bei Niko’s Restaurant gegen 19.30 Uhr auf. Um es gleich vorweg zu nehmen: es war meine Idee und wie sich herausstellen sollte, keine besonders gute. Google-Maps hatte den Laden ausgepuckt und er lag verkehrsgünstig am Ortsrand in unmittelbarer Nähe zur B9.
Von außen eher unscheinbar (das Gebäude fügt sich nahtlos in... mehr lesen
2.0 stars -
"Deutsch-griechische Konfusionsküche mit eingebauter Servicewüste und Fleischbergen bis zum Abwinken" Ehemalige UserDas Auswärtsspiel gegen Waldsee hatte ein Nachspiel. Und zwar eines der kulinarischen Art. Zusammen mit acht Mannschaftskolleginnen und –kollegen schlugen wir nach vollbrachter Tat auf dem Badminton-Feld im Nachbarort Neuhofen bei Niko’s Restaurant gegen 19.30 Uhr auf. Um es gleich vorweg zu nehmen: es war meine Idee und wie sich herausstellen sollte, keine besonders gute. Google-Maps hatte den Laden ausgepuckt und er lag verkehrsgünstig am Ortsrand in unmittelbarer Nähe zur B9.
Von außen eher unscheinbar (das Gebäude fügt sich nahtlos in
Das Weinrestaurant „Unikat“ trägt die Einzigartigkeit in seinem Namen. Und tatsächlich unterscheidet es sich schon von der Einrichtung her klar von herkömmlichen Weinlokalen. Dies spürt man schon beim Betreten des verschachtelten, von Kunstgegenständen geprägten Wormser Weintreffs. Vorausgesetzt man findet das versteckt in der Altstadt gelegene, von außen recht unscheinbare „Einzelstück“ überhaupt.
Hier im Zentrum von Worms hat man sich ganz den Weinen Rheinhessens verschrieben. Eine bemerkenswerte, und für Südpfälzer wie mich, eher unbekannte Weinregion, die mit über 26000 Hektar flächenmäßig noch vor der Pfalz rangiert und damit das größte Anbaugebiet Deutschlands darstellt. Kein Wunder also, dass die Weinkarte ebenfalls ein wahres „Unikat“ darstellt. Sie ist reicht gefüllt mit erlesenen Weinen, die es in großer Auswahl (ca. 50 davon offen) zu entdecken gilt. Wir entschieden uns für einen knackig trockenen Viognier „S“ vom Weingut Keller aus Pfiffligheim (0,2 l für 5,50 Euro) und einen filigranen Grauburgunder aus dem Barrique vom Weingut Groh aus Bechtheim (0,2 l für 5,90 Euro). Beide Weine bewiesen echte Klasse.
Den kulinarischen Unterbau zu unseren vinophilen Ausschweifungen an diesem verregneten Novemberabend lieferte die einfallsreiche „Kreuzüberküche“ des innovativ aufkochenden jungen Küchenchefs Martin Menzel, der seine Lehrzeit im Sternerestaurant „Schwabenstube“ des Hotels Adler Asperg bei Ludwigsburg absolvierte. Seine übersichtlich angelegte und sehr feinsinnig arrangierte Speisenkarte steckt zwar voller Zitate aus der französischen Hochküche, ist jedoch viel bodenständiger ausgerichtet. Das Angebot an kulinarischen „Weinbegleitern“ wechselt wöchentlich und offeriert neben ein paar Vorspeisen (ein paar Hauptgerichte sind auch als kleinere Vorspeisenportion erhältlich) eine gute Handvoll Hauptgänge.
So hatten wir die Qual der Wahl zwischen karamellisierter Foie Gras mit selbstgemachten Cantuccini (10,50 Euro als Vorspeise), den hausgemachten Maultaschen mit rotem Zwiebelkonfit (8,80 Euro), Seeteufelmedaillons auf einem Paprika-Bohnen-Bulgur-Nest (19,80 Euro) oder der bei Niedrigtemperatur gegarten Gänsebrust mit Walnussbratapfel, Rotkohl und Serviettenknödel (ebenfalls 19,80 Euro). Und für den kleineren Hunger wurde ein Linsencremesüppchen (5,80 Euro) im Weckglas angeboten. Hausgemachtes Eis und Sorbet oder eine frisch flambierte Crème brulée bildeten die süßen Schlussakkorde der kreativ zusammengestellten Karte.
Die Küche begrüßte uns auf ihre Art mit einem Klecks Sauce Tartare und einer Ecke hausgebackenem Brot mit tomatig-mediterraner Füllung. Der Einstieg war gelungen. Vorweg entschieden wir uns für die erwähnte Linsensuppe und die feinen Räucherlachs- bzw. Roastbeefscheiben (10,50 Euro als Vorspeise), die zusammen mit einer traditionellen Sauce Gribiche und etwas Salat auf dem Teller landeten. Mit Essig, Kapern und Gewürzgurken verfeinert, verlieh diese kalte Sauce den delikaten Fisch- und Fleischscheiben den richtigen Gaumenkick. Das leicht rauchige Aroma der Linsencremesuppe meines Kollegen konnte ich über den Tisch hinweg riechen.
Dann war es Zeit für einen Weinwechsel, da die Hauptspeisen nahten. Ein trockener Syrah „R“ vom Weingut Keller (0,2 l für 5,70 Euro) mit ordentlich Frucht und einem gut eingebundenen Holzrückrat sollte das Rinderfiletmedaillon (mit Kartoffelgratin und Salatschale für 22,80 Euro) meines Kollegen und Teilzeitvegetariers adäquat korrespondieren. Und wie er das tat. Wie gerne hätte auch ich den Grünen Veltliner zu meinen Seeteufelmedaillons (nach)geordert, aber die bevorstehende Autofahrt von Worms zurück in die Pfalz erlaubte es nicht. Ein Jammer.
Beide Hauptgänge kamen toll angerichtet an den Tisch. Geschmacklich waren sie ebenfalls vom Feinsten. Fleisch und Fisch auf den Punkt gebraten und die Beilagen gekonnt zubereitet und abgeschmeckt. Die Jus meines Speisepartners war zum „Tellerauslecken“ gut. Er unterließ es jedoch, da in ihm noch ein Funken Restanstand vorhanden war. Locker und fein sind zwar im „Unikat“ keine sich ausschließenden Prinzipien, sondern eher gewollte Kombinationsattribute, aber übertreiben braucht man es ja schließlich auch nicht.
Noch ein paar Worte zur Bedienungscrew. Die weinkundige Service-Truppe beriet uns während des gesamten Abends äußerst kompetent und mit dem richtigen Maß an augenzwinkerndem Humor. So wurde aus der Weinberatung keine „bierernste“ Angelegenheit. Solche positiven „winevibes“ übertragen sich natürlich auch auf die anderen Gäste, die sich in dieser gelösten Atmosphäre sichtlich wohlfühlten.
Da wundert es kaum, dass sich aus dem ursprünglich als Lagerraum gedachten Anwesen in der Rheinstraße (Ecke Bärengasse) ein äußerst florierendes Weinlokal entwickelt hat. Und Inhaberin Ulrike Bickel wollte den Schritt in die Gastronomie anfänglich erst gar nicht wagen. Doch das Konzept ging auf. Zusammen mit ihrem Ehemann und Service-Leiter Hans-Jürgen Uhink (der sich mit uns nach dem Essen angeregt unterhielt, Anm.) hat die passionierte Kunstsammlerin die Räumlichkeiten ihres „Unikats“ in den vergangenen Jahren sukzessiv erweitert.
Aus dem einstigen „Wein-Wohnzimmer voller Kunstgegenstände“ ist ein romantisch verwinkeltes Restaurant geworden, das von der Einrichtung her seines Gleichen sucht. Allgegenwärtige Vielfalt, die sich zunächst in Form unterschiedlichster Beleuchtung ausdrückt. Von der Decke baumeln stilvolle Würfellampen aus Holz, welche die schlicht eingedeckten Tische ins rechte Licht setzen. Was auffällt: kein Tisch gleicht vom Stil her dem anderen. Auf den schweren Holzbänken sorgt ein bunter Kissenmix für bequeme Stunden.
Bemerkenswert: das sogenannte „Eulenhaus“. Die benachbarte Altstadtvilla aus dem 19. Jahrhundert, wurde stilvoll renoviert und steht nun mit seinem kunstvoll modernen Ambiente für größere Feiern und Veranstaltungen zur Verfügung. Hier gehört die Kunst genauso zur Dekoration wie die freigelegten Balken zum Fachwerk. Und wenn einmal im Quartal die „Jungen Wilden“ (Köche, Anm.) am Herd stehen und mit ihren Menüabenden kulinarisch für Furore sorgen, mutiert der historische „Anbau“ zu einem Hort des guten Geschmacks und gehobener Gastlichkeit.
Doch nicht nur wegen des hervorragenden Essens lohnt eine Fahrt in die Domstadt am Rhein. Wer neue Inspiration in Sachen Wein sucht und auch mal über den Pfälzer „Flaschenrand“ schauen möchte, ist bei Hausherr Hans-Jürgen Uhink bestens aufgehoben. Die umfangreiche Weinkarte stellt er nach wie vor selbst zusammen. Genauso wie seine Unikat-Cuvées, die schon zum zweiten Mal in Folge vom Gault Millau hohe Bewertungen erhielten. Als „Weinscout“ wildert er gerne im seinem rheinhessischen Revier und nimmt dabei tolle Weintypen in sein Angebot auf. Die Namen der Weingüter Keller, Schales, Spiess oder Michel sollte man sich merken, denn was sie vinifizieren ist wirklich bemerkenswert.
Und so verging dieser wahrlich einzigartige Abend im „Unikat“ zu Worms. Als wir die Heimreise gen Pfalz antraten, waren wir uns einig, dass bei der nächsten in der Nähe liegenden Fortbildungsveranstaltung ein Abstecher in den Wormser Weintreff zum Pflichtprogramm dazu gehört. Inspiriert von den außergewöhnlichen Weinen Rheinhessens und gut gesättigt von Martin Menzels Kreativküche, traten wir nach dem Verzehr zweier sündhaft süßen Crème brulée-Schälchen (jeweils 5 Euro) äußerst euphorisch die Rückfahrt an.
Das Weinrestaurant „Unikat“ trägt die Einzigartigkeit in seinem Namen. Und tatsächlich unterscheidet es sich schon von der Einrichtung her klar von herkömmlichen Weinlokalen. Dies spürt man schon beim Betreten des verschachtelten, von Kunstgegenständen geprägten Wormser Weintreffs. Vorausgesetzt man findet das versteckt in der Altstadt gelegene, von außen recht unscheinbare „Einzelstück“ überhaupt.
Hier im Zentrum von Worms hat man sich ganz den Weinen Rheinhessens verschrieben. Eine bemerkenswerte, und für Südpfälzer wie mich, eher unbekannte Weinregion, die mit über 26000 Hektar flächenmäßig noch... mehr lesen
5.0 stars -
"Kunstvoll gestalteter Weintreff in der Wormser Altstadt mit einfallsreicher Crossover-Küche" Ehemalige UserDas Weinrestaurant „Unikat“ trägt die Einzigartigkeit in seinem Namen. Und tatsächlich unterscheidet es sich schon von der Einrichtung her klar von herkömmlichen Weinlokalen. Dies spürt man schon beim Betreten des verschachtelten, von Kunstgegenständen geprägten Wormser Weintreffs. Vorausgesetzt man findet das versteckt in der Altstadt gelegene, von außen recht unscheinbare „Einzelstück“ überhaupt.
Hier im Zentrum von Worms hat man sich ganz den Weinen Rheinhessens verschrieben. Eine bemerkenswerte, und für Südpfälzer wie mich, eher unbekannte Weinregion, die mit über 26000 Hektar flächenmäßig noch
Am heutigen Montag hatten wir vor, mal das Bistro The Mainhattan in Mainaschaff im Gewerbegebiet am Glockenturm aufzusuchen. Hauptgrund war das Weihnachtsgeschenk von unserem Enkel in Form eines Gutscheins für das Mainhattan. Schließlich musste der ja auch mal ausgegeben werden. Dies wurde natürlich nicht direkt erledigt, sondern auf der Hinfahrt noch schnell das Auto in die Waschanlage gefahren, unseren Lieblings-Kaffee bei dem Röster unseres Vertrauens gekauft. Wie es sich für Rentner gehört, auch der Apotheke ein Besuch mit Einkauf abgestattet und last, but not least der Gattin ihr Wunsch erfüllt, vor dem Essen noch schnell zwei Boutiquen aufzusuchen, in denen sie dann auch tatsächlich fündig wurde. So betraten wir dann hungrig und durstig so gegen halb zwei das Bistro Mainhattan.
Parkplätze vor dem Restaurant gibt es nur einige wenige, aber in der näheren Umgebung stehen große Stellplätze für sämtliche Besucher der dort angesiedelten Geschäfte, Ärzte, Supermärkte, Autohändler etc. und natürlich auch Gaststätten zur Verfügung.
The Mainhattan ist der Nachfolger des vorher über viele Jahre bestehenden Gastro-Betriebes Gastraum und hat seit August des letzten Jahres geöffnet. Über die Philosophie und die Angebote der Betreiber kann man sich auf der Website des Bistros einen Überblick verschaffen. Wer denkt, dass die Zielgruppe aufgrund dessen nur jüngere Leute sind, irrt wohl gewaltig, denn bei unserem Besuch am heutigen Mittag waren so ziemlich alle Altersgruppen von Student bis Rentner, auch mit Enkel, vertreten.
Bedienung (3,5)
Als wir gegen 13.30 Uhr eintrafen, konnten wir noch einen 2er-Tisch an der großen Fensterfront des Rundbaues ergattern. Die Jacken wurden über die Stuhllehne gehängt. Auf den Tischen lagen schon zwei Speisekarten sowie ein kleine Karte für das Mittagsangebot.
Während wir schon mal reinschauten kam eine von zwei anwesenden Bedienungen an den Tisch und fragte schon mal nach unseren Getränkewünschen. Da wir mittlerweile auch Durst hatten und ich schon in der Karte Jever Pils vom Fass gelesen hatte, fiel mir die Entscheidung leicht. Schätzchen fragte nach Saftschorle und bekam die Antwort, dass man eine große Auswahl hätte. Etliche Schorlen wurden aufgezählt, dann fragte Schätzchen nach, ob es auch eine Rhabarberschorle gibt. Selbstverständlich. Okay, dann nehme ich die. 3,60 € für 0,4 l Schorle waren ein ordentlicher Preis. Bei 2,60 € für 0,3 l Pils hätten viele meiner Bekannten die Nase gerümpft, mir war‘s wurscht, denn Jever vom Fass trinke ich grundsätzlich gerne, wenn es angeboten wird.
Nach kurzer Zeit kamen die gut gekühlten Getränke. Und die Schorle Gott sei Dank ohne die vermaledeiten Eiswürfel.
Das Essen wurde mit einem Bitteschön und Guten Appetit serviert. Der Bezahlwunsch wurde prompt erledigt. Unsere Bedienung agierte aufmerksam, freundlich, in einer als angenehm empfundenen Art und Weise, ohne dass man umschwänzelt wurde. Nachdem ich ihr auf Nachfrage nach unserer Zufriedenheit, diese bestätigen konnte, sagte sie noch mit einem charmanten Lächeln: Dann werden wir uns wohl wiedersehen. Ja. Das bestätigte ich gerne.
Das Essen (3,5)
Auf der Speisekarte stehen diverse Pastagerichte, Vegetarisches wie Salate oder Ofenkartoffel, Burger, Steaks, Frühstücksvariationen, und mittags von Montag bis Freitag gibt es zusätzlich eine ermäßigte, wöchentlich wechselnde Mittagstisch-Karte.
Ich erwärmte mich für den Mainhattan Classic Burger (10,90 €). Laut Karte 180 g saftiges Anus Rind, belegt mit Irish Cheddar Chees, knackigem Salat, fruchtigen Tomaten, roten Zwiebelringen, Gewürzgurken und Mainhattan Sauce. Dazu gab es (nicht in der Karte stehend) einen kleinen Krautsalat und Pommes. Bei den Pommes konnte ich auch aus Süßkartoffeln gemachte wählen, die mir von der Bedienung empfohlen wurden. Sie und meine Gattin überredeten mich, dass ich die mal probieren sollte. Ich ließ mich überzeugen und habe es nicht bereut. Der Burger (Foto) an sich wurde auf einem großen Teller serviert, so dass genügend Platz war, die einzelnen Elemente darauf zu platzieren. Selbstverständlich gab es Messer und Gabel, aber ich ließ mich von einem gegenüber an der Wand sitzenden Herrn inspirieren und nahm den Burger in die Hand zum Reinbeißen. Es ging gerade noch so, ohne zu kleckern. Auf alle Fälle schmeckte er prima. Das gehackte Rindfleisch war nicht nur zu erkennen (ca. 1,5 cm dick), sondern auch im Mund gut zu spüren. Die Gabel habe ich dann nur für den Krautsalat und die Pommes verwendet. Okay, die Hände musste ich mir im Anschluss gleich waschen.
Schätzchen bestellte von der Mittagstisch-Karte: Gegrilltes Hähnchenbrustfilet mit Brokkoli, Erdnuss-Sauce und Reis (7,90 €). Die Portion sah auf dem großen Teller etwas verloren aus, aber ihr reichte es allemal. Das Fleisch war zart und nicht totgebraten, der Reis okay, der Brokkoli bissfest, die Erdnuss-Sauce in Ordnung, aber bei unserem Lieblings-Chinesen schmeckt die ihr besser.
Kleine Anekdote vom Nebentisch: Ein uns bekanntes Rentner-Ehepaar mit amerikanischen Wurzeln war mit seinem 7-jährigen Enkel zum Essen dort. Der kleine sagte zu der Bedienung auf Nachfrage, wie ihm seine Chicken Wings schmecken: Prima, da kannste McDonald vergessen.
Das Ambiente (3,5)
Wie schon erwähnt, ein Rundbau. Der Blickfang ist die große der Rundung angeglichene Theke. Ich schätze mal so ca. 40 Sitzplätze. Im Sommer kann man draußen sitzen. Das Mobiliar sieht aus als wäre es noch vom Vorgänger. So wackelte unser Tisch, was ich selbstständig mit dem Unterlegen einer gefalteten Serviette unter ein Tischbein regulieren konnte.
Sauberkeit (3,5)
An der Sauberkeit gibt es auf den ersten Blick nichts auszusetzen. Vielleicht könnte man mal den Staub auf den Heizkörpern unter den Fenstern entfernen, aber wer schaut da schon hin? Die Toiletten befinden sich im Keller und sind sauber. Fazit:
The Mainhattan ist für uns durchaus eine Alternative, wenn wir mittags essen gehen wollen. Aber mein Stammlokal wird es wohl nicht werden. So drei bis fünfmal im Jahr könnte ich mir aber gut vorstellen. Da das Bistro auch Im Schlemmerblock gelistet ist, spreche ich für die Schlemmerblock-Inhaber auf alle Fälle eine Empfehlung aus.
Deshalb mein Gesamteindruck: (nach Küchenreise)
3,5 = gerne wieder, auch ohne Schlemmerblock!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
Allgemein
Am heutigen Montag hatten wir vor, mal das Bistro The Mainhattan in Mainaschaff im Gewerbegebiet am Glockenturm aufzusuchen. Hauptgrund war das Weihnachtsgeschenk von unserem Enkel in Form eines Gutscheins für das Mainhattan. Schließlich musste der ja auch mal ausgegeben werden. Dies wurde natürlich nicht direkt erledigt, sondern auf der Hinfahrt noch schnell das Auto in die Waschanlage gefahren, unseren Lieblings-Kaffee bei dem Röster unseres Vertrauens gekauft. Wie es sich für Rentner gehört, auch der Apotheke ein Besuch mit Einkauf abgestattet... mehr lesen
The Mainhattan
The Mainhattan€-€€€Restaurant, Bistro060215813300Am Glockenturm 6b, 63814 Mainaschaff
3.5 stars -
"Die etwas andere Location in Mainaschaff!" Ehemalige User
Allgemein
Am heutigen Montag hatten wir vor, mal das Bistro The Mainhattan in Mainaschaff im Gewerbegebiet am Glockenturm aufzusuchen. Hauptgrund war das Weihnachtsgeschenk von unserem Enkel in Form eines Gutscheins für das Mainhattan. Schließlich musste der ja auch mal ausgegeben werden. Dies wurde natürlich nicht direkt erledigt, sondern auf der Hinfahrt noch schnell das Auto in die Waschanlage gefahren, unseren Lieblings-Kaffee bei dem Röster unseres Vertrauens gekauft. Wie es sich für Rentner gehört, auch der Apotheke ein Besuch mit Einkauf abgestattet
Der Versuch, spontan am Freitag gegen 18:00 Uhr um die Ecke essen zu gehen, wäre fast gescheitert. Das Lokal war so gut besucht, dass man uns erst nach einer kurzen Wartezeit einen Tisch anbot. Die Wartezeit versüßte man uns durch ein Getränk.
Die Karte bietet eine normale Auswahl an Speisen und Beilagen, die durch Kombinationsmöglichkeiten riesig wird. Typisch griechisch eben. Ähnlich verhält es sich bei den Getränken.
Der Service ist aufmerksam, sehr freundlich und die Wartezeit war angenehm kurz, bedenkt man, dass das Lokal sehr gut besucht war.
Die von uns bestellten "Platten" waren sehr gut gefüllt und entsprachen geschmacklich unseren Vorstellungen.
Im Porto Carras muss niemand hungrig gehen.
Highlights hatten wir nicht erwartet und auch nicht bekommen, trotzdem sich wir satt und zufrieden heim gekehrt.
Der Preis für zwei Essen mit Salat, zwei Getränken und zwei Drinks aufs Haus belief sich auf etwas über 30€, dass ist doch OK so.
Der Versuch, spontan am Freitag gegen 18:00 Uhr um die Ecke essen zu gehen, wäre fast gescheitert. Das Lokal war so gut besucht, dass man uns erst nach einer kurzen Wartezeit einen Tisch anbot. Die Wartezeit versüßte man uns durch ein Getränk.
Die Karte bietet eine normale Auswahl an Speisen und Beilagen, die durch Kombinationsmöglichkeiten riesig wird. Typisch griechisch eben. Ähnlich verhält es sich bei den Getränken.
Der Service ist aufmerksam, sehr freundlich und die Wartezeit war angenehm kurz, bedenkt man, dass das Lokal... mehr lesen
Porto Carras
Porto Carras€-€€€Restaurant04067599055Berner Heerweg 7, 22159 Hamburg
3.0 stars -
"Ein Grieche um die Ecke" Ehemalige UserDer Versuch, spontan am Freitag gegen 18:00 Uhr um die Ecke essen zu gehen, wäre fast gescheitert. Das Lokal war so gut besucht, dass man uns erst nach einer kurzen Wartezeit einen Tisch anbot. Die Wartezeit versüßte man uns durch ein Getränk.
Die Karte bietet eine normale Auswahl an Speisen und Beilagen, die durch Kombinationsmöglichkeiten riesig wird. Typisch griechisch eben. Ähnlich verhält es sich bei den Getränken.
Der Service ist aufmerksam, sehr freundlich und die Wartezeit war angenehm kurz, bedenkt man, dass das Lokal
Der Besitz des Schlemmerblocks verschlägt mich in Lokalitäten, die ich sonst wahrscheinlich nicht besuchen würde. Umso schöner wenn man die ein oder andere positive Überraschung mitnehmen kann. So geschehen an einem verregneten Sonntagmittag in der Dorfschänke zu Landau-Wollmesheim. Doch zunächst musste ich mich an das etwas in die Jahre gekommene Interieur gewöhnen. Da scheint seit ca. 30 Jahren die Zeit still gestanden zu sein. Alles total „Old School“ - alles total Wirtschaft wie früher. Ich fühle mich wie in der Herxheimer Bahnhofswirtschaft zu meiner Kommunionsfeier und bemerke, dass meine Begleitung und ich altermäßig eher weniger hier reinpassen. Egal, die älteren Leute schauten alle ganz freundlich drein.
Der Blick in den Gastraum offenbarte einige Kuriositäten vergangener Gastrozeiten: Zinnteller an den Wänden, dunkle Holzdecke, Kühlschrank mit Dosenwurst im Raum, ein großes Bücherregal (Enzyklopädien, ein Buch über Hamster (!!!) sowie diverse Wein-(straßen)literatur) und ein massiver Thekenbereich. Man blickt nach draußen auf den baumbestandenen Parkplatz. Die Toiletten sind über den Vorraum zu erreichen. Dieser verströmte beim Betreten einen Geruch von langer gutbürgerlicher Küchentradition, negativ formuliert könnte man auch den Begriff "muffig" verwenden.
Ein Schild am Eingang deutet auf die frischen Lammspezialitäten des Lokals hin. Aha, da haben wir es! Das Quäntchen Profilschärfe, das die Dorfschänke von anderen gutbürgerlichen Gaststätten etwas abhebt. Also warum nicht mal am Sonntag Lamm essen? Und dazu noch in einer ungewöhnlichen Zubereitung: in zwei leckeren Bratwürsten verwurstet, mit frisch duftendem Sauerkraut (Lorbeerblatt und Wacholderbeeren inklusive) und "Gebreedelde" (Bratkartoffeln). Das alles für 9,50 Euro. Da kann man nicht meckern. Lobenswert auch der frisch angemachte Krautsalat (definitiv kein Convenience aus dem Eimer!) zu den Lammröllchen (Cevapcici auf neudeutsch), die vielleicht etwas zu lange auf dem Grill waren. Auch diese wurden mit gerademal 7 Euro sehr preisgünstig angeboten. Der Bellheimer Meistersud, ein süffiges Flaschenbier aus der Region, für 2,50 Euro den halben Liter. Auf dem Land stimmt das Verhältnis von Preis zu Leistung eben noch.
Fazit:
Wir waren gut gesättigt und es schmeckte alles. Mit dem Freigericht vom Block waren es letzten Endes schlappe 15 Euro, die wir bezahlten. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal für ein Sonntagsessen so wenig Geld ausgab. Der nette Inhaber und Küchenchef Herr Werner Fritz kam zu uns an den Tisch und erzählte uns von seiner Lammzucht, der Werbewirkung des Gutscheinheftes und seiner Nussdorfer Zeit in der Weinstube Übel, deren Lammspezialitäten dem Lokal damals einen guten Ruf einbrachten. Seit ein paar Jahren ist er nun in Wollmesheim mit annähernd gleichem Konzept erfolgreich unterwegs. Lamm-Esser fühlen sich hier gut aufgehoben, das Fleisch stammt schließlich aus der eigenen Zucht. Alle paar Wochen bringt Herr Fritz ein knappes Dutzend Lämmer – ok, ich bring das Wortspiel - zum Schweigen und zwar für immer! Für Frische und Qualität beim Fleisch ist also gesorgt. Zusätzlich sind viele Pfälzer Spezialitäten auf der Karte zu finden. Nichts Außergewöhnliches, aber für jeden Geschmack etwas dabei. Jeden Mittwoch gibt es ein Special (Spanferkel, Kammkotelett, Dampfnudeln) und am ersten Wochenende des Monats steht das Schlachtfest auf dem Programm. Für Fleischesser bietet sich in der Dorfschänke also ein großes Angebot. Der Vegetarier muss in der Karte schon genauer suchen, um fündig zu werden. Lobenswert: es wird ein täglich wechselnder Mittagstisch angeboten. Das alles zu einem erfreulich fairen Preis-Leistungsverhältnis, das die etwas altbackene Einrichtung in den Hintergrund rückt und den Fokus auf die gut gefüllten Teller richtet. Gutbürgerlich, pfälzisch, ehrlich gekocht.
Der Besitz des Schlemmerblocks verschlägt mich in Lokalitäten, die ich sonst wahrscheinlich nicht besuchen würde. Umso schöner wenn man die ein oder andere positive Überraschung mitnehmen kann. So geschehen an einem verregneten Sonntagmittag in der Dorfschänke zu Landau-Wollmesheim. Doch zunächst musste ich mich an das etwas in die Jahre gekommene Interieur gewöhnen. Da scheint seit ca. 30 Jahren die Zeit still gestanden zu sein. Alles total „Old School“ - alles total Wirtschaft wie früher. Ich fühle mich wie in der Herxheimer Bahnhofswirtschaft zu meiner Kommunionsfeier und... mehr lesen
Zur Dorfschänke
Zur Dorfschänke€-€€€Restaurant06341648829Wollmesheimer Hauptstraße 13, 76829 Landau in der Pfalz
3.5 stars -
"Wollmesheimer Old-School-Lammlokal, bei dem primär Fleischesser auf ihre Kosten kommen" Ehemalige UserDer Besitz des Schlemmerblocks verschlägt mich in Lokalitäten, die ich sonst wahrscheinlich nicht besuchen würde. Umso schöner wenn man die ein oder andere positive Überraschung mitnehmen kann. So geschehen an einem verregneten Sonntagmittag in der Dorfschänke zu Landau-Wollmesheim. Doch zunächst musste ich mich an das etwas in die Jahre gekommene Interieur gewöhnen. Da scheint seit ca. 30 Jahren die Zeit still gestanden zu sein. Alles total „Old School“ - alles total Wirtschaft wie früher. Ich fühle mich wie in der Herxheimer Bahnhofswirtschaft zu meiner Kommunionsfeier und
Geschrieben am 30.01.2016 2016-01-30| Aktualisiert am
30.01.2016
Besucht am 29.01.2016
Auf der Suche nach einem griechischen Restaurants, welches sich von der Masse abhebt, sind wir auf die Villa Zefyros gestoßen.Parkplätze sind auf der Hinterseite genug vorhanden, nur fühlten wir uns auf dem sehr schlecht ausgeleuchtetem Fußweg zum Restaurant nicht wohl. Hinter jedem Baum und Strauch vermutet man heutzutage leider nichts Gutes.
Aber wir sind heil angekommen und wurden mit Handschlag von einem der beiden Kellner begrüßt. Wir hatten reserviert, aber da es der erste Tag nach deren Urlaub war, waren insgesamt nur 6 andere Gäste gekommen. Wir bekamen einen 2er Tisch am Fenster. Das Restaurant befindet sich in einer schönen großen alten Villa, kann innen ca. 50 Gäste unterbringen und hat im Sommer bestimmt eine sehr gemütliche Terrasse.
Die Karten wurden uns sehr schnell gereicht, wir bestellten die ersten Getränke (Cola 0,3 und Radler 0,3 je 2,30€), welche zügig und gut temperiert kamen.
Essen
Der Kellner kam auf unseren Wunsch mit einem Tablett, auf dem sich portionsweise 6 versch. Vorspeisen befanden. Wir wählten eine Kichererbsencreme mit mariniertem Rotkohl. Der Rotkohl war sehr gut, die Creme mit wenig Geschmack. Dann noch Blätterteig mit einer Spinatfüllung. Wäre dieses Gericht leicht angewärmt gewesen, hätte es wahrscheinlich besser geschmeckt. So machte es auf mich den Eindruck, als ob es schon vor deren Urlaub hergestellt wurde und jetzt wieder aus der Kühltruhe kam. Es ließ sich kaum schneiden. Gut dagegen das Tzatziki mit vielen Gurkenstücken und einer ordentlichen Portion Knoblauch. Dazu erhielten wir ein paar Scheiben Ciabatta. Die Vorspeisen wurden mit je 3€ berechnet.
Inzwischen bestellten wir weitere Getränke, auch ein Gläschen Prosecco (3€), welcher sich leider als sehr lieblich herausstellte. Die Hauptspeisen kamen nach einer angenehmen Pause. Für mich Souvlakia (14,50€), 2 Spieße mit Schweinefilet, dazu Kartoffelecken, Pfannengemüse und einer Senfsauce. Mein Hunger treibt zwar viel rein, aber hier habe ich mindestens die Hälfte zurück gehen lassen, denn das Fleisch war lauwarm und (sorry) fu..trocken, das Gemüse leicht versalzen, lediglich die Kartoffelecken und die Senf-Majo-Sauce waren genießbar. Meiner Frau mit ihrem Schweinemedaillons auf Thymiansauce mit getrockneten Tomaten und Reis ging es nicht besser, denn auch deren Fleisch war mehr als total durchgebraten. Es war eine Zumutung und hat mit Kochkunst überhaupt nichts zu tun.
Service
Unser Kellner war freundlich, hatte nur den Fehler sehr leise zu sprechen und kannte nur sehr wenige deutsche Wörter. Er konnte uns daher bei unseren Fragen z. B. bei den Vorspeisen kaum helfen. Weiterhin hatten wir gesehen, dass er an einem anderen 2er Tisch eine größere Auswahl mit Vorspeisen angeboten hat. Er hatte zwar bemerkt, dass wir nicht zufrieden waren, bot mir sogar an, das Gericht neu kochen zu lassen, was ich abgelehnt hatte, mir war der Spaß bereits vergangen. Wir bekamen 2 Ouzo aufs Haus, vielen Dank hierfür. Ob dieses die Entschuldigung war oder der normale Ouzo wie bei fast jeden Griechen, weiss ich nicht. Beim Bezahlvorgang bemerkte unser Kellner noch, dass er uns bei dem durchgebratenem Fleisch vollkommen Recht geben muß und er hofft, dass die Küche es beim nächsten Besuch besser schafft. Aber welcher nächste Besuch? Wir haben hier erst einmal keinen Bedarf.
Ambiente
Die Räumlichkeiten sind sehr schön, die Tische liebevoll eingedeckt. Ich vermute in solchen Räumen eher italienische bzw. französische Küche.
Sauber war alles.
Es gibt viel zu tun, packen Sie es bitte an! Oder hatte ich nur einen schlechten Tag erwischt???
Auf der Suche nach einem griechischen Restaurants, welches sich von der Masse abhebt, sind wir auf die Villa Zefyros gestoßen.Parkplätze sind auf der Hinterseite genug vorhanden, nur fühlten wir uns auf dem sehr schlecht ausgeleuchtetem Fußweg zum Restaurant nicht wohl. Hinter jedem Baum und Strauch vermutet man heutzutage leider nichts Gutes.
Aber wir sind heil angekommen und wurden mit Handschlag von einem der beiden Kellner begrüßt. Wir hatten reserviert, aber da es der erste Tag nach deren Urlaub war, waren insgesamt... mehr lesen
Restaurant Villa Zefyros
Restaurant Villa Zefyros€-€€€Restaurant, Biergarten021228959196Merscheider Str. 289, 42699 Solingen
2.0 stars -
"Schade, schade, schade. Gutes Ambiente ist nicht alles." Ehemalige UserAuf der Suche nach einem griechischen Restaurants, welches sich von der Masse abhebt, sind wir auf die Villa Zefyros gestoßen.Parkplätze sind auf der Hinterseite genug vorhanden, nur fühlten wir uns auf dem sehr schlecht ausgeleuchtetem Fußweg zum Restaurant nicht wohl. Hinter jedem Baum und Strauch vermutet man heutzutage leider nichts Gutes.
Aber wir sind heil angekommen und wurden mit Handschlag von einem der beiden Kellner begrüßt. Wir hatten reserviert, aber da es der erste Tag nach deren Urlaub war, waren insgesamt
Geschrieben am 30.01.2016 2016-01-30| Aktualisiert am
09.02.2016
Stippvisite relativ kurz nach der Eröffnung, daher vorerst keine detaillierte Sternevergabe.
Der Laden in den Räumen des ehemaligen Akropolis ist nach mehrmonatigen Sanierungsarbeiten kaum wiederzuerkennen, lt. Facebook-Seite wurde der angestaubte Gastraum komplett entrümpelt, ein Innenarchitekt gestaltete eine ansprechend moderne Trattoria und auch die Außenfassade bekam einen neuen Anstrich. Ich hatte vorab reserviert und wir dürfen im hinteren, gemütlicheren Teil des L-förmigen Gastraumes Platz nehmen (siehe Fotos), zu späterer Stunde ist das Restaurant sehr gut besucht, der Geräuschpegel durchaus annehmbar.
Das Essen wie auch die Weine überzeugen, Vitello Tonnato (10,90 €), kaum komme ich beim Italiener um diese Vorspeise herum, hervorragendes medium gegartes Kalbsfleisch, die Sauce mit gutem Eigengeschmack, viel Thun, wenig Mayo (vermutlich hausgemacht) und somit nicht übersäuert. Foccacia (4,50 €), dünn und knusprig gebacken, wurde mit schwarzen Oliven und 2 Dips gereicht. Einzig das vor dem Essen gereichte Brot verschmähen wir, die Kruste weich, die Krume feinporig und sehr trocken, das dürfte besser gehen.
Als Hauptspeise wirklich gute hausgemachte Pasta (12,90 €):
PANZEROTTI RICOTTA E SPINACI
Gefüllte Nudeln mit Ricotta, Spinat und Käsesauce
RAVIOLI AI FUNGHI PORCINI
Gefüllte Nudeln mit Steinpilzen in einer Buttersalbei-Sauce und Parmesan
Die Portionen eher übersichtlich, eine Vorspeise passt also sehr gut.
Die Speisekarte nicht überladen, neben Pizza, Pasta, Risotto, Antipasti, Salat und Dessert sind 4 Fischgerichte (19,-/23,- €) und 5 Fleischgerichte (19,-/30,- €) im Angebot, Tagesempfehlungen mussten erfragt werden.
Das Ambiente gefällt im Vergleich zu anderen eher rustikal eingerichteten Italienern. Die Tische mit Papier-Tischsets, Servietten, Wein-/Wassergläsern (Überflüssiges wurde leider nicht abgeräumt), Besteck, Olivenöl, Balsamico, Salz- und Pfeffermühle in Echtholz (Wastel wäre begeistert) und einem Windlicht eingedeckt. Hochwertige(re)s Mobiliar, hellgraue Holzverkleidung in Kombination mit dunkelgrauen Wänden und roten Kacheln, ein paar Bilder, wenig Schnick-Schnack, den Puristen wird’s erfreuen.
Klasse Weinauswahl, bis auf den Brunello (59,- €/Flasche) werden alle Weine offen ausgeschenkt, jeweils 8 Weiß- und Rotweine (0,2 l 6,-/ 8,50), fair kalkuliert, Lugana Ca dei Frati (7,- €). Günstiger Hauswein wird nicht angeboten, gut so. Andere Getränke sind preislich grenzwertig, Weizen 0,5 l (4,50 €), Cola 0,2 l (2,60 €), Espresso (2,50 €).
Das junge weibliche Servicepersonal freundlich und auch aufmerksam, unsere Zufriedenheit und weitere Wünsche werden selbstverständlich erfragt, allerdings ist man etwas planlos und konfus, hier weiß inkl. Cheffe niemand so genau wohin welches Essen soll. Wie oft haben wir das nach einer Neueröffnung schon erlebt?! In der Regel gibt sich das nach wenigen Wochen. Wir werden sehen! Auch sollte etwas mehr Luft zwischen Vor- und Hauptspeise sein. Nachdem unsere Rechnung an den Tisch kam, wurde sofort abkassiert, hier geht alles sehr fix, das muss sich noch finden. Vermutlich hat man keine weitreichenden gastronomischen Erfahrungen.
Fraglich ist, ob sich hier ein hochpreisiger Italiener auf Dauer durchsetzen kann. Bis das geplante Outlet in Lennep steht, werden noch ein paar Jahre vergehen.
Zum Schluß einen Limoncello und Grappa vom Haus.
Für uns sicher mal eine gute Alternative zu unserem Stammitaliener, gerne wieder 4*.
Stippvisite relativ kurz nach der Eröffnung, daher vorerst keine detaillierte Sternevergabe.
Der Laden in den Räumen des ehemaligen Akropolis ist nach mehrmonatigen Sanierungsarbeiten kaum wiederzuerkennen, lt. Facebook-Seite wurde der angestaubte Gastraum komplett entrümpelt, ein Innenarchitekt gestaltete eine ansprechend moderne Trattoria und auch die Außenfassade bekam einen neuen Anstrich. Ich hatte vorab reserviert und wir dürfen im hinteren, gemütlicheren Teil des L-förmigen Gastraumes Platz nehmen (siehe Fotos), zu späterer Stunde ist das Restaurant sehr gut besucht, der Geräuschpegel durchaus annehmbar.
Das Essen wie... mehr lesen
Trattoria Saro
Trattoria Saro€-€€€Restaurant015755134976Schwelmer Straße 1, 42897 Remscheid
4.0 stars -
"Neuer Italiener in Lennep" Ehemalige UserStippvisite relativ kurz nach der Eröffnung, daher vorerst keine detaillierte Sternevergabe.
Der Laden in den Räumen des ehemaligen Akropolis ist nach mehrmonatigen Sanierungsarbeiten kaum wiederzuerkennen, lt. Facebook-Seite wurde der angestaubte Gastraum komplett entrümpelt, ein Innenarchitekt gestaltete eine ansprechend moderne Trattoria und auch die Außenfassade bekam einen neuen Anstrich. Ich hatte vorab reserviert und wir dürfen im hinteren, gemütlicheren Teil des L-förmigen Gastraumes Platz nehmen (siehe Fotos), zu späterer Stunde ist das Restaurant sehr gut besucht, der Geräuschpegel durchaus annehmbar.
Das Essen wie
Das kleine Rasthaus ist eine Gaststätte für Fernfahrer, Gewerbetreibende aus der Region und normale Leute die es gerne deftig und ohne Schnickschnack mögen.
Zwischen 5:00 und 23:00 Uhr kann man hier Frühstücken und essen.
Die Gaststätte liegt im ersten Stock über dem Tankshop, ist aber mit Aufzug und Barrierefrei. Für die Raucher gibt es einen extra Raum. Ebenso können sich Kinder in einem gut einsehbaren Spielzimmer aufhalten.
Ich war schon einige Male hier und es war immer in Ordnung. Bei diesem Besuch gab es eine Rindsroulade mit Rotkohl und Kartoffeln von der Tageskarte für 6,90€. Die Roulade war geschmacklich sehr gut und rel. groß. Fernfahrerportion eben....
Fazit: Hier kommt man gerne immer mal wieder.
Das kleine Rasthaus ist eine Gaststätte für Fernfahrer, Gewerbetreibende aus der Region und normale Leute die es gerne deftig und ohne Schnickschnack mögen.
Zwischen 5:00 und 23:00 Uhr kann man hier Frühstücken und essen.
Die Gaststätte liegt im ersten Stock über dem Tankshop, ist aber mit Aufzug und Barrierefrei. Für die Raucher gibt es einen extra Raum. Ebenso können sich Kinder in einem gut einsehbaren Spielzimmer aufhalten.
Ich war schon einige Male hier und es war immer in Ordnung. Bei diesem Besuch gab es eine Rindsroulade mit Rotkohl und Kartoffeln von der Tageskarte für 6,90€. Die Roulade war geschmacklich sehr gut und rel. groß. Fernfahrerportion eben....
Fazit: Hier kommt man gerne immer mal wieder.
Das kleine Rasthaus
Das kleine Rasthaus€-€€€Restaurant, Raststätte, Catering, Erlebnisgastronomie043214896896Leinestraße 38, 24539 Neumünster
4.5 stars -
"Gute Raststättengaststätte" Ehemalige UserDas kleine Rasthaus ist eine Gaststätte für Fernfahrer, Gewerbetreibende aus der Region und normale Leute die es gerne deftig und ohne Schnickschnack mögen.
Zwischen 5:00 und 23:00 Uhr kann man hier Frühstücken und essen.
Die Gaststätte liegt im ersten Stock über dem Tankshop, ist aber mit Aufzug und Barrierefrei. Für die Raucher gibt es einen extra Raum. Ebenso können sich Kinder in einem gut einsehbaren Spielzimmer aufhalten.
Ich war schon einige Male hier und es war immer in Ordnung. Bei diesem Besuch gab
Bei einer Tour rund um die Schlei meint es das Wetter leider nicht gut mit mir und ich suche mir einen netten Ort zum Kaffeetrinken.
Das Kuchenhaus liegt direkt an der Straße welche von Brodersby zur Fähre Missunde an die Schlei führt. Im Sommer ist in und um das hübsch renovierte Haus reges Treiben und viel Betrieb auf der Terrasse.
An diesem durchwachsenen Tag am Saisonende sind außer mir nur noch ein Pärchen anwesend.
Die Gaststube ist hell, sauber, hübsch und nicht überladen eingerichtet. Im hinteren Teil befindet sich der Kuchentresen und ich suche mir ein Stück Himbeer-Trümmertorte aus. Dazu bestelle ich mir eine größere Tasse Kaffee (Becher). Der junge Mann der die Torte und den Kaffee zum Tisch bringt, ist absolut freundlich.
Die Torte schmeckt mir ausgezeichnet. Auch der Kaffee ist sehr gut.
Eigentlich hätte man noch ein Stück essen müssen, denn alle Torten im Tresen sehen sehr gut aus.
Aber ich will meine Tour noch fortsetzen und bezahle für beides 5,80€, was absolut OK ist.
Fazit: Gerne wieder und absolute Empfehlung.
Bei einer Tour rund um die Schlei meint es das Wetter leider nicht gut mit mir und ich suche mir einen netten Ort zum Kaffeetrinken.
Das Kuchenhaus liegt direkt an der Straße welche von Brodersby zur Fähre Missunde an die Schlei führt. Im Sommer ist in und um das hübsch renovierte Haus reges Treiben und viel Betrieb auf der Terrasse.
An diesem durchwachsenen Tag am Saisonende sind außer mir nur noch ein Pärchen anwesend.
Die Gaststube ist hell, sauber, hübsch und nicht... mehr lesen
Das Kuchenhaus
Das Kuchenhaus€-€€€Cafe04622/9569090Missunder Fährstraße 24, 24864 Brodersby
5.0 stars -
"Guter Anlaufpunkt für eine Kaffeezeit bei einer Schleitour" Ehemalige UserBei einer Tour rund um die Schlei meint es das Wetter leider nicht gut mit mir und ich suche mir einen netten Ort zum Kaffeetrinken.
Das Kuchenhaus liegt direkt an der Straße welche von Brodersby zur Fähre Missunde an die Schlei führt. Im Sommer ist in und um das hübsch renovierte Haus reges Treiben und viel Betrieb auf der Terrasse.
An diesem durchwachsenen Tag am Saisonende sind außer mir nur noch ein Pärchen anwesend.
Die Gaststube ist hell, sauber, hübsch und nicht
Geschrieben am 27.01.2016 2016-01-27| Aktualisiert am
02.10.2017
Besucht am 28.06.2015
Okt. 2017
Nun muss diese Bewertung leider mal überarbeitet werden...
Wir besuchen immer mal wieder regelmäßig die Friesenstube.
Leider haben sich schon seit einer längeren Weile in der Küche Veränderungen ergeben, welche man doch sehr schmerzlich merkt.
Die Tagesgerichte haben geschmacklich und optisch sehr nachgelassen, die Bratensoßen sind mehr oder weniger
künstlich und bei einigen Besuchen hat man den Eindruck die Küche ist handwerklich etwas "bocklos".
Die vorher sehr norddeutsch regional ausgerichtete Küche ist nun eher nicht mehr so als solche erkennbar.
Das ist sehr schade und auch im Hinblick auf die Gästezahl sollte man sich mal Gedanken machen...
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Die Friesenstube ist ein größeres Restaurant mit Saal und Nebenräumen in Westerrönfeld bei Rendsburg am Nord-Ostseekanal. Es ist an eine Pflege- und Wohneinrichtung für Senioren angegliedert, die es in drei Standorten in Westerrönfeld, Neumünster und Norderstedt gibt.
Täglich gibt es verschiedene Frühstücksvariationen als Buffet und neben der umfangreichen Speisekarte zwei bis drei täglich wechselnde Tagesmenüs inklusive Dessert.
Am Nachmittag kann man dann die hausgemachten Kuchen und Torten genießen.
Saisonal kommen dann auch noch verschieden Angebote wie Spargel, Grünkohl, Karpfen, etc. dazu.
Wir verbinden den Besuch der Friesenstube meist mit einem Spaziergang oder Fototour am Nord-Ostseekanal und es lohnt sich wirklich. In der nicht überladenen Speisekarte findet man leckere regionale Gerichte und auch Fischvariationen.
Meist entscheiden wir uns aber, wie viele Besucher auch, für das Tagesmenü, welches vom Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar ist. Z.B. liegen die 3 Tagesgerichte meist zwischen 5,- € und 9,- € je nach Aufwand und Zutaten.
Statt aufwändiger Beschreibung einfach mal die Fotos ansehen.
Die normalen Tagesgerichte sind meist "normal" ohne Deko angerichtet, wobei die Beilagen oft in extra Schüsselchen daherkommen. Gibt es auf der Tageskarte einmal Eintopf, so bekommt man eine Terrine. In der Regel sind das ca. 2,5 Teller voll. Gerade im Winter wärmt das sehr gut. Geschmacklich waren wir immer zufrieden und kommen deswegen auch immer gerne wieder.
Das Personal ist natürlich freundlich. Es gab noch nie etwas auszusetzen. In der Küche wird handwerklich gut und regional gekocht. Außerdem gibt es hier auch oft Gerichte, die woanders aus der Mode gekommen sind wie z.B. Schnüsch mit Katenschinken oder großer Hans mit Backobstsauce. Und gerade deswegen kommen viele Gäste.
Alles in allem meine klare Empfehlung für Leute, die es gerne klassisch, regional und bürgerlich mögen. Außerdem kann man hier auch seine Feiern ausrichten lassen, was wie wir mitbekommen haben auch gern genutzt wird.
Übrigens befinden sich die sehr sauberen Toiletten im Kellergeschoss. Für Personen mit Handicap gibt es einen Aufzug, denn alles ist barrierefrei.
Okt. 2017
Nun muss diese Bewertung leider mal überarbeitet werden...
Wir besuchen immer mal wieder regelmäßig die Friesenstube.
Leider haben sich schon seit einer längeren Weile in der Küche Veränderungen ergeben, welche man doch sehr schmerzlich merkt.
Die Tagesgerichte haben geschmacklich und optisch sehr nachgelassen, die Bratensoßen sind mehr oder weniger
künstlich und bei einigen Besuchen hat man den Eindruck die Küche ist handwerklich etwas "bocklos".
Die vorher sehr norddeutsch regional ausgerichtete Küche ist nun eher nicht mehr so als solche erkennbar.
Das ist sehr schade... mehr lesen
Friesenstube
Friesenstube€-€€€Restaurant043318091186Hog’n Dor 1, 24784 Westerrönfeld
2.5 stars -
"Gutbürgerliches Restaurant mit ansprechendem Preis-Leistungs-Verhältnis" Ehemalige UserOkt. 2017
Nun muss diese Bewertung leider mal überarbeitet werden...
Wir besuchen immer mal wieder regelmäßig die Friesenstube.
Leider haben sich schon seit einer längeren Weile in der Küche Veränderungen ergeben, welche man doch sehr schmerzlich merkt.
Die Tagesgerichte haben geschmacklich und optisch sehr nachgelassen, die Bratensoßen sind mehr oder weniger
künstlich und bei einigen Besuchen hat man den Eindruck die Küche ist handwerklich etwas "bocklos".
Die vorher sehr norddeutsch regional ausgerichtete Küche ist nun eher nicht mehr so als solche erkennbar.
Das ist sehr schade
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Von außen eher unscheinbar (das Gebäude fügt sich nahtlos in die recht unansehnliche Industriegebietsromantik ein), erwartet den Besucher drinnen ein großer Gastraum mit abgetrenntem Raucherbereich. Die indirekte Beleuchtung schaffte trotz der Raumgröße eine gewisse Gemütlichkeit. Die bequem gepolsterten Stühle und Tische waren in dunklem Holz gehalten. Das sah auf den ersten Eindruck schon recht edel aus. Der Boden war grau gefliest, ein paar spärliche Farbakzente in Form von Bildern an den Wänden. Auffallend schön in Szene gesetzt war der Thekenbereich. Auch hier wieder viel dunkles Holz und ein geschmackvoll gewählter Lichteinsatz.
Im Lokal angekommen, musste unsere Sportlergruppe im Eingangsbereich ca. 5 bis 10 Minuten auf einen freien Tisch warten. Wir hatten zwar angerufen, aber scheinbar hatte der Service mit einem früheren Aufbruch bereits verköstigter Gäste gerechnet. Nun da wir endlich saßen, hätten wir nur allzu gern unsere Getränkebestellungen aufgegeben. Aber das zog sich zunächst in die Länge. Schließlich waren die durstigen Sportler versorgt. Schade nur, dass wir nach ca. 30 Minuten Aufenthalt im Lokal immer noch keine Gelegenheit zur Essensbestellung bekamen. Na wenigstens durften die später angekommenen Gäste an der Nachbartafel schon mal ordern. Egal, mein großes Warsteiner (0,4 l) stand leuchtend vor mir – flüssiges Brot, das auch sättigte. Fürs Erste jedenfalls.
Die Speisekarte war vom Umfang und von der Auswahl der Gerichte typisch griechisch aufgebaut. Eine breite Palette an Grilltellern, Lammspezialitäten und auch deutschen Fleischklassikern (diverse Putensteaks sowie Rumpsteak & Co.) wurde angeboten. Dazu die obligatorischen Vorspeisen (Schafskäse, Champignons etc.) und ein paar Salate, die mit Gyros, Suzukakia oder Pute ebenfalls eher fleischlastig daher kamen. Doch wie heißt es im Titel von Heinz Strunks Bestseller: Fleisch ist mein Gemüse. Und beim Griechen passt das ja eh meistens…dachte ich.
Ein Mannschaftskollege teilte sich die gegrillten Peperoni mit Knoblauchsoße vorneweg. Der Preis lag irgendwo zwischen 4 und 6 Euro (übliche Ansetzung) und schien für das Gebotene in Ordnung zu sein. Ich probierte ein paar davon und musste feststellen, dass die grünen Schoten ordentlich Schärfe hatten. Zusammen mit dem gerösteten Knoblauch ein standesgemäßer Vorspeisenklassiker, wie man ihn bei vielen Griechen auf der Karte findet.
Dann verging sehr viel Zeit zwischen Vor- und Hauptspeise. Wir hatten Hunger und freuten uns schon auf den üblichen Vorspeisensalat, den unser „Nikos Teller“ für 2 Personen (28 Euro) beinhaltete, doch der Service bzw. die Küche zeigte keine Regung. Gegen 21 Uhr (nach gut einer Stunde Wartezeit im ansonsten mittlerweile relativ leeren Lokal) wurden dann große Salatportionen gereicht. Der Blattsalat war ok, das Dressing keineswegs unbekannt, da in vielen griechischen Restaurants ein Ähnliches verwendet wird. Die Bohnen und das Kraut aus dem Eimer waren auch essbar. Der große Kleks „Tsatziki“, der sich wie ein roter (äh weißer) Faden durch sämtliche Gerichte zog (wie sich später noch herausstellen sollte), war deutlich überportioniert. Doch wie der Schwabe so trefflich bemerkt: „de Hunger treibt‘s scho nei!“.
Es verging nochmal eine knappe halbe Stunde bis unser „Gemischtfleischwarengrillteller“ endlich nahte. Leider nicht mehr ganz so heiß, dafür aber umso schneller auskühlend. Beim Souvlaki-Spieß dominierten hauptsächlich die Röstaromen. Anscheinend hatte man das Fleisch im Vorfeld zu wenig mariniert und es dann etwas zu lange auf dem Grill liegen lassen. Die Gyros-Menge war beachtlich. Die Fleischqualität dagegen nicht. Geschmacklich war das schon sehr weit von der Gyros-Benchmark des Landauer Referenzgriechen „Olympia“ entfernt. Die dargebotenen Grillspieß-Schnipsel waren mir schlichtweg zu fettig. Ein viel zu geringer Anteil an knusprigen Stücken. Das geht viel besser. Die Schweinesteaks waren nicht fettig. Sie waren mager und komplett durchgegrillt, was sie zu einer zähen und trockenen Angelegenheit machte. Auch ihnen fehlte es doch arg an Würze. Die Tsatsiki-Portion war wie beim Salat wieder sehr großzügig bemessen. Konsequent in der Umsetzung des Grilltellers war das Fehlen jeglichen Gemüses. Bei schmackhafteren Fleischprotagonisten hätten wir das sicher gar nicht bemerkt. Die Beilagen bestanden aus geriffelten Pommes Frites und einem Gemüsereis, der zwar noch leicht bissfest, aber zu fad abgeschmeckt war. Insgesamt eine der enttäuschendsten Grillplatten der letzten Jahre. Das bekommt jeder Laie mit dem Einweggrill besser hin!
Meine Teamkollegin hatte den Lendenspieß geordert. Der war unter einer Pfeffer-Rahm-Pampe ertränkt. Kurios: die „Soße“ schmeckte vordergründig süß, war von ungewöhnlich heller Farbe und zog dir im Abgang die Pfefferkeule direkt auf die Zwölf. Da hätte der Lendenspieß auch vom alten Hammel stammen können. Man hätte es nicht herausgeschmeckt. Der geriffelte Pommes-Berg trotzte stolz der dickflüssigen Rahmtunke und verlieh dem Gericht wenigstens quantitativ etwas Würde.
Etwa eine halbe Stunde nachdem der Erste unserer Truppe sein Hauptgericht serviert bekam, brachte die sichtlich überforderte Bedienung auch dem Letzten unserer Tischgemeinschaft sein Essen. Ein absolutes „no-go“ und ein gastwirtschaftlicher Offenbarungseid obendrein. Klar, versuchte man das mit extragroßen Portionen und „Ouzos aufs Haus“ wieder gut zu machen. War ja auch alles nett gemeint, aber was nützt es, wenn selbst der hungrigste Esser den völlig überdimensionierten Gyros-Berg nicht verzehrt bekommt. Weniger Masse, eine höhere Produktqualität und eine feinere Zubereitung würden hier Abhilfe schaffen. Denn wäre der Olymp ein Fleischberg, Nikos Voulgaris, der Besitzer des Ladens, hätte bei diesen Mengen seinen Ehrenplatz jetzt schon sicher. Obwohl ihn wahrscheinlich Dionysos aufgrund seiner kargen Weinauswahl davon jagen würde.
Doch von der griechischen Mythologie zurück zur harten kulinarischen Realität in Neuhofen. Warum einer von uns vorne an der Kasse zahlen musste, während der Rest der Mannschaft am Tisch die Scheine zückte, erschloss sich mir ebenso wenig, wie die recht gleichgültige Reaktion der Servierdame auf meinen dezenten Hinweis auf die grill- und geschmackstechnischen Unzulänglichkeiten unserer schnell erkalteten Platte. Egal, das Zwei-Personen-Stück in Sachen Fleisch ging auf mich. Mein Gastrogewissen musste beruhigt werden. Dagegen beruhigte sich mein Magen auch nach doppelter Ouzo-Betäubung nur schleppend. Auch eine Form von Nachhaltigkeit, wenngleich ich auf diese gerne verzichtet hätte.